Berufsförderungswerke

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So liebe Freunde, dieser Bericht über das Berufsförderungwerk Nürnberg wird sehr lange, da ich dort 3 1/2 Jahre verbracht habe und mich zum Bürokaufmann habe ausbilden lassen. Zuerst: Das Werk ist zu erreichen unter: www.bfw-nuernberg.de. Es befindet sich nahe des Nue Airports, in ... Bericht lesen





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1-6 von 37 Erfahrungsberichten    
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Überarbeiteter Bericht-BFW Nürnberg
Erfahrungsbericht von ChiefCommander über Berufsförderungswerke
16.08.2004


Produktbewertung des Autors:   


Pro: hab was neues gelernt, Vollverplfegung, gutes Geld
Kontra: überaus miese EDV, manche Dozenten nicht zu gebrauchen, bin heute immer noch Arbeitslos

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

So liebe Freunde, dieser Bericht über das Berufsförderungwerk Nürnberg wird sehr lange, da ich dort 3 1/2 Jahre verbracht habe und mich zum Bürokaufmann habe ausbilden lassen.

Zuerst: Das Werk ist zu erreichen unter:

www.bfw-nuernberg.de.

Es befindet sich nahe des Nue Airports, in der Schleswigerstr. 101.

A: Vorwort!
B: Das Haus!
C: Angebot!
D. Was wir Vermittelt?
E: Halbzeit!
F. EDV
G. Nahrung!

----- VORWORT -----

Wie gesagt hat mir das Arbeitsamt für Juli 99 die Umschulung bezahlt. Eigentlich ist das BFW schon zu empfehlen, jedoch fehlte oft der richtige Feinschlief und es gab viele kleine Ecken und Kanten die mich dazu veranlassen, die Wertung etwas herunter zu stufen. > Dazu mehr am Schluss.

----- DAS HAUS AN SICH? -----

Nun, es ist sehr groß. Zu meiner Zeit waren da rund 700 Umschüler. Es gibt 2 Mehrstöckige Gebäude in denen sich die Schlafräume der Umschüler befinden die von außerhalb kommen. Ab einer gewissen Entfernung bekam man ein Zimmer zu Verfügung gestellt. Man kann ja nach dem Unterricht nicht immer 120 km heimfahren und am nächsten Tag wider kommen!

Am Eingang Sitzt der Pförtner und etwas schräg dahinter die Verwaltungsebene. Links befindet sich die Cafeteria und der Speisesaal.

Geradeaus gelangt man zu den Ausbildungsräumen und zum zweiten Wohnblock (Neubau).

Während des Vorbereitungskurses fuhr ich jeden Tag nach Hause. Dann ließ ich mir der Bequemlichkeit halber ein Internatszimmer geben. Dazu sag ich auch noch was!

Drei Aufzüge und ein Lastenaufzug gehen vom Keller ( Eingang für Rollstuhlfahrer) bis in die 8 Etage der Wohnräume. Alleine fahren sollte man nicht, denn es sind nicht mehr die neuesten. Oft musste der Hausmeister ausrücken um die steckengebliebenen zu befreien! Mich Gottseidank nie!!!

Auch gibt es nebenan einige Parkplätze, die aber allesamt nie ausreichten so dass man auch schon mal etwas laufen musste. Die Linie 26 der VAG fährt zwar hin und zurück aber erst ab 17 Uhr. In der Früh verkehren Pendelbusse des BFW von Thon zum BFW. Viele passten da nie rein so dass es immer hieß - schnell sein und die Ellenbogen benutzen.

----- ANGEBOT -----

Ich bitte darum dies auf der Homepage nachzulesen, sonst wird es zu lange! Natürlich wird man da zum Bürokaufmann umgeschult, was eigentlich 3 Jahre dauert. Warum ich verlängern musste, weiter unten!!!

Los ging es 1999 mit einem Vorbereitungslehrgang indessen Verlauf noch mal die Grundrechenarten, Deutsch usw. abgefragt wurden. Danach wurde man aufgeteilt auf die Gruppen mit dem Kürzel BK und der Zahl entsprechend des Lehrganges z. B. 12/13. Meine war viel Höher, kann ich aber leider nicht nennen. Nicht das mich noch einer erkennt, gell!

----- WAS WIRD VERMITTELT? -----

Rechnugswesen/Kosten und Leistungsrechnung,
Englisch in drei Stufen,
Wirtschaft und Recht,
EDV,
Betriebswirtschaft,
Sport.

Da ist gleich zu sagen: auf Rewe legten die äußerst viel Wert. Wer schlechter als 3 war wurde schon schief angeschaut.

Der Aufbau jedoch war klar gekennzeichnet. Alles wurde schritt für schritt erklärt. Es wurde nix überhastet, aber doch streng durchgezogen. Da ja noch niemand von uns was vom dem Zeug gehört hatte, fand ich den Aufbau und den Ablauf sehr gut!

Die Unterrichtszeiten weis ich nicht mehr genau!
Mo bis Mi 8 bis 16 Uhr / Do bis 15:30 Uhr und Freitag bis 12:15Uhr. Insgesamt 4 Pausen.

Auch der Unterrichtsplan war sehr ausgeglichen. Aber da waren ja noch so ungenannte Wesen. Die Dozenten!!!

Natürlich ist nicht jeder gleich, schon klar, aber manche waren echt fehl am Platz und die anderen waren super drauf. Angestellt waren Vollzeit / Teilzeit / Aushilfskräfte und Anfänger. Zu Anfang hatten wir ein junges "Ding" das noch sehr unerfahren war im Umgang Erwachsenen. Sie konnte sich nicht durchsetzten. Mit der Zeit hatten wir uns alle an sie gewöhnt und fluchs ward sie auf einmal verschwunden. Warum... nun die Wahrheit erfuhren wir nie!

So ein Wechsel war leider nicht selten. So was bringt halt immer etwas Unruhe rein. Unser Rewe - Dozent war an Arbeitseifer nicht zu überbieten. Gerade als es auf die Prüfung zu ging kam er jeden Früh rein, sagte kein Wort, machte diesen Projektor für die Folien an und begann sofort mit Rewe. Der war richtig geil drauf!!!

Da ich durch diese Rewe"Geilheit" etwas ins rudern kam, legte man mir nahe ein halbes Jahr zu Verlängern. Die andere Alternative war der sofortige Abruch der Umschulung. Notgedrungen musste ich „ja“ sagen und meine Freunde verlassen. Ich bereute es aber nicht, denn die neue Gruppe was das beste was mir passieren konnte. Da war jeden Tag immer "a bissl a Gaudi". Anders hätten wir den Trott nicht überlebt.

----- Szene Wechsel-----

Etwa Drei Jahre waren vergangen. Da ist viel passiert. Zeit mal was zu den Ausbildern zu sagen und

>>> Wechsel in die neue Gruppe <<<

Nun, wir hatten leider nur kurz einen Top Man für die EDV. Überaus Kompetent und witzig. Er schaffte eben eine lockere Atmosphäre in der aber jeder seine Arbeiten erledigte. Jeder Teilnehmer hatte top Noten!

Aber es kamen neue dazu und gingen auch wieder. Da muss ich sagen dass das BFW hier eine schlechte Personalpolitik betreibt. Zum Glück kam ein neuer EDV - Man zu uns der ebenfalls Top war. Viele andere, bis auf eine Ausbilderinn die jetzt in der Personalabteilung sitz, hätte man austauschen können.

Zum Ende hin wurde es strenger und strenger ( logisch ) und wer jetzt in Rewe nicht mindestens ein 3 hatte musste zur Nachhilfe. So auch ich. Von dieser Frau war die Chefetage ja ganz begeistert. Die hatten vielleicht wieder mal zuviel geraucht ( selbstgedrehtes )! Sehr beliebt war sie bei uns nicht eher: uhhh - Hass - Abneigung - unfähig. Ja, die hat die ganzen, doch schönen Jahre wieder kaputt gemacht. Besser wurde bei der keiner. Doch.... schon, denn dann kam man von ihr wieder weg. Die Frau war zwar sehr begabt, aber langsam sprechen und jemanden ausreden lassen war nicht möglich. Sobald eine kleiner Fehler in einem Buchungssatz war, wurde sofort gebrüllt: nananananana!!! Das waren immer ihre Worte. Anstatt das man eine vernünftige Erklärung abgab! So wurde die Spreu vom Weizen getrennt. Die, die was auf´m Kasten haben und die Unfähigen. So kam man sich vor wie eine Volldepp.

Die Prüfung hab ich bestanden mit 3,3. War aber „l m m A“ schwer.

----- EDV -----.

Vor 4 Jahren gab es natürlich noch keinen Pentium3 oder 4. aber was wir hatten - leck mich die Bohne war dass Schrott.

Keinen Pentium 15zehner Bildschirme, Schwarz - Weis Drucker, 24 MB Arbeitsspeicher, viele Abstürze ( Dr.Watson) und nur der Ausbilder PC war mit einem 48iger Modem ausgestattet. Toll oder. Die hatten richtig Geschwindigkeit.
Wir haben es soooooft bemängelt, dass die Bildschirme flimmern und der PC abstürzt.

Der Chefausbilder dazu: „Office läuft“. Suuuuuper Aussage, gewartet wurden die Kisten nämlich von Lehrlingen der IT - Branche im Haus. Und auf dem Faltblatt für den Bürokaufmann stand drauf: Ausbildung an modernen Computerarbeitsplätzen. Hehe, wahrscheinlich beim Chef im Büro "g".

Wenigstens haben die es geschafft das zur Prüfung alles lief. Welch ein Wunder!

----- NAHRUNG -----:

Für die Internatsbewohner gab es Vollverpflegung. Schön! Da ich dann später im Wohnheim untergebracht war ging ich zum Frühstücken. Dort wachte allgegenwärtig die gute Frau R. darüber dass man nicht zu viel Semmeln nahm und die, die nicht im Haus geschlafen haben ihre Essensmarken brav abgaben. Die war wie ein Wachhund! Das Frühstück war reichlich. Semmel, Brot, Nutella, Wurst, Käse. Pech hatten wir oft beim Mittagessen, da wir die letzten waren die in die Pause gingen, war manches schon vergriffen, weil unser Chefausbilder gerne noch über REWE erzählt hat. Grrrrrrrrrrrrrrrrrrr!!!

3 Auswahlmöglichkeiten gab es. Vegetarier, Vollkost und Schonkost. Über das Essen konnte man sich eigentlich nicht beschweren ( für 600 Man kochen is ja net einfach), aber ich sag ja eigentlich. Da ich an Untergewicht leide, brauche ich logischerweise Vollkost. Da gab es gute Karpfen, Sauerbraten, diverse andere Fische und einmal sogar das innere von Muscheln knusprig rausgebacken. Jaja, traumhaft. Das war ein Fest!

Wie gesagt kam es oft vor dass es vieles nicht mehr gab. Ich reagierte da oft sauer wenn nur noch was übrig ist was mir nicht schmeckte. Einmal gab doch tatsächlich nur noch Salat und eine Nudelsuppe. Da wurde ich fuchsig. Also mal ein „Wörtchen“ Chefkoch geplaudert und schon waren wir die besten Freunde!

Die andere Seite war, das es manchmal einen Frass gab, das ich dann gerne Salat gegessen habe. Es gab mal die Woche verteilt 5 mal die selben Würste. Pfui. Nach meiner Information hatte das BFW 3 DM pro Teilnehmer für die Vollverpflegung zur Verfügung. Nun....... wie auch immer!

So nun endlich zum Schluss.

Der wird aber traurig. Dazu ist zu sagen, das während meiner Zeit dort viele Alkis waren die schon zur Frühstückspause dicht waren. Zum anderen ging einige Zeit ein Brandstifter um. (Stand auch in der Zeitung). Es waren erst kleinere Brände bis es dann ein großer wurde der ein Menschenleben kostete. Dieses (tut mir leid) ARSCHLOCH hat es gewagt im 3 Stock des Wohnheimes Benzin auszukippen und es anzuzünden. Mein Zimmer war zum Glück im ersten Stock. aber viele meiner Freunde waren über dem dritten Stock. Nun was soll ich sagen. alle bis einer sind auf den Balkon geflüchtet, nur einer halb verschlafen öffnete die Tür, tja man kann sich denken wie mir zumute war als wir im Hof standen und die Feuerwehr einen zugedeckten und leblosen Körper an uns vorbei fuhr. Wir erfuhren das er erst erstickt ist und dann verbrannt. Ob er Kinder hatte weis ich nicht mehr. Der Penner wurde später geschnappt. Auch was aus ihm wurde ist nicht bekannt.

Fazit.

Das war die Story meiner Erfahrung in 3 1/2 Jahren in diesem Haus. Intern heist das Haus
B au F ür W ahnsinnige. Vieles war schlecht, wie die EDV, viele Ausbilder, aber trotzdem denke ich: die haben aus den Fehlern gelernt und ich würde wieder hingehen.

Zu erwähnen ist noch das oft "hoher" Besuch in Form von Arbeitsamtfuzzies da waren und einen Teil der Parkplätze und des Speisesaals einnahmen. – WEIL DIE JA WAS BESSERES SIND ALS WIR - Wir mussten dadurch unsere Autos ewig weit wegstellen, damit die Krawattendjangos nicht zu weit zu laufen hatten. Das gleiche im Speisesaal. Der wurde prompt um die Hälfte verkleinert und viele mussten stehen.

Wenn die EDV auf neuestem Stand gewesen wäre und die besagten Idioten und Ausbilder nicht da gewesen wären, würde ich die volle Punktzahl vergeben.

Uppps. Nicht zu vergessen die Übungsfirma im Hause mit der wir bei anderen Übungsfirmen kauften, verkauften und Mahnungen verschickten. Natürlich alles Spielgeld! Aber die hatten 20 Pc´s 3 mit Internet für 40 Personen. –viel gell? Nach dem wir fertig waren wurde sie Umgebaut und mit DSL ausgestattet. Jaaaaaaa so ein Glück.

Also selber ein Bild machen und nicht böse sein das es soooooooooo lang geworden ist, aber so eine lange Zeit muss man irgendwie verpacken.

Grüsse an alle
   
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