Viel Bild für wenig Geld
06.04.2007
Pro:
Hohe Auflösung, USB - Hub, stabile Konstruktion
Kontra:
Kein DVI - Eingang
Empfehlenswert:
Ja
 PidaBack
Über sich:
Bitte beachtet meinen aktuellen Bericht zum Deo 'Yerka' und den Bericht zum Konkurrenzprodukt 'Sweat...
Mitglied seit:28.08.2006
Erfahrungsberichte:9
Vertrauende:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 84 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo und Herzlich willkommen zu meinen aktuellen Erfahrungsbericht. Vor ein paar Monaten noch habe ich über meinen wohl letzten Röhrenmonitor , den NEC FE991 SB, geschrieben. Nun möchte ich mich meinem neuen TFT-Monitor widmen: Dem 10 20 30 W von Belinea, kürzlich erworben bei mediaonline.de zum Preis von 255 €.
--Daten-- Diagonale: 20.1 Zoll Auflösung: 1680 x 1050 Pixel Panel: MVA Premium Betrachtungswinkel h/v: 178° / 178° Kontrastverhältnis: 800:1 Eingangssignal: analog Features: Sound, USB Zertifizierungen: TCO99, ISO 13406-2
--Grundlegendes-- TFT-Monitore sind in den letzten Jahren zum Standard geworden. Die Platzersparnis, das schlankere Design und der weitaus geringere Stromverbrauch sind die schlagenden Argumente im Vergleich mit Röhrenmonitoren. In zwei Aspekten haben CRTs aber weiterhin die Nase vorn: Sie sind variabler hinsichtlich der Auflösung und besser geeignet bei hohen Ansprüchen an die Grafik (gute Farbwiedergabe, schneller Bildwechsel, Blickwinkel). Hier übertrumpft ein günstiger CRT weiterhin TFTs auch aus höheren Preisklassen.
Bis vor etwa zwei Jahren waren bei den Flachbildschirmen Modelle mit 17" Standard, inzwischen werden diese vermehrt von den 19-Zöllern abgelöst. Keine großartige Weiterentwicklung, denn auch diese Monitore bieten lediglich Auflösungen von 1280x1024 Pixeln. Das haben CRTs schon vor Urzeiten geboten. Dem Trend zum Breitbildmonitor (16:10) haben wir es zu verdanken, dass es mittlerweile auch im niedrigen bis mittleren Preissegment einige Alternativen gibt. Mein Monitor bietet eine Auflösung von 1680x1050 Pixeln auf 20,1".
--Bild-- In diesem - für mich wichtigsten - Punkt liegt die Stärke des 10 20 30 W. Um die 90% aller aktuellen TFT-Monitore sind mit TN-Panels ausgestattet. Dadurch sind die Bildschirme sehr reaktionsschnell; auch alle möglichen Spiele laufen ohne nennenswerte Schlierenbildung oder ähnliches. Die Kehrseite: Sitzt man nicht genau mittig vor dem Monitor, wird die Farbwiedergabe des Monitors verändert. Die Hersteller geben (optimistisch!) einen Blickwinkel von 160° in der Horizontalen an, in der Vertikalen weniger. Tatsächlich wird das Bild schon weitaus früher verfälscht dargestellt. Beim getesteten Monitor gibt es solche Probleme praktisch nicht. Leider kann ich die Spieletauglichekeit des Monitors nicht bewerten; weder besitze ich ein Computerspiel noch einen passenden Rechner. Bei Video-/ DVD-Wiedergabe treten jedenfalls keine Probleme auf.
--Anschluss an den PC-- Hier liegt eine Schwäche: Verfügbar ist nur die 'klassische' Variante mit einem 15-poligen Analogkabel (Sub-D). Wer auf die digitale Alternative DVI wert legt, muss zum ansonsten baugleichen Monit 10 20 35 W greifen - und darf um die 80 € drauflegen. Vielen gilt DVI heute als die zeitgemäßere Variante zum Anschluss eines Monitors; sie soll sich i.A. durch eine schärfere Bilddarstellung auszeichnen. Auf der anderen Seite kritisieren einige Anwender die 'harte' Darstellung auf diese Art und Weise angeschlossener Bildschirme. Einen Vergleich kann ich diesbezüglich nicht anstellen, bin aber mit der Schärfe des Bildes absolut zufrieden.
Das Netzteil ist integriert und der Monitor wird mit einem einfachen Kaltgerätekabel an das Stromnetz angeschlossen. Zudem sind vorhanden: Audioeingang (Lautsprecher natürlich auch) und USB-Hub. --Ergonomie am Arbeitsplatz--
Wohl DIE Stärke von TFTs im Allgemeinen, sind sie doch nur wenige cm tief und sparen so Platz auf dem Schreibtisch. Der getestete Monitor schneidet hier im Vergleich mit anderen Modellen durchschnittlich ab. Ein weiterer Vorteil ist das Gewicht: Während nur ein kräftiger Mensch einen größeren Röhrenmonitor allein transportieren kann, stellt dies beim 10 20 35 W kein Problem dar. Auch das Einstellen des richtigen Blickwinkels geht leicht von der Hand - aber das war es dann auch: In der Höhe ist der Bildchirm nicht verstellbar, auch eine Pivot-Funktion ist nicht vorhanden. Praktisch ist der USB-Hub (4-fach). So kann ich Tastatur und Maus am Monitor einstecken, so dass der Anschluss des Notebooks am heimischen Arbeitsplatz schneller von der Hand geht.
--Bedienung-- Eine Software zur Einstellung des Monitors war nicht im Lieferumfang enthalten. Eine gedruckte Anleitung übrigens auch nicht; diese liegt nur auf CD-Rom vor. Es gibt eine Auto-Adjust-Funktion und ein On Screen Display, das über zwei Tasten zu bedienen ist. Angewendet habe ich Beides nicht. Eine leichte Anpassung der Farbwiedergabe war nötig, um grelle Rottöne etwas zu dämpfen. Dies habe ich aber am Rechner erledigt.
--Fazit-- TFT-Monitore gibt es inzwischen wie Sand am mehr, und häufig gibt es keine sinnvollen Kaufkriterien außer Preis und Design. Die verschiedenen Modelle sind sich einfach zu ähnlich. Eine der wenigen Ausnahmen - und eine herausragende noch dazu - ist der 10 20 30 W von Belinea. Tatsächlich ist es meines Wissens der einzige Monitor ohne TN-Panel, der eine Diagonale von mehr als 19" sowie eine Auflösung von mehr als 1280x1024 Pixeln bietet und zudem für weniger als 300 € zu haben ist. ich kann ihm jedem Interessierten an's Herz legen, der etwas mehr Platz auf dem Bildschirm braucht. Wer mehr Wert auf den Blickwinkel als die Reaktionsgeschwindigkeit legt, kommt in diesem Preissegment kaum daran vorbei. Für alle anderen Zwecke reichen auch Standardgeräten im 4:3-Format aus, die inzwischen für unter 200 € zu haben sind.
Vielen Dank für eure Lesungen und Kommentare, euer Pida
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22.06.2007 14:10
Ich will mir einen TFT-Bildschirm auch mal kaufen, aber nicht solange mein Röhrenmonitor noch funktioniert.
13.04.2007 20:37
besonders hilfreich
08.04.2007 17:58
¨* * ~~()~~ Happy Osterhasis ¨* * ~~()~~ lg panico:-) *~*()*~*