Viel Action, super Kulisse, tolle Schauspieler
14.07.2009
Pro:
Actionreich, spannend, tolle Schauspieler, super Umsetzung
Kontra:
Ende wurde nicht vom Buch übernommen und ist auch nicht so gut wie dieses
Empfehlenswert:
Ja
 solero69
Über sich:
Mitglied seit:27.05.2009
Erfahrungsberichte:27
Vertrauende:6
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 27 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
The Beach ist einer der Filme, die mich sehr begeistert haben. Die tolle Kulisse im Zusammenspiel mit super Schauspielern und einer spannenden Geschichte geben dem Film eine besondere Klasse. Der Inhalt: In Bangkok treffen die Rucksacktouristen Richard (Leonardo DiCaprio) und Daffy Duck (Robert Carlyle) in einem Hotel aufeinander. Richard ist ohne Plan von zu Hause weggegangen auf der Suche nach etwas Neuem, dem Freiheitsgefühl, Selbstverwirklichung und Glück. Daffy erzählt Richard von einer geheimnisvollen Insel und einem unberührten Paradies. Kurz darauf findet Richard vor seiner Tür eine Landkarte mit einem gekennzeichneten Gebiet. Daffy, von dem die Karte stammt, wurde tot in seinem Zimmer aufgefunden – Selbstmord. Richard beschließt das Paradies und „The Beach“ zu finden. Mit dem französischen Paar Francoise (Virginie Ledoyen) und Etienne (Guillaume Canet), die ebenfalls im selben Hotel wohnen, macht er sich auf die Suche. Nach einer langen Fahrt über den Ozean treffen die drei schließlich auf Land. Dort begegnen sie jedoch unerwartet bewaffneten Cannabisfarmern. Auf der Flucht durch die Wildnis treffen sie schließlich Keaty (Paterson Joseph). Dieser führt sie zum besagten Strand und den dort Abseits der Zivilisation lebenden Bewohnern. Richard, Etienne und Francoise finden ein kleines selbsterbautes Dorf und 20 Bewohner aus aller Welt. Die Dorfbewohner verabscheuen die Zivilisation und haben sich dafür entschlossen auf dieser Insel zu Leben. Dieses besteht aus Fischfang, Drogen und vor allem viel Spass. Richard und seine Freunde sind begeistert von der Idee ohne Sorge einfach in den Tag hinein zu leben. Die Führung des Dorfes wird von Sal (Tilda Swinton) übernommen, die gleich Gefallen an Richard findet. Dieser fängt jedoch ein Verhältnis mit Francoise an. Sals freund Bugs (Lars Arentz-Hansen) ist sehr eifersüchtig und bedroht Richard. Ansonsten verläuft das Leben auf der Insel sorglos, glücklich und frei ab.
Eines Tages werden 3 Männer beim Fischfang von einem Hai angegriffen. Einer stirbt dabei und ein anderer wird schwer verletzt. Die Inselbewohner machen jedoch keine Anstalten den Verletzten aufs Festland in ein Krankenhaus zu bringen, da er dort was von der geheimen Insel und dem Dorf erzählen könnte. Sie lassen ihn einfach leiden und verstoßen ihn sogar aus dem Dorf. Etienne hat Mitleid mit ihm und pflegt den Verletzten abseits des Dorfes in einem kleinen Zelt. Die 3 Neuankömmlinge können dies nicht verstehen und bekommen erstmals Zweifel am unbeschwerten Paradies. Mit den Drogenfarmern wurde ein Deal gemacht. Solange nicht mehr Menschen auf die Insel kämen, dürfen die Dorfbewohner an diesem Ort bleiben, andernfalls würden sie vertrieben werden. Dieser Deal führt dazu, dass die Dorfbewohner keine Skrupel kennen. Mit allen Mitteln wollen sie ihr Geheimnis und Dorf bewahren, auch wenn andere dafür sterben müssen. Was Sal nicht weiß ist, dass Richard vor seiner Suche nach der Insel, die Karte kopiert hat und ein paar Leuten gegeben hat. Eines Tages tauchen diese auch vor der Insel auf. Sal ist sehr wütend und befiehlt Richard ihnen die Karte abzunehmen. Mit viel Drogen, macht er sich auf den Weg und das Paradies wird für ihn zu Hölle. Die Schauspieler:
Leonardo DiCaprio: Leonardo DiCaprio versucht in dieser Rolle seinem Image als „Schmuseschauspieler“ zu entkommen. In seinen vorherigen Rollen „Romeo und Juliet“ oder „Titanic“ war er der Held aller Frauen und als Schauspieler hatten die Männer eher nicht so viel für ihn übrig. In „The Beach“ spielt DiCaprio eigentlich auch einen netten Jungen von nebenan. Allerdings versucht er aus diesem Leben auszubrechen. Er sucht das Abenteuer, die Freiheit und würde dafür alles tun. Er glaubt auf der Trauminsel alles zu bekommen, was er erreichen will Freiheit, Glück und die große Liebe. Dieses Leben wird für ihn jedoch zum Alptraum, denn Drogen und die Gruppe auf der Insel, lassen sein Leben aus den Fugen geraten. Ich finde, dass DiCaprio der Rolle gerecht wird und überzeugend spielt. Auch die restlichen Personen machen ihre Sache wirklich gut. Die Rollen wurden super verteilt und werden entsprechend überzeugend rübergebracht.
Mein Eindruck: Die Aussage des Filmes ist, dass ein Leben außerhalb der Gesellschaft und in der Wildnis eigentlich nicht möglich ist, da man irgendwann auf eine unüberwindbare Barriere stößt. Regisseure Danny Boyle verfilmt den Kultroman sehr gut. Allerdings fehlen mir persönlich etwas die Emotionen. Alles ist sehr nüchtern und man bekommt eher selten eine Gänsehaut oder muss vor Rührung Tränen vergießen. Das Ende wurde nicht aus dem Roman übernommen, sondern eher Hollywood-Like verändert. Das Blutbad findet nicht statt und es wird zum Happy End gewandelt. Der Film zeigt nicht nur die Schönheiten der Natur, sondern auch wie unbarmherzig und hart diese sein kann. Deutlich wird auch, dass die Inselbewohner eigentlich nur der Verantwortung in der Gesellschaft entfliehen wollen. Auf die Annehmlichkeiten und Produkte, die diese Welt zu bieten hat, will keiner Verzichten. Das zeigt sich, als Richard aufs Festland zurück kehrt und für alle Einkäufe erledigen muss. Als Abenteuer-Film eignet sich The Beach sehr gut. Tiefsinnige Botschaften werden nur spärlich übermittelt. Mir persönlich hat der Film trotzdem gut gefallen, da die Kulissen und die Schauspieler wirklich super harmonieren. Der Film zeigt, dass auch im schönsten Paradies nicht alles Gold ist, was glänzt und das ist meiner Meinung nach perfekt gelungen. Action und Spannung vermisse ich in diesem Film nicht. Auch die musikalische Umrahmung passt. Man fühlt sich sichtlich in die paradiesischen Eindrücke hineinversetzt und bekommt so beim Anschauen Fernweh, dass man am liebsten ins nächste Reisebüro gehen würde.
Die DVD: Regisseur(e): Danny Boyle Komponist: Angelo Badalamenti Format: Dolby, PAL, Surround Sound Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1) Untertitel: Deutsch, Englisch Region: Region 2 Bildseitenformat: 2.35:1 FSK: Freigegeben ab 16 Jahren Studio: Twentieth Century Fox Home Entert. Erscheinungstermin: 25. Januar 2001 Produktionsjahr: 2000 Spieldauer: 115 Minuten
Bild und Ton können sich sehen lassen. Der Sound ist perfekt zu den jeweiligen Szenen gewählt. Tolle Blickwinkel und viel Action-Szenen machen den Film glaubwürdig. Man kann sich gut hineinversetzen. Die Spieldauer von 115 Min. ist genau richtig. Die überwältigende Kulisse sorgt für Fernweh.
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Leonardo DiCaprio wollte sich von dem Saubermann-Image seines Charakters in ...
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14.07.2009 22:31
Mich hat der Film nicht gerade begeistert! LG Randolf
14.07.2009 17:58
Hab den Film leider noch nie zu Ende gesehen ... Schöner Bericht!
14.07.2009 12:51
Ein sehr Hilfreicher Bericht