Berlin is in Germany

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Und wo warst du am 9.11.89?

5  18.11.2001

Pro:
guter deutscher film der zum denken anregt .

Kontra:
das er bei ciao derzeit nicht als aktueller kinofilm zählt

Empfehlenswert: Ja 

KYLE18

Über sich: ok, ich bin kyle, 18 Jahre und komm aus Chemnitz. Bin gerade dabei meinem zivi in einem chemnitzer k...

Mitglied seit:27.07.2001

Erfahrungsberichte:3

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 60 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Viele werden diese Frage mit woher soll ich das denn noch wissen, beantworten. Wiederum andere werden mit gerunzelter Stirn fragen, was da besonderes gewesen sein soll und wiederum andere werden dir eine antworten geben können, von denen die Hälfte quatsch erzählt, weil sie nicht weiß was sie darauf antworten soll. Zu der hälfte die weiß was da los war und was sie da gemacht hat, gehört Martin Schulz.
Martin Schulz, 43, Ossi weiß genau wo er am 9.11.1989 war. Ich persönlich weiß es nicht. Ich weiß nur das ich damals als 6jähriges glückliches Kind in Karl-Marx-Stadt lebte. Karl-Marx-Stadt, mittlerweile Chemnitz gehört auch zu den neuen und immer neu bleibenden Bundesländern dieses Landes. Kurz ich bin ein Ossi wie Martin Schulz.
Und nicht um mich sondern um diesen Herrn S. aus Berlin geht es in dem 105 Minuten langen Kinostreifen „Berlin is in Germany“ von Hannes Stoehr.

Einteilung des Berichtes:

[ 1 ] Filminhalt

[ 2 ] Mitwirkende

[ 3 ] Entstehung

[ 4 ] Kontakt zur Produktionsfirma, Vertreiber & Co

[ 5 ] Pressestimmen

[ 6 ] Fazit
____________________________________________________


[ 1 ] Filminhalt


Personalausweis, Führerschein, Geldbörse – die alte Habe, die Martin Schulz bei seiner Entlassung aus der Justizvollzugsanstalt Brandenburg nach mehr als 11 Jahren Haft ausgehändigt wird, taugt gerade noch zum Papierfliegerbasteln. Als ehemaliger DDR-Bürger hat er den Mauerfall im Gefängnis erlebt. Draußen wartet eine Welt auf ihn, die er nur aus dem Fernsehen kennt. Das Neue ist da, das Alte noch nicht ganz verschwunden.
Martin quartiert sich in einem billigen Hotelzimmer im Osten Berlins ein. Der neue Reisepass, endlose Anträge, Kreativworkshops bei der Bewährungshelferin, die Suche nach einem Job – neugierig, zäh, charmant und couragiert versucht Martin, in der neuen Welt Fuß zu fassen. Gemeinsam mit seinem alten Arbeitskollegen Peter, der das Glück nach der Wende nicht eben gepachtet hatte, macht er sich auf die Jobsuche – fast aussichtslos, wenn man die Gefängnisschlosserei als letzte Arbeitsstelle angeben muß.
Das Wiedersehen mit seiner Frau Manuela liegt Martin am meisten am Herzen – und die Begegnung mit seinem Sohn Rokko, der nach seiner Inhaftierung geboren wurde und den er nie kennengelernt hat. Weder Rokko noch Manuelas neuer Lebensgefährte Wolfgang wissen von Martins Knastvergangenheit. Als Martin endlich den Mut findet, Manuela zu treffen, platzt er in ein geselliges Abendessen. Was er zur Wendezeit gemacht habe, wollen die süddeutschen Gäste wissen. Doch die eigene Vergangenheit, sein Leben zu erzählen, dafür reichen ein paar Sätze nicht aus. Martin behilft sich, vom Alkohol beflügelt, mit der Geschichte seines Freundes Peter, der 1989 als Panzergrenadier auf Abruf stand. Auf dem Höhepunkt seiner Erzählung bricht er betrunken zusammen, ein peinlicher Auftritt, der auf Manuelas Couch sein Ende findet.
Nach dieser Nacht hält sich Martin von Manuela fern. Im Video-Nachtclub seines dubiosen Knastbekannten Victor findet er einen Übergangsjob. Manuela sucht inzwischen fieberhaft nach Martin. Doch weder die Bewährungshelferin noch Peter wissen, wo er steckt, das Hotel hat er überstürzt verlassen. Als Martin eines Nachts zufällig seinen alten Arbeitskollegen Enrique trifft, kommen die Ereignisse wieder in Gang. Enrique hatte mit Martin damals im Transformatorenwerk Karl Liebknecht gearbeitet, nun ist er als Taxifahrer unterwegs – das könnte auch für Martin endlich die erhoffte Perspektive sein, um im neuen Berlin Fuß zu fassen – und seinen sehnlichsten Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen, sich ein paar Tage Urlaub mit Rokko leisten zu können.
Martins Leben in der Gegenwart scheint endlich Konturen anzunehmen. Mit Hilfe Enriques meldet er sich zur Taxischulung an und nimmt den Kontakt zu Manuela wieder auf. Erst jetzt gelingt es ihm, Rokko kennenzulernen. Mit Feuereifer bereitet er sich auf die Taxiprüfung vor, macht sich mit dem unbekannten Westen der Stadt vertraut und lernt die neuen Straßennamen im Osten. Manuela unterstützt ihn nach Kräften, was Wolfgang mit gemischten Gefühlen beobachtet.
Doch seine Knastvergangenheit holt Martin wieder ein. Wegen seiner schweren Vorstrafe wird er nicht zur Taxiprüfung zugelassen. Als schließlich die illegalen Geschäfte Victors auffliegen, wird es eng für Martin. In Manuela und Rokko sieht er nun seine letzte Chance, um wieder auf die Beine zu kommen.


[ 2 ] Mitwirkende


HANNES STÖHR (Buch und Regie)

Geboren 1970 in Hechingen-Sickingen, Schwaben. Nach seinem Zivildienst studierte er an der Universität Passau bis 1993 Europarecht (Englisch und Spanisch), 1994 ermöglichte ihm ein Erasmus-Stipendium den Aufenthalt in Santiago de Compostela. 1995 begann Hannes Stöhr das Filmstudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, Fachrichtung Drehbuch und Regie. Er besuchte u.a. Drehbuchseminare bei Ken Dancyger, Dick Ross, Don Bohlinger und Jacob Arjouni, Regieseminare bei Wolfgang Becker, Mike Leigh, Volker Schlöndorff und Helke Misselwitz. Seine beruflichen Erfahrungen beinhalten Lokalreporter, Jongleur, Schauspieler, Filmvorführer, Beleuchter, Cutter sowie Regieassistenzen beim Film, Varieté, Theater und Zirkus. Zu seinen eigenen Filmarbeiten zählen Biete Argentinien, suche Europa (1995; Kurzspielfilm; Buch und Regie), Maultaschen (1996; Kurzspielfilm; Buch und Regie), Two (1996; Kurzfilm, Regie Pablo Dìaz; Kamera), Lieber Cuba libre (1997, Dokumentarfilm, Buch und Regie), Gosh – Live in Paradise (1998; Dokumentarfilm, Buch und Regie), Berlin is in Germany (1999; Kurzfilm, Buch und Regie, ausgezeichnet als Bester Kurzfilm, Filmfest Potsdam 1999).

FLORIAN HOFFMEISTER (Kamera)

Geboren 1970 in Braunschweig. Nach verschiedenen Assistenzen für Kamera, Material und Beleuchtung Tätigkeit als Beleuchter, seit 1994 Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Kameraseminare u.a. bei Slawomir Idziak, Andreas Höfer, Walter Lasally, Regieseminare u.a. bei Buddy Govinazzo, Nico Hoffmann und Helke Misselwitz. Während seines Studiums war Florian Hoffmeister als Kameramann u.a. für Kurzfilme der Regisseure Hendrik Handloegten, Elke Hauk, Anne Hoegh-Krohn, Matthias Keilich und Volkmar Umlauft tätig. Zu seinen eigenen Regiearbeiten zählen die Filme Freunde (1995; Kurzfilm; Buch, Regie und Schnitt) und Stimmen der Welt (1997; Kurzfilm; zusammen mit Hendrik Handloegten; nominiert für den Bundeskurzfilmpreis) sowie Montag in 5 Tagen (1998, Dokumentarfilm, Buch, Regie und Kamera.) Von 1998–1999 arbeitete Florian Hoffmeister als 2nd Unit Kameramann u. a. für Dunckel (Regie Lars Kraume), Drei Chinesen mit dem Kontrabass (Regie Klaus Krämer). Hendrik Handloegtens Paul is Dead, bei dem Florian Hoffmeister die Kamera führte, wurde mit dem Preis des saarländischen Ministerpräsidenten auf dem Max-Ophüls-Festival 2000 in Saarbrücken ausgezeichnet.

ANNE FABINI (Schnitt)

Geboren 1969 in Hermannstadt, Rumänien. 1991 Beginn des Studiums der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Berlin. Als Schnittassistentin arbeitete sie u.a. mit Mathilde Bonnefoy (Lola rennt; Regie Tom Tykwer), Simone Klier (Die Bademeister; Regie: Martin Walz), Sabine Brose (Schande; Regie: Claudia Prietzel) und Thorsten Näter (Die Straßen von Berlin). Seit 1999 ist sie als Cutterin für Dokumentarfilmseminare an der DFFB tätig. Neben zahlreichen Kurzfilmen war sie für die Montage von Milch und Honig aus Rotfront verantwortlich (2000, Dokumentarfilm, Regie Hans-Erich Viet; nominiert zum Deutschen Filmpreis 2001). Mit Hannes Stöhr arbeitete sie bereits bei Lieber Cuba libre und dem Kurzfilm Berlin is in Germany zusammen.

FLORIAN APPL (Filmmusik)

Geboren 1962 in München. 1984–1990 Musikstudium an der Hochschule der Künste in Berlin. 1988 war er Mitbegründer der Rockband Gesellig wie die Lemminge, 1990 des Musiktheaters Gosh, für das er bis 1999 als musikalischer Leiter und Komponist tätig war. Ausgedehnte Tourneen rund um die Welt, Auftritte u.a. bei der Expo in Sevilla, der Documenta Kassel, Stockholm Water Festival, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Eindhoven Festival, Glasgow Festival, Tollwood Festival München, Kopenhagen International Theatre Festival und im Theatre de la Porte St. Martin, Paris. Zahlreiche Auftragskompositionen für Varieté und Musiktheater, u.a. für Wintergarten, Chamäleon und Zwei Drittel in Berlin. 1996 Gründung der Gruppe Royal Berlin Art Chaos (1996), mit dem Appl den Sonderpreis beim ersten Berliner Variete und Comedyfestival gewann. Berlin is in Germany ist Florian Appls erste Arbeit für einen abendfüllenden Spielfilm.

SONIDO TRES (Titelsong: Pobre tipo)

Die Mitglieder der siebenköpfigen Band Sonido Tres sind gebürtige Kubaner mit Wohnsitz in Berlin. Unter der Leitung von Diógenes Nodarse entstand kürzlich die erste CD mit dem Titel El Son Llego, die über www. sonidotres.com zu beziehen ist und den Titelsong ‘Pobre Tipo’ enthält.

JÖRG SCHÜTTAUF (Martin Schulz)

Geboren 1961 in Chemnitz, Ausbildung an der Theaterhochschule Hans Otto in Leipzig, Engagements u.a. am Theater Magdeburg, am Hans-Otto-Theater in Potsdam und am Maxim-Gorki-Theater in Berlin. Für seine erste Kinorolle in Peter Kahanes Ete und Ali wurde er 1986 mit dem Darsteller-Preis auf dem Festival in Koszalin ausgezeichnet. Zu seinen weiteren Arbeiten zählen Lenz (1993; Regie Egon Günther; Grimmepreis als bester Darsteller), Nico Hoffmanns Der große Abgang (1994; Darstellerpreis der Akademie der Künste), Viel Spaß mit meiner Frau (1997, Regie Peter Welz; Grimmepreis und Bayrischer Fernsehpreis), Der Laden (1998, Regie Jo Baier), Die Braut (1999; Regie Egon Günther), Bis zum Horizont und weiter (1999, Regie Peter Kahane). Für seine Rollen in Warten ist der Tod (1998, Regie Hartmut Schön) und Ich habe NEIN gesagt (1998, Regie Marcus Imboden) wurde Jörg Schüttauf mit dem Deutschen Fernsehpreis 2000 als Bester Schauspieler ausgezeichnet.

JULIA JÄGER (Manuela Schulz)

Geboren 1970 in Angermünde. Ausbildung an der Theaterhochschule Hans Otto in Leipzig, Engagement am Schauspielhaus Leipzig von 1991 bis 1995. Für ihre Rolle in Maxim Dessaus Erster Verlust wurde Julia Jäger 1991 auf dem Filmfest Max Ophüls Preis in Saarbrücken als Beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Zu ihren zahlreichen Filmarbeiten zählen Karniggels (1991, Regie Detlev Buck), Nikolaikirche (1995, Regie Frank Beyer), Sperling (1995, Dominik Graf), Neben der Zeit (1996, Regie Andreas Kleinert; Darstellerpreis Internationales Filmfestival Kairo 1996), Todfeinde (1997, Regie Oliver Hirschbiegel), Foreign Field (1998, Regie Aage Rais) und Die Einsamkeit der Krokodile (2000, Regie Jobst Oetzmann).

EDITA MALOVCIC (Ludmilla)

Geboren 1978 in Wien. Studium der Musikwissenschaften und privater Schauspielunterricht. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin (u.a. in Der Tod kam mit der Post und Julia, eine ungewöhnliche Frau) ist Edita Malovcic als Sängerin und Komponistin der Chromosomic Music Production tätig. 1999 spielte sie an der Seite von Nina Proll eine der beiden Hauptrollen im mehrfach preisgekrönten Film Nordrand von Barbara Albert (u.a. Fipresci-Preis, Viennale und Wiener Filmpreis).

TOM JAHN (Peter)

Geboren 1965. Ausbildung an der Theaterhochschule Hans Otto in Leipzig. Theaterengagements u.a. in Berlin, Meiningen und Halle, seit 1998 Dozent am Europäischen Theaterinstitut Berlin. Zu seinen Filmarbeiten zählen Boom Town Berlin (1997, Regie Sören Voigt), Alle Zeit der Welt (1998, Regie Mattl Findel), Bronski und Bernstein (2000, Regie Richard Engel), Tolle Lage (2000, Regie Sören Voigt) und Finkelstein (2001, Regie Urs Egger).

VALENTIN PLATAREANU (Victor)

1930 in Rumänien geboren. Von 1958 bis 1980 spielte er in über 30 Hauptrollen in Inszenierungen des Nationaltheaters Bukarest, daneben führte Valentin Platareanu selbst Regie für Theater und Serien. Seit 1980 zunehmend Rollen für Film und Fernsehen, u.a. in Klemperer – Ein Leben in Deutschland (1999, Regie Andreas Kleinert).

CARMEN-MAJA ANTONI (Bewährungshelferin)

Geboren 1945. Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf. Carmen-Maja Antoni ist Ensemblemitglied am Berliner Ensembles. Neben ihrer Theaterarbeit war sie immer wieder in Filmrollen zu sehen, u.a. bei Bankett für Achilles (1975, Regie Roland Gräf), Käthe Kollwitz (1986, Regie Ralf Kirsten), Kindheit (1987, Regie Siegfried Kühn), Das Leben ist eine Baustelle (1997, Regie Wolfgang Becker) und Nachtgestalten (1999, Regie Andreas Dresen).

OSCAR MARTINÉZ (Enrique)

Geboren 1959 in Villa Clara, Kuba. 1979 kam Oscar Martinéz in die DDR, wo er beim VEB Berliner Bremsenwerke arbeitete. Neben seiner aktuellen Beschäftigung als Angestellter eines Elektrogroßhandels ist er als DJ tätig. Berlin is in Germany ist seine erste Filmrolle.

ROBERT LOHR (Wolfgang)

Geboren 1963. Ausbildung an der Schauspielschule Hamburg und an der Hochschule für Musik und Theater, Engagements u.a. am Stadttheater Ulm und am Maxim Gorki Theater in Berlin. Seit 1998 Film- und Fernseharbeiten, u.a. Spesenritter, Anna Marx – Bis daß der Tod euch scheidet und Der Laden (1998, Regie Jo Baier).


[ 3 ] Entstehung


Die Idee zu Berlin is in Germany entstand 1998. Über eine Bekannte bei der Freien Hilfe e.V., einem Verein für die Betreuung von Haftentlassenen in Berlin, erfuhr Hannes Stöhr von einem Mann, der mit seinem alten DDR-Personalausweis bei der Freien Hilfe ankam und um Hilfe nachsuchte. Mauerfall und Wiedervereinigung hatte er im Gefängnis erlebt, Freigang nur in Brandenburg gehabt – nun kam er in ein vereintes Berlin, das ihm nur aus dem Fernsehen bekannt war.
„Meine Faszination an der Figur ist immer geblieben. Die absurde, clowneske Situation, elf Wendejahre im Knast erlebt zu haben und die Außenwelt nur noch über den Fernseher zu kennen, ist immer geblieben. Nur einer wie Martin Schulz kann nach Berlin kommen und die Veränderungen der letzten Jahre mit naiven Augen wahrnehmen. Er wirkt auf die Stadt sozusagen wie ein Spiegel, er macht die Veränderungen sichtbar, die wir alle erlebt haben. Berlin verkörpert diese Veränderung wie kein anderer Ort. Dazu kommt, daß der Haftentlassene eine Art ‘Urfigur’ ist, die von ihrer Natur her schon ‘bigger than life’ ist. Er muß immer wieder von vorne anfangen, das Wesen des Lebens als Veränderung anerkennen. Daher rührt sein universeller Charakter.“
Dank der Kontake der Freien Hilfe konnte Hannes Stöhr die seit DDR-Zeiten einsitzenden Inhaftierten in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg besuchen. Von der Idee, einen authentischen Fall zu erzählen, kam er bei dieser Recherche wieder ab. „Die Geschichten dieser Männer hatten mit Komödie nicht viel zu tun, sondern waren an Tragik oft nicht zu überbieten“, erinnert sich Stöhr. „Ich habe versucht, den Blickwinkel der Geschichte so zu wählen, daß man die komische Seite der Figur erzählt, ohne die Tragik unter den Tisch fallen zu lassen.“ Aus dieser Grundidee entstand 1999 Hannes Stöhrs Kurzfilm ‘Berlin is in Germany’, der auf zahlreichen Festivals zu sehen war und den Kurzfilm-Preis auf dem Filmfest Potsdam gewann. Durch den Erfolg des Kurzfilms wurden etliche Produktionsfirmen und Sender auf den Stoff aufmerksam, an dessen Spielfilmfassung Hannes Stöhr zu dieser Zeit bereits arbeitete.
Realisiert wurde die Produktion in Zusammenarbeit der Luna Film Produktion mit dem Kleinen Fernsehspiel des ZDF – später kam im Rahmen der gemeinsam initiierten Programmwerkstatt Ostwind der ORB dazu – und der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, für die Stöhr mit Berlin is in Germany seinen Abschlußfilm vorbereitete. „Bei Annedore von Donop vom Kleinen Fernsehspiel habe ich von Anfang an ihr Interesse, ihre Aufmerksamkeit für die Geschichte gespürt, das war für mich ausschlaggebend. Ich verstehe mich als storyteller, die Geschichte und der Zugang zur Geschichte sind für mich ausschlaggebend – so habe ich später auch das Team zusammengestellt.“
„Die Grundstruktur der Geschichte ist realistisch; Ein Langstrafer kommt aus dem Knast und will neu anfangen. Draußen geht es hart zu, und es ist nicht einfach, sich zurecht zu finden. Am Ende ist der einzige, der ihn versteht und ihm unter die Arme greift, ein Knastkumpel. Im echten Leben finden solche Geschichten dauernd statt, man muß nur den Geschichten der Bewährungshelferinnen zuhören. Und diese Geschichten gehen selten gut aus. Unsere Entscheidung war, in der Geschichte vom authentischen Fall wegzugehen: dann wird der Kuß möglich, der Kuß und die Hoffnung. Es muß für mich immer etwas Optimistisches, etwas Hoffnungsvolles geben. Wer immer nur das Schlechte sieht, wird Böse, wer immer nur das Gute sieht, wird dumm – das hat Kästner gesagt, und es drückt meine Weltsicht ganz gut aus. Außerdem gibt es nichts Schöneres als Filme über die Liebe.“
Für die Drehbuchfassung des Spielfilms recherchierte Stöhr intensiv die Behandlung von Tötungsdelikten in der DDR und die juristische Problematik bei der anschließenden Revision durch die Westjustiz. Mit Hilfe von Professor Klaus Marxen von der Berliner Humboldt Universität und Gesprächen mit Juristen, die die DDR-Strafrechtsurteile überprüft hatten, gelang es, einentheoretisch möglichen Fall für die Geschichte von Berlin is in Germany zu konstruieren. „Ich behaupte im Film nichts Falsches, was den juristischen Fall von Martin Schulz betrifft. Die Frage nach dem tatsächlichen Tatverlauf bleibt offen. Wie will ich das beurteilen? Ich persönlich glaube Martins Version vom Unfall, aber ich kann die Frage nicht abschließend beantworten. Vielleicht war es auch anders, und er hat den Hausbuchverwalter vorsätzlich umgebracht, wie es das medizinische Gutachten nahelegt.“ In diesem Zusammenhang war es interessant festzustellen, daß mit Ausnahme der politischen Fälle die Polizeiprotokolle und gerichtsmedizinischen Gutachten der DDR als fast durchgängig einwandfrei bewertet wurden.
„Ich habe dem Sohn einer Nachbarin in Ostberlin einmal bei den Englisch-Aufgaben geholfen. Sein Geburtstag war ausgerechnet der 9. Nobember, und er hieß Rokko. In seinem Arbeitsheft stand genau dieser Satz: ‘I am a boy from Berlin. Berlin is in Germany’. Das hat mich fasziniert, die Selbstverständlichkeit, mit der er das geschrieben hat, obwohl es vor ein paar Jahren noch ganz anders hätte heißen müssen... ‘I am a boy from East Berlin’, je nachdem. Für jemanden wie Martin Schulz ist das auch im Jahr 2000 noch neu, er kennt es aus dem Fernsehen, aber er muß es erst begreifen. ‘Berlin is in Germany’ ist kein Film über Ost-West, sondern ein Film über Berlin heute, ein Film über die Leute vor meiner Haustür.“
Die sorgfältige Recherche lieferte den realistischen Hintergrund für eine Geschichte, die durchaus märchenhafte Züge tragen sollte. Dieses Konzept beschreibt Stöhr als ‘märchenhaften Realismus’. „Wir sind von den konkreten Figuren ausgegangen und haben uns dann bemüht, sie dramaturgisch zu überhöhen, ihnen eine Art Urfigur zuzuordnen. Ich wollte wissen, welche dramaturgische Funktion, welche Beziehung zu, Helden die einzelnen Figuren haben. Clown, Engel, Mephisto, wobei man das nicht schematisch sehen darf, es geht mehr um das Wissen, daß hinter den Figuren Archetypen stehen.“ Die Entwicklung der Figuren und der Geschichte stützte sich dabei immer wieder auf konkrete Erfahrungen mit Menschen und Situationen. So entspricht die Anfangsszene des Films, in der der Gefängniswärter vom Fall der Mauer durch den Lärm der Gefangenen erfährt, der tatsächlichen Situation im November 1989. Die Figur des fest im Ostberliner Umfeld verankerten Kubaners Enrique verdankt sich dem Umstand, daß Hannes Stöhr eine Zeit lang in einer WG mit Kubanern gelebt hat. „Da passieren dann solche Sachen, daß zwei Kubaner zu Besuch kommen, mit astreinem Ostberliner Dialekt, und anfangen, Skat zu spielen, mit allen Sprüchen, die dazugehören: ‘Nur durch Opfer wurde Preußen groß’ und solche Sachen. Das sind Szenen, die man sich vom Leben abschaut, die erfindet man nicht.“
„Ich denke, es trifft zu, was Hemingway über eine gute Geschichte gesagt hat, daß sie wie ein Eisberg ist: ein Siebtel über der Oberfläche, sechs Siebtel darunter. So haben wir versucht, auf allen Ebenen zu arbeiten, bei der Entwicklung der Figuren, bei der Geschichte, in der Bildgestaltung und später im Schnitt: immer mehr zu erzählen als das, was zu sehen ist.“
Von Anfang an war Berlin is in Germany als Kinofilm für die große Leinwand gedacht. In die letzte Phase der Drehbuchentwicklung fiel die Aufgabe, es so zu verdichten, daß es mit dem knappen Produktionsbudget von 1,5 Millionen DM, für das die Filmboard Berlin-Brandenburg mit ihrer Förderzusage die Finanzierung schloß, tatsächlich verwirklicht werden konnte. Für die Besetzung ließen sich Hannes Stöhr und seine Casting-Agentin Karen Wendland viel Zeit, wobei mit Jörg Schüttauf und Julia Jäger die Wunschkandidaten für die Hauptrollen zusagten.
„Jörg Schüttauf hat eine unglaubliche Schauspielerintelligenz. Was mich von Anfang an fasziniert hat, war, wie er sich der Rolle genähert hat, aus dem Bauch heraus. Er erfaßt Situationen emotional. Dazu kommen seine handwerkliche Professionalität und Präzision. Er fordert mit einer wunderbaren, kreativen Skepsis vom Regisseur die dramaturgischen und technischen Vorgaben ein, dann lotet er jede Szene aufs Neue aus. Er hat ein unglaubliches Kameragefühl, er weiß, wo die Kamera steht und wie sie ihn aufnimmt.“ Ebenso wie Jörg Schüttauf teilte Julia Jäger die Begeisterung für die Geschichte. „Was mich an ihr fasziniert, ist das Geheimnis ihres Gesichts, ihres Ausdrucks – und ihre Natürlichkeit. Die Rolle der Manuela brauchte dieses Geheimnis. Der Zuschauer fragt sich, was passiert da, warum schlägt sie Martin Schulz nicht die Tür vor der Nase zu, warum holt sie ihn zurück? Julia Jäger ist eine sehr kluge, starke Frau, mit einer unglaublichen Wandlungsfähigkeit. Und sie hat ebenso wie Jörg Schüttauf die besondere Gabe, Situationen zu erfühlen, diese besondere Schauspielerintelligenz."
„Der Komödiant ist für mich der Urtyp des Schauspielers. Schauspieler wie Toto, Roberto Benigni, Depardieu und Jörg Schüttauf sind im Grund alle Komödianten, auch von ihrer Lebenshaltung her. Wahrscheinlich ist es kein Zufall, daß einige aus dem Team einen ähnlichen Hintergrund haben. Florian Appl, unser Komponist, ist Mitbegründer des Musiktheaters Gosh und hat die Erfahrung von mehr als 1000 Bühnenshow, so jemand ist es gewohnt, das Publikum und die unmittelbare Wirkung immer mitzudenken. Oder Tom Jahn, der beim Theater des Lachens ist.“
Das knappe Budget stellte das junge Team vor große Aufgaben, wobei es sich als hilfreich erwies, daß Hannes Stöhr mit etlichen Teammitgliedern wie Florian Hoffmeister, Produktionsleiterin Meike Kordes, Tonmann Christoph Engelke oder der Cutterin Anne Fabini schon früher zusammen gearbeitet hatte. Für den Dreh standen nur 28 Drehtage zur Verfügung, dazu sah das Konzept als unverzichtbaren Bestandteil vor, immer wieder an Originalschauplätzen zu drehen – für die es, wie im Fall des Hochsicherheitsgefängnisses Brandenburg, fast unmöglich war, Drehgenehmigungen zu bekommen oder die besonderen Aufwand und Sorgfalt verlangten, wie die Aufnahmen in der Straßenbahn, der U- und S-Bahn oder dem Fernsehturm. Der entscheidende Punkt für das Gelingen war für Hannes Stöhr der Drehplan, den er mit Regieassistent Mirko Borscht, Florian Hoffmeister und Meike Kordes gemeinsam erarbeitete. „Im Drehplan steckt die wesentliche kreative Entscheidung beim Filmen: wieviel Zeit man einer Szene gibt. Zusätzlich haben wir mit einem sehr sorgfältigen Storyboard gearbeitet, so daß wir zum Drehbeginn eine genaue Vorstellung und eine klare Struktur am Set hatten. Entscheidend war dann, daß das ganze Team von Anfang bis Ende unglaublich diszipliniert gearbeitet hat – wodurch wir übrigens gleich das Vertrauen von so erfahrenen Leuten wie Jörg Schüttauf und Julia Jäger gewonnen haben, die dann selbst zur Lokomotive am Set wurden. Beide waren mit ihren Ideen, ihrer Ausstrahlung und ihrer Erfahrung voll bei der Sache, was alle zusätzlich motiviert hat."
Bei vielen Außenaufnahmen in der Stadt half die Erfahrung Hannes Stöhrs als Dokumentarfilmer. Gedreht wurde dabei oft mit kleinem Team, die Kamera arbeitete mit langen Brennweiten, so daß die Kinohandlung sich in den normalen, zufälligen Alltag der Stadt einfügt. Die Szene, in der Jörg Schüttauf den Alexanderplatz überquert, scheiterte im ersten take daran, daß er von einer Autogrammjägerin angehalten wurde, die ihn fragte, ob er sich gerade ein Fernsehgerät gekauft habe.
„Was Vorbilder angeht, bin ich ein bißchen wie ein Germüsegarten. Ken Loach, Mike Leigh, in Deutschland Andreas Dresen oder Wolfgang Becker beeindrucken mich durch ihre Art, mit dem Realismus umzugehen. Oder Roberto Rosselini. ‘Dov’è la libertà?’ ist einer der besten Knastfilme. Aber ich könnte jetzt noch viel mehr Namen nennen, die in eine ganz andere Richtung gehen. Ich bin kein Vorbilder Typ. Ich glaube, für mich ist etwas ganz anderes wichtig. Ich habe lange als Jongleur gearbeitet und Strassentheater gemacht, und ich hatte schon immer ein Faible für den direkten Kontakt mit dem Publikum, die Unmittelbarkeit, den Zirkus letztlich. Wenn ich am Buch schreibe, dann ist das Publikum mit dabei. Oder anders gesagt, ich fühle mich als der erste Zuschauer, und der Film soll mir gefallen. Wenn das passiert, hoffe ich, daß es anderen auch so geht.“
Auch in der filmischen Umsetzung war das Konzept des ‘märchenhaften Realismus’ der Ausgangspunkt: „ Florian Hoffmeister und ich haben versucht, diese Tonart der Geschichte in Bildern auszudrücken. Die Frage ist immer, ob die Form zur Geschichte paßt oder nicht. Wenn wir Berlin is in Germany dogmamäßig gedreht hätten, hätte unsere Geschichte nicht funktioniert. Wir wollten Bilder finden, die die Möglichkeit zur Überhöhung beinhalten, die in gewisser Weise bigger than life sind. Am Anfang des Films, bei Martins Heimkehr, arbeiten wir viel mit Subjektiven. Man sieht die Welt aus seiner Sicht. Im Verlauf der Geschichte gibt es zunehmend Großaufnahmen, die dichteste Form der Überhöhung auf der Bildebene. Dazu ist über den ganzen Film das Element der Bewegung entscheiden: Tram, Zug, Taxi, Ubahnfahrten, alles bewegt sich, verändert sich.“
Noch während der Dreharbeiten begann Anne Fabini mit dem Vorschnitt, wobei das sorgfältig aufgelöste Drehbuch und das Storyboard der Bezugspunkt waren. Regie und Kamera hatten so die Möglichkeit hatten, die Aufnahmen im Zusammenhang des Schnitts zu überprüfen. Die intensive Arbeit an der Montage begann Mitte Juli 2000, direkt nach Abschluß der Dreharbeiten. „Die Arbeit mit Anne Fabini war großartig“, erzählt Hannes Stöhr. „Sie hat ein unglaubliches Rhythmusgefühl und verfügt über die gesamte Palette der Postproduktionstechnik. Vor allem aber versteht sie viel von Geschichten, sie begibt sich in die Geschichten hinein.“
Ende September 2000 war der Schnitt abgeschlossen. Zeitgleich beendete Florian Appl, der seit Produktionsbeginn mit dabei war und dessen musikalische Ideen schon beim Drehen eine Rolle gespielt hatten, die Komposition der Filmmusik. Im Oktober folgte dann die Musikeinspielung des Studioorchesters Babelsberg unter der Leitung von Bernd Wefelmeyer und das Sounddesign, im November die Mischung – ein Zeitplan, wie er knapper kaum hätte sein können. Seine Uraufführung erlebte Berlin is in Germany im Panorama-Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2001, wo er den Panorama-Publikumspreis gewann. Seitdem wurde er auf zahlreiche internationale Filmfestivals rund um die Welt eingeladen.
„Bei allen internationalen Aufführungen, bei denen ich dabei war, war die Neugier zu spüren. Die Leute wollten sehen, wie es in Deutschland ist, was sich verändert hat. Natürlich werden überall andere Schwerpunkte gesetzt. In Moskau kennen die Leute die Situation der Veränderung selbst sehr gut, und die meisten Lacher gibt es, wenn Martin Schulz über die russischen Schriftsteller spricht. Interessant war Jerusalem, wo viele ältere, deutschstämmige Zuschauer da waren, die mich nach den literarischen Bezügen des Films gefragt haben, Falladas ‘Wer einmal aus dem Blechnapf fraß’ oder ‘Berlin Alexanderplatz’ von Döblin – diese Fragen habe ich in Berlin nicht gehört, die wurden in Jerusalem gestellt. Was sich überall vermittelte, war das grundlegende Thema des Films: die Veränderung, das Neu-Anfangen-Müssen. Das ist das Spannende für mich. Ich will im Film nicht sagen: So und so ist es. Ich will Raum dafür lassen, daß sich jeder Zuschauer seine eigene Geschichte erzählen kann."

(Alle Zitate von Hannes Stöhr)


[ 4 ] Kontakt zur Produktionsfirma, Vertreiber & Co


_VERLEIH

Piffl Medien GmbH
Boxhagener Str. 18, 10245 Berlin
Mail: office@pifflmedien.de
Page: www.pifflmedien.de

_PRESSEBETREUUNG

Arne Höhne Presse + Öffentlichkeit Berlin
Boxhagener Str. 18, 10245 Berlin
Mail: info@hoehnepresse.de
Page: www.hoehnepresse.de

_PRODUKTION

Luna-Film GmbH
Waldenserstr. 34, 10551 Berlin
Mail: lunafilm@compuserve.de

_WORLD SALES

Media Luna Entertainment
Hochstadenstr. 1-3, 50674 Köln
Mail: info@medialuna-entertainment.de
Page: www.medialuna-entertainment.de

_OSTWIND

(Programmwerkstatt von ORB und ZDF/Das Kleine Fernsehspiel)
GS Communications
Reichenbergerstr. 116, 10999 Berlin
Mail: gscommunic@t-online.de

_SONSTIGE LINKS

www.sonidotres.com (Titelsong ’El pobre tipo)
www.freiegilfe-berlin.de


[ 5 ] Pressestimmen


_JOURNAL FRANKFURT:

„Eine Kluge Tragikkomödie, ein wunderbar sensibler Film [...] Man sollte sich diesen Film schon allein wegen Jörg Schüttauf ansehen. Weltklasse. Aber auch, um danach aus tiefster Überzeugung sagen zu können, endlich mal wieder einen deutschen Film gesehen zu haben, der richtig gut war.“

_DER SPIEGEL

„Präzise und lakonisch, amüsant und temporeich, voller Romantik und Hoffnung."

_BERLINER ZEITUNG

„Komisch, traurig, sentimental, dokumentarisch und märchenhaft... Jörg Schüttauf spielt mit einer proletarischen Wucht und Verletzlichkeit, wie man es sonst nur aus dem englischen Kino kennt.“

_SPIEGEL ONLINE

„Eine sensible, zärtliche Geschichte... Jörg Schüttauf spielt den Martin, als kenne er ihn sein ganzes Leben lang. Sein Charme, seine Courage, sein durch nichts zu erschütterndes Weltvertrauen wirken wie Balsam.“

_JURY BEGRÜNDUNG: ERSTER PREIS, STUDIO HAMBURG NACHWUCHSPEIS

„Berlin is in Germany’ besticht in seiner Authentizität. Ohne Larmoyanz und fern jeden Klischees..., in seiner ästhetischen und dramaturgischen Umsetzung ausgereift, intelligent, anrührend und höchst unterhaltsam. Die Leistungen des Schauspieler-Ensembles sind hervorragend. Die Emotionen der Protagonisten stimmen und treffen mitten ins Herz.“

_CINEMA

„Tipp der Woche! ... Sensibel verbindet Hannes Stöhr einen fast dokumentarischen Realismus und große Gefühle, die die brillanten Darsteller (fantastisch: Jörg Schüttauf) wohl zu dosieren wissen. Auf der diesjährigen Berlinale waren sich Ossis und Wessis deswegen endlich einmal einig: Berlin is in Germany' erhielt den Panorama-Publikumspreis."


[ 6 ] Fazit


Meiner Meinung ist „Berlin is in Germany“ ein grandioser Film, der auch 11 Jahre nach der Wende immer noch zeigt wie aktuell das Thema ist. Es ist ein Film der die deutsche, nicht die ostdeutsche sondern die gesamtdeutsche Geschichte in persönlichen Teilen auf ein Drama projiziert und damit nochmals auf die Ereignisse in Deutschland und in Berlin deutlich macht. Eigentlich bleibt nur zu sagen, seht euch den Film, er ist nicht nur interessant und in Teilen komisch, er erinnert an früher und regt zum denken an. Seht und Denkt und handelt dementsprechend und denkt nicht nach der Herkunft. Schönen Tag noch und denkt dran nicht nur Berlin ist in Deutschland auch Deutschland ist in Berlin.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
katapult

katapult

12.12.2001 17:05

Das istschon ganz schön dreist, einfach nur das komplette Presseheft zum Film abzuschreiben. Die einzigen Textpassagen, Die von Dir stammen, sind die kurze Einleitung und das kurze Fazit. Mit der Idee von Ciao hat das nichts zu tun. Und deshalb gibt es ein "nicht hilfreich".

walkers

walkers

19.11.2001 18:58

wollte mir ihn eigentl. im kino anschauen. leidre verpasst. wohl dann auf video.

KathaW87

KathaW87

18.11.2001 19:07

hi! Ich nochmal ich wollte noch was sagen! Ich habe den Film leider noch nicht gesehen, aber ich werde ihn mir au jeden Fall anschauen! Gruß, Katha!

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