Klotz an der Decke
14.11.2009
Pro:
Hell und kontrastreich, auch bei Umgebungslicht
Kontra:
ziemlich groß, unüberhörbare Lüfter, Preis
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bildqualität
Bedienung
Ausstattung
Zuverlässigkeit
Installation
mehr
 mschlee
Über sich:
... bin nicht mehr so häufig hier ... Berichte gibt es trotzdem dann und wann, auch Aktualisierungen...
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Erfahrungsberichte:48
Vertrauende:5
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 57 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Was bisher geschah: ================ An der Decke unseres Wohnzimmers, das nebenbei auch als Heimkino dient, hing bisher noch ein Benq XGA Beamer (PB 6220), der zwar ordentlich funktionierte, aber erstens als Präsentationsbeamer nicht gerade tolle Kontrastwerte lieferte, und zweitens nicht über den erforderlichen HDMI-Eingang verfügt. Schließlich hatten wir an unseren AV-Receiver inzwischen einen Mac Mini als Multimediarechner angeschlossen, der sein Signal über ein DVI auf HDMI-Kabel in den Receiver einspeist. Da eine Konversion von HDMI auf andere Schnittstellen aus rechtlichen Gründen nicht erfolgt, blieb der Beamer dunkel, obwohl er auf den Component-Eingängen ohne weiteres HD-Material anzunehmen in der Lage ist. Also, ein neue Beamer musste her ...
Warum der W6000 ? ================ Zunächst einmal schaute ich nach Geräten der Fa. Benq, weil das alte Gerät auch von Benq stammte und bereits eine Original Benq Deckenhalterung an unserer 2,80 hohen Zimmerdecke festgedübelt war. Darüber hinaus haben Benq Geräte gegenüber anderen einen relativ großen Projektionsabstand im Verhältnis zur Bildgröße. Ich wollte auf alle Fälle weitere Dübelarbeiten an der Wohnzimmerdecke vermeiden, die z. B. durch einen geänderten Leinwandabstand hervorgerufen werden würden. Das neue Gerät sollte nunmehr Full HD beherrschen, die ersehnte HDMI-Buchse besitzen (haben aber alle HD-Projektoren) und nicht weniger Lichtstrom als die 2000 Lumen des alten Gerätes liefern.
Bisherige Geräte von Benq waren mir nun entweder zu teuer oder zu lichtschwach. Eine Zeitlang spielte ich mit dem Gedanken, ein WXGA Gerät für etwa 1800 Euro anzuschaffen, doch als der W6000 herauskam, erschien er das richtige Gerät, auch wenn er mit knapp 2500 Euro insgesamt doch nicht wirklich billig ist. Technische Eigenschaften ====================
Angaben gemäß Hersteller: Projektionssystem: DLP 1920 x 1080 Pixel (Full HD) alle Auflösungen bis 1080p/24/50/60 Lichtstrom 2500 Lumen normal, 1100 Lumen Sparmodus Lens-Shift horizontal und vertikal Zoom: 1,5:1 Kontrast: 50000:1
Gewicht 6,7 kg Betriebsgeräusch 32 dB (A) normal, 29 db (A) Sparbetrieb Lampenleistung 280 W Lebensdauer 2000 h normal, 3000 h Sparbetrieb Leistungsaufnahme max. 380 W, < 1 W Standby Eingänge:
VGA HDMI 1.3 (2 st.) Component Video S-Video Composite Video
Aufstellung und Inbetriebnahme ======================== Also zunächst den alten Beamer abgebaut und den neuen ausgepackt. Schon gleich musste ich feststellen, dass der neue Beamer keinesfalls an die alte Deckenhalterung passte. Der neue verfügte über Anschlüsse für M4-Schrauben, der alte wurde mit M3-Schrauben befestigt. Mist. Abhilfe gab es beim lokalen Planetenmarkt, der gerade seine überschüssigen Beamer-Deckenhalterungen mit 33 % Nachlass aus dem Lager schmiss. Nun, 66 € sind auch noch ärgerlich, wenn man nicht mit ihnen rechnet. Die neue Halterung passte natürlich nicht 1:1 an die alten Dübel in der Decke, so mussten wenigstens zwei Dübellöcher neu gebohrt werden. Danach saß der Beamer an der Decke. Ein Riesenmonstrum, wenigstens doppelt so viel Volumen wie der alte, auch wenn das Gewicht nicht wirklich anders zu sein schien. Das schwarze Hochglanzgehäuse sorgt dafür, dass das Gerät auch wirklich auffällt, das macht nicht jede Ehefrau mit. Meine ist erfreulicherweise technischen Neuerungen durchaus zugetan, ansonsten halte ich den WAF (women's acceptance factor) bei diesem Gerät für eher an der kritischen Grenze.
Nun wurde noch das alte VGA Kabel aus dem Kabelkanal gezogen und durch ein 10m-HDMI-Verbindungskabel ersetzt. Dieses ist ein Billigteil von Amazon, was problemlos funktioniert. Das ebenfalls vorhandene S-Video-Kabel wurde mit angeschlossen, wurde bisher mangels Notwendigkeit aber noch nicht ausprobiert. Bei der Justage war neben dem Zoomrad der horizontale und vertikale Lens-Shift von Nutzen. Dabei lässt sich das Bild ohne Verzerrungen horizontal und vertikal so verschieben, dass es zentriert auf der Leinwand landet, ohne dass dazu der Beamer noch einmal verdreht werden muss. Durch die neue Deckenhalterung musste der Beamer aber etwas mehr nach unten gekippt werden, dadurch gab es eine leichte Trapezverzerrung, welche man über die elektronische Keystone-Bildkorrektur leicht ausgleichen konnte. Das Bild vom Mac-Mini wurde dabei auch in der höchsten Bildauflösung nicht sichbar verschlechtert.
Was bringts ? =========== Nun, außer der Auflösung und dem HDMI-Anschluss in jedem Falle signifikante Helligkeitszunahme. Selbst im Sparbetrieb ist der Beamer genauso hell wie der 40" Toshiba Full HD LCD-Fernseher. Die Farben waren aber in der Werkseinstellung viel kälter. Durch ein wenig Einstellarbeit durch das mittelmäßig übersichtliche Menü konnte ich die Farben so einstellen, dass sie denen auf dem TV einigermaßen entsprachen.
Die Darstellung des Mac Mini Bildes gelingt auch im 1920 x 1080 60 Hertz Modus. Trotz aller Schärfe ist die Darstellung der Zeichen doch noch ein wenig klein, u. U. sollten wir uns eine größere Leinwand anschaffen. Der Beamer hat in jedem Falle noch genug Leistung für ein größeres Bild. Im Vergleich zu unserem alten Beamer erscheint der neue auch im Sparbetrieb viel heller: Der alte Beamer lief nie im Sparbetrieb, und trotzdem mussten im Wohnzimmer bis auf eine kleine Orientierungsleuchte alle Lampen ausgeschaltet werden, da ansonsten das projizierte Bild zu blass erschien. Mit dem neuen Beamer sind die Farben und der Kontrast sehr kräftig, so dass ein gedimmter Deckenfluter eingeschaltet bleiben kann, sofern sein Licht nicht direkt auf die Leinwand fällt.
Inzwischen haben wir zwei DVDs auf dem Gerät gesehen. Eine davon war "Die unendliche Geschichte" von W. Petersen. Hier konnte man deutlich das Alter der Spezialeffekte erkennen. Man sah, dass die Farbcharakteristik des Hintergrundes und der einkopierten Hauptpersonen nicht übereinstimmten. Bisher war mir das nicht aufgefallen. Merkbar ist das Rauschen der Lüfter auch im Sparbetrieb. Allerdings ist dieses Rauschen eher breitbandig (wie leichter Wind am offenen Fenster), nicht so wie z. B. ein klein gestellter Fön. Deshalb ist es leichter zu überhören, trotz des vorhandenen Pegels. Überhaupt erscheint der Unterschied zwischen Spar- und Normalbetrieb an der Helligkeit nicht so groß. Wir werden das Gerät deshalb zukünftig nur im Sparbetrieb laufen lassen.
Weitere Möglichkeiten: ================== Das Gerät wird mit eine großen Fernbedienung geliefert. Die Funktionen lassen sich zwar auch alle über eine Menüsteuerung (4 Pfeiltasten) erreichen, aber die Fernbedienung hat einige Schnelltasten zur direkten Eingangswahl, zum Farbprofilabruf, zur Aspekt-Umschaltung, Bild-In-Bild u. v. m. Ich muss gestehen, dass mich die ganzen Zusatzfunktionen im Moment nicht interessieren. Wir benutzen das Gerät für unsere DVDs, den Multimedia-PC und - sobald vorhanden - für einen geplanten Blue Ray - Player. Dazu brauche ich nur zwei Tasten: Ein und Aus.
Aufgrund der guten Bildwiedergabe kann ich das Gerät guten Gewissens weiterempfehlen. Ach ja: Klang musste ich auswählen. Da Gerät hat aber gar keinen Lautsprecher. Wofür denn auch ?
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12.12.2009 15:36
so ein moderner Beamer wär ein Hit, aber den Klotz an der Decke muss ich erst meinem Weib "erklären"
14.11.2009 17:28
...bei dem Preis sollte er auch schon was bringen:)...und wollen wir hoffen das die Birne lange Lebt ;)CC
14.11.2009 16:59
Schöner Bericht !