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... Über Beagle wurde viel geschrieben aber über einen Laborbeagle eben noch nicht. Seit 7 Wochen sind wir stolze Besitzer eines solchen Hundes und möchte meine Erfahrungen nicht für mich behalten. Ich schreibe hier über meinen Beagle und kann das alles natürlich nicht verallgemeinern. Auf ... Bericht lesen





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1-6 von 52 Erfahrungsberichten    
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Laborbeagle-das beste was ich ich kenne
Erfahrungsbericht von steffi74 über Beagle
07.04.2004


Produktbewertung des Autors:   


Pro: gerettet,ein schönes Leben, dankbar
Kontra: verstört,ängstlich,braucht eine Zeit um sich einzuleben

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

An dieser Stelle möchte ich meinen Erfahrunsbericht über den Laborbeagle schreiben. Über Beagle wurde viel geschrieben aber über einen Laborbeagle eben noch nicht.

Seit 7 Wochen sind wir stolze Besitzer eines solchen Hundes und möchte meine Erfahrungen nicht für mich behalten. Ich schreibe hier über meinen Beagle und kann das alles natürlich nicht verallgemeinern.

Auf der Suche nach dem Hund, war uns schnell klar es sollte keiner von einem Züchter sein, es sollte einer sein für den wir alles geben wollen, oder sogar ihm das Leben zu retten. Über viele Internetseiten Tierheime und soweiter sind wir über das Wort Laborbeagle gestolpert. Beim lesen der verschieden Berichte war schnell klar wenn jemand Hilfe braucht dann so ein Hund. Nicht nur wegen seinen treuen Augen, die Bilder und Berichte die wir sahen sprachen für sich.

Wie ich an so eine Laborbeagle auf legalle Weise kam brachte mir eine Internetadresse einer Interessengemeinschaft. Lange habe ich mir die Berichte und die Bilder angeschaut. Dann war es klar ein Anruf beim Team war unumgänglich. Wir haben uns auf die Liste setzten lassen und gewartet das endlich unser Beagle "frei kam".
Wir konnten unsere "Wünsche" äussern ob Rüde, Hündin, welches Alter. Es bleibt hier anzumerken das die Wartezeit für einen Welpen ziemlich lange dauert, da die kleinen nicht so häufig freikommen. Die meistens kommen in einem Alter zwischen 7-14 Jahren "frei.

Uns war es egal, man riet uns zu einem Rüden, da die Hündinnen meinstens als "Wurfmaschinen" missbraucht worden sind und Krankheiten vorprogrammiert sind. Aber auch das war uns egal.

Nach 5 Wochen warten, dann endlich der Anruf. Unser Beagle kam nach Hause. Rüde, knapp zwei Jahre alt, 20 Kg schwer.

Jemand vom Team der IG hat ihn bis nach Hause gebracht. Die Gebühr richtet sich nach dem Alter des Tieres und ist eine normale Schutzgebühr die voll den Tieren zu Gute kommt.

Endlich war er nun da und ich habe noch nie so etwas liebvolles, aber auch so ängstliches gesehen wie einen Laborbeagle. Voll eingegöbelt saß er in der Transportbox und war steif vor Angst. Ich dachte das wird nie etwas.

Wir haben ihn aus der Box getragen und ihn auf den Teppich gelegt. Die erste Reaktion war das er nicht auf dem Teppich bleib wollte sondern sich auf die Fliesen legte. Ein Zeichen dafür das er Decken, Teppiche nicht kannte.

Gassigehen musste getragen werden ud wieder rein. Ich habe noch nie solche Schmerzen im Rücken gehabt wie in der ersten Woche. Da er 20 kg wog und sich noch steif machte war er so schwer. An der Leine gehen war unmöglich am Anfagng. Noch nie hatte er ein Halsband getragen, oder eine Leine gesehen. Am Anfang ist es ratsam ein Brustgeschirr zu nehmen da sich der Beagle recht stur und steif anstellen kann, kann es sein das er aus dem Halsband ausschlüpft und wegrennt.

Auf der Straße hatte er Angst vor allem. Blätter, Menschen,Kinder,Mülltonnen eben alles was man sieht oder hört war so angsteinflössend, dass er sich unter Büsche legte und nicht mehr hervor kam.

Nach langem hin und her hat er sich dann auf eine Decke gelegt. Er hat sie 2 Wochen nicht alleine verlassen. Er hat sich kaum bewegt. Es war ganz traurig. Mit so einem Hund muss man Geduld haben, ruhig und verständnissvoll reden. In manchen Situationen wie zum Beispiel den Reissverschluss an der Jacke schnelle öffnen ist er manchmal in so eine Panik gefallen das er gegen Scheiben gerannt ist. Wir haben ihn ganz in Ruhe gelassen und ihn nicht ständig beobachtet sobald er sich bewegt hat oder aufgestanden ist. Wir haben so getan als ob das alles ganz normal ist. Natürlich ist das normal aber man lässt sich hinreißen immer zu gucken oder es zu kommentieren. Wie erwähnt waren Spaziergänge nicht lange möglich und selbst wenn muss man bei einem Laborbeagle die Dauer der Spaziergänge langsam steigern. Den durch den wenigen bis gar keinen Auslauf sind die Muskeln schlaff. Erst einmal gilt es die Bänder zu schonen und die Muskeln aufzubauen.

Trinken und fressen war auf ein Problem. Unser Spock hatte noch nie aus einem Napf getrunken sondern nur aus einem "Kanikelbeutel". Dadurch war ihm das Wasser in der Schale fremd. Trockenfutter eignet sich am besten für Laborbeagle den das kennen sie aus dem "Labor". Am besten sind am Anfang Futterproben um zu testen das er mag. Unser Beagle zum Beispiel frisst keine großen Broken sondern nur ganz kleine. Das muss man testen.
Knochen sind am Anfang auch so eine Sache. An dem schlechten Gebiss (Zahnbelag) zieht man das er noch nie einen Knocken gesehen hat. Er wusste auf nicht was man damit machen kann oder soll. Mittlerweile kaut er mal drauf rum aber sonst ist es ihm fremd. Spielzeug braucht ein Laborbeagle auf am Anfang nicht. Nach 6 Wochen hat er sich mal ein Küchenhandtuch geschnappt und damit ein wenig gespielt. Sowieso habe ich das Gefühl das kleine und ganz leichte Sachen bevorzugt werden. Man kann sagen man hat als Laborbeagle einen ausgewachsen Hund, der einem Welpen ähnelt. Wobei ein Welpe offener ist als ein Laborbeagle.

Stubenrein ist er gleich gewesen. Zweimal Pipi in die Wohnung war alles.b habe mir sagen lassen lassen das er nach draussen in ein Minigehege zum Geschäft machen gehen konnte. Ob es dawas mit zutun hat qweiss ich nicht.

Mittlerweile ist er schon fast ein "normaler Hund". Draussen rennt er als ob es nichts anderes gibt. Stundenlang möchte er laufen und schafft das auf mittlerweile recht gut. Geräusche erschrecken ihn manchmal zwar noch zu Tode, aber er ist ziemlich cool geworden.

Gelehrig ist er wie alle Beagle es sind, aber auch ein ziemlicher Sturrkopf. Man merkt er weiss was wir wollen aber er setzt seinen Kopf durch. Man muss versuchen ihn langsam und ganz behutsam zu einem "normalen" Hund zu machen.

Geduld ist das wichtigste. Kein Laborbeagle ist wie der andere.

Ich denke er wird nicht alle Ängste ablegen können, dafür ist er zu geprägt aber man kann versuchen ihn liebvoll und konsequent zu erziehen. Sein Verhältniss zu Männern ist noch nicht so gut und Besuch wird auf noch nicht empfangen er bleibt auf Distanz und ich finde das ist ok so.

Viele haben am Anfang gemeint das ein Laborbeagle ein Angstbeisser wird, ich kann nur sagen dem ist nicht so. Er mag zwar keine Rüden und knurrt recht heftig aber er hat noch nie gebissen. Auch in der größten Angstattacke lasse ich ihn in Ruhe so das er sich beruhigt. Ich denke nicht das er je beissen wird. Soweit hat sich auch ein Laborbeagle im Griff.

Er hat bisher noch nie Gebellt, ich habe mir sagen lassen das Laborbeagle alle am Anfang nicht bellen, aber sie werden es tun und das ziemlich laut und ich hoffe das, dass erste bellen eine Art Befreiung für ihn ist. So eine Art ok ich bin in einer neuen Welt angekommen.

Wir für unseren Teil würden uns immer wieder einen Laborbeagle holen.
   

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