Wie viele vielleicht noch wissen, hatte ich diesen Bericht schon einmal bei Ciao. Allerdings bei „Alles mit P“. Nun hat diese Schule seine eigene Kategorie und ich habe den Bericht bearbeitet und verbessert um ihn euch neu zu präsentieren.
Allgemeines
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Am Besten fange ich damit an, was die Abkürzung "BSZ" bedeutet:
es handelt sich hier um das Kürzel für "Berufliches Schulzentrum". Der Standort dieser Schule ist in Pirna (liegt in Sachsen, ca. 20km östlich von Dresden).
Und Berufliches Schulzentrum deswegen, weil es vier verschiedene Bereiche umfast:
~Berufliches Gymnasium für Wirtschaft (BGy)
~Fachoberschule (FOS) [mein Bereich]
~Berufsfachschule für Wirtschaft BFS/W
~Berufsfachschule für Hauswirtschaft BFS/HW
Also eine ganze Menge an Schulen, Altersklassen und vor allem an Lehrern unter einem Dach.
- Na ob das gut geht? -
Anzahl der Lehrer
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Gesamtzahl: ca. 67
davon männlich: ca. 25
davon weiblich: ca. 42
Anzahl der Schüler:
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ca. 1500 auf alle 4 Bereiche aufgeteilt. In der Fachoberschule sind es rund 90 Schüler. Die Männlein werden sich jetzt freuen: nur ca. 5 % der Fachoberschule (welche ich besuche) sind Jungs. Man(n) fühlt sich also als Hahn im Korb.
Nicht zu vergessen:
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Die 3-5 Hausmeister, die sich mit Kaffee bestechen lassen *g*
Jetzt komme ich zu allgemeinen Angaben der 4 "Schulen" bzw. Fachbereichen der Einrichtung:
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Berufliches Gymnasium für Wirtschaft (BGy)
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Ziel: Erwerben der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur)
Dauer: Drei Jahre
Bedingung: Realschulabschluss
Fächer: Deutsch, Geschichte/Gemeinschaftskunde, Sport, Französisch, Englisch, Russisch, Mathe, Physik, Chemie, Biologie, Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Rechnungswesen und Informatik
Fachoberschule (FOS)
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Ziel: Erwerben der Fachhochschulreife
Dauer: Zwei Jahre (FOS ) oder Ein Jahr (bei vorangegangener abgeschlossener
Berufsausbildung) FOSL
Bedingung: Realschulabschluss bzw. für die einjährige FOS Realschulabschluss und Berufsausbildung
Fächer: zweijährige FOS, im ersten Jahr:
Deutsch, Sozialkunde, Englisch/Russisch, Mathe, Rechnungswesen, Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Rechtskunde und Datenverarbeitung (dazu im wöchentlichen Wechsel ein Betriebspraktikum)
zweijährige FOS, im zweiten Jahr:
Deutsch, Sozialkunde, Geschichte, Sport, Englisch/Russisch, Mathe, Physik/Chemie, Wirtschaftslehre, Rechnungswesen, Datenverarbeitung und Rechtskunde.
[zur einjährigen FOS kann ich leider keine Angaben machen, es betrifft mich ja nicht ;-) ]
Berufsfachschule für Wirtschaft BFS/W
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Ziel: Erwerb der Berufsbezeichnung Wirtschaftsassistent
Spezialisierung: Informationsverarbeitung oder Fremdsprachensekretariat
Dauer: Zwei Jahre
Bedingung: Realschulabschluss
Berufsfachschule für Hauswirtschaft BFS/HW
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Ziel: Erwerb der Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfte(r) Hauswirtschafter/In
Dauer: Drei Jahre
Bedingung: Realschulabschluss
Bewerbungen:
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Berufliche Gymnasium
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Bewerbungszeit: bis zum 31. März des Kalenderjahres
Aufnahmevoraussetzungen: Schüler mit Realschulabschluss.
Die Durchschnittsnote aller Fächer soll besser als 2,5 sein.
Fachoberschule
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Bewerbungszeit: bis zu 31. März des Kalenderjahres
Aufnahmevoraussetzungen: Realschulabschluss oder gleichwertiger mittlerer Bildungsabschluss
Mindestens vierjähriger fortlaufender Unterricht in Englisch
Der Bewerber besitzt weder das Abitur noch die Fachhochschulreife
Berufsfachschule Wirtschaft und Hauswirtschaft
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Bewerbungszeit: bis zu 31. März des Kalenderjahres
Aufnahmevoraussetzungen: Berufsfachschule für Wirtschaft:
Realschulabschluss oder gleichwertiger mittlerer Bildungsabschluss
Für die Fachrichtung Fremdsprachen der Nachweis von Vorkenntnissen in Englisch nach mindestens vier Jahren Unterricht
Berufsfachschule für Hauswirtschaft:
Hauptschulabschluss oder gleichwertiger Bildungsabschluss
Speziell zur zweijährigen Fachoberschule:
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Da ich selbst zu den FOS - Schülern gehöre kann ich natürlich hierüber am meisten schreiben. Und da fange ich am besten mit unserem Stundenplan an:
Stundenplan:
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Die Stunden beginnen meist 7.00 Uhr was allen natürlich viel zu früh erscheint, wobei man dafür natürlich schon zum frühen Nachmittag wieder aus hat. Oft (bei mir zwei Mal die Woche) hat man auch die ersten Beiden Stunden Frei. Und einmal habe ich noch die erste Stunde frei.
Die Stunden gehen wie gewohnt 45 Minuten lang. Die Pausen 5, 10 oder 30 Minuten. 30 Minuten natürlich nur zwei Mal am Tag, und zwar zur Frühstücks- und zur Mittagspause.
Die Schule ist für mich meist 14.25 Uhr (Montag und Donnerstag) und 12.15 Uhr (Mittwoch und Freitag) aus. Dienstag habe ich zum Vergnügen aller schon 11.25 Uhr aus.
Was mich aber gleich zum Problem Busverbindung führt, welches ich später noch erläutern werde.
Zurück zum Thema Stundenplan, häufig haben wir Doppelstunden bzw. MEIST haben wir das. Das kann vorteilig, aber auch nachteilig sein. Denn wer will schon 90 Minuten hintereinander Mathe haben? Doch im Gegenzug kommt einen die gesamte Zeit kürzer vor, weil man wenige Fächer an einem Tag hat.
Ferien:
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Da gibt es nicht viel zu sagen. Die normalen Daten der Ferien in Sachsen könnte man sich da anschauen. Bleibt also alles wie in meiner geliebten Realschule.
07.02. - 18.02. Winterferien
25.03. - 01.04. Osterferien
05.05.-06.05. Frei
16.05.2005 Frei
18.07.2005 Beginn der Sommerferien
Das Praktikum:
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Das erste Jahr der Fachoberschule wird ständig durch das Praktikum unterbrochen. Ein wöchentliches Gewechsel was einem den Nerv rauben kann. Ich habe mein Praktikum im Jugendamt (auch in Pirna) was mir persönlich überhaupt nicht mehr gefällt. Auch von anderen höre ich, dass das Praktikum eine lästige Nebenerscheinung der FOS ist. Es ist nervig, eine Woche Schule zu haben und dann Praktikum zu machen. Denn in der NICHT Schulzeit vergisst man häufig den gelernten und von den Lehrern eingetrichterten Stoff. Und man muss über diese Woche sehr viele Hausaufgaben machen, damit sich die Lehrer wohler fühlen. Manche werden denken, es sei eine gute Abwechslung zum grauen Schulalltag, wäre es sicher auch, wenn mein Praktikum mit mehr Spaß machen würde. Aber so ist dieses nur eine lästige Nebensache.
Die Lehrer:
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Also mit den Lehrern die für die Fachoberschule "bestimmt" sind bin ich bis jetzt sehr gut klar gekommen. Nur ein Lehrer ist nicht so mein Ding (Namen werden verschwiegen). Er kommt sehr streng rüber, versucht aber eigentlich lustig zu sein, das ist eine seltsame Mischung. :-) Er erklärt nie etwas und ist nur am Arbeiten schreiben. Die Höhe ist, das er kein gelernter Lehrer ist. Alle haben in diesem Fach schlechte Noten, doch er gibt allein uns die Schuld und stellt uns für total dumm hin.
Anforderungen:
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Anfangs war alles total relext und entspannend. Alle mussten sich erst einmal kennen lernen und die Lehrer führten uns langsam in den Unterrichtsstoff ein.
Doch schon nach der ersten Woche ging das Arbeiten schreiben los. Eigentlich kann man zu allen Fächern das gleiche sagen: hohe Anforderungen, viel lernen, wenig verstehen.
Ich werde nun noch einmal auf die einzelnen Fächer eingehen.
Deutsch:
Bis jetzt haben wir ausschließlich Texte analysiert und den Inhalt wiedergegeben. Echt eine Qual, da wir jede Stunde das gleiche machen und in den Arbeiten auch nichts aufregendes passiert. Viele kommen mit der Bewertung der Lehrerin nicht klar, allerdings stehe ich nach dem ersten Halbjahr in Deutsch am besten da, eine 1 *freu*
Mathe:
Eine noch in der Ausbildung befindliche Lehrerin versucht und Dinge beizubringen, die nur wenige verstehen. Am Anfang eines Themas ist alles ganz relaxt, wir üben und allen kommt es bekannt vor. Doch sie erhöht dann plötzlich die Anforderungen und erwartet, dass wir sofort alles können. Im Vergleich zur Realschule ist Mathe hier echt der Horror. Die Arbeiten sind auch alles andere als pralle...
Englisch:
Momentan sind wir noch in der Auffrischungsphase (sagt zumindest meine Lehrerin). Das sehe ich allerdings anders und von den meisten Dingen habe ich noch nie etwas gehört. Unendlich viele Vokabeln müssen gelernt werden und Grammatik fließt auch stets mit ein. In Arbeiten das gleiche: Grammatik und Vokabeln vereint *seufz*.
Rechtskunde:
Ja ok, das Recht Deutschlands ist nicht jedermanns Sache, allerdings gibt es hier viele Anwendungsaufgaben und nicht nur trockene Theorie wie sonst. Viel kann man sich auch aus den Fingern saugen. Ein großer Vorteil für mich.
BWL:
Ich sage nur: trockener geht der Stoff nicht zu vermitteln. Ich kann absolut nicht verstehen, wie einige das studieren können. Ab und an Berechnungen und dann wieder stures Auswendig lernen, echt ein Graus. Arbeiten sind allerdings meist gut gegliedert und mischen sich aus Theorie und Praxis.
Volkswirtschaft:
Die Lehrerin ist der Horror. Manchmal denke ich, die weiß weniger wie wir. Ansonsten sind die Anforderungen hier eigentlich mittelmäßig, man kommt damit klar.
Sozialkunde:
Eines meiner Lieblingsfächer. Wahrscheinlich liegt das an der Lehrerin. Sie fragt, was wir machen wollen, welche Themen wir gern noch hätten und macht öfter mal Diskussionsrunden mit uns. Arbeiten sind reine Logik und man muss sich alles nur mal etwas durchlesen vor Arbeiten. Wenn ich mich dieses Halbjahr noch mehr „anstrenge“ ist eine 1 drin, das erste Halbjahr bin ich knapp dran vorbei geschlittert.
Buchführung:
Mein Hassfach. Nur Buchungssätze und in Konten buchen ohne das unser Lehrer etwas erklärt. Er legt und Blätter hin, die wir selbst erarbeiten müssen und das war es. So werden Arbeiten zum Horror und die Zensuren gehen langsam aber sicher in den Keller.
Datenverarbeitung:
Ja ok, Anforderungen sind annehmbar. Arbeiten versucht der Lehrer schon irgendwie nicht all zu schwer zu machen. Kann man eigentlich nicht viel dazu sagen...
Die Klassenkameraden:
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Die FOS diesen Jahres besteht aus zwei Klassen, von denen ich nur eine kenne.. logisch irgendwie ;-).
Zu meiner Klasse:
Wie immer gibt es Dumme, Normalos, Klassenclowns und Besserwisser. WO GIBT ES DAS NICHT?
Insgesamt sind wir 19 Leute, davon grade einmal 3 Jungs. Da kann man nur den Kopf schütteln!
Wie überall bilden sich Grüppchen und machen jeweils ihr eigenes Ding. Aber was soll man sagen, so sind sie halt, die "lieben" Schüler der FOS04a.
Wir sind uns nie einig, nur in einer Sache: wir alle (fast) mögen eine aus unserer Klasse nicht. Er ist ein Besserwisser-Boy und kann nicht verstehen, wenn andere etwas nicht verstehen. Er bequatscht die Lehrer dumm, sagt wie sie es besser machen können damit WIR "Normal- Wissende" es endlich verstehen.
Die Einrichtung (Möbel, Stand der Technik usw.):
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Hierfür bekommt die Schule ein dickes Plus. Die PCs (ca. 100) sind auf dem neusten Stand der Technik, die Möbel (Stühle, Tische, Tafeln usw.) sind fast wie neu und alle Wände sind frisch gestrichen.
Dazu muss man sagen, das ja 2002 (oder 2001, ich weiß es nicht mehr genau) das Hochwasser in Sachsen hauste und die ganze Schule abgesoffen ist. Also ist alles gezwungenermaßen neu.
Besonders schön ist der Vertretungsplan, den kann man im Internet ansehen ohne sich jeden Tag an den Plan zu drängen. ;-)
Das vorhin schon erwähnte Thema BUSVERBINDUNG:
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Das schlechteste an dieser Schule, bzw. an dieser Stadt. Wenn man Richtung Dresen muss, ist das alles kein Thema, aller halbe Stunde eine S-Bahn und Busse fahren auch noch. Doch wenn man, so wie ich, in die andere, östlich gelegene Richtung möchte.. DANN hat man ein Problem. Ich warte jeden Tag ca. 1 Stunde auf den verdammten, vollen Kack-Bus. Mit dem ich dann eine Stunde nach Haus fahre. Das macht Spaß, vor allem wenn es regnet, oder wenn es jetzt langsam kälter wird.
Habe ich noch etwas vergessen? Ich denke erst einmal nein. Wenn doch, sagt Bescheid.
Mein Fazit:
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Relativ nette Lehrer, eine recht neue und moderne Schule und der anspruchsvolle Unterricht sprechen FÜR die Schule.
Doch die Zwischenmenschlichkeit von Lehrer zu Schüler, zwischen den Schülern untereinander fehlen. Auch diese schlechten Busverbindungen sprechen gegen diese Einrichtung.
Und da mit die Zwischenmenschlichkeit besonders wichtig ist, finde ich diese Schule für nicht empfehlenswert. Was aber wirklich nicht an der Schule selbst oder an den Lehrern oder sonst was liegt.. mein eigentliches Problem fördern wirklich nur die Schüler selbst.
MfG LPeyes
P.S.: Kein Mensch wird es lesen, denn wer interessiert sich schon für das BSZ in Pirna ;-) *g*. Aber ich hab mal drüber geredet.. das war wichtig! Und ich denke, so negativ, wie ich dachte ist die Schule doch nicht davon gekommen.
21.08.2005 22:54
Eine ähnliche Schule habe ich vor ca. 12-14 Jahren besucht. Leider gab es zu der Zeit noch kein Wirtschaftsgymnasium, so dass ich "nur" Fachabitur habe. Ich könnte mir schon vorstellen, BWL zu studieren, da es an meiner FH nicht so trocken ist. Ich studiere Wirtschaftsinformatik, ein Mischfach aus BWL und Informatik, und ich bezeichne eher den Informatikanteil als trocken. VWL ist aber auch eins meiner Hassfächer.
16.04.2005 19:33
Mein Sohnemann hat das auch schon hinter sich, er hatte einen Mathelehrer, der auch nur am Arbeitschreiben war, konnte irgendjemand was nicht wurde er mit Übungsaufgaben bombadiert, erklärt wurde nichts. Bei diesem Lehrer waren die Noten denkbar schlecht, Beschwerden halfen nichts, da er ja auch noch stellvertretender Direktor war .LG
11.04.2005 14:20
naja, schon ein paar Jahre her, das ich das hinter mir habe .ein paar nur! ........ ;-) ......... Gruß Edgar