Entbindung in der Charité Berlin-Mitte

5  09.11.2009

Pro:
Super Hebammen(schülerinnen),tolles Ärzteteam, rundum gute Betreuung

Kontra:
Morgens zuviel Gewusel,

Empfehlenswert: Ja 

DieMamaVonLorin

Über sich:

Mitglied seit:09.11.2009

Erfahrungsberichte:1

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 30 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

"Die positiven Erfahrungsberichte schreibt keiner ins Internet." Das war die Aussage der Hebamme, die mich am 25. Oktober 2009 in der Charité Berlin-Mitte aufgenommen hat.

Nun möchte ich doch auch mal meine Erfahrungen preisgeben.

Wie alles begann:

Am 2. Oktober 2009 stellte ich mich zu einer Ultraschallbesprechung im VIRCHOW Klinikum vor. Nach kurzem Warten kam dann eine hecktische Frauenärztin zu mir und führte mich in einen Untersuchungsraum. Mir wurde mitgeteilt, dass ich deutlich zu viel Fruchtwasser habe (5 Liter!) und meine Schmerzen im Rücken und meine Atemnot daher stammen. Ich befand mich zu diesem Zeitpunkt in der SSW 37+5.

Nach einem kurzen Gespräch entschloss ich mich dann für eine frühzeitige Einleitung. Die Ärztin telefonierte mit irgendwen und meinte dann, dass es leider im Moment keine Kapazität für mich auf der Station bzw. im Kreissaal gab und ich morgen nochmal erscheinen soll und wir dann nochmal schauen, ob es für mich Platz gibt. Ich also am nächsten Tag wieder hin und nach ganzen 5 Stunden teilte mir dann widerum eine andere Ärztin mit, dass es wieder keinen Platz für mich gab. So langsam aber sicher wurde ich dann sauer, da ich mit Schmerzen im Rücken 5 ganze Stunden auf so eine doofe Aussage warten musste.

Naja, die Ärztin bot mir dann an, in der Charité in Mitte anzurifen und zu fragen, ob sie Kapazität für eine Einleitung hätten, was auch nach dem kurzen Telefonat der Fall war. Ich also mit dem Taxi in die Charite nach Mitte gefahren, weil der Krankentransport lt. einer Hebamme erst in ca. 2 Stunden Zeit hätte, mich dorthin zu fahren.

In der Charité in Mitte angekommen, empfing mich sofort eine gaaaaanz liebe Hebamme, die gleich damit anfing, mit mir gemeinsam den Papierkram zu erledigen. Nachdem sie mich dann auch schon untersucht hatte, führte sie mich in einen kleinen Raum ohen Fenster mit einer Liege, Toilette und Dusche. Sie gab mir auf meinen Wunsch einen Einlauf und ein schickes Hemd und zeigte mir die Dusche etc. und meinte noch zu mir, ich soll mir soviel Zeit lassen, wie ich möchte und wenn ich fertig bin mit allem, dann soll ich einfach klingeln. Ich also noch schön unter die warme Dusche und mich richtig toll entspannt. Als ich fertig war klingelte ich und wurde von der Hebamme abgeholt. Ich wurde dann in den schönsten Kreissaal gebracht; den mit dem riesigen Bett und dem Schaukelstuhl :-))

Ich war richtig beeindruckt von diesem Kreissaal, da mir die im Virchow Klinikum eh nicht gefallen hatten. Mein Mann und meine Mutter waren die ganze Zeit über an meiner Seite und fanden den Kreissaal ebenfalls richtig toll.

Kurze Zeit später (es war genau 17.30 Uhr) bekam ich die erste Einleitung mit einem Gel direkt auf den Muttermund und wurde dann ans CTG angeschlossen. Während ich vergeblich auf irgendwelche Wehenaktivitäten wartete, stellte sich eine Hebammenschülerin mir vor, die das CTG kontrollierte. In der Zwischenzeit verspürte ich ein richtiges Brennen am Muttermund. Die Hebammenschülerin meinte, dass wäre normal und wenn ich nach 6 Stunden immer noch keine Wehen hätte, würden wir aufhören und morgen weitermachen.

Nach 22 Uhr verabschiedete sich die nette Hebamme, die mich in Empfang genommen hatte und es kamen zwei neue Hebammen zu mir ins Zimmer, eine von Ihnen war eine ganz liebe kleine Hebammenschülerin. Nachts um 1 uhr bekam ich dann doch einige kleine Wehen, welche aber nicht ausgiebig genug waren.

Am nächsten Morgen um 8 Uhr bekam ich dann die zweite Einleitung direkt auf den Muttermund. Langes warten, aber es passierte wieder nichts. Um 14 Uhr bekam ich dann die dreitte Einleitung, welche aber auch nicht zu dem gewnschten Erfolg verhalf.

Plötzlich, um 17.30 Uhr kam die Hebamme vom Vortag zu mir uns meinte, wir würden jetzt einfach die Fruchtblase sprengen, um die Geburt auf diese Art und Weise einzuleiten. Gesagt, getan, die Fruchtblase war nun kaputt und ich war schockiert, wieviel Wasser in mir drin war. Ich dachte gerade noch an das viele Fruchtwasser, was sogar schon aus dem Bett lief, als auch schon die ersten Wehen einsetzten. Die Hebamme blieb super cool und meinte, dass es sich jetzt nur noch um Stunden handeln würde.

Dann wurde ich noch an den Wehentropf angeschlossen und die Wehen kamen immer öfter. Schließlich entschied ich mich für eine PDA und verlangte danach. Die Anästhesistin wurde gerufen und legte mir die PDA. Nach ca. 3 Stunden verlangte ich immer noch Schmerzmittel, da die Schmerzen mittlerweile unerträglich wurden. Nochmals wurde die Anästhesistin gerufen und stellte fest, dass der Schlauch, durch den die Schmerzmittel fließen, heruasgerutscht war und ich somit gar keine Schmerzmittel erhalten konnte :-/ Man war ich sauer !!!

Nach 22 Uhr erfolgte wieder der Wechsel der Hebammen und meine Lieblingshebammenschülerin kam endlich wieder und redete ganz lieb auf mich ein. Um ca. 23 Uhr waren die Wehen so stark, dass ich schon nach einem Kaiserschnitt verlangte :-))) Ja, ich weiß, ich hab auch darüber im Nachhinein lachen müssen :-))

Um 1.34 Uhr und nach ganzen 5 Presswehen war dann auch meine Tochter auf der Welt. Ich selbst hatte nur einen Labienriss, der eigentlich nur ein kleine geplatztes Blutgefäß darstellte. Er wurde mit einem Stich genäht, was ich überhaupt nicht mitbekam.

Um 4.30 Uhr wurde ich dann mit meinem Baby im Arm auf die Wöchnerinnenstation gefahren. Auch ich kam auf ein 3-Bettzimmer. Nach kurzer Zeit wurde auch mir meine kleine Prinzessin ans Bett gebracht und wir betrachteten und neugierig. Ich durfte nicht alleine aufstehen und musste aber dennoch so dringend auf die Toilette. Aus Rücksicht auf meine Bettnachbarinnen klingelte ich erst um 6.30 Uhr und wurde dann von einer weiteren lieben Hebammenschülerin zur Toilette begleitet. Kurz darauf kam dann auch schon um 7.30 Uhr das Frühstück, um 8 Uhr die Visite, um 8.30 Uhr die Reinigungskräfte, um 9 Uhr die Hebammen(schülerinnen) zum Blutdruckmessen und dann auch schon die Damen für die Rückbildungsgymnastik. So gegen 11.30 Uhr konnte ich dann endlich mal ein Brötchen essen und einen Schluck trinken :-)

Das ging leider die ganzen Tage so und es ist wirklich fast das Einzige, was ich als "negativ" bezeichnen würde.

Ach ja, eine negative Sache hab ich aber dann doch noch:

Die Nachtschwester war super unfreundlich und hatte echt jede Nacht Highheels an, wenn sie Dienst hatte. Ich fand das unmöglich, da man sie schon von Weitem gehört hat.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Micaela030

Micaela030

08.12.2009 02:21

Also auch wenn der Bericht sh ist, würde ich dieser Klinik nach dem, was du schreibst, keine 5 Sterne geben. Das liest sich doch nun wirklich nicht rund weg positiv.

gruebelchen

gruebelchen

15.11.2009 15:44

jaja manche Nachtschwestern sind echt unmöglich... ich hatte mal eine die ständig die Türen geknallt hat.. war auch sehr schön ^^

yenka

yenka

10.11.2009 12:05

toller text! LG

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