Festdarlehen oder Annuitätendarlehen?

5  15.03.2001

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Das richtige Finanzierungskonzept zu finden ist gar nicht so einfach!

Annuitäten-Darlehen oder Fest-Darlehen?

Jeder, der sich ein wenig mit dem Thema Immobilienfinanzierung auseinander gesetzt hat, kennt die 2 Möglichkeiten der RÜckzahlung.


1. Regelmäßige Tilgung, meist monatlich ( Annuitätendarlehen)
2. Bei Ablauf wird in einer Summe getilgt (Festdarlehen)


Welches der Konzepte das richtige ist, das muß wohl jeder für sich entscheiden. Eine Hilfe, dieses abzuschätzen ist die Grundlage dieses Berichts.

zu 1) Fakten

Die Vorteile bestehen mit Sicherheit in der Möglichkeit exacter zu planen wie das Darlehen zurückgeführt wird.

Bei dem Annuitätendarlehen ist klar, welche Restsumme am Ende jeder Zinsfestschreibung als Darlehen verbleibt.

Durch Sonderzahlungen wird die Laufzeit des Gesamtdarlehens merklich verkürzt.

Betrachten wir das immer noch niedrige Zinsniveau, ist diese Art der Finanzierung auch aus dem Gesichtspunkt interessant, zu wissen, das bei neuer Festschreibung ( nach z.B. 10 Jahren ) eine Minderung der Restschuld auch eine Minderung der Rate zur Folge hat. Selbst bei einem hohen Zinssatz kommen keine bösen Überraschungen auf den Kreditnehmer zu.


Achtet bei dem Annuitätendarlehen bitte auf:

Zinskondition
Bereitstellungszins
Sondertilgungsmöglichkeit

zu 2) Fakten

Andererseits ist die Überlegung gestattet, warum ein Tilgungsbeitrag, bei einem niedrigen Zinssatz, nicht lieber in eine gewinnbringende Anlage gesteckt werden soll.
Im Klartext: Die Bank vergibt in Zeiten mit niedrigem Zins billiges Geld.
Warum sollte dies nicht ausgenutzt werden? Somit kann aus dem "gesparten" Geld der Tilgung, eine Anlage bespart werden die mehr Ertrag bringt, als der Zinssatz des Darlehens kostet.
Warnung: Dies ist nur dann sinnvoll, wenn nach der Zinsfestschreibung eine Steigerung der monatlichen Belastung durch einen höheren Darlehenszins tragbar ist.

Diese Anlage des monatlichen Beitrages wird meist in Aktien getätigt. Auch hier muß jeder von Euch selber das Risiko abwägen. Eine Garantie, das der Wertzuwachs höher als die Darlehenszinsen sind gibt es nicht.
Im Extremfall ist auch der Totalverlust möglich. Wie gesagt MÖGLICH, eher unwahrscheinlich, aber denkt daran.

Durch Fonds, kann das Risiko gemindert werden, doch ist die Dividende geringer.
Seht dazu auch meinen Bericht "Unterschiede Aktien und Fons", wenn Ihr euch nicht auskennt.

Für Anlageobjekte, wie vermietete Häuser, bietet das Festdarlehen natürlich auch Steuervorteile. Wie genau das bei jedem einzelnen aussieht, das kann ich hier nicht erklären, da zuviele Fakten eine Rolle spielen. Fragt hier Euren Steuerberater.


Achtet bei dem Festdarlehen bitte auf:

Zinskondition
Bereitstellungszins
Fonds/Aktienauswahl
Kostenstruktur der Fonds/Aktien

Mein Fazit:

Ein Patentrezept gibt es nicht. Eine individuelle Beratung ist das wichtigste bei einer guten Finanzierung. Daher rate ich in diesem Fall auch von den Anbietern des Internets ab. Holt euch bei mehreren Kreditinstituten Angebote ein. Vergleicht diese, richtet Euch bei der Entscheidung nach dem Vertrauen zur Bank. Nicht nur ein guter Zins ist entscheidend. Vielmehr muß auch in schlechten Zeiten das Kreditinstitut zu einem halten.

Gruß
Mike

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
handelcenter

handelcenter

13.03.2004 15:18

Könnte etwas ausführlicher sein, es fehlen die Details. Und wer hat schon Lust, sein Haus durch Aktienspekulationen zu verlieren. gruss hc

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