Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
subtiler Horror, gut aufgebaut, psychlogisch motiviert |
| Kontra: |
gibts nur noch im Antiquariat (justbooks etc . ) oder bei ebay . de |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Die Hypothek der erfüllten Wünsche wird eingefordert - mit unerfreulichen Folgen für die früheren "Gewinner".
Der Autor
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Ramsey Campbell war neben Barker und James Herbert unbestritten einer der großen Horrorautoren Englands - von ihm stammt etwa das Vorwort zu Barkers "Büchern des Blutes". Seine Stärken liegt im Stilistischen, in der Darstellung der Handelnden, während das geschilderte Setting weitgehend als relativ unwichtige Kulisse im Hintergrund bleibt.
Handlung
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Wie in Stephen Kins "ES" beginnt die Handlung in der Vergangenheit, als die vier Hauptfiguren noch Kinder waren. Damals füllten sie merkwürdige Formulare aus, mit denen sie das bekommen konnten, was sie sich am sehnlichsten wünschten, dachten sich aber nichts dabei. Doch in der unbekümmerten Jugend vergaßen sie, sich nach dem Preis für ihre Gaben zu erkundigen. Und als sie erwachsen sind, beginnt das Unheimliche, in ihr Leben einzudringen. Die Gegenleistung – laut Vertrag etwas, das ihnen als Kinder völlig unwichtig war – ist überfällig.
Der eine Bursche machte sich damals nichts aus Frauen, und seine Ehefrau verunglückt. Der andere war überzeugter Kommunist, sein gutgehendes Immobiliengeschäft verliert rapide Kunden. Der gute Ruf einer dritten Figur wird in den Schmutz gezogen, und den letzten des Quartetts verfolgt seine tote Großmutter als Zombie. Das ist für die Nerven gar nicht gut.
Unterm Strich
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Wie hilflos sich die Hauptfiguren gebärden, wie unfähig sie sind, sich dem Irrationalen zu stellen, als ihre heile Welt zerbricht, beschreibt Campbell auf sehr eindringliche Weise. Das Übernatürliche, das Grauen bleibt immer im Hintergrund, es dient hier nur als Mittel zum Zweck. Dieser Roman weiß auf der ganzen Linie zu überzeugen. Und wer weiß: Vielleicht habe ich ja in meiner entschwundenen Kindheit auch so ein merkwürdiges Formular unterschrieben...
Michael Matzer © 2000/2012ff
Info: Obsession, 1986; Knaur 1987, Nr. 1808, München; 319 Seiten, aus dem Englischen übertragen von Joachim Körber; ISBN 3-426-?
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