Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
nach mehrmaligem Anrufen klappt es dann doch, eventuell der Garantieservice |
| Kontra: |
unzuverlässig, der Chef persönlich, viele Baumängel, Schuldzuweisungen |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Guten Tag angehende Häuslebauer,
die Bauherren und –Frauen unter uns wissen, dass der Bau des eigenen Traumhauses nicht immer ohne Probleme verläuft. Zu viele Faktoren spielen bei der Planung und der Ausführung eine Rolle. Ob Banken, Maurer, Installateur oder Elektriker – Jeder Betrieb bringt zwar gesetzestreue Versprechen mit sich, im Nachhinein verbindet man die eigenen Leistungen jedoch im eigenen Stil. Auch wir haben nun seit anderthalb Jahren unser Traumhäuschen bezogen und so einiges während der Bauphase erleben dürfen. In der Stück für Stück erscheinenden Berichteserie „Wir bauen ein Haus“ möchten wir die involvierten Firmen ein wenig vorstellen. Vielleicht können wir dem einen oder anderen Bauwütigen hiermit bei der Wahl des richtigen Betriebes unterstützen. Im vierten Teil der Saga soll es um die Firma gehen, die uns für den Sanitärbereich angeheuert wurde...
Kennenlernen
Wer kennt sie nicht die Hilferufe der verzweifelten Häuslebauer, die auf RTLII und Co über die überirdischen Baumängel klagen? Herrje, wo sind die tüchtigen Handwerker denn geblieben? Wer (wie wir damals) sich für einen Hausbau entschieden hat und immer irgendwie mit diesem TV-Gejammere konfrontiert wird, der macht sich schon seine Gedanken: Werden auch wir mit solchen Mängel leben müssen? Bekommt das Haus überhaupt ein Dach? Ja, so war das damals. Und wenn ich heute so zurück blicke, dann waren diese Gedanken eigentlich gar nicht mal so weit hergeholt.
Da wir für den Bau unseres zukünftigen Eigenheims eine Baufirma engagiert hatten, mussten wir uns soweit keine Gedanken um die jeweiligen Handwerker machen. Man arbeitete dort seit Jahren mit kleineren Betrieben zusammen, die bisher nur Erfolge aufweisen können. Gut so, denn genau dies erspart uns das Gesuche nach Baupartnern und dem dazugehörigen Preisgefüge. Desweiteren hat man alles unter einem Dach, was das Vertrauen hinsichtlich der Auswahl sichtlich vorantreibt. Was möchte man mehr?
Eine dieser privaten Handwerksbetriebe ist die Firma „Bernd Elmers Sanitär- und Gasheizungstechnik“ mit dem Sitz im beschaulichen Örtchen Sauensiek. Wie der Name schon besagt, ist man hier auf Meisterleistungen bezüglich Klempner-und Heizungsarbeiten spezialisiert. Als kleines Familienunternehmen 1992 gegründet, setzt man seit 1999 neben dem Heizungsbau nun auch auf die die Kreation ganzer Badeinrichtungen, inklusive der Maler- und Fliesenarbeiten. Der heutige hochmoderne Firmensitz hat seine Grundmauern in einem kleinen Industriegebiet Nähe Sauensiek und beweist, dass man diese Arbeiten offensichtlich versteht. Anhand von diversen Schaubädern hat der Kunde im Vorwege die Möglichkeit, sich eventuelle Einrichtungen seines zukünftigen Nassbereiches anzuschauen.
Doch manchmal sind es die Details, die die bis dato so erfolgreich an uns vermittelten positiven Aspekte dieser Firma überschatten können. Kann man hier mit der sensationell gestalteten heimischen Ausstellung punkten, lässt man im persönlichen Bereich gewinnbringende Punkte verschwinden. So beim ersten Treffen.
Die Chefetage nimmt die Neukunden persönlich unter die Lupe. So ist es Frau Elmers, die uns recht höflich und zuvorkommend beim ersten Kennlerntermin im Ausstellungsraum begrüßt. Sogar ein Lächeln gibt’s gratis. Doch wir müssen warten, da ihr Mann leider noch nicht da wäre. Man involviert uns in ein erstes Gespräch. Nach einer knappen Stunde Wartezeit stromert auch der Herr des Hauses ein. Es ist ein knurriger Herr, unrasiert, von sofortiger Unsympathie gestraft, setzt er sich zu uns. Wir merken schnell, dass er es eilig, diesen Termin noch nicht einmal auf dem eigenen Zettel hat, er sozusagen von uns überrascht wurde. Auch seine Antworten, Empfehlungen und Richtlinien überzeugen kaum, wir müssen sehr oft nachhaken, warum, wieso und weshalb man diesen oder jenen Weg der Rohre einschlagen muss. Auch weitere Termine im Hause Elmers verlaufen ähnlich. Man drückt uns Kataloge in die Hand, die uns so gut wie gar nicht interessieren. Angebote werden erstellt, die Dinge enthalten, die wir abgelehnt oder gar nicht erst besprochen haben. Was ist da los?
Doch wir sind weiterhin guten Gemüts und lassen die Dinge laufen. Wir bereden alles doppelt und dreifach und lassen uns sämtliche Details in Form von Angeboten schriftlich bestätigen. Im Nachhinein sogar ein mehr als gut durchdachter Schachzug, den wir übrigens jedem hier empfehlen können. Somit habt ihr immer einen Beweis in den Händen, dass die eventuell falsch gelaufenen Arbeiten anders besprochen wurden. Desweiteren haben wir natürlich auch die Fünf-Jahres-Garantie unserer Baufirma, die im Übrigen auch die Beschwerden annimmt. Wieder ein Vorteil des Dach-In-Dach-Geschäfts.
Die Bauphase beginnt und auch Firma Elmers schickt ihre Leute zum Bau. Die Rohre müssen verlegt werden, mit den Maurern müssen Vergleiche angegangen werden und so weiter. Und so wächst unsere zukünftige bedachte Heimat gen Himmel. Langsam kann man erkennen, was wie aussehen wird. Aus einer Bleistift-Zeichnung entsteht ein Haus. Toll!
Bauarbeiten
Ganz so glücklich sind wir allerdings nicht, denn im Gäste-WC ist der Wasserkasten zwar (wie gewünscht) untermauert, dies jedoch auf einer Höhe, die das Fenster in keinster Weise öffnen lässt. Der Chef Bernd Elmers höchstpersönlich kommt auf die Baustelle, um das Problem zu begutachten. Mittlerweile ist es ein Problem, denn der Kasten ist eingemauert. Er stöhnt hin und her, mault etwas von „so abgesprochen“ und veranlasst knurrend den „Neubau“ des Wasserkastens.
Zwei Tage später entdecken wir, dass Rohre durch unser zukünftiges Wohnzimmer und der Küche laufen. „Das sind die Abwasserrohre von oben! Das geht nicht anders!“ Noch immer staunend gehen uns die beruhigenden Worte des Herrn Elmers durch den Kopf, die bei den ersten Besprechungen seinen Mund verließen: „Nein, die Rohre fallen nicht durch Küche und Wohnzimmer! Eventuell an der Außenwand, doch keinesfalls mitten im Raum!“ Doch genau dies ist hier der Fall. Man beschwichtigt uns, dass diese Rohre mit einem Kasten „umzäunt“ werden, was das sichtbare Problem immer noch nicht löst. „Tja, das geht nicht mehr rückgängig zu machen!“ Aja?!
Ein ähnliches „Rohrproblem“ entsteht im Hauswirtschaftsraum. Sicherlich brauchen Wassertank und Heizung ihre Rohre, erst recht, wenn Solarzellen im Spiel sind, doch wenn diese Kreuz und Quer im Raum verlaufen, unverdeckt und dies zukünftig auch noch so bleiben soll, dreh ich durch! Wohl kaum werde ich mich über falsch verlegte Rohre bemühen, wenn ich den hinteren Bereich des Raums erreichen möchte. Dieses Problem ist definitiv änderbar, egal wie fett die Dinger am Erdreich genietet wurden. Und wenn ein Panzer sie neu verlegen muss, so kann und wird es nicht bleiben! Die Mitarbeiter verweisen uns auf den Chef, Herrn Elmers, der wieder antanzen muss und mit effektiver schlechter Laune die Änderungen in Auftrag geben wird. Zur Info: So gut wie alle Rohre wurden anders verlegt wie eigentlich auf dem Bauplan angegeben.
Tage später gelange ich per Zufall wieder einmal in den Hauswirtschaftsraum. Zwei junge Gesellen der „Elmers-Sanitär“ am Ausgussbecken ab. Fasziniert schaue ich ihnen beim Fertigwerden zu. Ganz verstehen kann ich diese fertige Kunst allerdings nicht. So baute man das Waschbecken, laut Wunsch, mittig ein. Die Mischbatterie jedoch platzierte man „aus Platzgründen“ linker Hand, während der Abfluss rechterhand seinen Platz fand. „Man kann den Wasserhahn ja so drehen, dass er in das Becken läuft!“ Dem Humor des „Elmers-Gesellen“ kann ich kaum folgen. „Nein“ kann ich nur sagen, so geht das nicht. „Doch!“ widerspricht man mir, anders ginge es nicht, da die Tanks im Wege stehen. Auch hier muss wieder der Oberguru ranrauschen und die jeweiligen Änderungen in Auftrag geben. Die natürlich gehen! Natürlich passen Abfluss und Mischbatterie so zum Becken, dass sie zielgerichtet und mittig platziert sind.
Ähnliche Merkwürdigkeiten erreichen auch das Hauptbad. Hier monieren die Maurer, dass die von Elmers errechneten Maße wohl kaum mit der Wirklichkeit übereinstimmen können. Würde man den Innenbereich so mauern, würde die Duschwanne keinen Platz haben. Wir messen nach, konfrontieren Herrn Elmers damit, der den Fehler zugibt. Es ist zum Haarraufen!
Die Telekom naht. Man möchte schon mal die Rohre für die Leitungen legen. Auch die Buddelfirma möchte die Gasleitungen legen und anschließen. Beide haben ein Problem: Die unterirdisch, bereits verlegten Hauptrohre der Firma „Elmers“ arrangieren sich nicht im Geringsten mit den benötigten Anschlussmaßen. Es ist zum Verrücktwerden! Diese Firma raubt uns noch den letzten Nerv. Man kann dieses Manko irgendwie beheben, doch dies ist natürlich mit Zusatzkosten verbunden. Da sich Sicherungskasten und Gasanschlüsse in einem separaten Raum befinden, kann die Tür für Selbigen nicht eingebaut werden, da die Anschlüsse (dank der schludrigen Arbeit der Firma Elmers) darüber hinaus ragen. Auch hier muss man sich mit Flickarbeit an die Arbeit machen.
Und so ziehen sich die Fehler der Firma „Elmers Sanitär“ durch die Bauphase. Mittlerweile häufen sich unsere Beschwerden, wir behalten sogar Gelder ein.
…danach…
Unser Häuschen steht. Ein Halleluja auf alle diejenigen, die daran beteiligt waren. Natürlich auch an die Baufehler-King-Firma „Elmers Sanitär, Sauensieck“. Es war ja nicht alles schlecht, was man hier produzierte.
Doch was ist mit der Garantieleistung? Ist die man bei Firma „Elmers“ kulant genug, um diese einzuhalten? Und was taugen die Gerätschaften, die man uns empfohlen hat, in der Sichtweise der vergangenen anderthalb Jahre?
Beim Reinigungsprozess unserer Grohe-Badewanne merken wir, dass die in die Wand eingelassene Brause nicht wieder in der Wand verschwindet. Wir monieren und lassen die Firma Elmers kommen. Der Mitarbeiter kann diesen Fauxpas zwar beheben, muss dafür aber eine Fliese rausreißen. Mit der Bemerkung, dass diese Einzugsautomatik wieder auftreten würde. Aber wieso? Natürlich monieren wir bei „Elmers“. Ich stelle ihn vor vollendete Tatsachen, dass Herr Elmers selbst uns dieses System empfahl. Denn zur Reinigung der Wanne und zum Abbrausen der Haare ist diese Brause schon sinnvoll. Mag ja alles sein, aber dann wäre es auch schön, wenn das „Kabel“ lang genug wäre, um diese Zwecke zu erfüllen, oder? Die Firma „Grohe“ biete aber keine andere Möglichkeit an, so die Aussage des Herrn Elmers. Demnach kann ich von einem „Andrehen“ ausgehen, was er natürlich verneinte. Man bietet uns an, die Fliesenarbeiten zu übernehmen. Wir lehnen ab!
Nach einem Jahr bietet uns eine Alternativfirma an, unsere Heizung zu checken. Wir willigen ein. Der Handwerker kommt, prüft und stellt fest, dass die Heizung alles andere als korrekt eingestellt ist. Die nötige Verplombung fehle, die eben diesen Zweck beweisen würde. Stimmt, im Nachhinein wird uns bewusst, dass die Firma „Elmers Sanitär“ mit uns keine regelrechte Einführung in die Materie Heizung vorgenommen hat.
Wir verlangen eine Erklärung, aber man meint, man hätte die Heizung geprüft und selbstverständlich uns eingewiesen. Der benötigte Beweis konnte allerdings nicht erbracht werden.
Ein großer Sparfaktor ist ein Wasseraußenanschluß mit eigener Uhr. Dieser wird von Amtswegen günstiger verrechnet, da das verbrauchte Wasser nicht in die Kanalisation gerät. Um diesen Vorteil nutzen zu können, muss man diesen Anschluss natürlich auch anmelden. In der Regel managt dies die einbauende Sanitärfirma. Doch beim Wasseramt weiß man nichts von unserem separaten Außenanschluss. Man sendet uns einen Antrag zu, der die Plomben- und Anschlusskennung benötigt. Doch diesbezüglich können wir nichts entdecken. Auch der Herr vom Wasseramt schaut uns fragend an. Wir fragen wieder einmal bei „Elmers“ nach, die natürlich schwören könnten, die Plombe angesetzt zu haben. Bis wir die ganzen Daten bekommen, und man einen Handwerker schickt, der den Fauxpas behebt, dauert es eine halbe Ewigkeit.
Nach und nach stellen wir weitere Kleinigkeiten fest, die allerdings schnell von der Firma „Elmers“ mit Kulanz behoben werden.
Fazit
Man sollte meinen, dass auch in den Neunzigern gegründete Familienunternehmen die benötigte Erfahrung mitbringen, die den planmäßigen Vollzug eines Auftrages ohne große Reibereien garantieren können. Doch dem ist leider nicht so.
Es ist schade, dass immer und immer wieder schwarze Schafe im Hang der Handwerkerschaft auftreten, deren Anschein zwar den guten Kundenservice verspricht, im wahren Leben mehr Unsinn verzapfen, als man selbst verkraften kann. So geschehen mit der Firma „Elmers Sanitär KG“ mit dem Sitz in Sauensiek, deren ausgewiesenes Können sich auf Sanitär und Heizungsbau beschränkt. Zwar werden die meisten Arbeiten an unserem Haus von diesem Unternehmen gut ausgeführt, doch die im Nachhinein dadurch entstandenen Probleme sind untragbar.
Die „Emers Sanitär KG“ ist ein typisches Beispiel dafür, beim Häuslebau starke Nerven zu bewahren und auch im Fall der Fälle Geld einzubehalten. Was auch immer unsere Baufirma dazu veranlasste mit diesem Unternehmen zusammenzuarbeiten ist uns schleierhaft.
Allerdings möchte ich erwähnen, dass es sich hier nicht um bewusstes Schludern handelt, auch kein Betrug. Wie schon gesagt, sind die vollzogenen Arbeiten zufriedenstellend. Wer bereits mit der Firma „Elmers“ agiert, sollte bestens hinschauen, was deren Handwerker gerade vollziehen und auch Stichprobenweise die Berechnungen des Bauplanes begutachten.
Auch wenn der Garantieservice im Nachhinein gut verläuft, können und werden wir keine Empfehlung für das Sanitärunternehmen geben. Die beiden vergebenen Sterne stehen für das allgemeine Schaffen und den im Nachhinein vollbrachten Service.
PS: Wie wir erfahren haben, hat unsere Baufirma mittlerweile die Zusammenarbeit mit der Firma „Elmers“ beendet. Gut so, die Kundschaft wird es ihr danken!
Weitere Infos
Adresse: Bernd Elmers GmbH & Co. Sanitär- u. Gas Heizungstechnik KG
Gewerbestr. 4, 21644 Sauensiek
Telefon: (0 41 69) 15 75 und 91 99 000
Homepage: www.elmers-sanitaer.de
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