Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
klein, leicht, trotzdem stabil, leicht zu handhaben, für alle geeignet |
| Kontra: |
bisher nichts |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Hallo,
ich möchte heute eine Rezession für den Beintrainer der Firma Sport Tech einstellen.
Vorgeschichte:
Ich habe viele Jahre einen ziemlich harten Job in der Gastronomie ausgeführt , in der Küche und im Service, und wie manche wissen, kann man sich dabei recht schlimme gesundheitliche Schäden zuziehen. So bei mir geschehen, ich bin berufsunfähig wegen Bandscheibenvorfall und krankhaften veränderungen der Wirbelsäule.
Danach meinte das liebe Amt, dass ein schöner Büroberuf genau das richtige für mich wäre und ordnete eine Umschulung zum Bürokaufmann an. Alles schön und gut, ob das jetzt das richtige war ist hier nicht das Thema, allerdings die Sache mit der fehlenden Bewegung schon.
Wenn man aus einem "bewegten" Beruf in eine sitzende Tätigkeit wechselt, bringt das ungeahnte Nachteile mit sich - kurz und knapp gesagt: Man rostet ein.
Hinzu kommt in meinem Fall der über Jahre falsch behandelte, oder besser gesagt als solcher nicht erkannte Bandscheibenvorfall.
Mir fehlte die Bewegung und ich wurde immer unbeweglicher. Das ging soweit, dass davon sogar die Verdauung negativ beeinträchtigt wurde und das viele neue Problemchen mit sich brachte. Dem wollte ich entgegenwirken, indem ich in der Freizeit mich mehr dem Sport hingeben wollte.
Wandern mit Walkingstöcken und Fahrradfahren sollten Abhilfe schaffen. Jedoch war die Beschädigung am Rücken dergestalt, dass mir nach wenigen Schritten die Beine nicht mehr gehorchten und schmerzten, und ich viel pausieren musste. Beim fahren auf dem Rad und einem extra gekauften Hometrainer einer namhaften Marke sah es ähnlich aus; nach ganz kurzer Zeit jeweils musste ich aufgrund massiver Rückenprobleme, hervorgerufen durch die gebeugte Haltung, aufhören; beim Radfahren noch viel eher, wegen der Stöße von unten.
In der Folgezeit half mir Gymnastik sehr gut, die jedoch für die Konditionierung weniger hilfreich ist. Jetzt suchte ich nach einem geeigneten Gerät mit dessen Hilfe man die Kondition trainieren kann ohne den Rücken zu arg zu belasten.
Da stiess ich auf den kleinen Home-Beintrainer von besagter Firma. Diese Geräte gibt es auch von anderen Anbietern, deren Namen einem nicht unbekannt sind. Aber da ich doch schon als recht sparsam (um´s nicht geizig zu nennen) einzustufen bin, entschied ich mich für die günstigere Ausführung. Zumal der andere, teure Hometrainer sich ja schon als unbrauchbar (für mich zumindest) erwiesen hatte.
Das Gerät:
Der Vorteil dieses kleinen Gerätes ist, dass man auf einem Stuhl, Hocker oder Sessel sitzen kann, oder sonst einer Gelegenheit, die einem guttut.
Als das Paket ankam dachte ich, die Firma hätte vergessen das Gerät einzupacken! Doch es war in dem Karton enthalten, ist jedoch eine superleichte Rohrstahlkonstruktion. Schön verchromt sieht das Teil recht schick aus und passt also auch vom Aussehen her in die Wohnung oder einen Trainingsraum.
Trotz das das Gerät ziemlich leicht ist ist es sehr stabil gebaut. Die Teile sind miteinander verschweißt und machen einen soliden Eindruck. Fertig montiert wie es war, konnte meine erste Trainingsrunde sogleich beginnen.
An der Stellschraube kann der Widerstand stufenlos reguliert werden. Jetzt ist es nicht so, dass man die Schraube soooo festknallen kann um einen richtig schweren Tretwiderstand wie im Fitnesscenter zu haben. Darum ging es mir auch gar nicht; ich wollte meine Beweglichkeit wiedererlangen und dazu reicht ein geringerer Widerstand erst einmal aus!
Ich kann jetzt wieder schön radeln und die Sessions auch - wenn ich wöllte - auf Stunden ausdehnen. Ich suche mir auf meinem Stuhl einfach eine für den Rücken bequeme Position aus, platziere das Gerät und los geht´s.
Dabei stecken die Füße in Kunststoffschlaufen, die an den Pedalen befestigt sind und für größere und kleinere Füsschen variiert werden können. Die Pedale selber sind leicht nach innen geschwungen, sodass man schon von einer gewissen Ergonomie reden kann; auf jeden Fall sind sie nicht - wie bei meinem Markenhometrainer - so scharf genoppt, dass einem nach kurzer Zeit die Füße schmerzen. Nein man kann auch mal strümpfig gasgeben.
Festgehalten wird das Gerät am Boden von rutschfesten Kunststofffüßen, die auf Teppich oder Linolium auch tatsächlich rutschfest sind. Also auch beim schnelleren strampeln fliegt der Beintrainer nicht in die geerbten Sammeltassen in der Schrankwand. Auf Parkett - oder Laminatboden allerdings können die rutschfesten Füße ihrer Aufgabe allerdings weniger nachkommen, da der Kunststoff relativ hart ist und auf ebenfalls hartem Untergrund einfach die Haftung fehlt. Für diesen Fall benutze ich weiche Gummiuntersetzer, welche sonst bei Waschmaschinen zum Einsatz kommen und diese an ihrer Wanderung hindern - einen unter jeden Fuß und der Beintrainer bleibt wo er bleiben soll.
Jetzt habe ich meinen Platz vor dem Fernseher gefunden, sehe meine Lieblingsserie an und merke praktisch gar nicht, wie ich ein bis anderthalb Stunden täglich in die Pedalen trete. Das Gerät kann, auf einem Tisch oder ähnlichem aufgestellt, auch als Armtrainer verwendet werden. Dann pedalt man mit den Händen und trainiert seine Schulter -, Brust -, und Armgelenke.
ABER: Jede Rose hat auch Dornen,
die "Kurbelwelle" dieses Gerätes ist nicht in einem Kugellager gelagert, sie wird mit Federringen festgehalten. Die Stellschraube für den Tretwiderstand erzeugt diesen, indem sie auf die Welle Druck ausübt. Das sind drei Stellen, wo Reibung entsteht und somit Wärme. Die Welle wird warm, nicht heiß, dass man sich verbrennt, aber so, dass sie nach etwa einer dreiviertel Stunde anfängt zu quitschen. Und zwar in solcher Lautstärke, dass meine Mitbewohner jedesmal sagten: "Aha, Tortur de France."
Aber mit ein paar Tropfen Feinmechanikeröl war das schnell abgestellt.
Fazit:
Ich habe den Kauf - zumal zu diesem Preis - nicht bereut. Nein im Gegenteil, schade, dass ich dieses Gerät nicht schon eher entdeckte. Ob teurere Geräte besser sind kann ich nicht beurteilen, nur eines weiß ich genau, den Trainingscomputer, den manche teureren Ausführungen mitbringen brauche ich nicht. Ich sehe auf der Uhr wie lange ich gefahren bin und wieviele Umdrehungen ich dabei gemacht habe ist mir schlicht gesagt wurscht, und die Anzeige der verbrauchten Kalorien - naja, dass ist ja eh aus dem Blauen geschätzt. Und die schicke Verkleidung der teuren Dinger, hmmm ..., unten drunter sind´s genau die gleichen Konstruktionen.
Ich merke an meiner Beweglichkeit, dass sich da einiges zum positiven verändert hat, Treppensteigen und auch das Gehen fallen leichter. Sogar einen sehr positiven Einfluß auf die Verdauung konnte ich verzeichnen, im Häuschen mit dem Herzchen in der Tür klappts auch wieder besser ... Ich denke, dass der Trainer auch bei einer Gewichtsreduktion unterstützen kann.
Für Leute wie mich, die mit gewissen Einschränkungen zu kämpfen haben und ältere Zeitgenossen, die sich mobilerhalten wollen ohne die Wohnung zu verlassen ist dieser kleine Helfer eine Kaufempfehlung wert.