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Bei Berserk MAX handelt es sich um eine neue Auflage aus dem Hause Panini Comics und fasst gleich zwei Mangas der alten Serie in einen Band zusammen. Die dicken Wälzer bestehen dabei aus fast 400 Seiten. 1990 erschien der erste Band von Berserk, der jedoch nur einen mäßigen Erfolg feierte. Kentaro Miura widmete sich fortwährend nur der Arbeit des Berserk Mangas, welche er völlig alleine auch bis heute bewerkstelligt. Dies erklärt auch die langen Wartezeiten, welche die Fans aber gerne in Kauf nehmen. So sind auch die Anfänge des Mangas von den Manga-Klischees aus den 90er Jahren beeinflusst, wie etwa der Lolicon-Bewegung oder der steigenden Brutalität wie sie bei Fist of the North Star anzutreffen ist. Jedoch schafft es Miura sich von der Masse abzuheben und kreirt einen völlig eigenen Stil, Berserk.
Story Band 1:
Der Manga beginnt nicht wie üblich mit der Geschichte von Anfang an, sondern versetzt den Leser prompt ins Geschehen des düsteren Mittelalters. Der "schwarze Ritter", dessen Kennzeichen ein riesiges Schwert in Größe eines ausgewachsenen Menschen ist, feiert sein Debüt mit einer Kneipenrauferei, in der er mehr als nur robust mit seinen Widersachern umgeht. Sein Ziel ist jedoch der Herrscher der Stadt, den er versucht aus seinem Versteck zu locken. Nach seinem Sieg über die Schergen befreit er eher unbeabsichtigt eine Elfe aus den Fängen der Halunken, welche ihn fortwährend auf seiner Reise begleiten möchte. Den Kämpfer Guts scheint dies jedoch nur wenig zu kümmern und hat nur ein Ziel vor Augen. Bevor er dies erreicht gerät er allerdings in Gefangenschaft , während der Baron sich über das ganze Dorf auf blutrünstige Art und Weise hermacht. Guts, der bereits entkommen konnte und dessen Wunden, durch das Verhör entstanden, durch die Elfe geheilt wurden, steht nun seinem Ziel gegenüber, jedoch scheint es sich bei dem Baron um keinen Menschen zu handeln. Ein Apostel. Ein Monstrum, dem Menschen als Nahrung dienen. Guts kann den Baron in einem harten Kampf bezwingen, doch zu welchem Preis ? Nach seinem Sieg begibt er sich weiter auf die Reise, geplagt von einem Brandmal auf dem Nacken, welches ihm schlaflose Nächte bereitet. Er stößt auf zwei Reisende, einen Vater und seine Tochter. Von bösen Geistern verfolgt fahren diese in die Körper gefallener Toter und machen sich über Guts und seine Begleiter her. Sein Weg führt in in eine Stadt in welcher tägliche Exikutionen von "Ketzern" an der Tagesordnung sind. der Bischhof, welcher von allen gefürchtet wird, scheint auch im Besitz mächtigerer Kräfte zu sein, als es zunächst den Anschein macht. Nachdem Guts auf sich Aufmerksam gemacht hat und einige Gefolgsleute des Bischhofs beseitigen konnte, macht er die Bekanntschaft mit einem alten Mann, welcher Guts zu einem Behelith, einem Herrscherei, führt. In der nächste Szene erfährt ein von Guts zuvor besiegter und gepeinigter Soldat den "Segen" des Obersten. In seinem nächsten Kampf steht Guts jedoch keinem Menschen mehr gegenüberr. Es kommt zu einem unglaublichen Kampf, der das Gebäude zum Einsturz bringt und den Kampf vorzeitigt beendet. Der alte Mann, der Guts geholfen hatte, gerät in Gefangenschaft, ebenso die Elfe Puck, die versucht diesen vor seiner Hinrichtung zu retten. Der Bischhof überbringt die Elfe seiner Tochter als Geschenk, während Guts sich auf dem Weg zum Schloss macht um mit dem Bischhof abzurechnen. Dieser scheint jedoch nicht nur ein monströser, sondern auch starker Gegner zu sein. Guts stößt an seine Grenzen und scheint besiegt...
Der Manga:
Die Neuauflage ist leider weniger gut gestaltet. Die Botschaften "Über 400 Seiten" und "2 Mangas in einem Band" sind leider aufgedruckt und stören das Gesamtbild. Ebenso fehlen die originalen Cover. Auch beim Druck und zurechtschneiden der Seiten wurde kurzerhand gespart. So sind einige Seiten so schlecht geschnitten, dass es sowohl an Texten, wie auch Teilen von Bildern mangelt. Ebenso die Qualität leidet auf einigen Seiten und macht den Text nur schwer lesbar. Kentaro Miuras Kunstwerk kommt dadurch leider nicht wirklich gut zum Ausdruck. Hier bleibt nur die Frage offen, ob die "Einsparung" von der Seite des Publishers wirklich sinnvoll waren. Neueinsteiger werden wohl aber zu diesem Produkt greifen müssen, da die alten Auflagen nicht mehr produziert werden. Wer über diese Probleme hinwegsehen kann wird aber dennoch seine Freude mit den Berserk MAX Mangas haben, die vor allem durch wirklich schöne und sehr detaillierte Zeichnungen. Viel Wert wurde hier vor allem auch auf die physikalischen Effekte der Körper und Gestaltung der äußerst grotesken Monster gelegt. Mehr als nur übertrieben wirken hingegen die Blutfontänen, auch wenn sie zum eigentlich Stil und Ambiente passen. Kentaro Miura schafft es eine dunkle Welt zu inszenieren, die den Leser ins Schaudern versetzt, auch wenn es manchmal über die Extreme schlägt. Aber gerade dies macht den Manga aus. Vergewaltigung durch Monster, Gewaltszenen vom feinsten, aber auch Romantik und Humor finden sich in diesem Manga wieder, wobei natürlich ein besonderes Augemerk auf die Action gelegt wurde. Schlägt man den Manga das erste mal auf, so fallen einem sofort die rollenden Köpfe und abgetrennten gliedmaßen ins Auge. Nie zuvor habe ich einen Manga gesehen, der soviel Brutalität veräußert und dennoch ansehnlich ist. Man könnte hier schon fast von Kunst sprechen, denn nur wenige Zeichner schaffen es solche Momente der Emotionen und körperlichen Gewalt so gut zu erfassen wie Miura. Trotz seiner extremen Momente besitzt der Manga seinen Charm und macht ihn gerade in diesen Punkten interessant. Der Manga ist ab 16 Jahren und sollte auch nur von dieser oder höheren Alterklassen gelesen werden. An der Story gibt es nichts weiter auszusetzen. Obwohl sie bereits bekannten Elemente, wie etwa das Mittelalter oder dem brüchtigten Anti Helden enthält, wird durch Miura doch die Indivdualität seines Werkes gewahrt und hebt sich von der Masse ab.Der erste Manga liefert einen schönen Einstieg in die Berserk Saga, auch wenn der Leser bisher nur wenig über Guts und seine Vergangenheit erfährt. Der Leser wird somit animiert weitere Bände zu lesen um mehr über den Hintergrund zu erfahren. Ebenfalls kann der Käufer sich anhand dieses Mangas ausmalen, was ihn in der Zukunft erwarten wird.
Fazit:
Beserk ist eine grandiose Serie mit durchaus vorhandenem Suchtpotential. Er besticht durch schöne Zeichnungen, Story und seine Charaktere, die den Manga auszeichnen. Wer mehr Wert auf Qualität legt, sollte versuchen die älteren Versionen zu ergattern.
Spielfilmische Umsetzungen von Comics find ich ja faszinierend, wenn es sich um Meisterhaftes wie "300" handelt ... Ansonsten beschränkt sich mein Kontakt mit Comics auf meine Jugend, als Lucky Luke und Asterix inn waren ;-) BG
), DeutschBerserk, Bd. 35 Griffith und seine Neuen Falken haben den zu einem riesigen Monster mutierten Ganishka besiegt und die Welt in ihren Grundfesten erschüt...
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29.05.2010 12:43
Sehr gut geschrieben, Saludos Negerle
26.05.2010 13:15
Spielfilmische Umsetzungen von Comics find ich ja faszinierend, wenn es sich um Meisterhaftes wie "300" handelt ... Ansonsten beschränkt sich mein Kontakt mit Comics auf meine Jugend, als Lucky Luke und Asterix inn waren ;-) BG
25.05.2010 20:05
Absolut nix für mich, aber dennoch ein wirklich sehr interessanter Bericht! SH dafür und Herzlichste Grüße :o)