... Diese Sehnsucht behandelt der Film „Being John Malkovich“ sowohl auf tiefgründige als auch in erster Linie auf komödiantisch-absurde Weise.
„Gesucht wird ein Mann mit schnellen Händen. Mittelgroßer Archivar mit flinken und geschickten Fingern für rasante Aktensortierung. ... Bericht lesen
Being John Malkovich
Der begabte, aber leider völlig bankrotte Puppenspieler Craig Schwartz (John Cusack) lebt ... mehr
mit seiner Ehefrau Lotte (Cameron Diaz) in einer Kellerwohnung in New York - zusammen mit einem Schimpansen, einem Papagei, einem Hund und einem weiteren halben Zoo. Um ein wenig Geld in die Haushaltskasse zu bekommen, begräbt Craig seine künstlerischen Ambitionen und bewirbt sich um einen Job als Aktensortierer. Die Merkwürdigkeiten beginnen, als sich herausstellt, dass sich der potentielle Arbeitgeber zwar in einem schicken Hochhaus befindet, aber die 7,5 Etage als Adresse angibt - wohin man nur mit Hilfe des Notstopps im Fahrstuhl und einer Brechstange zum Öffnen der Tür gelangt. Zunächst ist Craig noch etwas skeptisch, vor allem was seinen leicht skurrilen Chef und die gewöhnungsbedürftige gebückte Arbeitshaltung betrifft. Das ändert sich jedoch schlagartig, als er seine sexy Kollegin Maxine (Catherine Keener) entdeckt, bei der er erstmal auf Granit beißt.
nimmt er einen Job in der Registratur an. Dabei entdeckt er eines Tages zufällig eine Tür... ein Tor ins Gehirn des Schauspielers John Malkovich. 15 Minuten erlebt er, wie dieser denkt und fühlt. Er ist John! Und plötzlich findet er sich auf einer Autobahn mitten in New Jersey wieder. Der Plan wächst, andere für Geld in Johns Kopf hineinzulassen....
Being John Malkovich
Der geniale Puppenspieler Craig Schwartz ist beruflich, privat und finanziell am Ende. Um ... mehr
sich seiner Geld- und Beziehungssorgen zu entledigen, nimmt Craig einen tenjob in der kuriosen 7 12ten Etage eines Wolkenkratzers an. Dort verliebt er sich nicht nur in die unterkühlte Maxine sondern entdeckt obendrein eine geheime Pforte, die ihm einen Kurzbesuch im Körper des Hollywood-Stars John Malkovich ermöglicht. Craig weiht Maxine in seine Entdeckung ein, mit deren Hilfe der Kurztrip zum Kassenschlager wird - und zur Obsession für alle Beteiligten. Mit drei Oscar-Nominierungen, darunter für die beiden Kino-Debütanten Charlie Kaufman (Drehbuch) und Spike Jonze (Regie), wurde diese skurrile, kafkaesk anmutende Fantasy-Komödie über Starkult, Manipulation und den Wunsch, einmal in einer anderen Haut zu stecken, honoriert. Genial gegen den Strich besetzt, brillieren John Cusack und Cameron Diaz, die als Ehepaar Schwartz Mut zur Hässlichkeit beweisen. Ein ungewöhnliches Werk, das aufgrund der abgedrehten Story auch ein anspruchsvolleres Publikum interessieren wird. DVD Ausstattung Kinotrailer Kapitel- Szenenanwahl TV-Spots American Arts & Culture präsentiert: John Horatio Malkovich Dance and Despair & Disillusionment Interview mit Spike Jonze Featurette Orientierung 7. Stock Spikes Foto-Album Biographien der Darsteller und Filmemacher
Being John Malkovich
Der begabte, aber leider völlig bankrotte Puppenspieler Craig Schwartz (John Cusack) lebt ... mehr
mit seiner Ehefrau Lotte (Cameron Diaz) in einer Kellerwohnung in New York - zusammen mit einem Schimpansen, einem Papagei, einem Hund und einem weiteren halben Zoo. Um ein wenig Geld in die Haushaltskasse zu bekommen, begräbt Craig seine künstlerischen Ambitionen und bewirbt sich um einen Job als Aktensortierer. Die Merkwürdigkeiten beginnen, als sich herausstellt, dass sich der potentielle Arbeitgeber zwar in einem schicken Hochhaus befindet, aber die 7 ¿ Etage als Adresse angibt - wohin man nur mit Hilfe des Notstopps im Fahrstuhl und einer Brechstange zum Öffnen der Tür gelangt. Zunächst ist Craig noch etwas skeptisch, vor allem was seinen leicht skurrilen Chef und die gewöhnungsbedürftige gebückte Arbeitshaltung betrifft. Das ändert sich jedoch schlagartig, als er seine sexy Kollegin Maxine (Catherine Keener) entdeckt, bei der er erst mal auf Granit beißt. Doch dann verändert eine Unachtsamkeit Craigs Leben komplett: Als ihm eine Aktenmappe hinter den Schrank fällt, entdeckt er dort eine geheimnisvolle Tür, die in einen Tunnel führt. Wer einmal in diesen Tunnel krabbelt, erlebt einen kurzen, aber aufregenden Trip in den Kopf von John Malkovich. Aus dem Blickwinkel des Schauspielers erlebt man 15 Minuten all das, was Malkovich widerfährt - und findet sich danach im Straßengraben am Rande des Highways außerhalb von New York wieder. Maxine zeigt plötzlich ungewohntes Interesse, Craigs Frau Lotte sind ihre geliebten Tiere auf einmal völlig egal und mit der schnell gegründeten "J.M. Inc.", die für läppische 200 Dollar Kurztrips jenseits aller Erfahrungshorizonte in John Malkovich anbietet, scheinen Craigs Sorgen sich auf einen Schlag erledigt zu haben. Bis eines Tages John Malkovich persönlich auftaucht und auch einmal einen Kurztrip machen möchte ...
Entferntesten etwas Neues oder zumindest Interessantes zu erzählen. Being John Malkovich kann man diesen Vorwurf allerdings wahrlich nicht machen, denn was Regisseur Spike Jonze und Drehbuchautor Charlie Kaufman hier erschaffen haben, ist etwas erfrischend Neues, das einem als Zuschauer den Glauben an das Kino zurückgibt. Der Film kitzelt das Gehirn und rührt das Herz. Das ist mehr, als man sonst über einen Film, der im Endeffekt nur die Geschichte eines verzweifelten, im Leben gescheiterten Puppenspielers (John Cusack) erzählt, auch nur ansatzweise erwarten darf. Wie dies möglich ist? Es ist ein Moment im Rahmen der Geschichte. Jener Moment, in dem genau dieser Puppenspieler einen Eingang entdeckt -- einen Eingang in das Gehirn von John Malkovich. Cusacks Puppenspieler arbeitet, um Geld zu verdienen, als Angestellter im siebeneinhalbten Stockwerk eines Bürogebäudes in Manhattan. Allein die Geschichte des siebeneinhalbten Stockwerkes würde ausreichen, um die Handlung eines ganzes Filmes mit ihr zu füllen. In Being John Malkovich aber ist dies nur ein kleiner Gag am Rande. Im Mittelpunkt des Geschehens steht vielmehr der Versuch des Puppenspielers und einer Kollegin (Catherine Keener), aus dem Weg in Malkovichs Gehirn Geld zu machen. Sie öffnen Touristen den Weg in sein Gehirn und geben ihnen die Chance, 15 Minuten im Kopf des Schauspielers zu verbringen. Die Geschichte wird kompliziert, als John Malkovich spürt, dass etwas mit ihm nicht stimmt und den Ursachen für dieses Problem auf den Grund geht. Dreh- und Angelpunkt des Filmes ist natürlich John Malkovich, der, obwohl als introvertierter Schauspieler bekannt, sich in dieser wilden Tour über die Leinwand selbst nicht allzu ernst nimmt. Sensationeller Höhepunkt des Filmes ist schließlich ein Tripp von John Malkovich in sein eigenes Gehirn und seine Begegnung mit Dutzenden Malkovichs in sich drin. Manchmal könnte man meinen, Autor und Regisseur würden den Film mit all ihren Ideen überfrachten. Im Endeffekt aber gelingt es ihnen stets, die Balance zwischen abgedrehter Komödie und unterhaltsamem Mainstream-Film zu bewahren! --Jeff Shannon
Being John Malkovich (DVD)
Als Craig Schwartz bei seinem neuen Job zufällig eine Tür entdeckt, die als Tor direkt ins ... mehr
Gehirn des Schauspielers John Malkovich führt, verändert sich sein Leben schlagartig. Fünfzehn Minuten lang begibt er sich auf den ultimativen Trip durch Malkovichs Hirnwindungen - ER ist John Malkovich! Gemeinsam mit seiner attraktiven Kollegin Maxine und seiner Ehefrau kommt er auf die Idee, auch andere für läppische 200 Dollar pro Person in Johns Kopf hineinzulassen.
Being John Malkovich (DVD)
Als Craig Schwartz bei seinem neuen Job zufällig eine Tür entdeckt, die als Tor direkt ins ... mehr
Gehirn des Schauspielers John Malkovich führt, verändert sich sein Leben schlagartig. Fünfzehn Minuten lang begibt er sich auf den ultimativen Trip durch Malkovichs Hirnwindungen - ER ist John Malkovich! Gemeinsam mit seiner attraktiven Kollegin Maxine und seiner Ehefrau kommt er auf die Idee, auch andere für läppische 200 Dollar pro Person in Johns Kopf hineinzulassen.
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Erfahrungsbericht von currywurstdreimarkfuffzig über Being John Malkovich 21.10.2001
Produktbewertung des Autors:
Pro:
An Absurditäten kaum zu überbieten, dennoch sehr tiefgründige Aspekte
Kontra:
Besetzung der weiblichen Hauptrolle
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Vielleicht liegt es daran, dass ich nur eine kleine, dafür aber sehr pikant schmackhafte Currywurst bin. Vielleicht können sie aber auch selber nachvollziehen, was für ein bahnbrechend tolles Erlebnis es sein muss, in den Körper eines anderen Menschen zu schlüpfen. Sei es nur für ein paar Minuten, wissen was der andere fühlt, denkt, leidet. Oh, ich würde so gerne mal meine bescheidene Hülle aus dünnem Naturdarm gegen den Körper eines Menschen tauschen, beispielsweise den von John Malkovich. Diese Sehnsucht behandelt der Film „Being John Malkovich“ sowohl auf tiefgründige als auch in erster Linie auf komödiantisch-absurde Weise.
„Gesucht wird ein Mann mit schnellen Händen. Mittelgroßer Archivar mit flinken und geschickten Fingern für rasante Aktensortierung. Lester Corp.“
Über diese Anzeige stolpert eines Tages der erfolg- und mittellose Marionettenspieler Craig Schwartz und da ihn seine Frau Lotte, deren gutes Herz sich immer wieder für das Schicksal armer hilfloser Kreaturen erweicht, erst noch am Morgen dazu angestachelt hatte, sich einen Job zu suchen (jedenfalls so lange, bis er endlich seinen Durchbruch als Puppenspieler hat), wird er bei der Lester Corp. vorstellig.
Die Firma hat ihren Sitz im Mertin-Flemmer Building, einem eigentlich ganz gewöhnlich aussehenden Bürogebäude, dass sich aber durch eine Besonderheit von allen anderen Bürogebäuden unterscheidet. Sein Erbauer Captain Mertin, ein irischer Seemann, der im 18. Jh. lebte, hatte eine kleinwüchsige Frau, für die er zwischen dem siebten und achten Stock ein eigenes Stockwerk mit niedrigen Decken einplante. In diesem siebeneinhalbten Stockwerk ist der Sitz der Lester Corp. Alle Angestellten müssen hier in gebückter Haltung herumlaufen und die Philosophie der Firmen hier heißt „Bücken – Miete drücken“ (the Overhead is low). Auch alle Menschen sind komisch auf dieser Etage. Die Sekretärin kann keinen normal gesprochenen Satz verstehen und Lester selbst sagt, er sei 105 Jahre alt (obwohl er aussieht wie 65), trinkt nur Karottensaft und pinkelt orange. Außerdem macht er vor wohl keinem Angestellten halt, wenn es darum geht, seine sexuellen Phantasien in bezug auf seine Sekretärin zu offenbaren. Craig trifft hier auch auf Maxine Lund, eine gefühlskalte, attraktive Karrierefrau, die ihm noch zum Verhängnis werden soll.
Maxine ist das Objekt seiner Begierde, bei der er aber mit seiner plumpen, unbeholfenen Art nicht landen kann. Nachdem Craig sie doch auf ein Glas Bier in eine Bar einladen durfte, verschwindet sie, sobald sie hört, dass er Puppenspieler sei. Als er enttäuscht von seinem Rendezvous heimkehrt, arbeitet er noch stundenlang in seiner Puppenwerkstatt, wo er eine Marionette von Maxine anfertigt. Er spielt noch ein wenig mit ihr und der Puppe, die ihm selber ähnelt. Hier fällt ein ganz entscheidender Satz dieses Films:
„Sag mal Craig, was gefällt dir am Puppenspielen?“ lässt er die Maxine-Puppe fragen. „Tja Maxine, das weiß ich auch nicht so genau. Vielleicht ist es der Gedanke, für eine Weile jemand anderes zu sein, dass man in eine andere Haut schlüpfen kann, anders denkt, sich anders bewegt, anders fühlt.“ „Wie interessant, Craig.“
Nur kurz später macht er eine wahnwitzige Entdeckung. Hinter einem Aktenschrank in seiner Firma findet er eine ungefähr hüfthohe, kleine Tür. Hinter ihr ist ein langer, niedriger Schacht und als Craig ein Stück weit in ihn hinein kriecht, wird er plötzlich in das Innere von Schauspieler John Malkovich gezogen. Er sieht die Welt mit dessen Augen, frühstückt, liest Zeitung, geht aus dem Haus und steigt in ein Taxi. Nach einem gut viertelstündigen Ausflug in den fremden Körper, findet er sich plötzlich im Straßengraben neben dem Highway nach New Jersey wieder.
Als erstes muss er Maxine davon erzählen. Die scheint ihn zunächst für einen kompletten Spinner zu halten, ruft ihn aber spät am Abend an und schlägt ihm vor, aus der kleinen Pforte ein Geschäft zu machen. Für 200 Dollar sollen die Menschen einen Ausflug in den fremden Körper buchen können. Craig willigt ein, weil er dadurch eine Chance sieht, an Maxine heranzukommen.
Dann erzählt er seiner Frau Lotte davon und die will es sofort ausprobieren. Bevor sie mit Craig zu einem Essen zu Dr. Lester fährt, macht sie die unheimliche Erfahrung, in einem Männerkörper zu stecken und findet großen gefallen daran. Dadurch ergibt sich für sie die Frage, ob sie nicht eventuell transsexuell ist. Ja, sie glaubt plötzlich, ein Mann in einem Frauenkörper zu sein. Darum verliebt sie sich auch in Maxine.
Bei einem weiteren Ausflug in John Malkovichs Körper bekommt Lotte mit, wie er von einer Frau angerufen wird. Sie versucht ihn zu beeinflussen, dass er ein Date mit ihr eingeht. Bei einem weiteren Trip am Abend sieht sie sich Maxine gegenüber und nimmt wieder Einfluss auf das Unterbewusstsein Malkovich. Ein Flirt entwickelt sich.
Inzwischen läuft das Geschäft gut an, die Menschen stehen spätabends in der siebeneinhalbten Etage Schlange, um einmal John Malkovich zu sein und die Kassen füllen sich. Nebenbei treibt Maxine ihre Affäre mit John weiter, denn das scheint für sie der Weg zu Ruhm und Reichtum zu sein. Lotte benutzt sie dabei, weil sie Malkovichs Gedanken und Gefühle lenken kann.
Das Unheil nimmt seinen Lauf, als Craig den beiden Frauen auf die Schliche kommt. Er überwältigt Lotte und sperrt sie zu ihrem Affen in den Käfig. Dann macht er sich selber wieder auf die Reise in den Körper Malkovichs. Er lernt, wie er die Bewegungen und auch die Sprache Malkovichs beherrschen kann und schläft endlich mit Maxine. Dabei führt er aber anfangs noch einen Kampf mit dem eigenen Bewusstsein Malkovichs. Dieser findet heraus, was plötzlich mit ihm los ist und womit Craig und Maxine ihr Geld verdienen. Er unternimmt sogar selber eine Reise in sein eigenes eitles Unterbewusstsein. Als Craig diesen Kampf im Körper Malkovichs nach weiteren Ausflügen gewinnt, übernimmt er die komplette Kontrolle über Malkovich und kehrt auch vorerst nicht aus dessen Körper zurück. Für Maxine lässt Craig den Körper von Malkovich tanzen, so wie er im Vorspann des Films eine Marionette hat tanzen lassen. Craig nutzt den Bekanntheitsgrad Malkovichs und ändert dessen Karriere. John Malkovich wandelt sich vom Schauspieler zum Puppenspieler und setzt als solcher seine Weltkarriere fort.
Unterdessen sucht Lotte Rat bei Dr. Lester, Craigs Chef. Sie hatte bei einem Abendessen ein Zimmer in dessen Haus entdeckt, in dem Fotos aus allen Lebensstationen Malkovichs hingen. Sie gesteht Dr. Lester, dass sie von Malkovich besessen ist und erhofft sich von ihm Verständnis für ihre verworrenen Gefühle. Sie will einfach wie Malkovich sein. Lester erzählt ihr von der Pforte, die er vor zig Jahren gefunden hat und sagt, er sei gar nicht Lester, sondern Captain Mertin, der einst das Mertin-Flemmer Building gebaut hat. Und er erzählt weiter von dem nächsten Körper bzw. Gefäß, das seine Seele beziehen will, nämlich John Malkovich. Und er will einige Leute in dieses Gefäß mitnehmen, weil er, Captain Mertin, sich in Dr. Lester doch ein wenig einsam vorkommt. Dazu müssen sie allerdings spätestens an Malkovichs 44. Geburtstag durch die Pforte, da sie sonst in das nächste Gefäß umgeleitet werden und das wäre das Gefäß eines Säuglings, in dem man dann absorbiert würde.
Lotte, Dr. Lester und seine Freunde haben nun aber das Problem, dass das Gefäß Malkovich von Craig besetzt wird. Während sich das Aussehen Malkovichs immer mehr dem Aussehen Craigs annähert (er trägt Dreitagebart und lässt sich einen Zopf stehen), wird die Zeit bis zum 44. Geburtstag immer enger. Ob Craig den Körper Malkovichs noch einmal verlässt, will ich nicht verraten. Auch nicht, ob noch mal jemand die Pforte benutzen kann.
So, liebe Leser, das hört sich ja alles ein bisschen wirr an. Verrückt, absurd und skurril. Ich gebe ja zu, dass das alles ein wenig an den Haaren herbeigezogen ist, aber dahinter stehen auch einige durchaus tiefgründige philosophische Fragen. So zum Beispiel die Frage nach unserem Geist, unserer Seele. Was ist die treibende Kraft in uns, die uns handeln lässt, wie wir eben handeln? Es ist die Frage, ob unsere Seele auch ein Geschlecht hat, oder ob hier männlich und weiblich verschwimmen. Es ist die Frage, ob ebenso wie das Physische vergänglich ist, auch unsere Seele mit dem Tod des Körpers verschwindet, oder ob sie sich ein neues Gefäß suchen kann und so „wiedergeboren“ wird. Und jetzt bin ich an einer Stelle, wo wir vielleicht alle merken, dass das gar nicht so absurd ist. Lebt in uns allen nicht ein wenig die Seele der Menschen, die uns wichtig sind, die unser Handeln beeinflussen? Findet in uns nicht täglich ein Kampf unseres Gewissens statt und steuern uns dabei nicht irgendwelche Wertvorstellungen, die wir von anderen Menschen gelernt haben?
Das Gleichnis vom Puppenspieler gibt dem Film etwas philosophisch-religiöses. Wenn mit John Malkovich ein berühmter Mann derart fremdgesteuert wird und niemand in der Öffentlichkeit wahrnimmt, dass eine fremde Seele in ihm haust, dann liegt doch die Vermutung nahe, dass eine Kraft einer anderen Bewusstseinsebene unser tägliches Handeln über unser Unterbewusstsein steuern kann.
Ja zugegeben, auf diese Gedanken kommt man erst, wenn man sich ausführlich mit diesem Film beschäftigt. In erster Linie ist „Being John Malkovich“ nämlich eine wirklich gefühl- und humorvolle Komödie, die eine sehr gute Unterhaltung vermitteln kann. Besonders zwei Episoden haben mir sehr gut gefallen, nämlich die Reise John Malkovichs in seine eigene Gedankenwelt. Hier ein besonderes Lob an Drehbuchautor Charlie Kaufmann, der an dieser Stelle einen der bemerkenswürdigsten Dialoge der Filmgeschichte etabliert hat. Die andere Episode ist die Verfolgungsjagd von Maxine und Lotte durch Malkovichs Unterbewusstsein.
John Cusack spielt die Rolle von Puppenspieler Craig Schwartz sehr gut. Der Künstler in ihm kommt stark zum Ausdruck, sein Äußeres ist ihm ziemlich egal. So trägt er einen Dreitagebart und seine fettigen, langen Haare zum Pferdeschwanz gebunden. Er rennt stets mit hängenden Schultern durchs Leben und vermittelt den Eindruck, aufgrund einer ganzen Reihe privater Niederlagen kein Selbstvertrauen mehr zu besitzen.
Seine Frau Lotte wird von Cameron Diaz gespielt. Ja, ich wollte es auch nicht glauben, aber sie soll es wirklich sein. Ungeschminkt, brünette Strubbelmähne und figurversteckende, weite Pullover machen sie aber wirklich unerkennbar. Sie hat eine übertrieben soziale Ader für alle armen Tierchen auf dieser Welt und daher ihre Wohnung in einen Kleinzoo verwandelt. Ich will gestehen, dass sie mich in dieser sehr schwierigen Rolle nicht sehr überzeugen kann. Gerade ihre Begierde nach Maxine wirkt wenig authentisch.
Die noch weithin unbekannte Catherine Keener spielt Maxine Lund und macht das über weite Strecken des Filmes wirklich ganz hervorragend. Sie gibt die gefühlskalte Karrierefrau, die andere Leute ausnutzt, um selber ganz groß herauszukommen und in Reichtum und Luxus zu leben. Erst in der Phase der Besinnung, als sie feststellt, dass sie für Lotte doch so etwas wie Liebe verspüren konnte, scheint für sie eine zu hohe Herausforderung zu sein.
Letztlich noch ein Wort, zu John Malkovich, der sich selber spielt. Er stellt eigentlich die Leistung aller anderen Schauspieler hier in den Schatten, da er eigentlich in drei Rollen schlüpft. Bemerkenswert, dass er sich nur äußerlich verändert, nachdem jemand anderes von seinem Bewusstsein Besitz ergriffen hat. Malkovich gelingt es auch, die Gestik und Körpersprache dieses anderen zu übernehmen. Großartig!
Spike Jonze präsentiert mit „Being John Malkovich“ seinen ersten Spielfilm, nachdem er sich zuvor einen Namen als Regisseur von kurzen Videoclips und Musikvideos gemacht hatte. An der Art der Verfilmung selber kann man merken, wie viel Spaß er bei den Dreharbeiten gehabt haben muss. Darum steht auch für mich jedes mal, wenn ich diesen Film sehe, die Unterhaltung im Vordergrund. Der Film ist absoluter Quatsch, Blödsinn, Nonsens, offenbart aber bei genauerem Hinsehen einige sehr tiefgründige Aspekte. Das macht den Film für mich zu einem absoluten Meisterwerk.
Pro: ein Denkmal zu Lebzeiten für John Malkovich Kontra: manchmal etwas zu verworren
Wir können nicht heraus aus unserer Haut. So sagen wir zuweilen, um uns zu rechtfertigen, weil wir so handeln und nicht anders. Manchmal wünschen wir uns auch, jemand anderes zu sein. Ein bekannter Filmstar, bewundert von der ganzen Welt, oder der Sportle ...
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Pro: Darsteller, Story + Storywendungen, Extras, Kontra: ----
Guten Tag liebe Leser und Leserinnen der CIAO Gemeinde!
Heute werde ich euch einen meiner Lieblingsfilme vorstellen. "Being John Malkovich" ist der Titel des Films welcher vor ungefähr einem Jahr im Kino Premiere hatte. Ich selber war am Anfang nicht s ...
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Pro: Das Drehbuch ist einfach genial Kontra: naja - gegen Ende bauts etwas ab
Beeing John Malkovich
Eigentlich wollte ich ja bei Ciao gar keine Meinungen mehr schreiben, aber dieser Film hat mich so begeistert, daß mir gar keine Wahl bleibt, möglichst viele Leute so lange vollzuquatschen, bis sie ihn endlich selbst gesehen haben ...
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Pro: Großartige Schauspieler, viele neue Ideen, interessante Story, deckt viele Genres ab (Tragödie bis Slapstick) Kontra: Die letzten 10-15 Min. sind leider vorhersehbar und haben nicht das hohe Niveau des Rests des Film
Wer glaubt, daß Hollywood-Kino nur noch aus Tennie-Horrorfilme, müden Fortsetzungen und sündhaft teuren und durchgestylten Actionfilmen besteht, wird mit "Being John Malkovich" eines besseren belehrt. Denn so was hat man vorher noch nicht gesehen....
" ...
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Pro: unvorhersehbar, skurril & innovativ Kontra: ist mir nichts aufgefallen
„Being John Malkovich“ ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme und das wohl herausragendste Regiedebüt der letzten Jahre - geschickt inszeniert Spike Jonze (der bislang nur Video-clips drehte unter anderem für Björk und R.E.M ) eine absurd ...
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Pro: einige gute Ansätze, überzeugende Darsteller Kontra: schlittert an der Tiefgründigkeit dann halt doch vorbei, streckenweise regelrecht banal
...Völlig unvorbereitet darauf, was mir im Film
Being John Malkovich
begegnen würde, staunte ich nicht schlecht ob der orpulenten Tiefgründigkeit, mit denen jener Film beginnt. Zwar hat es mich zugleich ein wenig irritiert, als ich einem zusammenbrechenden Marionettenmännchen zugucken durfte, fühlte mich jedoch innerlich direkt zu metaphorischen Schlussfolgerungen hingezogen.
Bis ich von der Handlung mehr und mehr verwirrt und ange-skepsis-t wurde. Hauptfigur spielt hier der arbeitslose Craig Schwartz (John Cusack), der sich mit seiner Frau Lotti (Cameron Diaz; ein Lob für alle, die sie erkannt hätten) und allerlei Getierchs eine obskure Wohnung teilt. Auf deren Drängen sucht und findet er tatsächlich einen Job in einer sog. ?Archivierungsfirma?, welche mich indirekt an Harry Potter denken ließ. Der Sitz der Firma befindet sich...
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Pro: skurril, absurd, genial Kontra: DVD-Features könnten mehr sein
...Am Wochenende habe ich meiner Lieblingsvideothek mal wieder einen Besuch abgestattet. Obwohl schönes Wetter und in der Stadt Kirmes war, war die Auswahl am Samstag um 19 Uhr nicht mehr besonders groß. Ich musste also auf ältere Filme zurückgreifen, die ich aber immer schonmal sehen wollte. Dazu gehörte auch "Being John Malkovich", denn ich sehe John Cusack furchtbar gerne und auch das Cover des Videos, auf der man Malkovichs Kopf in vielfacher Ausführung sieht, hat mich angesprochen. Ich nahm den Film aber auf DVD mit, denn ich sehe auch die Features ganz gerne und die Qualität ist einfach besser und man muss nicht zurückspulen etc.
Aber nun zum Film: Der arbeitslose Puppenspieler Craig macht sich nach einigen mißglückten Auftritten endlich auf die Suche nach einer geregelten, seriösen Arbeitsstelle, um endlich seine Schulden...
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Pro: tolle Story, schräg, witzig, gute Schauspieler Kontra: nichts
...Da gestern Abend nichts interessantes im TV kam, habe ich mal meine DVD Sammlung durchforstet und dabei auf "Being John Malkovich" gestoßen, den ich schon ewig nich mehr gesehen habe. Also hab ich mir gedacht, den könnte man doch mal wieder gucken und hab ihn im Player geschoben und wie er war könnt ihr nun nachlesen:
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Story:
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Craig Schwartz () ist erfolgloser Pupenspieler, als er nun endlich aufgibt und sich einen Job sucht, fängt er bei einer Archivierungsfirma. Die Firma sitzt im 7 1/2 Stockwerk eines Hochhauses, das allein ist schon schräg, dazu kommt noch das die Decke sehr niedrig hängt und man nur gebückt gehen kann. Dort lernt er dann Maxime (Catherine Keener) kennen und verliebt sich in sie, doch sie erwiedert seine Liebe nicht. In seinem Büro entdeckt er durch Zufall eine kleine Tür, neugierig wie er ist geht er...
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