Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Treu, klug, anhänglich und einfach hübsch |
| Kontra: |
nicht geeignet für jedermann |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Heute möchte ich einen Teil meines Leben vorstellen, der mir, wie man schon aus meinem Profil ersehen kann; sehr viel bedeutet:
Meinen Hund!
Seit 10 Jahren begleitet unsere Hündin „Anchi“ jetzt unser Leben und manchmal erscheint es uns als wäre es „Gestern“ gewesen, das wir ein kleines, 12 Wochen altes schwarzen Fellbündel, mit Augen wie Bernsteine, mit nach Hause nahmen.
Dass ich mich schon bei der Einreihung dieses Berichtes schwer getan habe, liegt an der Rasse meines Hundes. Als Mix zwischen reinem belgischem und deutschem Langhaarschäferhund war für mich die Zuordnung nicht so einfach.
Züchterisch gesprochen ist unsere Hündin also das Resultat einer Liaison zwischen einem Groenendeal-Rhüden und einer Langhaar-(alt)deutschen-Schäferhündin. Das war eigentlich nicht gewollt, aber manchmal lässt sich die Natur nicht durch ein paar Gartenzäune aufhalten. Das Ergebnis waren 8 kleine Schäferhundwelpen, die farblich vom bekanntem schwarzbraun bis zum pechschwarzem Fell variierten. Allerdings sind alle Welpen Langhaarschäfer geworden.
Ich gehe hier jetzt bewusst nicht auf die einzelnen Rassen ein, da sich hierüber sehr viel im Internet erlesen lässt und ich mit der Aufzählung von Details den Bericht nicht strecken wollte.
Letztendlich bin dann aber einfach der Einschätzung meines Tierarztes gefolgt, der damals bei der Ausstellung (co.anchi) des Impfpasses, zu uns sagte: „Wenn ich den Körperbau zur Grundlage nehme, dann ist es ein deutscher - sehe ich aber das schwarze, lange Fell und den etwas schmaleren Fang, so ist es mehr ein belgischer Schäferhund“.
So wurde es dann auch eingetragen und manchmal bei allzu lästigen Fragen nach der Rassenzugehörigkeit – ist das ein Wolf ? -, antworte ich dem entsprechend „nein ein belgischer Schäferhund“, was natürlich nicht ganz richtig ist.
Aber hier nun ein paar „Eckdaten“ von unserer „Kleinen“:
Wie schon vorweg beschrieben ist das Fell lang und pechschwarz. Hierbei sind die „Löwenmähne“, die „Wamme“ und die „Taschen“ an den Läufen besonders ausgeprägt; welches den kräftigen Körperbau unterstreicht, der sie bis auf die schwarze Farbe wie einen „altdeutschen“ Schäferhund aussehen lässt.
Nur der Fang ist etwas schmaler und verrät den „Belgier“, das aber fällt kaum jemanden auf. Die Augenfarbe variiert zwischen goldgelb und hellbraun, abhängig vom Lichteinfall. Das gibt ihr manchmal ein „böses“ Aussehen, besonders dann, wenn sie einen Gegenstand oder Menschen fixiert. Von daher auch die oben aufgeführte, oftmals lästige Frage von unbedarften Menschen, nach dem Wolfaussehen.
Die Schulterhöhe beträgt 65 cm und das Gewicht beträgt je nach Jahreszeit 37 – 39 kg; im Winter darf es ruhig mal etwas mehr sein, also ein sogenannter mittelgroßer Hund.
Im Rücken und zur Rute hin ist sie gerade, was ich persönlich als sehr hübsch ansehe, denn die „tiefergelegte“ Variante des Schäferhundes finde ich einfach nur pervers.
Sollte sich jetzt ein klassischer Schäferhundfan an dem Gewicht stören - nun meine Hündin ist nicht zu dick!!!!! – sie ist eben nur etwas zu groß und zu kräftig geraten für eine „klassische“ Schäferhündin.
.......über Charakter und Familientauglichkeit:
Wenn man die Behauptung, das Mischlinge überwiegend die guten Eigenschaften ihrer Vorfahren erben, ernst nimmt, so trifft das auch bei unserem Hund zu.
Intelligenz, Lernwilligkeit, die Bereitschaft jederzeit „etwas erleben zu wollen, eine deutliche Verteidigung ihres Reviers ( sprich Haus und Hof ), ohne dabei zu aggressiv zu werden und eine „natürliche Einordnung“ in das „Rudel Familie“; das sind meiner Auffassung nach die klassischen Schäferhundeigenschaften.
Die „Wassertauglichkeit“ – keine Pfütze, kein Fluss (co.anchi), kein Bach oder die See wird, egal welche Jahreszeit, ausgelassen – ist bei unserem Hund wörtlich zu nehmen.
Dabei riecht das Fell nie nach „Hund“ und ist eigentlich immer hoch glänzend.
Zu dem verfügt unsere „Kleine“ über ein, schier unerschöpfliches Arsenal an Lauten, mit denen sich immer ihre momentane Stimmung oder ihre Bedürfnisse erahnen lassen.
Diese Fähigkeiten sagt man vielen belgischen Schäferhunden nach, teilweise „sprechen“ sogar einige Besitzer mit ihren Hunden.
Trotz dieser rundherum positiven Eigenschaften, stufe ich persönlich den Schäferhund und auch den Belgier, nur bedingt als familientauglich ein.
Warum? – Dieser Hund benötigt einfach viel Beschäftigung und Aufmerksamkeit, hat einen großen Bewegungsdrang und wer aufgrund einer Familie, sprich Kinder, Schule, Haushalt usw. dieser Aufgabe nicht nachkommen kann, wird schnell einen „unzufriedenen“ und „unausgeglichenen“ Hund haben.
Das kann dann zu aggressiven Ausbrüchen führen und wenn man sich einmal die Unfallzahlen, in denen Schäferhunde mit Beißattacken involviert sind, anschaut, weiß was ich meine.
Es wird in der Presse häufig über Kampfhundattacken berichtet, aber ein falsch erzogener und von daher „gefährlicher“ Kommissar Rex ist nicht zu unterschätzen.
Obwohl letztendlich das eigentliche Problem hier immer am anderen Ende der Leine zu suchen ist!
.......“Unterhaltskosten“ und Platzbedarf:
Ein Hund in dieser Größe schlägt je nach Art des Futters: Trockenfutter oder Schlachterabfälle – vielleicht auch gemischt, mit cirka 40-70 Euro im Monat zu Buche.
Hinzu kommen noch die Haftpflichtversicherung ( unbedingt zu empfehlen ) von ungefähr 50 Euro ( hier gibt es allerdings gravierende Unterschiede, so z. B. ob der Hund als Wachhund eingestuft wird ), die Hundesteuer von mindestens 50 Euro ( auch das wird von den Gemeinden und Kommunen unterschiedlich berechnet ) und jährliche Tierarztkosten von cirka 100 Euro für Entwurmungsmittel (co.anchi), Schutzimpfungen und allerlei Wehwehchen.
Tja – wenn man das alles mal so auflistet, nicht ganz billig solch ein Hund, aber dieses sollte nie als Kosten-Nutzenrechnung dienen.
Ich finde ein Hund dieser Größe sollte nur dann im Hause gehalten werden, wenn zu diesem Haus auch ein Garten gehört. Als Stadt- oder Wohnungshund ist er einfach nicht geeignet, auch wenn jetzt einige Leser versuchen werden mir das Gegenteil zu beweisen.
Allerdings halte ich auch nichts von einer reinen Zwingerhaltung, da gerade Schäferhunde, entgegen der oftmals landläufigen Meinung, den sozialen Dauerkontakt zu ihrem „Rudel“ benötigen.
Also am besten eignet sich ein Haus mit einem eingezäunten Grundstück, wo sich der Hund auch mal ein paar Stunden ohne Aufsicht aufhalten kann, allerdings sollte es auch „Postbotensicher“ sein.
.......mein Fazit:
Ich kann jedem, der bereit ist für die nächsten 13 – 15 Jahre Verantwortung für ein überaus aktiven und schönen Hund zu übernehmen, den belgischen Schäferhund ans Herz legen.
Allerdings muss man sich darüber im klaren sein, es handelt sich hier nicht um einen Schoßhund, sondern er braucht eine vernünftige Erziehung und viel Auslauf.
Auch ist das Ganze nicht umsonst zu haben. Für einen Rassehund mit Papieren kann man leicht 1000 Euro ausgeben ( ob das nun auch ein reeller Preis ist – na ja darüber kann man streiten, ich meine nicht – es ist einfach zuviel ), hinzu kommen noch Unterhaltskosten von einigen 100 Euro im Jahr.
Wer bereit ist das alles zu geben, für denjenigen ist diese Rasse absolut zu empfehlen – wer das nicht ist, oder mit sich hadert: - Finger weg -!!
Er tut sich und dem Tier keinen Gefallen und leider landen immer wieder jedes Jahr Tiere auf den weihnachtlichen Gabentisch und später ins Tierheim; für jedes Tier dann eine eigene kleine Tragödie!
Anchi
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sehr hilfreich
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sehr hilfreich
13.05.2011
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sehr hilfreich
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