Erfahrungsbericht über

Besessen / Joe Schreiber

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Dunkle Flure reizen zum Morden

1  03.09.2008

Pro:
öhm

Kontra:
unausgegorener Schreibstil, keine Spannung, Blasse Charaktere, definitiv kein Horror, einfach so ziemlich alles

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Niveau

Stil

Unterhaltungswert

Spannung

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jansdarling2002

Über sich: ab. 24. wieder regelmässig on, brauchte kleine Pause! || Sonne !!! Bei Gutem Wetter PC-Fern! υ...

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Vertrauende:270

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 253 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo meine fleißigen Leser,
und wieder einmal habe ich ein Buch ausgelesen und das nur an einem Nachmittag und genau von dem Buch möchte ich Euch berichten, denn es hat keine guten Erinnerungen bei mir hinterlassen. Eigentlich sollte mein Nächster Bericht ja mal wieder in Richtung Reisen gehen, aber aus aktuellem Anlass…. Heute soll es um das Werk Besessen von Joe Schreiber gehen. Nie gehört? Ich auch nicht, ob man das Buch kennen muss? Entscheidet selber und viel Spaß beim Lesen.


Autorenprofil
Joe Schreiber hat als Ghostwriter und Co - Autor bereits an zahlreichen Romanen mitgewirkt. Nach vielen reisen hat er sich mit seiner Familie in Pennsylvania niedergelassen. Seinen beiden Kindern erzählt er jeden Abend eine gruselige Gutenachtgeschichte.
Joe Schreibers erster Roman Untot war international ein großer Erfolg und hat ihm zu vielen Fans verholfen. Er gilt nicht nur ihnen als neue Stimme des Horror - Thrillers.
Joe Schreiber sch arbeitet derzeit an einem neuen Roman.


Buchprofil
Originaltitel: Eat the Dark (erschienen 2007 by Random House)
Titel: Besessen (erschienen 2008 by Bastei Lübbe)
Übersetzer: aus dem Englischen von Ulf Ritgen
Genre: Horror
Seitenzahl: 254
ISBN: 978-3-404-15889-8
Preis: 7,95€


Pressestimmen
»Sagen Sie ihre Termine ab - dieses Buch lässt sie nicht mehr los« Publishers Week


Klappentext - Auszug
Du hast die Wahl: bring deine Familie in Sicherheit - oder bleib hier und stirb. Entscheide dich JETZT. Eine zweite Chance bekommst Du nicht...


Story
Tanglewood Memorial Hospital….Dr. Mike Hughes ist zu seinem letzten Dienst angetreten, denn das Hospital wird geschlossen, er ist derjenige welche, der mit dem Wachmann Calhoun quasi das Licht ausmacht. Patienten gibt es hier schon keine mehr, nur die Notaufnahme ist noch besetzt….wenn auch nur noch mit dem notwendigsten Personal.
Dr. Hughes geht seinen letzten Dienst im Hospital eher ruhig an, ein etwas giftiges Pläuschen mit dem permanent nach Alkohol riechenden Pförtner und dann will er sich halt entspannen, aber soweit kommt es nicht.
Mit einem Mal sind vor der Pforte zur Notaufnahme Motorengeräusche zu hören und schon stehen 5 gestandene Polizisten im Raum, zwischen ihnen eine Rollbahre mit einem Patienten drauf, dem Straftäter Frank Snow. Dieser klagte über Schmerzen… Dr. Hughes ist verwundert, denn ein paar Meter weiter ist ein voll ausgestattetes Krankenhaus, wo man den Patienten viel besser und nach moderneren Gesichtspunkten röntgen und behandeln kann.

Eher widerwillig macht er sich mit seiner Assistentin Jolie - in Begleitung der Armader Polizisten - auf den Weg zur Tomographie.
Im Untersuchungsraum angekommen wird Frank Snow vorbereitet und im Rahmen der Vorbereitungen erhält Dr. Hughes einen Zettel von seinem vermeintlichen Patienten

Du hast die Wahl. Bleib hier und mach Deinen Job, oder schnapp dir deine Familie und hau ab. Entscheide dich JETZT. Noch eine Warnung kriegst du nicht

Dr. Hughes ist entsetzt und befürchtet das schlimmste, denn er nimm die Warnung ernst, kann er sich doch noch an die Berichterstattung um den Serienkiller Frank Snow erinnern… er hat noch nicht ganz zu Ende gedacht, als der Tumult auch schon los bricht, Snow hat sich aus seiner sicheren Fesselung befreit und lebt seinen Tötungstrieb aus. ©Jansdarling2002
Nicht nur die letzten Angestellten sind neben den Polizisten in Gefahr, auch Dr. Hughes Frau Sarah, welche mit Sohn Eli zu Ihrem Mann ins Krankenhaus gefahren ist, um eine Private Angelegenheit zu klären.

Nun kommen die Ereignisse Schlag auf Schlag, das Licht flackert, die Leichen der Polizisten liegen skurril verdreht in den Gängen des leeren Hospitals….Wer wird hier der Sieger sein? Der Serienkiller oder der Letzte Arzt des Hospitals - Dr. Hughes???


Kritik
An nur einem Nachmittag habe ich Besessen durchgelesen, und war mehr als enttäuscht, zumal der Klappentext mir doch ein spannendes Leseerlebnis versprach und die Genre - Einsortierung Horror war genau nach meinem Geschmack.

Was bedeutet Horror? Zustand der durch etwas Erschreckendes hervorgerufen wird, zum Beispiel gruselige Filme oder Bücher.

Aha, und passt das zu diesem Buch? Nein, denn was der Autor mir hier präsentiert hat, ist allenfalls eine Kladde zu einem vielleicht entstehenden Buch, eher Stichpunkt artig rast der Autor mit dem Leser durch die Klinik, hier und da werden mal ein paar blutige Leichen verstreut, damit es den Leser auch gruseln soll….
Wenn die Beschreibung stimmen würde, dann könnte das durchaus hinkommen, aber, die Darstellung des Kliniktrakts ist so oberflächlich geschehen, dass sich der Leser hier kein klares Bild machen kann, wo sich in dem Gebäude annähernd etwas befindet. Ich finde das bei solchen Büchern doch recht wichtig, gerade wenn sich der Handlungsort auf einen Raum oder ein Gebäude beschränkt. Lediglich die vorherrschende Atmosphäre kann man halbwegs als gelungen und ausreichend beschrieben bezeichnen, auch wenn diese nur recht lieblos und oberflächlich gestaltet ist, aber immerhin kann man damit etwas anfangen und es sich in Etwa vorstellen, was sich für entstehende Emotionen auf die Charaktere auswirken. Nicht jeder fühlt sich toll, wenn der Fahrstuhl mit einem Mal stecken bleibt, oder das Licht mehrfach flackert um dann ganz zu erlöschen.

Die Charaktere sind seitens des Autors auch nur blass und oberflächlich dargestellt worden, so dass man als Leser keinen Bezug zu den Hauptcharakteren
Dr. Mike Hughes (fungierender Arzt), Calhoun (von Alkohol umnebelter Pförtner) sowie Frank Snow ( Serienkiller mit dunkler Vergangenheit) aufbauen kann, man wird das Gefühl nicht los, als ob hier etwas fehlt. Meine Gedanken gingen soweit, dass ich dachte, dies sei vielleicht die Fortsetzung des vorher gehenden Berichtes, aber dazu konnte ich in dem vorliegenden Werk nichts finden, so muss ich davon ausgehen, dass es sich um einen in sich abgeschlossenen Roman handelt… und dafür ist die Charakterzeichnung zu unausgegoren…. Die Charaktere wirken nicht positiv auf den Leser, man kann sich nicht in sie hineinversetzen. Schade, denn aufgrund der doch ansprechenden Handlung - wenn denn der Autor da auch mal etwas draus gemacht hätte - würden sich hier hervorragende Charakterzeichnungen auftun, wie gesagt, dies ist meine Meinung, aber hier stimmt in meinen Augen so gar nichts, weder Handlung, Atmosphäre, Handlungsorte noch die Charaktere.

Fehlt noch etwas? Ja, der Punkt Spannung - welche Spannung? Das habe ich mich im verlauf der 254 Seiten auch immer wieder gefragt, die konnte ich nicht wirklich entdecken, und wenn es denn mal ein Hauch von anmutender Spannung war, dann wurde diese von Zusammenhangslosen Passagen in schönster Oberflächlichkeit erheblich abgemildert, um nicht zu sagen, von der Eintönigkeit und der Langeweile verdrängt.
Um mal ganz ehrlich zu sein, was dieses Werk mit Horror zu tun hat, das frage ich mich noch immer, klar es gibt Werke die haben es wirklich in sich, aber manche Werke wandern eher so am Rande des Horrorgenres entlang, dieses hier, hat nicht mal annähernd die Bezeichnung Horror verdient!

Wenn ich mal alles so zusammen betrachte, dann würde ich diese 254 als Taschenbuch gebundenen Seiten eher als einen Entwurf bezeichnen, aber nicht als fertige Unterhaltungslektüre. Der Autor sollte sich doch mal bei den großen bekannten Autoren einen Kurs in Sachen Charakterisierung und Spannungsaufbau geben lassen, und diesen Roman Besessen noch mal überarbeiten, vielleicht wird dann ein halbwegs spannendes und gruseliges Werk, gruselig ist es momentan nur vom Inhaltlichen und der Darstellung, aber nicht zum befriedigen von Leselust.

Ihr habt wohl schon gemerkt, dass ich an dem Werk kein Gutes Haar lassen, ok, kann auch meine Einstellung von einem Guten Horrorwerk sein bzw. mein Lesegeschmack, aber das ist mit Abstand das schlechteste Werk was ich gelesen habe. Irgendwie erinnert das so ein bisschen an billigen Abklatsch mit vermeintlich neuen Ideen von John Sauls Meisterwerk Blackstonechroniken, oder auch an David Morells Werk Creepers

Von daher wird es hier von meiner Seite aus auch nur den einen Pflichtstern geben, und definitiv keine Empfehlung. [Hier interessieren mich auch wieder Meinungen von anderen Lesern und würde mich daher über weitere Rezensionen freuen]

Herzlichen Dank für das Lesen, Bewerten und Kommentieren sagt Eure Chrissy

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Bilder von Besessen / Joe Schreiber
Besessen / Joe Schreiber Besessen
Das deutsche Cover, welches schon vom Aussehen einen täuscht
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
tommy197

tommy197

20.04.2010 04:28

Auf zu Gold! :-) lg. rosi

Carmelita2905

Carmelita2905

06.10.2008 23:19

Danke für's Lesen, dann muss ich das nicht nochmal tun. ;-)) LG Carmen

elguwi

elguwi

30.09.2008 12:56

Mit einer Rezension kann ich nicht dienen, denn Horror u.ä. sind nicht meine Kragenweite.

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Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 513 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

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  1. Carmelita2905
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