Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Super Strecke |
| Kontra: |
Afterhour - Party nicht vorhanden |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Ich habe erst vor zwei Monaten zu laufen begonnen, und mein erstes Ziel war es, den Berliner Nachtlauf über 10 km zu bestreiten. Also weniger ein Rekordversuch, sondern durchhalten und dabeisein war meine Devise. (Im Hinterkopf hatte ich, zur Not auf die FunRun-Distanz über 5 km ausweichen zu können.)
Damit war ich absolut nicht allein - zahlreiche private Lauftreffs, teilweise in witzig designten Dressen, vertraten das selbe Motto.
Die Anmeldung über den Postweg fand ich etwas veraltet - wenn schon alle Infos auf einer website zu finden sind, warum dann keine Anmeldung per email und Kreditkarte? - aber auch das klappte problemlos, wie auch das restliche Organisatorische (Abholung der Startnummern, organisiertes Warm-up).
Die Strecke selbst war ein Traum - schnurgerade auf Asphalt in der Ebene, so liebe ich es. Dabei hatte ich mich noch extra mit Hügelläufen auf eventuelle Steigungen vorbereitet - glücklicherweise umsonst.
Auch die Organisation rund um den Lauf war top - ich hätte gar nicht ungesehen umkippen können, so viele Sanis fuhren die Strecke ab, und auch die Polizisten an den Streckenabsperrungen machten auf mich einen positiven Eindruck. Eine tolle Idee waren die Duschen zum Durchlaufen mitten auf der Strecke, weniger gut die Idee mit der Trinkwasserausgabe auf der Strecke - schliesslich musste man sich dann etwa hundert Meter weit seinen Weg durch die auf der Strecke weggeworfenen Plastikbecher bahnen.
Super hingegen die Stimmung sowohl unter den Läufern als auch im Publikum, besonders gefallen haben mir die beiden Rhytmusgruppen, die mit Trommeln und verschiedenen Percussion-Instrumenten die Läufer bei Laune hielten und anspornten. Auch von den Zuschauern hörte ich immer wieder Applaus und aufmunternde Zurufe, was wirklich sehr motivierend war.
Nach dem Lauf war ich dermassen endorphingeladen, dass ich am liebsten auf der Stelle Party gemacht hätte - die Infrastruktur (Radio-Bühne und Soundanlage) wären ja vorhanden gewesen, allerdings verging mir angesichts der Plattenauswahl (Anton aus Tirol, der peinlichste Österreich-Export seit Jörg Haider) das Tanzen doch gründlich. Dem Rest offenbar auch, etwa eine halbe Stunde nachdem die letzten Läufer das Ziel erreicht hatten, waren die T-Shirt-Stände abgebaut und hatte sich die Menge verlaufen. Schade eigentlich!
Fazit: ein tolles Erlebnis in einer faszinierenden Stadt - nur die "Afterhour" hätte länger dauern sollen!
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Bewertung für Berliner Nachtlauf von
gringo-dracula
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24.08.2000
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