Belize City, Belize City

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Belize City, Belize City

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Erfahrungsbericht über "Belize City, Belize City"

veröffentlicht 03.08.2017 | celles
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Über sich :
Gut
Pro Teils britische Architektur
Kontra Wenig zu sehen
besonders hilfreich
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Gruppengröße:
Kulturangebot:
Naturangebot (Strände, Berge etc.):
Shopping-Möglichkeiten:

"In der ehemaligen Hauptstadt von Belize"

Die älteste Kirche Mittelamerikas Belize City, Belize City

Die älteste Kirche Mittelamerikas Belize City, Belize City

Grüß Gott aus Queens!

Ende Dezember 2016 waren wir zum ersten mal überhaupt in Belize und gleich in der größten Stadt Belizes, Belize City. Das war auch früher die Hauptstadt, jetzt ist es Belmopan, das niemand so richtig kennt. 1970 verwüstetet ein Hurricane Belize City und somit wurde die Hauptstadt verlegt. Das passierte noch in der Kolonialzeit der Briten. Belize, früher British-Honduras wurde erst am 21.1.1981unabhängig und ist als Land auch nur 22.966 km² groß.

Aufgrund der Riffe vor Belize City ist es seit jeher ein Tenderhafen und man muss mit dem Tenderboot.

Belize wird aber kaum wegen der Stadt selbst angelaufen. Zwar werden immer Touren mit dem kleinen Choo Choo Train angeboten, aber die verwöhnten Touristen dürsten nicht nach den wenigen kolonialen Bauten und der Armut, sondern nach Sonne, Strand und Meer und Mantastreicheln und den Relikten der Maya-Kultur außerhalb der Stadt.
Durch die Stadt zu gehen, soll auch nicht ganz so ohne sein, denn schon in der Innenstadt gibt es Viertel mit hoher Kriminalität. Diese Viertel sah man auch schon optisch. Sie waren stark vernachlässigt und zeichneten sich dort zerstörte oder sehr desolate Gebäude aus.


FAKTEN

Belize City ist die größte Stadt von Belize und zählt rund 70.000 Bewohner. Die Stadt hat 5 Bezirke, die wir nicht alle gesehen haben und auch besser vom Namen her klingen, als aussehen: Fort George, King's Park, Newtown Barracks, Port Loyola und West Canal.

Die Stadt kann man zum Großteil locker zu Fuß abgehen und man mag sie auch erst ein bisschen lieber, wenn man solche Städte vorher schon mal gesehen hat, denn ein heiles Stadtbild und Ordnung werden nicht ganz so groß geschrieben, obwohl so viele Schiffe amerikanischer Reedereien nach Belize kommen.

Der breite Belize River teilt die Stadt in zwei Teile und die groß angekündigte Swing-Bridge darüber hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Das war sicher auch noch im 17.Jahrhundert bei der Gründung der Briten der Fall, die sich noch im Gebrauch der Sprache ENGLISCH, nicht Spanisch wie im normalen Honduras, widerspiegeln und auch noch in einigen historischen Gebäuden, die aber leider wenig gepflegt wurden.


ANREISE

Die Anreise ist mittels der zahlreichen Kreuzfahrten nach Belize echt am einfachsten. Sonst gibt es noch den Philip S. W. Goldson International Airport , zu dem auch ein Bus fahren soll, aber der ist eher selten und mit dem Taxi sind dies rund 30 Minuten bis Belize City.

Folgende Fluglinien fliegen nach Belize:
American Airlines, American Eagle, Avianca El Salvador, Copa Airlines, Delta Air Lines, Maya Island Air, Southwest Airlines, Tropic Air und United Airlines.


KLIMA

Nachdem Belize bei 17° Nord und 88° West liegt, fällt diese Stadt in die tropische Zone. Die Temperaturen innerhalb eines Jahres schwanken nicht sehr und liegen zwischen 27 Grad im Jänner mit weniger Luftfeuchte und 32 Grad in den Sommermonaten mit hoher Luftfeuchte.

Die höchsten gemessenen Temperaturen lagen um die 38°C. Also da war es in Wien schon heißer. Die allerniedrigsten Temperaturen waren mal im Dezember mit knapp unter 10°C, was für die Tropen schon sehr erstaunlich ist.

Der meiste Niederschlag ist im Oktober mit 281 mm und der niedrigste im März mit 73 mm und die Luftfeuchte liegt kaum mal unter 80 %, wenn dann im März und April.


HAFEN

Wir kamen mit dem Tenderboot am Terminal 2 nach rund 15-20 Minuten Fahrt an. Dort war alles heil und schön als auch in bunten Farben gehalten. Das große Schild begrüßte einen und auch das gratis WLAN, das aber nie funktionierte, weil man etwas gegen meine IP hatte. Auf jeden Fall ist es dort zum Einkaufen von Souvenirs am besten, denn in der Stadt ist das meiste oder fast alles nur auf die Alltagsbedürfnisse der Bewohner ausgerichtet. Am Pier dort fühlt man sich wieder so wie in allen Häfen, die von US-Reisenden angelaufen werden. Halligalli, Kitsch und Kulinarik.

Schön für ein Foto waren die bunten Buchstaben mit BELIZE. Die Optik glich der von Curacao, alles so schön im Zuckerbäckerstil gemacht auch wieder die ewig gleichen Geschäfte wie Diamond’s International, Del Sol und eine Plaza mit einem künstlichen Teich und einer gelben Brücke drüber, passend noch eine Fontäne und ringsum nur Geschäfte.

Ohne durch den Polo Club mit seiner Passage und weiteren Geschäften zu gehen, hat man keine Chance, diesem Treiben zu entkommen.


NORTH FRONT STREET

Der erste Blick auf die wirkliche Stadt entlang des Haulover Creeks an der North Front Street war auch nicht der beste. Eher noch mitgenommene Häuser, chaotischer Verkehr mit vielen Autos und staubiges Ambiente.

Der erste Weg führte uns zum Postamt. Dieses war noch in einem historischen Holzhaus mit zwei Stockwerken untergebracht, das vom Baustil schön war, aber schon bessere Zeiten gesehen hatte. Die Balkone und er Vorbau haben mich schon noch faszinieren können und die türkis gerahmten Fenster mit den Unterteilungen.

Am Postamt gab es jemanden, der für das Öffnen und Schließen der fragilen Türe zuständig war. Der Herr gab auch Auskunft darüber, was man alles kaufen könnte. Postkarten leider nicht, die bekamen wir gegenüber für 50 Cent das Stück und wir haben uns dort auch gleich einen 2 Belize-Dollar-Schein geholt für 1 USD. Am Postamt bekamen wir dafür sehr freundlich die lächerlich billigen Briefmarken für Europa, umgerechnet für 30 Cent !!! das Stück. Ich habe neulich für einen 25 Gramm Brief nach Deutschland 5,50 Euro bezahlt.


BELIZE SWING BRIDGE

Wenn man sich an den anfänglichen Staub und das Chaos überlebt hat, fragt man sich, wo die Swing Bridge ist. Das wird mit einer unansehnlichen, rostigen Brücke beantwortet. Die Möglichkeit zum Swingen muss man erst mit seinen Augen gut suchen. Man kann diese auf keinen Fall mit der schönen Swing Bridge in Willemstad, Curacao vergleichen. Am besten sieht die Brücke mit dem rostigen mal blauen, mal roten Gitterstäben noch vom Haulover Creek aus.

Von oben beim Drübergehen sah ich nur ein neutrales Außengeländer, einen ruppig asphaltierten Gehweg, ein breites Gebilde an Geländer, nur blau und oben abgewetzt. Die Fahrbahn ebenso ruppig und rechts außen wieder der zweite Gehweg. Die rostige Halbkreisform am Ende der Brücke wies auf eine Drehmöglichkeit hin. Hier war aber der Vogelkäfig mit dem Spitzdach für den Verkehrspolizisten am Ostende der Brücke noch spannender.

Besser war der Blick von der Belize Swing Bridge, die immerhin schon 1923 errichtet wurde, auf die Skyline am Haulover Creek, den Nebenarm des Belize Rivers. Immerhin kann man das klumpige Brückengebilde angeblich noch täglich, ich habe nichts davon gesehen, von Menschenhand verdrehen und so die Stadtteile Northside und Southside trennen und kleine Boote passieren lassen.


FORT GEORGE

In diesem Viertel sind eigentlich nur zwei Straßen von Interesse. Das sind die nahe der Brücke in einander übergehenden Straßen Regent street und Front street.


REGENT STREET

Die Regent street ist die Straße mit den meisten Sehenswürdigkeiten.


BATTLEFIELD PARK

Also einen Park mit diesem Namen hätte ich mir auch anders vorgestellt. Eigentlich ist es fast nur eine kahle, betonierte Fläche mit einer kleinen, runden Fläche, die eingezäunt ist. Dort gibt es etwas frisches Gras und das war es auch schon. Eine Büste eines Staatsmannes von Belize ist auch noch anzutreffen.


PRESBYTERIANISCHE KIRCHE

Schöner war die Kirche der Presbyterianer, mal wieder hinter einem Gitterzaun mit grasgrünem Unterbau und Zaun und natürlich geschlossen. Aber diese hatte wenigstens karibisches Flair, einen braunen Ziegelbau mit grasgrünem Giebeldach und einem hellgrünen Kirchturm. Leider konnte wir die Kirche nicht besichtigen.


SUPREME COURT

Der Supreme Court zählt zu den wenigen Highlights von Belize City. Dieses sehr britisch-kolonial anmutende Gebäude ist in Weiß gehalten und hat auch einen ersten Stock. Wunderbar, diese Treppe mit dem zierlichen Geländer und dieses und alles ganz in Weiß. Die Treppe teilt sich vorne noch in zwei Teile und das vor der buschigen Grünfläche. Auch gab es noch ein paar kleine Palmen davor und schön geformte Bäumchen mit runder Krone.

Die Architektur ist sehr symmetrisch mit zwei Giebelteilen links und rechts und als Highlight den schwarz-grünen Uhrturm mit der historischen Uhr und der Rundkuppel drauf. Wir konnten da leider auch nicht rein. Das Gebäude zieht sich weit nach hinten und die Seitenfront war nicht mehr so schön, aber doch durch historische Bögen gekennzeichnet.


GOVERNORS HOUSE

Das Haus des Gouverneurs befindet sich weiter unten und ist für 2 USD Montag bis Freitag zwischen 8:30 und 16:30 zu besichtigen. Dort wurde auch brav im Park gearbeitet und es ging vieles weiter. Der Park zeichnet sich durch große Gepflegtheit aus und hat schöne, weiße Schotterwege unter Palmen und anderen tropischen Bäumen. Auch diverse Büsche und Blumenbeete sind anzutreffen.
Das weiße Holzhaus selber ist einstöckig und hat eine weißes Exteriör mit grünen Fensterläden und einem grünen Giebeldach.


ST. JOHN´S CATHEDRAL

Die St. John´s Cathedral liegt schräg gegenüber und von dieser haben wir uns schon einiges erhofft, weil sie die älteste anglikanische Kathedrale in Mittelamerika ist, was wahrscheinlich nicht schwer ist weil die anderen Länder spanischsprachig sind. Wenigstens wurde die Kathedrale schon 1847 errichtet und ist von der Weite noch gut erhalten. Sie war mal wieder eine geschlossene Kirche und durch die teils zerbrochenen Fenster sah ich, wie desolat die Kirche innen war.

Die Kathedrale wird von etlichen Bäumen beschattet, ist durch ein schwarzes Tor zur erreichen, das offen war und hat ringsum einen betonierten Gehweg. Der Kirchbau hat einen stufenförmigen Aufbau und in einem blauen Kreis eine weiße Taube abgebildet.

Das Interessanteste ist wahrscheinlich der Ziegelbau als Gesamtwerk mit seinen weiß umrahmten Fenstern und dem eher niedrigen, aber kantigen Kirchturm, der typisch anglikanisch ist, aber wenig detailreich ist.


ALBERT STREET

Die Albert Street ist die Straße für die lokalen Geschäfte, an der wir auch eine Fahne und Postkarten gekauft haben. Die meisten Gebäude sind aber neu und passen eigentlich nicht ins Stadtbild. Eine Ausnahme bildet sicher die große, weiße Baptistenkirche.


BELIZE CITY HALL

Das Gebäude ist ein grüner, nicht ganz so historischer Bau, aber den man gesehen haben sollte, was Ansichtssache ist. Das Schönste war der weiße, geschmückte Balkon.


HOLY REDEEMER CHURCH

Diese Kirche am Creek war eigentlich sehr interessant durch ihre sandfarbene Form mit dem Giebelvorbau und den beiden eckigen Türmen. Die konnte man auch nur von außen besichtigen.


FAZIT

Belize City ist etwas durchwachsen zwischen britischen Kolonialbauten, aber alles mehr desolat und vom Hurricane damals verwüstet worden. Mir hat es ganz gut gefallen, aber ein echtes Reiseziel ist es nicht.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • belli4charlotte veröffentlicht 03.09.2017
    schönen Abend
  • Scha-Tzi veröffentlicht 07.08.2017
    Beeindruckend.
  • Sommergirl-Mary veröffentlicht 07.08.2017
    Bist Du auch irgendwann mal zu Hause???? Wie finanzierst Du Dir das alles? Könnte ich mir nicht leisten...
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Produktdaten : Belize City, Belize City

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Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 12/01/2017