Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
humorvoll, realistisch, klasse schauspielerische Leistung |
| Kontra: |
bisschen wenig Bonusmaterial |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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...und dann mach es dir bequem.."....*g*...So klingt ein Schlager von Gunter Gabriel. Und so beginnt in diesem Film auch eine Beziehung zwischen zwei Nachbarsjungen in einem Londoner Wohnviertel. Aber nun mal von Beginn an:
** Die Story
In einem reinen Wohnviertel in einem Vorort von London lebt Jamie mit seiner Mutter Sandra. Jamie wird in der Schule von den anderen nicht akzeptiert. Er wird gehänselt, geschlagen und verspottet. Jamie ist anders als die anderen Jungen. Er schwänzt den Sportunterricht und spielt auch nicht, wie alle anderen seiner Mitschüler Fußball. Lieber verkriecht er sich zu Hause und hängt in dem Beton-Wohnviertel rum. Mit seiner Mutter kommt Jamie auch nicht wirklich zurecht, da diese ein doch recht asoziales Verhalten an den Tag legt.
Sein Nachbar Ste hat es auch nicht einfach. Zwar wird er von den Mitschülern akzeptiert und spielt auch mit den anderen Fußball, jedoch wird er zuhause penetrant von seinem alkoholsüchtigen Vater und seinem älteren Bruder schikaniert und misshandelt.
Eines Tages als Ste draußen sitzt und vor sich hinheult, weil er wieder mal von seinem Vater geschlagen wurde, nimmt Sandra ihn mit in die Wohnung, damit er die Nacht nicht mehr zu seinem Vater muss. Dort wird ihm das Bett von Jamie angeboten. Da kein weiterer Platz ist, teilen sich Jamie und Ste das Bett. Als Ste am nächsten Tag wieder bei Jamie übernachtet, passiert es dann. Er zeigt Jamie seine blauen Flecken, worauf hin Jamie ihm anbietet, die Flecken einzucremen. Nach kurzem Zögern nimmt Ste das Angebot an. Enden tut das Eincremen damit, dass beide miteinander schlafen.
Nach diesem "Vorfall" versucht sich Ste von Jamie zu distanzieren. Jamie gibt aber seine Liebe nicht auf......
** Kritik
Also ich habe den Film bei meinem letzten Besuch im Männerschwarm (Anm.: schwuler Buchladen in Hamburg. Wer mehr über den Laden wissen möchte, kann ja einen Blick in den vorherigen Bericht von mir werfen) entdeckt und habe mich sofort entschlossen, ihn mitzunehmen, da ich schon einiges und nur positives über den Film gehört habe.
All das Positive hat sich bestätigt. Es handelt sich um ein gelungenen Coming-Out-Film, der teilweise kritisch, aber doch überwiegend voller Leben und Liebe ist. Die Liebe gestaltet sich da aber durchaus unterschiedlich. Da ist zum einen die Liebe zwischen Ste und Jamie, die wirklich innig und tief ist und da gibt es auch die Hassliebe, z.B. zwischen Jamie und seiner Mutter.
Wenn man sich den Film anschaut - ohne zu Wissen, dass es sich um ein britisches Werk handelt - würde man aber sofort den Film mit diesem Land in Verbindung bringen. Der Film beinhaltet stellenweise diesen typisch britischen Humor. Allerdings wirkt das aber auch nicht so künstlich, da das Werk durchaus realistisch geworden ist.
Der Film vereint alle nur vorstellbaren Charaktere. Den alkoholsüchtigen Vater von Ste, den mit Drogen handelnden Bruder von Ste, die durchgeknallte Nachbarin der beiden Jungen, die denkt, sie sei Mama Cass und die doch recht asoziale und eher wie eine Prostituierte wirkende Mutter von Jamie. Vielleicht ist genau dieses Zusammenspiel der verschiedenen Charaktere, dass, was den Film so realistisch macht.
In diesem Film wird sich der ein oder andere an sein eigenes Coming-Out erinnern. Allgemein wird der Zuschauer durch diesen Film animiert, dazu zu stehen, zu dem, was er ist und, was er fühlt. (Dabei ist es gleichgültig, ob jemand schwul/ lesbisch oder hetero ist.)
Noch ein Wort zur Musik. Während des ganzen Films nimmt man die Musik im Hintergrund eigentlich gar nicht so wahr. (Mit Ausnahme wo die durchgeknallte Nachbarin die Musik total laut aufdreht.) Besser hätte man die Musik von Mama Cass (Mamas/Papas) nicht wählen können. Gerade am Ende des Films, wo Jamie und Ste umringt von anderen Bewohnern (teilweise entsetzt und kopfschüttelnd schauend) der Betonwohnsiedlung auf einem freien Platz eng umschlungen nach "Dream a little dream of me" tanzen....Hach, wie schöööööööööönnnnn......
Zu guter letzt noch ein Wort zu den Darstellern. Alle Rollen sind erstklassig besetzt. Die Schauspieler machen den Anschein, als wenn sie nicht spielen, sondern das tatsächliche Leben darstellen.
Der Film ist in englischer Original-Fassung und in deutscher Synchron-Fassung. Da ich mit dem englischen nicht so wirklich bewandert bin, bevorzuge ich dann doch lieber die deutsche Version, da diese meiner Meinung nach echt gelungen ist.
** Bonusmaterial
So wirklich viel befindet sich nicht auf der von mir erworbenen DVD. Lediglich eine Kapitelübersicht, eine Trailershow und Starinfos sind vorhanden. Man könnte sicherlich bissel mehr draus machen, aber im Endeffekt wird das mein Fazit nicht weiter beeinflussen.
** Allgemeines zum Film und DVD
Titel: Beautiful Thing
Jahr: 1996
Regisseur: Hettie McDonald
FSK: ab 12
Länge: ca. 90 min
Autor: John Harvey
Ton: Dolby Digital 2.0
Schauspieler:
Glen Berry - Jamie
Scott Neil - Ste
Linda Henry- Sandra
Tameka Empson - Lhea (die durchgeknallte Nachbarin)
** Preis
Wie schon geschrieben, habe ich den Film erst vor neulich im Männerschwarm erworben. Gekostet hat mich dieser 14,95 €. Dabei handelte es sich aber angeblich um ein aktuelles Angebot. Ich habe mich mal bei amazon schlau gemacht. Auch hier ist der Film zu diesem Preis erhältlich.
** Fazit
Herrlich! Klasse! Wunderschön!...Ein Film, den man sich auch gern zu zweit vielleicht unter der Decke anschauen sollte. In diesem Film bekommt man alles, was das Herz begehrt. Humor, Liebe, Dramatik, Realität und alles rübergebracht von erstklassigen Schauspielern...Eine absolute Empfehlung mit fünf Sternen (Auch wenn wie erwähnt, das Bonusmaterial bissel ausführlicher sein könnte.)...
In diesem Sinne....Allen einen schönen Tag
GLG Nico
| weitere Erfahrungsberichte |
DREAM A LITTLE DREAM OF ME...
Bewertung für Beautiful Thing von
ZordanBodiak
Pro: Komisch! Sensibel! Überzeugende Darsteller! (...)
Kontra: Viele werden aufgrund der Thematik ihre Sinnesorgane auf Durchzug stellen, was aber ein RIESENFEHLER ist!!!
Die Kritiken in der damaligen Cinema (Ausgabe 01/1997) waren äußerst zwiespältig. Während in der obligatorischen Monats-Filmübersicht die „schwachen Hauptdarsteller“ kritisiert worden sind, lobte Sabine Franz in einer ausführlichen Kritik die „überzeugend ...
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sehr hilfreich
20.01.2003
(21.01.2003)
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Verliebte Jungs machen Sachen...
Bewertung für Beautiful Thing von
andrekuhlemann
Pro: Romantisch, realistisch, dramatisch, witzig, britisch
Kontra: ---
… die andere Jungs nicht machen. Vor allem natürlich wenn sie schwul sind *g*
STORY
Eine Plattenbausiedlung irgendwo in einem Vorort von London. Beton wohin man sieht. In dieser tristen Gegend wohnt der junge Jamie (Glen Berry) mit seiner Mutter San ...
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sehr hilfreich
10.01.2003
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Hast du Angst das man dich Schwuchtel nennt?
Bewertung für Beautiful Thing von
Tolotson
Pro: Realistisch, romantisch, Independent
Kontra: schwache DVD
"Richard of York gained battle in vain", so beginnt das Theaterstück von Jonathan Harvey auf dem der Film 'Beautiful Thing' basiert.
"Richard of York gained battle in vain", eine Eselsbrücke um sich die Reihenfolge der Farben im Regenbogen zu merken: red ...
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sehr hilfreich
31.05.2001
(04.06.2001)
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Liebe kann auch schwer sein
Bewertung für Beautiful Thing von
Sunrider1975
Pro: Überzeugend, gefühlvoll und bewegend
Kontra: Hab keines gefunden
...Hallo mein lieben,
vor zwei Tagen habe ich endlich den Film Beautiful Thing geguckt. Und weil er mir wirklich gefallen hat, habe ich mir gedacht ich gebe darüber mal einen Bericht ab.
Wo kaufen
Di ...
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sehr hilfreich
11.04.2005
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Beautiful Thing - Jamie ist schwul Na und
Bewertung für Beautiful Thing von
IvoB
Pro: ???
Kontra: ???
Betonsilo-Wohnungen. Drei alleinerzogene und alleingelassene Jugendliche. Sonne und lastende Hitze. Das ist der Stoff, aus dem das preisgekrönte Theaterstück des damals vierundzwanzigjährigen Autors Jonathan Harvey ist, ein wochenlang ausverkaufter Erfolg ...
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sehr hilfreich
26.12.2000
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