Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Ist für viele wie ein Hauptgewinn |
| Kontra: |
kostet Nerven |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Lange Zeit habe ich mir überlegt einen Bericht über dieses Thema zu verfassen. Zuerst war die Überlegung wie würde man es aufnehmen, könnte ich die richtigen Worte finden für meine Leserschaft. Wo sollte ich anfangen um nichts zu komplizieren. Was würde der Betroffene dazu sagen wenn er sich (zwar ohne Namensnennung) in einem von mir geschriebenen Bericht wieder finden würde. Fragen über Fragen, auf die ich zuerst keine Antworten fand. So wanderten die Aufzeichnungen zuerst in irgendeinen Ordner auf meiner Festplatte und dort gammelten sie erst einmal vor sich hin.
Mittlerweile konnte ich den Betroffenen dazu überreden, nun doch seine spezielle Geschichte veröffentlichen zu lassen. Zumindest ein Teil davon.
Es handelt sich um den „Leidensweg“ eines pubertierenden jungen Mannes der ohne es zu wissen auf einmal etwas in Händen hielt was weitaus mehr wert ist als ein Sechser im Lotto………..einen Lehrvertrag.
Gerade in der heutigen Zeit ist es für viele Jugendliche trotz Mittlerer Reife (sofern sie nicht gerade hervorragend ausgefallen ist) sehr schwer einen Ausbildungsplatz zu finden und noch schlimmer wird es, wenn noch nicht einmal diese Stufe erreicht wurde. Es wird Bewerbung nach Bewerbung weggeschickt und nicht selten kommen sie mit dem gleichen Bla-Bla zurück. So eine Art Standdardsätze denen man sofort anmerkt, warum die Ablehnung ins Haus geflattert ist. Da stimmt mal wieder der Notendurchschnitt nicht.
Waren die Unterlagen vorher sauber in einer Art Klemmmappe eingelegt, so besitzen manche Firmen sogar die Frechheit, die Ablehnungen ohne den nicht gerade billigen Bürobedarf zurück zu schicken. Die ersten Absagen werden noch ohne Probleme weggesteckt, aber sobald sich der Aktenordner zusehends füllt verliert der Lehrstellensuchende auch mehr und mehr die Hoffnung.
Rundum wird ihm ständig eingebläut was für ein Versager er ist. Dieser Jungendliche z.B. wurde massiv durch seine Mitschüler und was noch schlimmer war, einige seiner Lehrer gemobbt. Da der junge Mann bereits eine Ehrenrunde auf dem Gymnasium gedreht hatte war klar, bei erneutem Sitzen bleiben ist die Chance vertan etwas „ordentliches“ zu werden. Irgendwann konnte er nicht mehr richtig essen und schlafen. Obwohl er viele Stunden gelernt hat wurden seine Leistungen in der Schule einfach nicht besser.
Die Angst vor dem nächsten Fertigmachen saß ihm im Genick und er kapselte sich immer mehr ab. Daheim konnte er das Gelernte aus dem FF, aber sobald er in der Schule war leerte sich sein Gehirn auf ganz sonderbare Art und Weise. Streckte er seine Hand um etwas zu sagen wurden seine Bemühungen einfach übersehen, aber wehe man konnte ihm ansehen das er es nicht wusste, sofort sollte er seine Dummheit der ganzen Klasse präsentieren. Egal was er auch anstellte, es war verkehrt und so sah er nur den einen Ausweg für sich, alles zu tun damit es auf keinen Fall ein neues Schuljahr für ihn gibt.
Seinen Eltern wurde angeraten ihn zu einer Jugendberatung zu schicken. Das ging aus wie das Hornberger Schießen…….da war alles in Ordnung und weitere Sitzungen schienen nicht notwendig zu sein. Nun kam ein Gespräch mit dem Vertrauenslehrer und zum ersten Mal erzählte der Schüler von den ganzen Quälereien denen er ausgesetzt war. Es sprudelte alles aus ihm heraus. Ein Versuch wollte man noch wagen und schickte ihn nun zu einem richtigen Psychologen. Der stellte zur Überraschung aller fest, dass dieser Schüler genau wusste was er will und bereits feste Vorstellungen besaß wie es weiter gehen sollte. Nur das "Wie" war ihm überhaupt nicht klar.
Gleich vorweg die Schule hat er nicht geschafft und sie nur mit einem Hauptschulabschluss verlassen. Aber seine Geschichte ist nicht ungehört verklungen und gerade der Vertrauenslehrer hatte mit dem Rektor ein sehr intensives Gespräch geführt. Man wollte es in Zukunft besser machen. Wollen wir es mal für nachfolgende „Problemschüler“ hoffen.
Normalerweise würde doch jeder sagen „der Zug ist durch“. Wie soll er überhaupt noch ein Bein auf den Boden bringen und doch hat er es durch eigene Kraft geschafft. Keine besonderen Beziehungen der Eltern, ganz einfach durch Fleiß und Durchhaltevermögen.
Dieser junge Mann machte im letzten Sommer bei einer Autowerkstatt einPraktikum. Zuerst wurde er für 14 Tage eingetragen, daraus wurden die ganzen Sommerferien und vor genau acht Tagen hat er seinen Ausbildungsvertrag als Mechatroniker unterschrieben. Es ist sein absoluter Traumberuf und kein Verlegenheitsjob. Für diesen Beruf werden durchweg gute schulische Leistungen verlangt. Die meisten Betriebe geben als Grundvoraussetzungen eine gute Mittlere Reife an und teilweise sogar mindestens das Fachabitur. Nur wenige sind mit einem sehr guten Hauptschulabschluss zufrieden. Das kann man alles im Internet nachlesen auf der Seite des Arbeitsamtes (asis).
Da dieser junge Mann noch keine 18 ist gab es zuerst eine kleine Klippe zu umschiffen. Seine Lehrfirma hatte als Grundvoraussetzung den Führerschein angegeben und da war er noch eine ganze Ecke davon entfernt. Er kann zwar mit 17 die Prüfung ablegen, aber normalerweise bekommt er die Fahrerlaubnis erst an seinem 18. Geburtstag ausgehändigt. Nun war erst einmal guter Rat teuer, aber auch hier hat sein Arbeitgeber eine Lösung für ihn gefunden. Die Firma schließt eine extra Versicherung ab damit er die Fahrzeuge auf dem Firmengelände bewegen darf und auch die Sache mit der Fahrschule wurde geklärt.
Was jedoch das ganze noch mehr wie ein Märchen erscheinen lässt ist die Tatsache, dass dieser „Versager“ nicht eine Bewerbung schrieb und sein Lehrherr keinen einzigen Blick in eines seiner Zeugnisse geworfen hat.
Klar ist er im Moment ohne Mittlere Reife, aber die kann er nach Beendigung seiner Lehre immer noch nachmachen. Er kann aber auch in seinem Beruf arbeiten und irgendwann die Meisterprüfung ablegen. Jetzt sind erst einmal dreieinhalb Jahre Ausbildung vor ihm und was kann schöneres passieren als seinen Traumberuf erlernen zu dürfen. Es gibt junge Leute die haben gute Abschlüsse und trotzdem nicht die Möglichkeit.
Manchmal fehlt nur ein kleiner Anstoß damit man aus einer auswegslosen Lage wieder raus kommt. Ein wenig Hilfestellung und Vertrauen um jemanden wieder aufzurichten. Etwas Zuversicht damit die Kraft mobilisiert werden kann und natürlich der eigene Fleiß und den Wunsch seine Situation auch wirklich ändern zu wollen.
Ich hoffe ganz fest, dass mit diesem Bericht dem einen oder anderen vielleicht eine Tür geöffnet werden kann die ihm im Moment noch verschlossen scheint.
Oft liest man von Jugendlichen die sich das Leben genommen haben weil sie keine Zukunft für sich sehen. Die in der Schule versagt haben und niemand ihnen auch nur andeutungsweise zu verstehen gibt welche Möglichkeiten noch offen stehen. Die man einfach abgeschrieben und irgendwo in irgendeine Schublade geworfen hat. Es ist schwer in der heutigen Zeit ohne geeigneten Abschluss sein Leben in den Griff zu bekommen, aber man darf nur die Hoffnung nicht verlieren.
| weitere Erfahrungsberichte |
Burn Out
Bewertung für Berufswahl - Tipps & Tricks von
Nordferkel
Pro: Jeder Beruf macht Spaß
Kontra: Ein job der Krank macht sollte beendet werden
Einige von euch wissen ja ein bisschen mehr von mir da Sie meinen Gedankengängen und Berichten schon länger folgen.
Diesen Altvertrauten ist bekannt das ich im Krankenhaus arbeite und Ferkelchen nicht immer die vielgerühmte 38,5 Stunden Woche hat.
Der ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
15.01.2002
|
BFI: Berufsfachschule Informatik
Bewertung für Berufswahl - Tipps & Tricks von
*Piccolo*
Pro: Da es eine schulische Ausbildung ist hat man nachmittags frei!
Kontra: Wird ziemlich viel verlangt
Ich möchte hier mal meine eigenen Erfahrungen schreiben die ich in der Ausbildung gemacht habe und hoffe ich kann vielen Leuten damit helfen!
Was ist BFI?
=
BFI bedeutet Berufsfachschule Informatik und ist eine Schulform auf der BBS (Be ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
14.02.2002
(02.05.2002)
|
Ich will Feuerwehrmann werden!!! *lol*
Bewertung für Berufswahl - Tipps & Tricks von
Mjussel
Pro: man lernt viele neue Berufe, viel wissenswertes, Entscheidung fürs Leben
Kontra: super wichtig, nie genug Zeit, viel Arbeit für Infos
Im letzten Jahr stand ich vor der Entscheidung, die jeder Mensch in seinem Leben treffen muss. Jedes Jahr müssen sich die Schüler der Abschlussklassen Gedanken machen, welchen Beruf sie denn gerne ergreifen wollen!
Dies ist eine sehr wichtige und sehr sc ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
03.09.2001
|
Berufswahl - Die Entscheidung fürs Leben?
Bewertung für Berufswahl - Tipps & Tricks von
Kessi82
Pro: lebensbeeinträchtige Entscheidung
Kontra: sie fällt meist sehr schwer!
...Hallo,
heute melde ich mich mit einer sehr wichtigen Thema an euch! Und zwar dem Thema Berufswahl! Ein Thema also mit dem sich alle mal beschäftigt haben oder es noch tun müssen! Ich möchte heute mal ein paar Sachen vorstellen, die bei der Berufswahl ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
30.10.2003
|
Die Qual der Wahl
Bewertung für Berufswahl - Tipps & Tricks von
Arinicia
Pro: Selbstbestimmung
Kontra: Oft muß zu früh entschieden werden, welchen Beruf man erlernen will
Vorwort:
------------
Früher übernahm man den Betrieb des Vaters, führte das Lebenswerk fort ohne Rücksicht auf eigene Interessen. Doch die Zeiten ändern sich. Schüler treffen selbst die Entscheidung welchen Weg sie gehen wollen und das ist gut so...auc ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
12.12.2001
|