Berlin, Zoologischer Garten

Bilder der Ciao Community

Berlin, Zoologischer Garten

Der Berliner Zoo liegt als grüne Oase im Herzen der City West. Heute ist er der artenreichste Zoo der Welt.

> Detaillierte Produktbeschreibung

92% positiv

38 Erfahrungsberichte der Community

Erfahrungsbericht über "Berlin, Zoologischer Garten"

veröffentlicht 10.06.2016 | Trolles
Mitglied seit : 24.07.2013
Erfahrungsberichte : 625
Vertrauende : 28
Über sich :
In meiner Freizeit lese ich sehr viel. In anderen Foren schreibe ich unter dem Namen Margy.
Ausgezeichnet
Pro beeindruckend, sehr vielfältig, interessant, riesengroß
Kontra nichts
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Öffnungszeiten
Spaßfaktor

"Zoologischer Garten"

Berlin, Zoologischer Garten

Berlin, Zoologischer Garten

Einleitung

Während meines Urlaubes in Berlin stiegen wir, meine Schwester und ich, auch am Zoologischen Garten aus und verbrachten hier sehr viele Stunden. Dazu muss ich sagen, dass ich nie vorher so viele Gegensätze gesehen habe wie gerade dort. Wir nahmen also die S-Bahn und in kurzer Zeit waren wir bereits am Zoologischen Garten. Ausgestiegen sind wir am Bahnhof Zoologischer Garten. Genau gegenüber ist die Verwaltung des Zoos und das Löwentor.


Allgemeines


Der Zoologische Garten liegt im Berliner Stadtteil Tiergarten. Sehr bekannt ist der Zoo, den wir uns unbedingt mal anschauen wollten. Genau wie Anna, meine Schwester, waren wir schier erstaunt über die Vielfalt der Tierarten, die es zu sehen gab. Groß ist dieser Zoo 33 Hektar mit 1.400 verschiedenen Tierarten und 18.600 Tieren. Neben dem Zoo gibt es noch auf 3 Stockwerken Meerestiere zu sehen in Aquarien. Dazu zählen Amphibien, wirbellose Fische, Reptilien und Fische sowie Insekten.

Geschichte

1841 war es der Zoologe Martin Hinrich Liechtenstein, der Friedrich Wilhelm IV, König von Preußen, darum bat und ihn auch dafür gewann, ein Darlehen zu geben und ein Stück seines Fasanengeländes. Daraus entstand dann der Zoologische Garten, der 1844 seine Pforten öffnete.
Hinrich Bodinus war ein Humanmediziner und wurde am 3.8.1870 Direktor dieses Zoos. Im Jahre 1871 kam ein Antilopengehege in den Zoologischen Garten. Bisher gabe s das noch nirgends, so dass genau das sehr attraktiv für die Besucher war. Später folgten ein Straußenhaus, ein Elefantenhaus, ein Stelzvogelhaus und das Elefantentor. Dazu kamen Restaurants und Pavillons.
Nach Bodinus folgte Max Schmidt. Er war es, der ein Inventar der Tiere einführte und zum ersten Mal Buch führte. Er starb 1888.
Nach ihm kam Ludwig Heck und es kamen weitere Tiere hinzu.
Im folgte Ludwig, sein Sohn, der 1932 Direktor des Zoos wurde. Im Jahre 1939 veranlasste er, dass Juden den Zoo nicht mehr besuchen durften.
Oskar Heinroth war es, der das Aquarium plante und es 1913 eröffnete. Nach Ende des 1. Weltkrieges baute man es weiter aus.
So blieb alles erste inmal für die nächsten Jahre bis zum 2. Weltkrieg. Bomben fielen hernieder und zerstörten den Zoo. Waren es vor dem Krieg noch 3715 Tiere, lebten davon noch nach dem Krieg ganze 91. Am exotischen Tieren existierten 2 Hyänen, 2 Löwen, ein Elefantenbulle aus Asien, ein Flusspferdbulle, 1 Schwarzschnabelstorch, ein Schimpansenweibchen, 10 Mantelpaviane und ein Schuhschnabel.
Unter der Ehefrau von Oskar Heinroth, sie hieß Katharina, baute man den Zoo wieder auf und sie war die einzige weibliche Direktorin überhaupt. Unter ihrer Leitung wurde das Antilopenhaus instandgesetzt, das Elefanten- und das Flusspferdhaus neu gebaut.
Weiter ging es dann 1956. Nun war Heinz Georg Klös der Leiter des Zoos. Er veranlasste den Bau von einem Vogelhaus und mehreren Affenhäusern, Gelände für Bären und ein Raubtierhaus mit einer Einrichtung, in der man nachts aktive Tiere beobachten kann. Auch das Aquarium wurde frößer. Außerdem kamen seltene Tiere in den Zoo und auch solche, die vom Aussterben bedroht sind. Zu den Letzteren ghörten unter anderem Spitzmaulnashörner und Przewalski-Pferde. Zusätzlich kamen Skulpturen in den Zoo. Das Elefantentor, das Löwentor und das Giraffenhaus ließ Klös renovieren und rekonstruieren. Das machte er auch mit den alten Gebäuden. Dazu kam dann noch eine Zooschule.
Als die Mauer gefallen war und Deutschland nicht mehr geteilt, kam als Direktor dieses Zoos Hans Frädrich. Das war in den Jahren 1991 bis 2002. Es war der 5.5.1994, der Zoo bestand seit 150 Jahren, als zu dem Bestehen eine Briefmarke herauskam. Bernhard Blaszkiewitz wurde am 1.7.2006 Vorstandsmitglied und am 31.1.2007 Direktor. Jürgen Lange ging Ende Januar 2007 in den Ruhestand.
In den Jahren zwischen 1910 und 1912 wurde ein Marmorsaal gebaut, der einen der größten Säle hatte. Dieser Saal diente als Gasthaus und als Kino, in dem Nosferatu zum ersten Mal gezeigt wurde. Im 2. Weltkrieg zerstörten Bomben diesen Saal.


Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten staffeln sich folgendermaßen:

1.1. bis 27.2.: Der Zoo öffnet um 9 Uhr und schließt um 16.30 Uhr.
28.2. - 26.3.: von 9 Uhr bis 18 Uhr
27.3. - 24.9.: von 9 Uhr bis 18.30 Uhr
25.9. - 29.10.: von 9 Uhr bis 18 Uhr
30.10. bis 31.12.: von 9 Uhr bis 16.30 Uhr

Die Kassen schließen jeweils 1 Stunde vor Ende des Zooschlusses.
Am 24.12. macht der Zoo um 14 Uhr Schluss.
Die Tierhäuser schließen 1/2 Stunde vor Zooschluss
Wenn die Kassen schließen, kommt niemand mehr in den Zoo.

Eintrittspreise

Hier lohnen sich die Tageskarten zu folgenden Preisen, die gestaffelt sind für den Zoo und das Aquarium:

Erwachsene Zahlen für den Besuch des Zoos allein 14,50 €, als Kombikarte mit dem Aquarium kostet der Eintritt 20 €.

Kinder von 4 - 15 Jahren zahlen 7,50 € für den Zoo, 10 € für beides.

1 Erwachsener mit Kindern 25 € für den Zoo, 33 € für beides.

2 Erwachsene mit KIndern 39 €, mit dem Aquarium 50 €.

Ermäßigt kostet die Tageskarte 10 €, das Kombiticket 15 €. Ein Nachweis muss vorgelegt werden wie zum Beispiel ein Hartz IV-Bescheid oder ein Schwerbehindertenausweis.

Sehenswürdigkeiten

Einen solch großen Zoo wie hier in Berlin im Zoologischen Garten habe ich zuvor nie gesehen. Sehr viele mir unbekannte Tiere konnte ich hier kennenlernen. Da sind die Flusspferde durch Glas zu sehen in einem Wasserbereich.
Im Nachttierhaus ist alles abgedunkelt und ich musste mich an die Dunkelheit erst einmal gewöhnen. Nach einiger Zeit konnte ich Sterne sehen und dort, wo die Tiere sind, ist alles eher sehr grau und schummrig. Ich konnte die Tiere hören, aber nicht sehen. Da konnte ich entlanggehen und mich den Geräuschen hingeben, in die Dunkelheit und die Stille hineinhören und ein Rascheln vernehmen oder die Stimmen der Tiere.
Pinguine lebten in Eis, sie konnte ich sehen und sah zu, wie sie mit Fischen gefüttert wurde und ich kam an die Tierhäuser, in denen Vögel und Fasane lebten, Affen oder Raubtiere, Giraffen, Elefanten, Schweine, Nashörner, die Pinguine und Flusspferde.
Außergewöhnlich fand ich dann den Ameisenbär oder der Alpaka, eine Kamelart, den Bonobo, eine Affenart, den Brillenpinguin, das Erdmännchen, Hyänenhunde, Jaguare, Hornraben, Okapi usw.
Da gibt es ein Bisonhaus, das 1905 entstand und auch ein Antilopenhaus. Das Löwentor in westlicher Richtung steht am Hardenbergplatz und das Elefantentor von 1899 in der Budapester Straße. Gesehen habe ich bei unserem Rundgang durch den Zoo den Eisbärbrunnen und die Skulptur eines Orang Utans. Auch steht da eine Skulptur aus Bronze. Es handelt sich um ein Flusspferd vor seinem Flusspferdhaus, dann die Statue eines Gorillas am Gehege der Affen. Der Eisbär Knut existiert als Denkmal.


Elefantentor
==========

Auf je einem Sockel rechts wie links sitzt je 1 Elefant. Diese Tiere sind reich geschmückt mit einer Decke, auf der wunderschöne Zierden zu erkennen sind. Auch die Elefanten selbst tragen reiche Dekorationen. Auc ihren Rücken erheben sich Söulen, ebenfalls reich geschmückt mit allerlei Schnitzereien an den Seiten, auf denen je 2 schmale runde Säulen auf jeder Seite zu einem Sims verlaufen, die nach außen laufende Fresken haben, die aus Eulen und Vögeln bestehen. Darüber erhebt sich ein Bogen in violett, innen geschmückt aus einem goldenen Bogen und obendrauf aus türkisen Ziegeln.


Aquarium
==========

Hier zu sehen sind sehr reichhaltige Meerestiere, die sehr außergewöhnlich sind. Dazu zählen Hängebauch seepferdchen, ein Zitronenkugelfisch, von dem ich persönlich noch nie etwas gehört habe. Es gab Clownfische zu bewundern, Echse, Krokodile, Chamelions und viele andere Tiere mehr.


Antilopenhaus
============

Der Bau des Antilopenhauses wirkt sehr orientalisch. Blau und braun sind die Umrandungen der Fenster und Türen und Teile des Hauses bestehen aus verschiedenfarbigen Backsteinen, die nach oben hin ein Muster ergeben.,der Rest ist ein normaler Bau, wie man es hier auch kennt. Oben entlang ziehen sich entweder Zickzack-Muster oder auch kleine Bögen, die den Abschluss bilden. An den Ecken des Hauses entlang ziehen sich Säulen nach oben und auf dem flachen Sims erheben sich schmale Türme mit Zwiebelspitzen.

Eindrücke

Als ich ausstieg am Bahnhof, war ich erst einmal fasziniert von den pompösen, den prächtigen Gebäuden, die ich um mich herum zu sehen bekam. Da gab es das Mercedeshaus mit dem sich drehenden Stern auf der Spitze des Hochhauses, verschiedene Hotels, das Cafe Kranzler und teure Markengeschäfte. Das war der erste Eindruck, den ich von diesem Stadtteil Berlins bekam. Als wir dann weitergingen, sahen wir auf den Bürgersteigen die Bettler sitzen, die ihre Plastikschälchen neben sich stehen hatten und ihre Hand aufhielten in der Hoffnung, ein bisschen Geld zu bekommen. Es war regnerisch und kalt an diesem Tag und in der Haut dieser Obdachlosen hätte ich nicht stecken wollen. Wie ich schon in der Einleitung schrieb, empfand ich das alles als sehr gegensätzlich. Sehr beeindruckend hingegen fand ich den Kurfürstendamm mit seinem Marmorhaus und der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, dem Palast, in dem der Tanz der Vampire lief und dann natürlich auch den Zoo. Der Zoo allerdings war nicht das einzige, was wir uns angesehen haben. Wir wollten mehr erleben als nur die Tierwelt, von der ich am Ende ganz fasziniert war. Ich wohne in einer sehr ländlichen Gegend des Westerwaldes, in dem es natürlich auch Zoos gibt, aber nicht in dieser Vielfalt der Tiere, der Skulpturen un der anderen Sehenswürdigkeiten. Die sind eher überschaulich und klein. Von daher fand ich das in Berlin sehr beeindruckend und es prägte sich mir ein.

Fazit


Diesen Zoo zu besuchen, heißt, sich Zeit zu nehmen für kaum etwas anderes. Wir waren mehrmals im Zoo, um uns dort ausgiebig umzuschauen, denn das hätten wir mit dem Stadtbummel vorher niemals geschafft, das alles an einem Tag anzusehen. Da brauchten wir Stunden, um an den Führungen teilzunehmen und allein unseren Rundgang zu unternehmen. Man sollte einplanen, dort einen ganzen Tag zu verbringen, um alles zu sehen. Es geht letztendlich um den artenreichsten Zoo dieser Erde.


Community Bewertungen

Dieser Erfahrungsbericht wurde 832 mal gelesen und wie folgt bewertet:
78% :
> Wie bewertet man einen Erfahrungsbericht?
besonders hilfreich

Ihre Bewertung zu diesem Erfahrungsbericht

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • momo40 veröffentlicht 11.03.2017
    ein BH verdienter Bericht, LG
  • dojima_dragon veröffentlicht 14.06.2016
    bh
  • Silverdog veröffentlicht 12.06.2016
    Hier das versprochene BH! =)
  • Haben Sie Fragen? Loggen Sie sich auf Ihr Ciao-Konto ein, um dem Autor einen Kommentar zu hinterlassen. Sich anmelden

beliebteste ähnlich Produkte

Produktdaten : Berlin, Zoologischer Garten

Produktbeschreibung des Herstellers

Der Berliner Zoo liegt als grüne Oase im Herzen der City West. Heute ist er der artenreichste Zoo der Welt.

Haupteigenschaften

Stadt: Berlin

Typ: Einrichtungen, Bauten

Region/Bundesland: Berlin

Genre: Zoologischer Garten

Long Name: Zoologischer Garten

Category: Konzerte Weitere,Sonstiges Weitere

City: Berlin

Street: Hardenbergplatz 8

Postleitzahl: 10787

Land: DE

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 14/08/2000