Der Schrecken der Sieben Wäschekörbe ist gebannt!
20.10.2011
Pro:
Leichtes Gleiten über den Stoff, kein Kleben keine Glanstellen, viel Dampf u . v . m .
Kontra:
Dampfdruckknopf kannn nicht arretiert werden, dampft nach
Empfehlenswert:
Ja
 ceridwen66
Über sich:
Bin nicht verschollen, hab nur den Anbieter gewechselt - auf unbestimmte Zeit zwangsweise offline. &...
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Liebe Freunde und Leser, sicherlich hatten die Steinzeitfrauen seinerzeit kein leichtes Leben, aber eine Sache blieb ihnen erspart: die mussten nicht bügeln. Die Mammutfelle blieben einfach am Leib, bis sie so starr waren, dass man sich darin nicht mehr bewegen konnte. Dann sprang der Herr Neandertal einfach mal kurz in den Fluss oder Frau Neandertal zog die haarigen Klamotten mal schnell durch einen Teich und fertig. Bei den vielen Haaren war es egal, ob das Gewand glatt war oder nicht.
VOM MAMMUTFELL ZUM DAMPFBÜGELEISENDas änderte sich, als die Menschheit sich weiter entwickelte und Stoffe erfand, die nach dem Waschen unschöne Falten warfen. So kamen die alten Römer auf die Idee, die Kleidung in Holzpressen zu glätten, die etwas eleganter veranlagten Chinesen befüllten ein bratpfannenähnliches Gerät mit glühender Kohle. Die ersten Bügeleisen in der uns heute bekannten Schiffchenform kamen im 15. Jahrhundert zum Einsatz, damals noch als Metallblöcke, die auf dem Herd erhitzt wurden. 1882 erfand Henry Seely das Elektrobügeleisen und so wurde die Bügelei immer bequemer und weitverbreiterter. Meine Mutter hatte noch ein einfaches Bügeleisen, als ich ein kleines Kind war, an das ich mich nur noch ganz vage erinnern kann. Da geht es mir mit „Wie? kein Dampfbügeleisen?“ ungefähr so wie meinen Kindern mit „Wie? Kein PC?“. Meinen ersten direkten Kontakt mit einem Bügeleisen hatte ich mit ungefähr 16, als meine Mutter beschloss: „Wenn du eine Rüschenbluse willst, dann bügelst du die aber selber!“ Obwohl sich damals bereits ein Dampfbügeleisen im Haushalt befand, trug ich diese Bluse höchstens drei oder vier Mal…VOM DAMPFBÜGELEISEN ZUR BÜGELSTATION Wie dem aufmerksamen Leser nicht entgangen sein dürfte, gehört Bügeln nicht wirklich zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Als ich meinen eigenen Haushalt gründete kaufte ich mir ein Dampfbügeleisen und nachdem dieses seinen Geist aufgab wieder eines, obwohl zu der Zeit schon zwei meiner Freundinnen eine Dampfbügelstation besaßen und absolut darauf schwörten. Allerdings hatten diese Teile ein Schweinegeld gekostet und ich wollte es weder ausprobieren noch einsehen, dass es irgendetwas geben sollte, das aus der leidigen Bügelpflicht so etwas wie ein Vergnügen machen könnte. Für ein Foltergerät über 200 Mark ausgeben? Kam nicht in Frage! Und so bügelte und ärgerte ich mich lange Jahre mit meinen einfachen Dampfbügeleisen weiterhin herum. Der Haushalt wurde größer, die Wäscheberge dementsprechend auch. In einer normalen Woche habe ich zwischen 5 und 7 Maschinen Wäsche zu bewältigen, bei einer Füllmenge von 6,5 Litern. Aber ich blieb stur…Vor zwei Jahren bat mich meine Chefin in der Vorweihnachtszeit doch mal schnell ein paar Mitteldecken auf zu bügeln, die neu herein gekommen ausgepackt worden waren. Ich stellte mich also an die Dampfbügelstation – meine Chefin hat so ein Mega-Komplettteil – und legte los. Wow, war ich begeistert. Zwar ist so eine Mitteldecke sowieso leicht zu bügeln, aber wie schnell und mühelos das Eisen über den Stoff glitt und man nicht einmal besonders aufpassen musste, um keine Falten rein zu bügeln war schon faszinierend. Außerdem waren manche der Decken aus Organza, ein sehr empfindlicher Stoff, bei dem ich mit meinem normalen Bügeleisen schon Angst gehabt hätte, ein Loch rein zu schmelzen oder zu brennen.Von diesem Erlebnis im wahrsten Sinn des Wortes „geplättet“ war mir mein Bügeleisen nun nicht mehr gut genug und ich machte mich über Dampfbügelsystem schlau. Um sofort erstmal einen Preisschock zu bekommen…
DAMPFBÜGELSTATION ODER DAMPFBÜGELSYSTEM Da gibt es nämlich einen Unterschied. Bei den Systemen ist das Bügeleisen und der Wassertank mit dem Bügeltisch verbunden. Der Tisch selber bietet hier zusätzliche Funktionen wie das Absaugen des Dampfs oder eine Aufblasfunktion, die den Stoff nicht fest aufliegen lässt, dadurch ist er noch leichter zu glätten. Das Non-Plus-Ultra also, aber mit Nachteilen. Erstens sind wir hier bei den führenden Herstellern Knittax und Laura Star mit 500 Euronen aufwärts dabei und ganz ehrlich: für das Geld kaufe ich mir dann doch lieber ein neues Kameraobjektiv *g*. Aldi macht es zwar hin und wieder billiger, aber 250 bis 300 Euro muss man auch hier rechnen.Zweitens sind diese Systeme groß und sperrig, lassen sich nicht so leicht irgendwo verstauen und sind eher geeignet, wenn man ein separates Bügelzimmer hat, wo man das Teil stehen lassen kann, ohne dass es niemanden stört. So ein Zimmer habe ich aber leider nicht zur Verfügung, sondern ich bügle in meinem kleinen Wohnzimmer vor dem Fernseher und da wäre eine Dauerausstellung irgendwie wenig dekorativ. So ein Riesentrumm aber ständig wieder woanders hin wegräumen ist auch nicht das Praktischste. Wie ich noch so am Überlegen war, kam ein Heftchen von Tchibo ins Haus, in dem eine Station angeboten war. Dabei handelt es sich um einen großen Wassertank, der mit dem Bügeleisen verbunden ist, das Gerät kann man mit einem ganz normalen Bügeltisch verwenden. Flugs bestellt, ausprobiert, 14 Tage lang volle Zufriedenheit… und dann wurde das komplette Bügeleisen total heiß und ich musste nach jeweils 2 Minuten eine Pause machen, um mir nicht die Finger am Griff zu verbrennen. Das kann´s ja wohl nicht sein, also habe ich bei Tchibo angerufen: „Jawoll, wissen wir, Produktionsfehler, umtauschen oder zurückgeben?“ Zurückgeben natürlich, gebranntes Kind scheut das Feuer – aber nun musste schnell ein Ersatz her. Da wir eine Woche darauf in Urlaub fuhren und ich die Unmengen Wäsche danach nicht wieder mit meinem alten Dampfbügeleisen bearbeiten wollte, schaute ich mich flugs bei Amazon um, was da in Frage käme und bestellte mir den
BEEM POWER GENERATOR EVO³ Die hübsche orange-weiße Farbe war es jetzt nicht unbedingt, die mich überzeugte, schon eher der Preis von 69,98 Euro. Zudem hörten sich die diversen technischen Daten nicht schlecht an:
- Selbstgleitende, hochwertige, keramische Bügelsohle - verhindert Glanzstellen auf feinen Stoffen.
- Transparenter und abnehmbarer Wasserbehälter mit ca. 1000 ml Fassungsvermögen
- Kontrollierter und dauerhafter Dampfausstoß von bis zu ca. 90 g pro Minute
- Dampfstoß-Druckknopf
- Mit 3 verschiedenen Dampfdruckstufen
- Vertikales Dampfbügeln für hängende Kleidungsstücke und Vorhänge
- LED Display mit Einstellungen für 5 verschiedene Textilsorten durch Tastendruck
- Im Bügeleisen kugelgelagertes, um 90 Grad schwenkbares, extra langes Kabel
- Abschaltautomatik mit akustischem Signal, sobald der Dampfdruckknopf für ca. 20 Minuten unbetätigt bleibt
- Wechselbare Antikalkfilterpatrone, elektronische Filterwechselanzeige
- Hitzebeständige Bügeleisenablage auf der Station
- Sicherheits-Überdruckventil
- Einfaches Nachfüllen des Wassertanks zu jeder Zeit
- 2200-2400 Watt Leistung
Wie bei Amazon gewohnt, war die Bügelstation noch vor dem Urlaub da und ich reiste zuerst mal ab und verschwendet keinen Gedanken mehr an unliebsame Arbeiten. Nach dem Urlaub dann der
ULTIMATIVE WÄSCHEBERGETESTDa gab es dann genug Testmaterial. Und gleich mal eine Sache, die ich etwas negativ finde: die Beem-Station hat einen Dampfknopf, den man drücken muss, wenn es dampfen soll. Der lässt sich aber nicht arretieren und wieder lösen, so dass man ihn gedrückt halten muss, wenn es dampfen soll. Es dampft dann auch nicht gleich los und lässt man den Knopf los, hört es dafür nicht sofort auf, sondern dampft noch eine Weile nach. Das finde ich nicht so ideal, beim Tchibogerät kam der Dampf immer genau dann und so lange, wie der Knopf dafür gedrückt war. Dieser Negativpunkt lässt sich aber verschmerzen, denn wenn man soviel Wäsche bügeln muss wie ich, dann hat man schnell raus, wann und wie lange man den Knopf gedrückt halten muss, um zum rechten Zeitpunkt die rechte Menge Dampf zu erhalten. Damit wäre der negative Punkt auch schon abgehakt, kommen wir zum Positiven:Ich habe nur wenig wirklich schwierige Wäschestücke, bei denen ich vorsichtig sein muss beim Bügeln. Von daher bügle ich stets auf der höchsten Stufe mit maximalem Dampf. Der kommt wirklich ordentlich und bringt die übelsten Falten ohne Mühe auch aus den Hemden meines Mannes. Aber auch bei etwas empfindlicheren Teilen ist mir noch nie das Eisen am Stoff kleben geblieben, wie es mir früher mit dem normalen Dampfbügeleisen durchaus passieren konnte. Die Bügelsohle läuft tatsächlich superleicht über den Stoff. Bei meinen Viskoseshirts musste ich früher aufpassen, keine Glanzstellen zu bekommen, indem ich das Eisen etwas zu lange aufgesetzt hatte. Das ist hier auch kein Thema mehr. Die Bedienknöpfe (Power, Dampf in drei Stufen) sind leicht zu drücken, aber nicht so leicht, dass man sie versehentlich verstellen könnte.Normalerweise reicht mir eine Wasserfüllung für die komplette Wochenwäsche. Ich muss nicht alle paar Shirts nachfüllen wie seinerzeit beim Dampfbügeleisen mit seinem Minitank. Das bedeutet sehr viel weniger Aufwand. Ich verwende entweder destilliertes oder Brita-gefiltertes Wasser, weswegen ich auch seit über einem Jahr mit der gleichen Filterkartusche arbeite (wobei eine neue mit 14,90 Euro auch nicht die Welt kosten würde). Auch wenn das Wasser einmal vor Ende der Arbeit unter die Minimummarke rutscht, ist das kein Problem. Man muss nicht wie bei Dampfbügelsystemen warten, bis das Eisen abgekühlt ist, sondern kann den Tank mit einem Griff entnehmen (von unten her fassen, eine Lasche drücken und den Tank nach vorne weg raus ziehen) und sofort Wasser nachfüllen. Die Aufheizphase dauert beim Beem etwas länger als bei meinem alten Bügeleisen, was mich aber nicht stört. Nach dem Einschalten drückt man die Taste oben am Griff, jeder Drücker stellt das Bügeleisen eine Stufe heißer ein, was man daran sieht, dass der entsprechende Streifen der Anzeige blau blinkt. Leuchtet er dauerhaft, ist das Bügeleisen heiß genug, nun kann man auch die gewünschte Dampfstärke hoch schalten.Die Beschichtung ist wirklich gut, das Bügeleisen gleitet absolut mühelos über jeden Stoff. Es ist etwas schwerer als ein normales Bügeleisen, aber für mich nicht zu schwer, auch nach mehreren Körben Wäsche tut mir der Arm nicht weh. Beim ersten Bügeln war ich etwas erschrocken, weil ich nicht mit so viel Dampf gerechnet hatte und es richtig laut zischte. Aber so soll es ja sein, es soll ordentlich dampfen, unerwünschte Wassertropfen treten dagegen keine aus. Besonders angenehm empfinde ich auch die Größe der gesamten Station: die Basis passt wunderbar auf die Seitenablage meines alten Bügelbretts, die ganze Station lässt sich problemlos im Schrank verstauen. Meine Schwägerin hat ein Wundergerät von Tefal für 169 Euro, da frage ich mich wirklich, wozu ich so viel Geld ausgeben soll: dieses produziert zwar auf der höchsten Stufe mehr Dampf als mein Beem, aber meine Schwägerin verwendet die höchste Stufe nie, weil ihr das die Wäsche zu feucht macht. Außerdem kann sie ihre Station nicht auf der Bügelbrettablage abstellen, weil sie dafür zu groß ist, sie stellt sie auf einen Extratisch daneben. Da lobe ich mir doch mein handlicheres Gerät für sehr viel weniger Geld.KURZE INFORMATION ZUR FIRMA Die Firma BEEM hat ihren Sitz in Deutschland und zwar in der Dieselstrasse 19 – 21 in 61191 Rosbach v.d.H. (Tel.: 06003 9113 -0, Fax.: 06003 9113 -40, E-Mail: info@beem.de).Gegründet 1974 stellte BEEM zunächst Samoware her, entwickelte dann einen Gewerbefleischwolf und erweiterte 1978 die Produktpalette um Elektrokleingeräte und Küchengeschirr (Schnellkochtöpfe und Entsafter). Das vielfältige Programm von BEEM kann man sich auf der Webseite http://shop.beem.de/ anschauen. Nur einkaufen sollte man vielleicht nicht direkt dort, denn mein BEEM EVO kostet dort erschreckende 159 Euro, also mehr als das doppelte, als ich bei Amazon gezahlt habe. Seltsam, oder? Wie auch immer… …HÄTTE ICH DOCH mich schon vor Jahren aufgerafft, mich zu informieren und mir eine solche Station zuzulegen. Aber es nützt nichts, verlorenen Möglichkeiten nachzutrauern und wenn Bügeln auch immer noch nicht zu meinen Hobbys zählt, freue ich mich doch dass der Schrecken der Sieben Wäschekörbe verpufft ist und die Arbeit mit dem Beem Evo sehr viel leichter und schneller von der Hand geht. Sollte jemand von euch ein neues Bügeleisen brauchen und seither nur ein normales Dampfbügeleisen besessen haben, dem lege ich ans Herz: sucht kein neues, legt euch eine Beem-Dampfbügelstation zu, die auch nicht viel mehr kostet, euch aber das Leben leichter und die Wäsche müheloser glatter macht. Ich vergebe gerne und mit gutem Gewissen 5 Sterne für mein Bügelwunder, auch wenn das mit dem Dampfknopf besser geregelt werden könnte, aber da könnte ich höchstens einen halben Stern abziehen und der zählt nicht. Liebe Grüße Eure Kerry /Ceridwen66
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