Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
traumhaft schön, gepflegt |
| Kontra: |
viel, viel Wasser |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Im Oktober diesen Jahres kam ich im Zuge eines Traumurlaubs (Honeymoon) auf Mauritius in den Genuss auf dem wunderbaren Golfplatz des Belle Mare Plage Golf Ressorts ein paar Runden spielen zu dürfen. Mal abgesehen von der sonstigen Schönheit und den Sehenswürdigkeiten der Insel ist dieser Golfplatz (besonders für den passionierten Golfer ;-) ein absoluter Traum.
Das Spielen auf dem Platz ist (natürlich mit Ausnahmen) nur Mitgliedern des Golfclubs bzw. Gästen der Hotels Belle Mare Plage und Le Prince Maurice gestattet, für diese ist das Spielen des Platzes während des Aufenthalts allerdings kostenlos.
Zum Platz gelangt man vom Hotel aus entweder zu Fuß (ca. 5-10 Minuten) oder aber an der Rezeption wartet durchgehend ein Bus-Shuttle, welches den etwas fauleren Golfer zum Golfplatz bringt. Dort wird man dann von unzähligen Helfern, Caddies usw. freundlichst in Empfang genommen und bekommt sehr schnell alles Wissenswerte zum Spielen in diesem Golfclub gesagt. Sehr schön war auch der außerordentlich gut funktionierende Bag-Aufbewahrungsservice während des Hotelaufenthaltes. Nach jeder Runde wurden das Bag von Helfern in Empfang genommen, die Schläger gereinigt und das gesamte Equipment ordentlich verräumt.
Nun aber zum eigentlich Wichtigen, zum Court: Je nach Belegung des Platzes gibt es die Möglichkeit entweder von Tee 1 oder Tee 10 zu starten – bleibt sich vom Weg her ziemlich gleich, da beide Abschläge in unmittelbarer Nähe des Clubhauses liegen.
Wir wollen unsere Runde nun aber am Tee 1 beginnen, einem relativ einfachen und kurzen PAR 4. Ein gerader Drive, ein kurzes Eisen den Hügel hinauf und mit dem dritten Schlag eingelocht ;- Naja, so zumindest würde wohl das gut gespielte Loch aussehen... Weiter zum 2. Loch, ebenfalls ein PAR 4. Rechts etwas Wasser, Linkerhand das Aus, ansonsten verläuft dieses Loch schnurgerade und eben, also nix weltbewegendes (außer der Ball landet im Wasser, wie dem lieben Autoren dieses Berichtes passiert...).
Das erste wirkliche Highlight dieses Platzes ist dann ein kurzes PAR 3, dass zwar relativ einfach wirkt, durch dass viele Wasser, über das es zu spielen gilt aber ganz verheerende Auswirkungen auf das Handicap haben kann! Ist man erst mal auf der anderes Seite des Wassers gelandet, so ist der Rest ein Kinderspiel. So und nun sind wir auch schon am ersten PAR 5 angelangt. Nicht weiter nennenswert, ein leichter Linksknick am Anfang der Spielbahn, ansonsten bis auf das Wasser rechts und links sehr einfach. Die s.g. Longhitter haben hier beste Chancen auf einen Birdie.
Es folgen nun mit einem weiteren PAR 4 und PAR 5 auf den Bahnen 5 und 6 zwei eher unsspektakuläre Löcher, die aber auch durch Ihre schön angelegten Fairways und eingebetteten Bunker überzeugen können. Am 7 Loch kommt man dann wieder zu einem PAR 3, dass leicht bergab über einen (wie sollte es anders sein) großen Teich direkt auf’s Grün angespielt werden kann. Also: Eisen 7 oder 8 raus und... ab ins Wasser! Ich weiß auch nicht, aber sobald ich Wasser nur sehe, kann ich davon ausgehen, dass der Ball auch darin landet...
Mit Loch 8 und 9 kommen nochmals zwei schwierige aber machbare PAR 4 auf den Spieler zu, wobei das 9 Loch einen wunderbaren Blick auf das Clubhaus und den davor liegenden Teich (oder sollte ich besser See sagen?) gewährt.
Also, Ab zum Tee 10 und damit zu der schwierigen Entscheidung, ob man mit einem Eisen lieber geradeaus den Fairway lang schlägt, oder versucht per Driver das Rechts-Dogleg über das Aus hinweg zu überwinden. Ich habe mich nach zwei Fehlversuchen per Driver für die erste Variante entschieden ;-).
Geschafft! Und damit weiter zum 11 Loch und was soll ich da sagen... bis auf die Tatsache das auch hier im zweiten Teil des Platzes eine Bahn die andere an Schönheit übertrifft, habe ich die Löcher 11 bis 16 wohl vor lauter Gram über mein dortiges schlechtes Spiel aus meinem Gedächtnis verbannt. Nur soviel noch hierzu: Das Wasser wurde im Verlauf des Spiels nicht weniger...
...sondern findet seinen absoluten Höhepunkt bei Abschlag 17 – einem relativ kurzen PAR 3, das quasi nur aus Abschlag und Green besteht und dazwischen und drumherum mächtig viel Wasser aufzuweisen hat! Ein traumhafter Anblick bietet sich vom Anblick des Abschlags über den (zugegebenermaßen kleinen Ausschnitt des) Indischen Ozean auf das ca. 150 Meter entfernte Grün, das rundherum vom Wasser und von Lavafelsen verteidigt wird. Aber auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn und so schaffte ich es erstaunlicherweise hier einen Birdie zu spielen...
Durch einen solchen Erfolg beflügelt geht’s also zum finalen Abschlag am Loch 18 – dem wohl schönsten PAR 5 auf dem Court. Dem leichten Rechtsknick folgend zieht sich eigentlich den ganzen Fairway lang rechterhand Wasser und auf der anderen Seite bietet das nahegelegene Aus nicht gerade viel Platz auf dem Fairway. Meinereiner braucht hier schon zwei sehr gute (und lange) Schläge, um mit dem dritten auf dem Grün landen zu können, welches übrigens von der Terrasse des Clubhauses aus einen wunderbaren Ausblick bietet. Eingerahmt von Schilf und (wie soll es anders sein??) Wasser beendet man nun die Runde mit ein paar wenigen Putts unter den Augen der vielen Clubhaus-Gäste, um sich dann beschämt an jenen vorbeizudrücken und auf den nächsten Tag und damit eine bessere Runde zu hoffen...
Abschließend hoffe ich, Euch zumindest einen groben Überblick über diesen wunderbaren Golfplatz gegeben zu haben, der alljährlich als Austragungsort für die Mauritius Open dient. Ich kann jedem nur empfehlen, diesen Platz einmal zu spielen und selbst zu erleben, wie wunderbar dieser angelegt und gepflegt ist. Wie schon erwähnt sind auch die Rahmenbedingungen wie Service, Trolleys usw. sehr gut und auch Driving Range und Putting Green lassen nichts zu wünschen übrig.
Wenn ich den Worten meiner Frau glauben darf, so sollen auch die Pro’s durchaus ihr Geld wert sein.
DATEN:
18-Loch Championship Golf-Course
Par 72
5648 Meter
Designer: Hugh Baiocchi
Ich freue mich auf Euer Feedback!