Hochseeangeln ohne Makks - niemals ;)...***Free***
18.04.2005
Pro:
sehr fängig und gut verarbeitet
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
 freestyler987
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Hallo Leute!
Heute möchte ich euch mal wieder mit einem Bericht aus der Kategorie „Angeln“ beglücken *gg Nach meiner Tour zum gelben Riff (Bericht wird in diesem Tagen folgen) habe ich Ciao mit Produktvorschlägen geradezu bombardiert und, schnell wie Ciao ja momentan ist, habe ich fast alle auch schon als „eingestellt“ zurückerhalten. Mit meinem heutigen Bericht möchte ich euch mal einen Köder vorstellen, der auf dem gelben Riff läuft wie nix Gutes, wirklich das heißeste seit Taxas..;) Ich rede von GummiMakks, sog. Beifängern, die man über dem Hauptköder fischt – dazu aber nun gleich mehr. Die GummiMakks die ich mir für diesen Bericht ausgesucht habe stammen zwar aus dem Hause „Behr“, aber eigentlich ist das völlig egal und es gibt auch diverse andere Hersteller, die dieses Produkt in ähnlicher Qualität herstellen.
@@@@@ Was um alles in der Welt ist den nun ein GummiMakk?@@@@@ Ein GummiMakk ist ein sogenannter Beifänger. Beifänger sind Köder, die man über dem Hauptköder (meist einem Pilker (Pilker=künstlicher Fisch aus Blei) montiert. So montiert stellen sie einen zusätzlichen Reiz für die Fische dar, denn der Bleifisch sieht nun aus, als würde er die kleinen schwarzen Dinger jagen, wenn man ihn durchs Wasser hüpfen lässt. Der Fisch hat nun also die Möglichkeit zum Einen auf den Pilker zu beißen, aber wenn ihm dieser aus irgendwelchen Gründen nicht gefällt, kann er sich auch die Beifänger einverleiben...;) Ne, ganz so einfach ist es freilich nicht, denn der Fisch sitzt ja nicht am Grund und überlegt, denn zum Zuschnappen bringt ihn vielmehr der Instinkt des Futterneides. Die GummiMakks stellen also ein ideale Ergänzung zum einfachen Pilker fest. Wie man an dem Produktnamen schon erkennen kann, gibt es diese kleinen Köder in verschiedenen Farben, meist in Schwarz, Rot oder blau. Rot (genau heißt die Farbe „Japanrot“) ist eigentlich das Gängigste und fängt fast immer seinen Fisch, aber es gibt Situationen, da hat man mit dunklen Tönen klar die Nase vorn.
Gute Angler sind in der Lage abzuschätzen, wann sie welchen Köder und vor allem in welcher Farbe anbieten müssen. Wenn zum Beispiel die Krebse laichen, dann beißen die Fische eher auch dunkle Töne, da ja auch Krebse nicht gerade aussehen wie eine Neonreklame, wenn aber Heringe oder andere kleine Fische die Hauptbeute darstellen, dann darf es auch mal etwas knalliger sein, da auch die Fischchen oftmals schön schillern. Auf dem gelben Riff zum Beispiel liefen vor ein paar Wochen als ich da war schwarze Makks ganz besonders gut und die Fische haben sich regelrecht auf diese kleinen Leckereien gestürzt. Das lag einfach daran, dass der Februar auch die Laichzeit der Krabben ist und diese sich dann auch ganz dunkel und teilw. leicht rötlich verfärben. Dieses Wissen hat uns dann mit 20 Mann den einen Tag 1000 Kilogramm (richtig gelesenen: 1 Tonne ;)) Dorsch an Bord gebracht, ich selber bin an diesem Tag mit knapp 20 Kilogramm Dorschfilet nach Hause gefahren, mal so nebenbei: Der Marktwert beträgt etwa 300 Euro.
@@@@@ Das Aussehen eines Makks @@@@@ Makks sehen eigentlich bei jedem Hersteller und in jedem Land gleich aus. Erfunden haben sie zwar die Norweger, aber auch die Dänen setzen sie wie man sieht (das gelbe Riff gehört noch zu Dänemark) mit Erfolg ein. Ein Makk ist eigentlich nur ein Stück stabiler Schlauch, der auf einen speziell gebogenen Haken geschoben wurde. Statt der Hakenöse guckt oben ein Wirbel heraus, der wiederum in die Hakenöse eingebracht wurde. Somit kann der Makk sich im Wasser fröhlich um die eigene Achse drehen, der Köder wird niemals die Schnur verdrallen (so nennt man den Effekt der passiert, wenn man die Schnur ganz oft dreht – früher haben wir so Kordeln hergestellt), wie es der Fall wäre, wäre der Wirbel nicht da. Am unteren Ende ist der Schlauch schräg abgeschnitten sodass der Haken aus dem Schlauch heraussteht. Der ganze Makk ist leicht gebogen, darüber darf man sich nicht wundern. Auch ich habe Anfangs versucht der Schlauch weiter nach oben zu schieben, weil ich wollte, das der Makk richtig sitzt, aber das ist ein Trugschluss: eben diese Biegung verleiht der Makks ihr einzigartiges Taumelverhalten was die Fische so reizt. Da die Biegung sich auf den Schrägen Haken zurückführen lässt ist auch klar, dass man Makks nicht selber bauen kann. Zwar kann man auch diese Haken einzeln kaufen, der Preisunterschied zu den fertigen Makks ist aber so minimal dass sich das nicht lohnt.
@@@@@ Montage @@@@@ Wie bereits angesprochen werden Makks oberhalb des Pilkers in das Vorfach eingebunden. Ich angle beim Pilken grundsätzlich mit geflochtener Schnur, das Vorfach jedoch besteht bei mir grundsätzlich aus Monofiler, also einfacher Angelschnur. Fürs gelbe Riff habe ich alle Vorfächer aus 0,9 mm starker Schnur gebunden, eine Dicke, die sich absolut bewährt hat, denn die Schnur ist schön hart und man kann den Pilker somit optimal führen und auch das Vorfach lässt sich besser binden und ist besser, als wenn man es aus so dünnen Leinen herstellt. Die Makks werden in das etwa 1,5 Meter lange Vorfach, an dessen Ende der Pilker in einem speziellen Hochleistungswirbel baumelt, eingeschlauft. Ich mache dafür immer zwei Schlaufen etwa 30 und dann nochmal etwa 70-80 Zentimeter oberhalb des Pilkers. In diese Schlaufen fädle ich den Makk dann einfach so ein, dass er schön vom Vorfach absteht und lecker durchs Wasser läuft. Die Fische können den Makk dann einfach einsaugen. Dabei ist zu bedenken, dass die Schlaufe nicht zu lange sein darf, 10 Zentimeter reichen völlig aus, denn sonst verfängt sich der Makk nur unnötig.
@@@@@ Wo kann ich die Makks kaufen @@@@@ Eigentlich gibt es Makks überall wo es Angelausrüstung fürs Hochseefischen gibt, also in so ziemlich jedem Angelladen. Wie ich schon sagte ähneln sich die Makks der einzelnen Hersteller sehr, lediglich die Qualität der Haken ist bei einigen, besonders günstigeren Produkten, nicht sonderlich gut. Bei den GummiMakks von Behr sind die Haken aber blitzscharf und stabil. Ich habe die Makks bei Angelsport Moritz in Kaltenkirchen gekauft und für 5 Stück 1,99 Euro bezahlt – der Preis liegt im Mittelfeld und ist absolut ok.
@@@@@ Fazit @@@@@ Hochseeangeln ohne Makks ist ebenso wenig vorstellbar wie Hochseeangeln ohne Pilker. Gerade die Kombination aus Beidem ist oftmals der Schlüssel zum Erfolg und somit aus kaum einer Hochseeangelkiste wegzudenken.
Liebe Grüße ***Free***
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19.04.2005 22:59
Mein Cousin gab nischt ab!
19.04.2005 21:17
wann kommt denn der beitrag übers gelbe riff .-)
19.04.2005 17:10
Nichts gegen Deinen Bericht. Aber ich habe noch nie geangelt und weiß auch nicht, was in so einem Fisch vorgeht, der dann anbeißt. Also muß ich einfach mal glauben, daß es so ist, wie Du sagst. VLG - Olaf