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Aber jetzt zum Bericht
°^°^° Meine Kurz-Praktikumswoche (BORS) bei der Firma „Bechtle Logistik & Service GmbH“ °^°^°
~~~ 1. Tag:
Arbeitszeit: 07:55 – 17:05 Uhr ~~~
Voller Neugierde startete ich meine BORS-Woche um 7:55 Uhr in der Abteilung des “Netzmanagements“ der Firma ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Blue_Shark über Bechtle AG 07.07.2004
Produktbewertung des Autors:
Bezahlung (Monat):
bis EUR 250
Lernfaktor:
sehr gut
Betreuung:
sehr gut
Betriebsklima:
gut
Eigenverantwortliches Arbeiten:
wird stark gefördert
Pro:
Man sammelt sehr viele Erfahrungen und Eindrücke
Kontra:
meine Arbeitskraft gab´s kostenlos
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Hallo Ihr !! Nachdem ihr schon lange nichts mehr von mir gelesen habt, möchte ich euch heute von einem Praktikum berichten, dass ich im letzten November absolviert habe. Leider hat „ciao“ über ein halbes Jahr gebraucht um den Vorschlag freizuschalten. Zwischenzeitlich habe ich noch ein weiteres Praktikum (freiwillig) hinter mir. Das war bei der „Heilbronner Stimme“. Ich hatte mich dort als Print- und Mediengestalter (-Lehrling) versucht. Mal sehen, vielleicht berichte ich auch davon.
Aber jetzt zum Bericht
°^°^° Meine Kurz-Praktikumswoche (BORS) bei der Firma „Bechtle Logistik & Service GmbH“ °^°^°
~~~ 1. Tag: Arbeitszeit: 07:55 – 17:05 Uhr ~~~
Voller Neugierde startete ich meine BORS-Woche um 7:55 Uhr in der Abteilung des “Netzmanagements“ der Firma Bechtle. Als erstes wurde mir die Firma mit ihren Abteilungen gezeigt. Man erklärte mir, wie alles funktioniert und zeigte mir den Serverraum. Darin befinden sich alle Anschlüsse zu den einzelnen Computern bzw. Arbeitsplätzen des Personals sowie sämtliche Server. Der Serverraum ist sehr wichtig, deshalb ist er durch eine Zugangssicherung nur für berechtigte Personen zugängig. Durch geeignete Klimageräte wird die Raumtemperatur konstant auf 20°C gehalten, so dass die Elektronik nicht überhitzt. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme ist die tägliche Bandsicherung. Die im Serverraum gelagerten Ultrium-/Sicherheitsbänder, also der Notspeicher sind die letzte Chance, um wieder auf gelöschte Daten, Zugriff zu haben. Die Firma schützt sich vor Missgeschicken, die eventuell hohe Verluste einbringen könnte mit solchen Sicherheitsbändern. Auf eine dieser Kassetten gehen bis zu 320 GB (Giga Byte). Trotz allem sind immer mehrere Tapes im Einsatz und müssen täglich gewechselt werden. Deshalb ist es auch der erste Arbeitsschritt eines Administrators des Netzmanagements täglich in dem Serverraum alle Sicherungsbänder zu wechseln und in den extra feuerfesten Tresor zu legen.
Nachdem mir alles erklärt wurde, ging ich mit J. Haller in einen Raum, in welchem mehrere Computer standen. Er nahm das Gehäuse eines Computers ab und erklärte mir das Innenleben, angefangen vom Prozessor, Speicher, der Festplatte bis zur Verkabelung der einzelnen Teile. So wurde mir bewusst, dass in einem PC zwei verschiedene Kabelarten vorhanden sind. Nämlich Strom- und Datenkabel. Die Stromkabel sind einfache dünne Kabel, die aus mehreren dünnen Drähten, welche nochmals isoliert sind bestehen. Die Datenkabel sind flache, breite Kabel, die aus mehreren einzelnen, dünnen Drähten bestehen, welche nebeneinander angeordnet sind. Nach einer ausführlichen Erklärung des Computers, zeigte mir Herr Haller nochmals wie das Innenleben eines Computer aussieht. Er stellte mich nun auf die Probe. Ich durfte den Computer selbstständig zusammenbauen, den er vorher auseinander gebaut hatte. Binnen wenigen Minuten hatte ich den Computer fertig zusammengeschraubt. Jetzt kam es darauf an! Kurz noch das Gehäuse festgeschraubt und J. Haller testete den PC. Zu meiner Enttäuschung fuhr der PC nicht hoch und wir suchten nach meinem Fehler. Als wir keine Ursache fanden, sagte Herr Haller, dass ich eigentlich alles richtig gemacht habe. Er suchte vergebens nochmals nach der Fehlerquelle. Ich bekam einen neuen PC auf den Tisch gestellt und mir wurde gesagt, dass wir morgen noch mal nach dem Fehler suchen müssen. Nachdem ich nun den neuen Computer zusammengebaut hatte, versuchte ich den PC zu starten und siehe da, es funktionierte. So konnte ich das Betriebssystem und danach die Software installieren. Mir wurde gesagt, dass für meine Interessen Windows XP Professional das beste Betriebssystem wäre. Ich erhielt einen dicken Ordner mit unzähligen CD’s aus dem ich die Installations- CD von XP Professional heraussuchen sollte. Nachdem ich sie gefunden hatte, legte ich sie in das CD- Laufwerk ein und startete den Vorgang. Innerhalb weniger Minuten hatte ich meinen ersten Computer komplett installiert und durfte eine Mittagspause machen.
Mittagspause: ------ 12:00 – 12:30 Uhr ------
Nach dem ich einen Anschluss zum Internet gelegt hatte durfte ich zur Belohnung meiner Installation im Internet surfen. Außerdem informierten mich Herr Haller und Herr Osterholz über unterschiedliche Viren durchs Internet. Aktuelles Thema: Der „Blaster Wurm“. Ich finde es schon genial, was sich die Verursacher der Viren einfallen lassen um ihren Virus um die ganze Welt zu schicken. Manche Viren, schreiben z.B. noch eine Mail an verschiedene User und geben ihren Link als Antivirenprogramm gegen ihren eigenen Virus aus, wobei es sich bei dem Programm aber tatsächlich um den Virus selbst handelt!!! User, die diese Mail öffnen haben das hübsche Vergnügen dabei zuzusehen, wie ihr Computer bzw. Laptop plötzlich herunterfährt und sich nicht mehr starten lässt. Herr Osterholz beendete meinen ersten BORS-Tag, indem er mir mehrere Werbeartikel der Firma „Bechtle“ überreichte.
°°° Fazit 1. Tag: °°° Voller Erfolg! Mir gefällt es mit Computern zu arbeiten. Besonders das Innenleben der PC’s ist sehr interessant und ich konnte schon an meinem ersten BORS – Tag feststellen, dass mich diese Thematik sehr interessiert.
~~~ 2. Tag: Arbeitszeit: 07:55 – 17:05 Uhr ~~~
Mein zweiter Tag begann mit der täglichen Kontrolle der Sicherungsbänder, welche ich wechseln durfte. Nachdem diese gut geschützt im Tresor lagen, ging ich wieder in den Installationsraum des vorigen Tages und installierte zusammen mit Herrn Haller „Microsoft Office XP Professional mit Front Page“. Nach mehreren Fehlschlägen, die am Computer lagen, gelang es mir endlich dieses Programm komplett zu installieren und bei Windows ein Update vorzunehmen. Nach einer halben Stunde Wartezeit, die der Computer für sich beanspruchte, war alles fertig geladen und zum Arbeiten bereit. Eins fehlte jedoch immer noch, nämlich der Drucker. So durfte ich mir einen Drucker bei Herr Osterholz holen. Herr Haller brachte mir ein spezielles Stromkabel für dieses Druckermodell. So konnte ich den Drucker anschließen und Testdrucke vornehmen
Mittagspause: ------ 1200 – 1240 Uhr ------
Nach meiner Mittagspause kontrollierten wir nochmals denn defekten PC von gestern. Tatsächlich fand Herr Haller heraus, dass nur die Festplatte nicht richtig saß. Er behob das Problem schnell. Nun versuchten wir ein Netzwerk zwischen zwei Computern herzustellen. Dazu benötigten wir erst einmal ein „Crosslink Patchkabel“. Da keines parat lag, besorgten wir uns eines aus dem Sicherheitsraum, in welchem sich auch der Kabelvorrat befindet. Herr Haller erklärte mir den Unterschied zwischen einem normalen Patch- und einem Crosslink – Patchkabel Leider ging auch nach mehreren Versuchen die Netzwerkverbindung nicht, worauf wir wieder den Fehler suchen mussten. Es stellte sich heraus, dass die Festplatte des einen Computers defekt war und man sie auswechseln musste. So baute ich eine neue Festplatte in den Computer ein und installierte diesen neu. Zum Abschluss des zweiten Tages führte mich Herr Osterholz durch die ca. 3 Fußballfelder große Lagerhalle. Diese beinhaltet diverse Computer und andere Materialien im Wert von mehreren Millionen Euro. Er erklärte mir wie alles sortiert und erfasst wird. Nach dem Rundgang erhielt ich zwei Kataloge, welche ich gleich durchblätterte.
°°° Fazit 2. Tag: °°° An PC’s schrauben macht richtig Spaß!! Heute wurde mir bewusst, dass man beim Zusammenbauen eines Computers genau darauf achten muss, dass alles fest und sicher sitzt.~~~ 3. Tag: Arbeitszeit: 07:55 – 17:10 Uhr ~~~
Meinen dritten Arbeitstag verbrachte ich unten im Lager. Das große Lager ist in mehrere Abteilungen aufgeteilt. Als erstes war ich in der Abteilung des Wareneingangs. Dort durfte ich neu gelieferte Waren auspacken und den Lieferschein kontrollieren. Die nun leeren Kartons sollte ich gefaltet in einen Container werfen. Nachdem meine Aufgabe hier erfüllt war, wurde ich in das eigentliche Lager geschickt. Da dies etwa 2/3 der gesamten Halle ausmacht, wurde mir gezeigt, wie man sich hier schnell und problemlos zurechtfindet. Durch ein einfaches System werden gelagerte Materialien für Großfirmen oder andere Kunden registriert. Dies wird auch als kommissionieren bezeichnet. Nach dem ich einige Lieferwünsche verschiedener Firmen erhalten hatte, suchte ich in den Regalen die gewünschten Waren aus und brachte sie zum Warenausgang, der nächsten Abteilung. Dort hatte ich das „Vergnügen“ Kartons zusammenzubauen. Und das auch noch mehrere Stunden lang!!!
Mittagspause: ------ 12:00 – 13:00 Uhr ------
Nach meiner Mittagspause im „Bistro“ setzte ich meine Schicht im Lager fort. Der Lagerchef lies mich nun Computerteile aufstapeln. Diese durfte ich mit der Bechtlenummer oder auch der Artikelnummer auszeichnen. Anschließend lernte ich die Abteilung des Retourenmanagements kennen. In dieser Abteilung geht es voll und ganz um die Reklamation defekter oder nicht angeforderter Ware. Die defekten Lieferungen werden sofort ersetzt, während die nicht erwünschten Produkte wieder ins Lager kommen. Dafür war ich zuständig: Ich notierte die defekten Teile und verpackte sie in Kartons. Nach dieser Arbeit baute ich bis Arbeitsende Kartons zusammen und stapelte die vollen Kartons auf einen Lastwagen.
°°° Fazit 3. Tag: °°° Nur Kartons zusammenbasteln wäre nichts für mich! Also werde ich ab jetzt in der Schule noch besser aufpassen, so dass ich so einen Job später nicht ausüben muss.
~~~ 4. Tag: Arbeitszeit: 07:50 – 17:03 Uhr ~~~
Glücklicherweise verbrachte ich meinen vierten Arbeitstag wieder in der Abteilung des Netzmanagements. Kollege Haller und ich versuchten auf den Computer des zweiten Tages immer noch vergebens „Windows XP Professional“ zu installieren. Wie auch am zweiten Tag zu vor, klappte es nicht. Ich wechselte das CD-Laufwerk des Computers aus und versuchte noch mal die Software zu installieren. Wieder vergebens! Die einfache Lösung am Ende war, dass die Installations- CD völlig verkratzt war und so nicht gelesen werden konnte. Herr Haller gab mir nun „Windows 2000 Professional“, das ich installieren sollte. Die in das Laufwerk gelegte CD brachte leider einen Fehler. Jedes mal beim Neustarten des Computers, hörte der PC ab einer bestimmten Stelle mit dem Laden von Windows auf. J. Haller meinte ich sollte den Vorgang beenden und die Computer zusammenbauen. So baute ich den einen Computer, welchen ich vollständig auseinander genommen hatte, wieder zusammen. Bei dem zweiten musste nur noch das Gehäuse angeschraubt werden. Danach gingen wir wie immer in den Serverraum und wechselten die Sicherungsbänder.
Mittagspause: ------ 12:15 – 12:55 Uhr ------
Nach der Mittagspause benötigte eine Mitarbeiterin fachmännische Hilfe ;-) !! Ihr Problem war, dass ihr Bildschirm nicht angehen wollte. Kollege Haller schaute sich an, was defekt sein könnte und kam zu dem Entschluss, dass sie einen neuen Bildschirm brauchte. Während er einen neuen Monitor holte, steckte ich den defekten aus und wartete auf den Neuen. Ich schloss den neuen Bildschirm an und stellte den alten auf einen Transportwagen. Danach bekam ich einen Ordner von J. Haller über die Nutzung von Bildschirmschonern. Damit sollte ich mit intensiv beschäftigen, da er mich später prüfen wollte. Nachdem ich die Fragen korrekt beantwortet hatte, durfte ich im Internet surfen. Nach einer Stunde holte mich Herr Haller in den Sicherheitsraum. Dort zeigte er mir, wie bereits gelöschte Dateien wieder in bestimmte Ordner einfügt werden, die die Mitarbeiter versehentlich gelöscht hatten.
°°° Fazit 4. Tag: °°° Wir hatten den Fehler an diesem Computer immer noch nicht gefunden! Ich hoffe, dass wir den anderen Computer morgen endlich installieren können.
~~~ 5. Tag: Arbeitszeit: 07:50 – 17:10 Uhr ~~~
An meinem letzen Tag, wurde ich in der Abteilung des Netzmanagements von Herrn Haller schon erwartet. Er erteilte mir gleich einen Auftrag. So ging ich mit ihm in die Abteilung des „Einkaufs“ und wir schauten uns einen Computer der einfach nicht hochfahren wollte an. Nach mehreren Versuchen und gutem Zureden funktionierte der Computer leider immer noch nicht. Herr Haller bekam so langsam den Verdacht, dass sich Viren auf dem Computer befinden. Dies stellte sich jedoch nicht heraus. Da wir keinen Fehler mehr feststellen konnten, gingen wir in den Sicherheitsraum und wechselten wie jeden Morgen die Sicherheitsbänder und schauten ob vielleicht ein defekter Stecker oder ähnliches den einen Computer nicht anspringen lies. Nach negativem Befund gingen wir zurück in die Abteilung des Einkaufs um nochmals nachzusehen. Als ich gerade kontrollieren wollte ob alle Stecker richtig sitzen, sah ich, dass das Stromkabel nicht angeschlossen war und der Computer so ohne Stromzufuhr natürlich nicht laufen konnte.
Mittagspause: ------ 12:00 – 12:55 Uhr ------
Nach der heutigen Mittagspause, erstellten Herr Haller und ich ein Netzwerk. Dazu benötigten wir allerdings erst einmal eine Netzwerkkarte, welche ich auch zugleich einbauen durfte. Während ich die Karte einbaute, klärte mich Herr Haller über das Netzwerk auf und ich erfuhr, dass die Standard-Netzwerkkarte 100 MBit/s schnell ist. Gegen Arbeitsende gingen Herr Haller, Herr Osterholz und ich in den Sicherheitsraum. Beide überraschten mich mit einem riesigen Karton voll gefüllt mit vielen nützlichen Dingen für die Computerwelt. Besonders freute ich mich über die diversen CD-Ständer, welche ich später Zuhause sofort mit meinen CD`s “bestückte“.
°°° Fazit 5. Tag: °°° Diese Woche ging leider viel zu schnell zu Ende. Auch wenn nicht alles, das ich versuchte gelingen wollte, war es eine lehrreiche Erfahrung für mich.
Ich hoffe, ihr habt euch nicht gelangweilt. Über Kommentare und Anregungen würde ich mich freuen, Euer Jens