~~ König Bier und gute Musik ~~
19.11.2004
Pro:
preisgünstig und nicht zu voll , dennoch sehr gutes Programm und hochbekannte Namen auf den Bühnen
Kontra:
eigentlich nichts
Empfehlenswert:
Ja
 TERA-HGW
Über sich:
Musiktipp: Hellsongs - Hymns in the Key of 666 | Schaut bald wieder vorbei, genaue Themen noch nicht...
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Grüße! Ich als leidenschaftlicher Musikfreund , Konzertgänger und Festivalbesucher lasse mich natürlich von niemandem davon abhalten euch , meinen treuen Lesern , von der Geburtsstätte meines enormen Livemusikinteresses zu berichten. Bei eben umschriebenen handelt es sich um kein geringeres als das BERLINOVA-Festival.Höchstwahrscheinlich werden viele von euch das Berlinova noch nicht wirklich kennen , höchstens mal was davon gehört haben . Dennoch will ich behaupten , dass es sich mit einer Besucherzahl , die sich im knappen 20.000er Bereich befinden könnte und mit Acts wie NOFX , Black Eyed Peas , Motörhead , Gentleman , Seeed , Sick of it all , 2raumwohnung , Millencolin , und vielen mehr , doch langsam aber sicher an die wirklich großen rantastet. Langsam aber sicher? Ganze 2 Male fand es bisher statt und dann schon solche Namen? Respekt , wenn das nicht in 5 bis 10 Jahren mal Rock am Ring / im Park Verhältnisse annimmt ... Kommen wir also zu den allgemeinen Daten des Festivals. Es findet alljährlich in der zweiten Juniwoche in Luckau auf dem MZA-Gelände (ehemals Flugplatz) statt. Das Gelände erstreckt länglicher Form. Parken und Campen ist klar getrennt , ein Wohnwagenparkplatz steht selbstverständlich auch zur Verfügung. Am Kopf des Geländes befindet sich das eigentliche Festivalgelände , welches von Jahr zu Jahr unterschiedlich bebaut ist (z.B.: 2003 - 2 Bühnen direkt nebeneinander mit flüssig wechselnden Auftritten , genannt "Twin-Stage". 2004 - 4 Bühnen , eine Hauptbühne , eine Nebenbühne , eine in einem Zelt und das Elektric Kingdom wo nachts die Techno- und Elektrofreunde unter uns immer gut bedient worden sind. 2005 - bestimmt wieder ganz anders ...). Fress- und Saufbuden , wie die Imbissstände , die für die Nahrungsaufnahme gedacht sind heutzutage im Festivalslang genannt werden , sind ebenfalls reichlich vorhanden. Wenn ihr also im Verlaufe des Festivals jemand die Beine hoch macht dann liegt es wohl nicht an mangelnder Nahrungszufuhr. Zusätzlich hat das Berlinova immer irgendwelche Specials auf Lager wie zum Beispiel 2003 eine RedBull-Halfpipe für Skater , ein "11Freunde" Fußballturnier und vieles mehr.Die Ticketpreise liegen je nach dem wann und wo man sie kauft zwischen sehr preiswerten 35 bis 55€. In diesem Preis sind Zeltplatzgebühr , Parken u.ähnl. Nebenkosten schon mit drin. Einerseits positiv , weil man nicht vor Ort noch mal zusätzlich zahlen muss , andererseits ein bisschen ungünstig , da ja nicht unbedingt jeder sein Auto auf dem dafür vorgesehenen Gelände parkt. Außerdem zahlt ein mit fünf Mann besetztes Auto dann ja indirekt 5 Mal die Parkgebühr. Abgesehen davon kommt man auch ohne Karte auf den Park- und Campingplatz.
Bilder von Berlinova Festival (Luckau) - Konzertberichte
Ausschließlich für das Festivalgelände an sich - ja , da wo die Bühnen , Merchandise- und Promotionstände rumstehen - benötigt man eine Karte die man vorher jedoch in das für das Jahr aktuelle Festivalarmband an dem dafür vorgesehenen Stand umgetauscht haben sollte.Im ersten Berlinovajahr schien der Veranstalter mehr auf Sicherheit als Spaß gesetzt zu haben. Möglicherweise ist das der Grund warum die Securitys im Jahr 2003 extrem schlecht waren. Immer schlecht drauf , nur am meckern , Beleidigungen und Drohungen fliegen über den Zeltplatz - das muss echt nicht sein. So was macht ein Festival natürlich ziemlich kaputt , folgerichtig: Massenhaft Beschwerden und ähnliches kam auf die Berlinova-verantwortlichen zu und es hat sich gelohnt. Im Jahr 2004 waren die Securitys so was von dermaßen locker und entspannt , mit denen hätte man in einer ruhigen Minute vermutlich sogar ein Bierchen oder zwei trinken können. Größtenteils Menschen wie du und ich , nur teilweise noch 3x3 Meter Muskelschränke - muss ja auch sein , falls mal was passiert und direkt vor der Bühne wird doch hin und wieder etwas kraft gebraucht wenn sich ein 150kg Mann sich raus tragen lassen möchte. Sollten die Sicherheitsmänner beim nächsten Berlinova wieder so werden wie im Juni 2004 wird es wohl diesbezüglich nichts zu meckern geben. Ein schönes Beispiel noch: Nach Motörhead war ich total kaputt und hatte Durst. In meiner Not fragte ich einen der Securitys freundlich ob ich wohl evtl. was zu trinken haben könnte. Er warf mir seine 0,5L-Mineralwasserflasche zu und meinte ich kann sie behalten - so muss das sein.Kommen wir nun zum Hauptproblem bei Veranstaltungen dieser Art - die Toiletten. Hierzu kann ich leider nicht so sehr viel sagen , da ich bisher auf dem Berlinova nie eine solche Einrichtung besucht habe. Wasserlassen geht auch im anliegenden Waldstreifen bzw. auf dem Hügel davor und kacken muss ich auf Festivals sowieso nicht. Dazu ist die Nahrungsaufnahme zu sehr eingeschränkt - aber wie dem auch sei , zurück zu den Toiletten. Diese stehen bzw. standen bisher immer an der "Hauptstraße" sowie auf dem Festivalgelände an sich. Ich würde die Anzahl mal grob auf 50 schätzen inklusive Behindertentoilette(n). Mitten in der prallen Junisonne macht sich nach ca. einem Tag schon ein unangenehmer Duft breit. Dass die hygienischen Zustände nicht ins Unmessbare abfallen kam in regelmäßigen der so genannte "Kackedieb" vorbei und befreite die Klos von den Verdauungsabfallprodukten der Besucher (kleine Erläuterung: Der "Kackedieb" ist das Pumpfahrzeug bzw. der Zuständige für dieses der sich darum kümmert , dass der Campingplatz nicht untergeht. Spontane Wortschöpfung von König Bier und mir , dazu aber später mehr). Die Toiletten sind ganz klar das Hauptproblem bei Festivals und so wird das auch immer bleiben , deshalb sollte man sich damit abfinden , dass die Klobrille an einigen stellen schon bräunliche Rückstände aufweist oder leicht angefeuchtet ist. Meinen bisherigen Erfahrungen nach zu urteilen ist das Berlinova auf jeden Fall ein Besuch wert. Der Zeltplatz weißt zwar hier und da einige kleinere Hügelchen und Löcher auf , aber das ist halb so wild wenn man sein Zelt an einer guten Stelle platziert. Da die Veranstaltung noch keine übergroßen Ausmaße angenommen hat , sind die Fußwege von A nach Z über das komplette Areal eigentlich unproblematisch und in verhältnismäßig kurzer Zeit zu bewältigen. Mit dem Wetter haben wir in den 2 Jahren auch Glück gehabt , wobei die Premiere 2003 nicht zu toppen ist und wohl auch nicht mehr getoppt wird. Ausschließlich strahlend blauer Himmel , Sonne von früh bis spät und Temperaturen an die man normalerweise denkt wenn man das Wort "Sommer" hört. 2004 regnete es sich zwischenzeitlich zwar mal etwas ab , aber das war auch nicht das Problem. Das Programm glich alles aus. Am Freitagabend ging es direkt knackig mit 2 Specialguests los - Alternative Allstars und 4LYN surften an die Maschinen , nachdem das Emergenza-Bandcontest-Finale mit ca. 2-3 Stunden Verspätung gelaufen war. So kam es dann auch , dass 4Lyn , die live ja so richtig heftig rocken , erst um etwa 3:30Uhr fertig waren. Im eben bereits angesprochenen Regen und bei 10°C ging’s dann für mich oben ohne zurück zum Zelt , wo ich dann fast nackt und ohne Schlafsack oder Decke nächtigen musste , da sich meine werten Freunde sich das Zeug zum Zwecke des Entspannungsschlafes bereits geschnappt hatten (Dank geht raus an den Gesundheitsgott , der , falls es ihn geben sollte , mich vor schlimmeren Folgen für das Wochenende verschont hat). So stieg ich also am Samstag schön ausgeschlafen um kurz nach 11 aus meinem Nachtquartier und hab erstmal gefrühstückt. Nach einem Schokocremebrötchen ging’s mir gut wie selten und so hab ich mir die Folgezeit erstmal mit Chillen am Zelt mit Freunden und Bekannten vertrieben. Zwischenzeitlich ging’s dann mal ab zum Hühnchen futtern und Tischfußball zocken (T-Online war mit 4 Tischen vor Ort). Neben Millencolin und Kool Savas (die beide zu meinen persönlichen Höhepunkten zählen ; jederzeit gerne wieder live) spielten dann am späteren Samstagnachmittag auch noch die Sportfreunde Stiller , die den Sick Of It All- (offizieller Hauptact) und 2raumwohung-Abend eingeleitet haben. Zu gesetzter Stunde ging es für uns dann noch ein wenig auf Tour übers Gelände um ein wenig Spaß zu haben. Neue Bekanntschaften wurden geschlossen , was ja auf Festivals zumeist relativ locker geht , "Helga!" wurde gebrüllt. Außerdem gab es noch gut was zu feiern als meine Zeltplatznachbarn Bandnamen eingedeutscht bzw. deutsch ausgesprochen haben. Was sich da bei Bands wie Lagwagon , Beatsteaks und Mad Caddies so feines ergeben kann ist sensationell und nahezu hinsichtlich des Spaßfaktors nicht mehr zu überbieten. Mir ist klar , dass ihr darüber höchstens leise schmunzeln könnt , aber solche Insiderwitze ergeben sich halt und wenn es soweit ist steht einer munteren Nacht nichts mehr im Wege.Der Sonntag brach also an und nach einer Nacht in meinem Schlafsack , wer hätte das gedacht , hüpfte ich also wieder zum entspannten frühstücken ca. 20Meter weiter zu einem Kumpel - Schokobrötchen - lecker lecker. Gegen Mittag , nachdem sich gut 100 Leute am spontanen Limbotanzwettbewerb beteiligt hatten , kam der vorhin bereits angesprochene König Bier inklusive seiner Diener Moses und dem Royalen Hooligan ins Spiel und das war lustig sag ich euch. Nichts geht über besoffene Festivaller mit dummen Ideen die anderen zu unterhalten. So forderte er sitzend auf einem klapprigen Campingstuhl und mit einer Six-Pack-Bierflaschen-Pappe auf dem Kopf , die eine Krone darstellen sollte (was auch unschwer zu erkennen war) , mitten auf der "Hauptstraße" Respekt und Anerkennung für sich vom niederen Volke. Geschenke und Gaben sollten erbracht werden und die ließen nicht lange auf sich warten. Hier ein Eimer Senf mit Banane und Keksen , dort ein verbranntes Sandwichbrot mit Tabak , Zahnpasta und selbstverständlich Senf und der König und sein Anhang zogen sich alles rein was ging und da ging einiges (die Bananen inklusive Schale versteht sich). Nachdem wir unseren Beitrag mit dem von Moses so getauften königlichen Nektar , bestehend auf Tee , Orangensaft , Bier (was sonst) , Zahnpasta , Speichelflüssigkeit , alten Fruchtstücken die bereits in der Asche vom Lagerfeuer des Vorabends lagen , Nudelsuppenreste und weiteren etwas ekelhaften Dingen erbracht haben gab es in Sachen Abfeiern für uns kein halten mehr. Später noch der sturzbetrunkenen Distillers-Frontfrau und ihrer Truppe beim musizieren zugehört und zu Motörhead gefeiert war das Festival nach viel Spaß , Wasser und Action für uns gelaufen. Nach dem Abriss unseres Zeltes ging es dann ab nach Hause und auf direktem Wege erstmal unter die Dusche. Das war mal wieder ein Wochenende an welches man sich noch in Jahren zurückerinnern wird - vorausgesetzt man war dabei. Somit möchte ich kurz und knapp abschließend allen Musikfreunden deutschlandweit ans Herz legen sich doch bitte eine Karte für das Berlinova 2005 zu kaufen und hin zu kommen - es lohnt sich , das verspreche ich euch hier und jetzt. Beste Grüße >> Festival-Gork <<
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23.02.2008 15:30
Diese Band entsprechen eher nicht so meinem Geschmack.. ich würde lieber Mal zur M'era Luna oder zum WGT gehen :)
03.04.2005 16:32
Jaja der Gork ;) Denk morgen anne Grüße!!! ;) bye
30.01.2005 13:49
Lustiger Bericht, muss mir auch mal Festivals antun, normalerweise bevorzuge ich eher kleinste Hallen und nah an den Bands zu sein ;)