Bauchnabelpiercing-Körperschmuck mit Tücken

4  03.09.2011

Pro:
dekorativ

Kontra:
Schmerzen beim Stechen,aufwendige Pflege am Anfang

Empfehlenswert: Ja 

DeepPain90

Über sich:

Mitglied seit:16.01.2007

Erfahrungsberichte:11

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Hier berichte ich über meine Erfahrungen mit dem Bauchnabelpiercing.

Das Stechen:
Stechen ließ ich mir mein Bauchnabelpiercing bei "dem Piercer meines Vertrauens" in Berlin-Steglitz. Dort habe ich mir auch bereits mein Zungenpiercing und meinen Nasenstecker stechen lassen. Das Stechen an sich tat schon ziemlich weh, der Piercer meinte, je mehr Fett man an der Stelle hat, desto weniger tut es weh...
Danach bekam ich noch eine Broschüre mit, mit Pflegehinweisen.
Kosten: ca. 25€ inklusive Stechen und Piercing.

Die ersten Tage danach:
Die ersten Tage nach dem Stechen waren wirklich sehr unkonfortabel. Sitzen war schwer, sich nach vorne beugen bzw. sich bücken war schmerzhaft und auf dem Bauch schlafen ging gar nicht! Mir wurde gesagt, ich solle meinen Bauch möglichst wenig belasten und auch keine enge Kleidung tragen, da diese ansonsten unnötig an dem Piercing reiben würde. Direkt nach dem Stechen hatte ich mir auch ein desinfizierendes Spray gekauft (Octenisept), welches ich morgens und abends auf die Piercingstelle sprühte. Zudem habe ich etwa die ersten 2 Wochen ein großes Pflaster auf dem Piercing getragen, damit beim Duschen keine Seife an die Wunde kommt und auch ein Hängenbleiben der Kleidung am Piercing verhindert wird.

Pflege:
Ein Bauchnabelpiercing fordert vor allem in den ersten Monaten viel Pflege und Umsichtigkeit, aonsten entzündet sich das Ganze und man muss das Piercing notfalls wieder rausnehmen lassen. Wichtig ist, dass man in der ersten Zeit NICHT an dem Piercing herumspielt und auch NICHT mit ungewaschenen Fingern an das Piercing geht. Ich habe etwa 8 Wochen lang täglich die Piercingstelle desinfiziert und auf Anraten des Piercers nach etwa 14 Tagen (nach dem Stechen) das Piercing täglich 1-1x vorsichtig im Stichkanal hin- und her bewegt. Wichtig ist auch, dass man in den ersten Wochen nach dem Stechen die Wunde frei hält von Verkrustungen etc. Meist bildet sich während des Heilungsprozess Wundflüssigkeit, welche man täglich beim Desinfizieren oder Duschen vorsichtig entfernen sollte. Ich habe dazu immer ein Ohrstäbchen benutzt. Ins Solarium sollte man auch in den ersten Wochen NICHT gehen! Auch Sport sollte solange vermieden werden, bis man schmerzfrei ist.

Komplikationen:
Trotz intensiver Pflege entzündete sich mein Bauchnabelpiercing nach einigen Wochen während des Heilungsprozess und die Wunde eiterte auch ein bisschen. Ich besorgte mir eine jodhaltige Salbe aus der Apotheke, welche ich morgens und abends auf die Wunde auftrug. Diese Salbe tötete in der Wunde befindliche Bakterien habe und stoppte nach und nach den Entzündungsprozess. Dies ging allerdings nicht von heute auf morgen, dauerte etwa 4 Wochen lang an. Während dieser Zeit behandelte ich meinen Bauch praktisch wie ein rohes Ei-sitzen,liegen,stehen,laufen, alles machte ich möglichst vorsichtig, um die Wundstelle nicht unnötig zu reizen.
Nach insgesamt 3-4 Monaten etwa war meine Piercingstelle abgeheilt. Es gab kein Wundwasser mehr, kein Eiter, keine Schmerzen!
Ich habe mir jedoch sagen lassen, dass es 6-12 Monate dauern kann, bis die Wundstelle auch innerlich komplett verheilt ist.

Fazit:
Im Nachhinein war es schon ein ziemlicher Stress, besonders die Nachsorge war nervenaufreibend, da ich immer die Befürchtung hatte, dass trotz intensiver Pflege wieder Entzündungen auftreten. Das ist bislang jedoch nicht passiert.
Ich würde mir wieder ein Bauchnabelpiercing stechen lassen, würde jedoch von vornherein Jodsalbe im Haus haben, da man ja sieht, dass sich der Wundkanal trotz Hygiene und Schonung der Stichstelle entzünden kann!
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