Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Zusammenstellung der Titel, Darsteller, etc . pp . |
| Kontra: |
Auswahl der Veranstaltungsstätte(n) |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Best of Musical 2006
- Die Tour-Show im Velodrom Berlin -
23.03.2006
Damit, doch noch zu BoM gehen zu können, hatte ich schon gar nicht mehr gerechnet. Als ich darauf aufmerksam wurde, waren die meisten Plätze für Berlin schon verkauft und was übrig war, entsprach nicht unseren Wünschen in Preis, Lage und vor allem Anzahl (wir wollten schließlich vier zusammenhängende Plätze).
Doch dann entdeckte meine Ma zwei Wochen vor dem geplanten Termin in der Tageszeitung eine Anzeige: Zusatzshow am Donnerstag, 23.03.2006, zu den ursprünglichen Terminen 24.-26.03.
Wir buchten sofort und hatten dabei freie Platzwahl, weil noch nichts verkauft war von diesem Termin. Letztlich saßen wir also Block 26, Reihe sechs, Plätze 1-4.
Um es gleich vorweg zu sagen: Ich glaube, ich werde mir nie wieder in einer Sportarena eine Show ansehen. Das ist genauso dämlich geplant gewesen wie bei Mamma Mia damals im ICC. Solche Hallen sind einfach nicht für derartige Veranstaltungen konzipiert. Das trübte ein wenig meinen Gesamteindruck.
Aber es soll eigentlich nicht meine Meinung von und mein Urteil über BoM beeinflussen. Die Musical-Gala war nämlich im Großen und Ganzen sehr gut.
Die Solisten
Uwe Kröger
Kennen gelernt hatte ich ihn bei "3 Musketiere" und ich hätte nie vermutet, dass der Mann, der auch als Moderator durch das Programm führte, ein derartiges komödiantisches Talent hätte.
Zugegeben, man musste immer ein bisschen überlegen, ob es nun albern oder witzig war, was er in seiner Moderation brachte - insbesondere vor Mamma Mia mit dem mindestens zwei Meter langen Zettel, den er zu dem Abba-Musical vorlesen sollte, oder auch nach TdV, wo er mit einem Kreuz auf die Bühne kam und sich erst umsah, bevor er meinte, hier sei er sicher -, aber ich muss schon sagen, dass er mich überzeugt hat. Immerhin hatte er einige Lacher auf seiner Seite, was wohl für ihn sprechen sollte.
Carolin Fortenbacher
Neben Patrick Stanke war sie die einzige, die sich am Personaleingang (=SD *g*) sehen ließ. Und ich hätte sie beinahe nicht erkannt. Sie ist so ein zierliches, kleines Persönchen, dass man nicht denken sollte, solch eine Stimme versteckt sich dahinter. Mal abgesehen von der Tatsache, dass sie bei 3M den Text ein bisschen verhauen hat, hat sie großartig gesungen und auch gespielt. Als Madame Potine sah sie einfach zu süß aus!
Thomas Borchert
Hat der Mann eine geile Stimme. Sorry, aber ich hab ihn ja nun das erste Mal live gesehen - und vor allem gehört - und es gab keinen Moment, in dem er mich nicht überzeugt hätte. Er kann ja wirklich alles singen. Ganz amüsant fand ich, dass man bei seinem Biest den Krolli extrem raushören konnte. Einfach von der Art, seine Stimme zu nutzen.
Und er kann auch alles spielen, vom Biest über einen Zuhälter bis hin zu einem der Mamma Mia!-Männer.
Jessica Kessler
Sie sorgte bei mir für den ersten Lacher des Abends, als sie bei den Musketieren plötzlich mir blonder Lockenperücke auf der Bühne stand. Ich kann mir nicht helfen, aber es sah so unpassend aus! *lach* Okay, Constance ist blond, aber es passt einfach nicht zu ihr.
Ansonsten war Jessica sehr gut, fand zumindest ich, entgegen der landläufig kursierenden Ansicht, sie könnte nicht so richtig singen. Dem hat sie hier wirklich absolut getrotzt.
Patrick Stanke
Hat mich noch mehr begeistert als bei den Musketieren (wo ich ihn leider nur einmal gesehen habe). Er kann offensichtlich auch alles singen, zumindest klang nichts von ihm schlecht. Vor allem als Rudi bei "Die Schatten werden länger" fand ich ihn grandios. Auch im Zusammenspiel mit Uwe.
Richtig niedlich war er aber vor der Show: Ich stand ja an dieser "SD" und wartete, obwohl mit inzwischen klar geworden war, dass die eh schon alle drin sind. Na jedenfalls kam Patrick irgendwann raus, stellte sich vor die Tür und schaute sich um. Ich fragte ihn erst mal, ob sie fleißig beim Proben sind, woraufhin er meinte, dass sie schon fertig wären. Einen Moment herrschte Stille, dann meinte er so: "Ich dachte, hier möchte vielleicht jemand ein Autogramm." Konnte mir ein Grinsen beim besten Willen nicht verkneifen (hey, das nenn ich mal Selbstbewusstsein *lach*), als ich auf ihn zuging. Ich bekam dann mein Foto von ihm, wo er noch seinen Wuff im Arm hat, signiert - und was schrieb er? "...& Rusty". Fand ich zu süß *g*
Maike Boerdam
Sie kann ja doch singen, war mein Gedanke, als ich sie als Christine bei PdO hörte. Und wie sie singen kann! Wahnsinn, so eine klare, saubere Stimme, die jedem Ton bis in Höhen, über die ich gar nicht nachdenken mag, traf.
Nun hatte ich eigentlich gehofft, dass sie dann als Eli auch so gut ist, aber Pustekuchen. Da klang sie wieder so, wie ich es kennen gelernt hatte: jaulend, krächzend, quietschend. Der einzige Ton, der da gut war, war der letzte (das "miiiiiir" ;)).
Oh, ja: Sie ist zu alt gewesen für die Christine! ^^° Hatte den gleichen Effekt wie Maya Hakvoort als Eli in Wien...
Joshua Denning
Ana Milva Gomes
Velile Mchunu
Zu den dreien kann ich leider gar nichts sagen. Sie waren ohne Frage gut, gesanglich wie darstellerisch, aber hier entbehre ich jedweder Vergleichskriterien - kenne weder ihre Musicals noch sie selbst aus irgendeiner Rolle.
Zur Show
1. Akt
Los ging es mit
"Ouverture" aus Gypsy (Instrumental),
einem äußerst stimmungsvollen Stück, das den Abend wunderbar einläutete. Ich persönlich kannte die Gypsy-Ouvertüre nicht, das sollte ich vielleicht dazu sagen. Aber ich war zumindest schon mal angenehm überrascht, auch von der Akustik, denn die war erstaunlich gut im Velodrom.
Fast nahtlos ging es dann weiter zu
"On Broadway" aus Smokey Joe's Café,
gesungen von allen neun Solisten plus Ensemble, was natürlich die Stimmung - wenigstens für mich persönlich - noch mehr anheizte. Die Ensemble-Szenen machen einfach nur großen Spaß und so war es auch bei dieser. Der Titel ist mir zwar bekannt, aber nicht wirklich vertraut; wenn er allerdings immer so klingt, dann finde ich ihn wahnsinnig gut *g*
Muss aber dazu sagen, dass mir der Bezug zum Broadway, auch dann bei Uwes Anmoderation, nicht so wirklich eingehen wollte. Geht es hier um deutsche Musicals oder um den Broadway? Ich denke nämlich, hinter dem brauchen wir uns nicht zu verstecken und ihn zum Vorbild nehmen auch nicht wirklich (ich sag nur "Dance of the Vampires" *schüttel).
Als nächstes war
"All That Jazz" aus "Chicago"
an der Reihe, mit dem Carolin Fortenbacher ihren ersten Solo-Auftritt hatte. Wow, kann ich nur sagen. Die Frau ist große Klasse und schien absolut in ihrem Element. Ihre Tanzeinlagen waren spitze, ebenso wie ihr Spiel, so wunderbar verführerisch (keine Kunst bei dem Kostüm *g*)
"New York, New York",
die Hymne an die pulsierende Stadt an der amerikanischen Ostküste, war dann Uwes erster Solotitel. Nun ja, es war sicherlich nicht schlecht, aber ich muss auch sagen, dass ich großer Frank-Sinatra-Fan und der Meinung bin, dass an den großen Ol' Blue Eyes keiner ran kommt. Immerhin hat Uwe Frankie im Nachhinein bei seiner Moderation aber noch gewürdigt, was ich sehr schön fand ;)
Allerdings war auch dieser Titel nicht das, was ich in einer deutschen Musical-Gala als passend empfinde. Mochte es der Stimmung und dem Eindruck durchaus zuträglich sein, nach dem Sinn und Zweck habe ich mich schon ein wenig gefragt (wenns auch eher ne rhetorische Frage war... ^^)
Endlich waren dann aber unsere deutschen Produktionen an der Reihe. Und den Anfang machte mein zweit-liebstes Musical derzeit:
3 Musketiere mit "Heut ist der Tag".
Ich liebe den Titel, er hat echten Ohrwurm-Charakter (neben "Engel aus Kristall") und Patrick Stanke hat großartig gesungen. Und doch muss ich sagen, dass ich irgendwie irritiert von der Musik war. Das war definitiv nicht die "Heut ist der Tag"-Melodie, die ich kenne. Irgendwie klang es komisch, nicht schlecht, aber halt seltsam.
Und 3M ist mir je mittlerweile doch schon sehr eingegangen, nachdem ich es bereits fünfmal (innerhalb von zwei Monaten *g*) gesehen habe.
Patrick durfte auch gleich weitersingen, folgte doch
"Alles" aus 3 Musketiere,
den er gemeinsam mit Jessica Kessler vortrug. Man hat den beiden angemerkt, dass sie Spaß hatten, auch Jessi und von der Performance her stand es dem Musical kaum nach. Ich persönlich bin aber Sabrina Weckerlin und Britt Koole verwöhnt und fand nicht, dass Jessis Stimme so richtig passte. Immerhin war sie allemal besser als unsere neue Constance...
Nun war
"Wer kann schon ohne Liebe sein" aus 3 Musketiere
an der Reihe, vorgetragen von Maike Boerdam als Anna, Carolin Fortenbacher als Milady und Jessica Kessler als Constance.
Ich liebe diesen Titel ja. Insbesondere, wenn Ann Christin Elverum als Anna singt - göttlich. Deshalb möchte ich bitte NIE wieder Maike als Anna hören. Man hat sie so extrem rausgehört und sie passte gar nicht da rein.
"Wer kann schon ohne Liebe sein" ist ein sehr harmonischer Titel, der die drei doch so unterschiedlichen Frauen aus 3M miteinander verbindet. Aber was ich hier gehört habe, klang ziemlich unharmonisch - denn die Stimmen passten schlichtweg nicht zusammen. Sie haben eher gegeneinander angesungen, als miteinander zu singen, weil ihre Stimmen so extrem unterschiedlich sind. Ich fand das etwas schade.
Aber Carolin und Jessi so für sich könnten sich ganz gut als Milady und Constance eignen *g*
Weiter gings zum nächsten Musical:
Phantom der Oper, eingeleitet durch die Ouvertüre.
Plötzlich konnte ich mich wieder dunkel an meinen Besuch des Musicals vor fast genau sechs Jahren (am 24.03.2000 nämlich ;)) erinnern. Ein tolles Gefühl. Außerdem liebe ich solch imposante Musik.
"Mehr will ich nicht von dir" aus Phantom der Oper
durften dann Maike Boerdam und Patrick Stanke zum Besten geben. Hab mich da gefragt, wie Sabrina es wohl finden würde, dass Patrick Maike küsst *grins*
Nun gut, das "zum Besten geben" darf man wirklich wörtlich nehmen, denn es klang einfach toll. Das zum Thema, Maike kann doch singen. Und auch Patrick scheint gar nicht mal so ungeeignet für die Rolle des Raoul zu sein.
Der nächste Titel hat mich dann etwas verwirrt. Uwe begann als Phantom (oh Wunder ^^) mit der
"Musik der Nacht" aus Phantom der Oper,
woraus dann aber irgendwie "Phantom der Oper" selbst wurde, wo dann Maike ihren Weg in ungeahnte stimmliche Höhen antreten durfte. Uwe war hier das Phantom - klar, nachdem er es im Film synchronisiert und in Essen selbst gespielt hatte.
Nun ich will es mal so ausdrücken - Uwe hatte wahrlich schon so einige Sternstunden, aber das Phantom (wenigstens dieses) gehörte nicht so wirklich dazu. Obwohl ich ihn im Film gut fand.
"So einfach, so schwer" aus Aida
bescherte Ana Milva Gomes ihren ersten Soloauftritt. Am besten gefallen haben mir diese sechs oder acht Fackeln, die ihren Weg säumten (au weia, weiß echt nicht mehr genau, wie viele das waren ^^). Ana sah und hörte ich zum ersten Mal und sie gefiel mir sehr gut.
Viel wichtiger aber war wohl, dass mir der Titel an sich sehr zugesagt und mich neugierig auf AIDA gemacht hat.
Auch der folgende Titel stammte aus Aida:
"Sind die Sterne gegen uns",
gesungen von Ana und Patrick Stanke. Diesen Song kannte ich aber bereits und fand ihn schon immer sehr schön; ihn jetzt allerdings von Patrick zu hören - wow. Das klang einfach wunderbar und es herrschte eine wunderbare Harmonie zwischen den beiden auf der Bühne. Großartig.
Kommen wir zu meinem ganz persönlichen Highlight des Abends, das, worauf ich mich eigentlich am meisten gefreut hatte:
"Unstillbare Gier" aus Tanz der Vampire.
Und hier erlebte ich etwas, was mir noch nie passiert ist vorher, nicht einmal, als ich das Musical damals gesehen habe: Der Titel begann, das Orchester spielte die ersten Takte und mir stiegen die Tränen in die Augen. Ich war selten so berührt allein von einem Lied und Thomas Borchert mit seinem wahnsinnig gefühlvollen und unvergleichlichen Krolli machte es nicht besser.
Das nächste Mal nehme ich wasserfestes Make-Up *lach*
Ein bisschen schade war, dass er erstens nicht so stark geschminkt war und dann fehlten auch die Zähne, die er erst am Ende von
"Totale Finsternis"
in den Mund nahm, um Jessi/Sarah zu beißen. Tja, wenn Borchi Jessi nicht seinen Umhang beim Drehen vor den Deez gehauen hätte, wäre ich wahrscheinlich bis zum Schluss von TdV in Tränen zerflossen, aber als Jessi geschickt auswich, kamen mir nur noch zwei Gedanken, die mein Grinsen praktisch erzwungen: Erstens, eigentlich sollte Borchi es besser können und zweitens, Jessi hat viel gelernt in ihrer TdV-Zeit *lach*
Was ich richtig schön fand an der Stelle, war, dass sozusagen die Original-TdV-Besetzung bei BoM auftrat und nicht welche der anderen Darsteller. Die beiden konnten es wenigstens!
Immerhin durfte ja dann Krolli Sarah ausnahmsweise am Ende von ToFi schon beißen, was aber zu meinem Bedauern ein wenig in eine Lachnummer ausartete, nachdem er mit verzogenem Gesicht mit der Hand dreimal über ihren Hals strich, um ihre Haare aus dem Weg zu räumen... ^^°
Zu TdV gibt es außerdem noch zu sagen, dass zu Beginn von ToFi sich die Vampire im Publikum verteilten - wie aus dem Musical bekannt -, was ich einfach nur super fand. Noch besser war, dass wir von unseren Plätzen aus die Tür, durch die sie hereinkamen, sehen konnten. War irgendwie witzig, wie sie sich da alle anhäuften und auf ihren Einsatz warteten *kicher*
Tja, und dann das leidige Thema Übergang. Es war in der Tat grauenvoll. So was von unpassend. Wie kann man die Gier und ToFi so unqualifiziert mischen??? Darüber hinaus wurde ja am Ende dann irgendwie in Jessis Schlusston ("Verstand") noch das Finale erster Akt reingespielt. Hä? Keine Ahnung, wer das abgemixt hat, aber man sollte ihn *zensiert*
Überhaupt war TdV im Vergleich zu den anderen Musicals, wo die Titel teilweise komplett ausgespielt wurden, so extrem gekürzt... Von ToFi nur Sarahs letzte vier Strophen plus der gemeinsame Gesang mit Krolli und bei der Gier waren von insgesamt über sieben Minuten gerade mal so noch vier übrig. Ich konnte echt nur noch den Kopf schütteln.
Von der "Trauer"-Stimmung (Warum musste TdV enden? *heul*) zu einem echten Stimmungsmacher:
"Greased Lightnin'" aus Grease.
Hier performte Joshua Denning, mir ebenfalls unbekannt, aber es gefiel mir durchaus, was er machte. Er ist ja ein echtes Energiebündel, so wie er rumgehüpft und -getanzt ist ;). Muss ja zu meiner Schande gestehen, dass ich den Titel beim besten Willen nicht kannte, obwohl ich Film und Musical bereits gesehen habe... Aber er hat mir auf jeden Fall gefallen ;)
Weiter gings mit dem nun wirklich allseits bekannten
"You're The One That I Want" aus Grease,
wo sich nun Jessi mit einklinkte. Sie und Joshua als Sandy und Danny... das hat einfach nur Spaß gemacht. Wenn ich nicht so eine Angst gehabt hätte, von diesen Minisitzen runter zu fallen, hätte ich auch mehr mitgewippt, das bot sich wirklich an *grins* Großes Lob geht hier auch an das Ensemble, die ja offensichtlich auch in jede Rolle schlüpfen können. Und sie schienen ihren Spaß zu haben.
Muss bei dem Titel übrigens immer an die "deutsche Version" denken... "Die Wanne ist voll" von Dieter Hallervorden und Helga Feddersen (die ältere Generation wird es vielleicht noch kennen *lach*). Die kannte ich nämlich vor dem Original ;).
Ach ja, nicht zu vergessen: Jessi in diesem Sandy-Catsuit *lol* Sah irgendwie gut aus... was wohl Krolli dazu gesagt hätte? *g*
Es folgte der Teil des Abends, auf den ich getrost hätte verzichten können:
Dirty Dancing, hier mit "She's Like The Wind".
Man muss es ja Thomas Borchert zugestehen, er hat phantastisch gesungen (war nicht anders zu erwarten gewesen) und dieser Titel gehört auch nicht unbedingt zu den von mir verhassten. Mal so nebenbei, Borchi hat echt ne Schmalz-Stimme *lol* Killt mich dafür, aber es war einfach so.
Dieser Saxophon-Spieler sah übrigens in meinem Augen irgendwie aus wie Uwe... kann mir nicht helfen... er war ja nie richtig zu erkennen, immer nur schemenhaft, aber von den Konturen her... ^^°
Zu den ruhigen Klängen von "She's like the Wind" bildete
"Hungry Eyes" aus Dirty Dancing
dann den völligen Kontrast, den Borchi auch toll rüberbrachte - kurzum, er ging so richtig ab auf der Bühne *lach* Konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, auch wenn der Titel an sich mich nicht vom Hocker reißt (liegt am Titel, nicht am Sänger).
Soooo... als 19ten Song des Abends hatten wir dann meine persönliche Nemesis:
Time of my Life aus Dirty Dancing.
Ich sage es, wie es ist: Ich hasse diesen Titel aus tiefsten Herzen. Ehrlich, ich hab oft versucht, mich dran zu gewöhnen, aber es geht nicht. Auch der eigentlich ganz annehmbare Vortrag von Joshua Denning und Jessi konnte daran nichts ändern.
Oder noch konkreter: Ich fand es so langweilig, dass mir ungelogen fast die Augen zugefallen sind. Ein bisschen Schadenfreude konnte ich mir nicht verkneifen, als die Hebefigur schief ging *hehe*
Ich weiß wirklich nicht, was alle an diesem Film und der Musik finden. Für mich ist es inhalts- und sinnlos.
2. Akt
Der zweite Akt startete, nach einer guten halben Stunde Pause, mit
"Der Ewige Kreis" aus König der Löwen.
Velile Mchunu hatte hier gemeinsam mit Germaine Dhago Gbao, Kevin Rogers und Ensemble ihren ersten großen Auftritt. Nur eine Frage muss ich schon stellen: Was jault die arme Frau denn am Anfang so? Ich musste mich wirklich zwischen Entsetzen und Lachen entscheiden, das ging ja mindestens fünf Minuten so.
Ich kenne KdL nicht - also das Musical -, aber dieser Titel hat nicht unbedingt dazu beigetragen, dass ich kennen lernen möchte. Okay, es wurde besser, doch so richtig mitgerissen hat es mich nicht...
Auch der zweite Titel stammte aus dem Löwenkönig:
"Kann es wirklich Liebe sein".
Hab ne Weile gebraucht, bis mir endlich einfiel, warum mir dieses von Joshua Denning und Ana Milva Gomes gesungene Lied so bekannt vorkam - klar, es war "Can you feel the love tonight" von Elton John. Klang aber ganz gut und ich fand Ana als Löwin (hab den Namen grad vergessen) ziemlich knuffig *g*
Ah, genau, und diese Papiervögel, die, von im Publikum stehenden Mitgliedern des Ensembles an langen Stangen gehalten, da rumflogen, sahen auch ganz gut aus. Allerdings war mir nicht bewusst, dass die erstens regenbogenbunt und zweitens so extrem groß sind... ^^
Er lebt in dir aus König der Löwen
war der dritte Titel aus dem Hamburger Musical. Auch hier sangen und spielten Velile Mchunu, Germaine Dhago Gbao, Kevin Rogers, Joshua Denning und das Ensemble und das gefiel mir dann auch schon besser als der erste Titel. Aber ich muss dennoch sagen, dass meine Neugier trotzdem nicht geweckt wurde.
Ein weiterer Teil des Abends, auf den ich mich sehr gefreut hatte, beinhaltete
Schöne und das Biest, begonnen mit "Zu Haus".
Ich liebe diesen Trickfilm dazu, ich kann zwar nicht genau sagen, warum, aber ich finde ihn wunderschön. Das Musical habe ich leider bisher noch nicht gesehen, ich hoffe aber, dass ich das noch schaffe.
Erst recht nach diesen Ausschnitten. Jessica Kessler begann mit dem Song, der im Film ziemlich am Anfang von Belle gesungen wird (ha, hab ihn erkannt! *g*). Da kann man richtig nostalgisch werden *lach* Allerdings hat Jessi etwas gewackelt, sollte ich vielleicht dazu sagen.
Es folgte
"Wie kann ich sie lieben" aus Schöne und das Biest,
wo Thomas Borchert mit der nächsten aufwändigen Maske auftrat, nämlich als Biest. Und oh wie wunderschön und berührend er diesen mir unbekannten Titel sang. Traumhaft.
Was mir aufgefallen ist - man hat hier deutlich den Krolli rausgehört, was die Stimme betrifft. Die lauten, kräftigen Töne haben mich teilweise sehr an die Gier erinnert ;)
Ach ja, der Text ist mir etwas verloren gegangen, also ein bisschen fehlte mir da noch Sinn und Zusammenhang. Vielleicht kommt das ja im Musical besser rüber.
Mit dem wohlbekannten Titelsong,
"Die Schöne und das Biest",
hatte Carolin Fortenbacher nun ihren nächsten Auftritt, hier als Madame Potine (süß!). Wow, davon hätte ich auch nicht genug bekommen können. Carolin hatte so wunderbare Akzente in ihrer Stimme bei diesem Titel, es klang einfach nur wahnsinnig toll. Dafür wurde der Titel aber, wenn ich mich jetzt recht entsinne, auch komplett ausgespielt.
Uns was war das niedlich an der Stelle, dass ausgerechnet unser TdV-Pärchen auch Belle und Biest spielten. Vor allem Borchi - so wunderbar unbeholfen als Biest, das hat man ihm absolut abgenommen :).
Ein bisschen wie eingeworfen, weil es halt Tradition und Pflichtprogramm ist, wirkte
"Erinnerungen" aus Cats.
Hier durfte Ana Milva Gomes singen, was sie auch ganz gut hinbekam. Allerdings habe den Text irgendwie anders in Erinnerung - und ich habe die Originalversion (also die deutsche), gesungen von der unvergleichlichen Angelika Milster, auf CD...
Was ich aber gut fand, war, dass sie wenigstens die... oder eine... deutsche Version genommen haben und nicht "Memories" (kann echt nicht verstehen, warum immer alle von der englischen reden *kopfschüttel*)
Nun kam das Musical an die Reihe, was ich bereits mehrmals gesehen habe, mir aber doch Ende Juni das erste Mal anschaue:
Elisabeth mit "Die Schatten werden länger".
Bislang kenne ich ja nur die Wiener DVD-Version, aber nun hatte ich das endlich mal die Live-Wirkung. Uwe Kröger in seiner Paraderolle als Tod war dabei wirklich ein Geschenk. Aber auch Patrick Stanke als Rudolph war phantastisch und das männliche Ensemble als Todesengel, die hier mal eine ganz andere Choreographie als im Musical an den Tag legten, taten ihr Übriges.
Einfach nur genial! Wenn das ganze Musical so ist, mach ich mir keine Sorgen, dass es mir 100pro gefällt ;) Ach so, Patrick war ein bissel zu groß für Uwe :-P
Fast nahtlos ging es dann über zu
"Ich gehör nur mir" aus Elisabeth,
vorgetragen von Maike Boerdam. Das Kleid allerdings war ein Witz, oder? Also nach dem Sisi-Kleid sah das nun wirklich nicht aus... welchen Brautmoden-Shop haben sie denn da geplündert? ^^
Nun ja, auch sonst hat mich Maike - mal wieder - gar nicht überzeugt. Bei PdO war sie so phantastisch und hier? Mehr gesprochen als gesungen; eher gekrächzt und gejault als alles andere. Das einzig Gute war der Schlusston. Der war wieder absolut sauber.
Ich klebte dann aber ohnehin irgendwann mehr an dieser Gestalt im Hintergrund - Uwe als Tod, der in ziemlich entspannter, um nicht zu sagen lasziver Pose auf der oberen Bühne saß und wartete *lach*
Er hatte seinen nächsten Einsatz nämlich dann bei
"Der letzte Tanz" aus Elisabeth,
wo er mich ehrlich überraschte, brachte er doch ganz neue Töne und Aspekte in den Titel. Klang wahnsinnig gut und die Choreographie mit den Todesengeln, die einen Halbkreis um ihn bildeten und seine Bewegungen imitierten, riss mich wirklich beinahe vom Hocker. Das war einfach unbeschreiblich, ganz große Klasse.
Ich denke, Uwe war voll in seinem Element ;).
Von Österreich ging es einmal quer um die halbe Welt zur
"Ouverture" von Miss Saigon,
bevor mit
"Saigon, Du fieberst im Licht" aus Miss Saigon
die Hölle losging. *lach* Zuerst einmal: Ich habe Miss Saigon noch nie gesehen (steht aber auf meiner Wunschliste ;)) - aber den Titel immerhin fand ich schon mal genial und sehr stimmungsvoll.
Nun war es ja nicht so, dass ich nicht vorher bereits gelesen hatte, dass Thomas Borchert hier einen Zuhälter mimt (dieser bordeauxrote Glitzeranzug... au weia ^^), aber bis das IN der Show dann zu meinem Gehirn durchsickerte... *lol* Joshua Denning, Patrick Stanke und das Ensemble durften dann die Soldaten/G.I.'s mimen, während das Ensemble als weitere G.I.'s oder Angestellte des Bordells (*g*) auftrat.
Schließlich kam auch Ana Milva Gomes hinzu als neues käufliches Mädchen, Borchi durfte einem der Mädchen einen Klaps aufs Hinterteil geben (ich hatte den Eindruck, er hat sich in seiner Rolle sehr wohl gefühlt...) und Patrick Ana einmal mit den Augen verschlingen.
Als die beiden endlich alleine waren, erklang
"Die letzte Nacht der Welt" aus Miss Saigon,
die Patrick und Ana wunderbar meisterten (klingt zweideutig? Geschenkt :-P). Die Original-Version mit Uwe als Chris ist mir durchaus bekannt, aber ich muss sagen, diese hier stand dem in Nichts nach. Die beiden brachten eine wunderbare Atmosphäre auf die Bühne und haben mich vollends überzeugt.
Von
"Dancing Queen" aus Mamma Mia!
dachte ich mir dann aber, dass ich doch lieber wieder das Original aus dem Musical nehme. Maike Boerdam und Velile Mchunu machten ihre Sache zwar gut, wurden aber von Carolin Fortenbacher verständlicherweise in Grund und Boden gesungen und gespielt - schließlich ist sie da voll in ihrem Element (ich sag nur headbanging *lol*).
Ansonsten kam aber richtig Stimmung auf und die ersten Zuschauer trauten sich, bereits verhalten mitzuklatschen.
Ein klassischen Fall von "Wir holen die Stimmung auf dem Höhepunkt mal zurück auf den Teppich" stellte sich dann dank
"Der Sieger hat die Wahl" aus Mamma Mia!
ein, den Carolin Fortenbacher selbst anmoderierte. Ich vergöttere diesen Titel, wenn er von Carolin gesungen wird, ja geradezu. Der läuft bei mir zeitweilig in einer Dauerschleife. Bei Carolins Stimme muss man einfach eine Gänsehaut bekommen, gerade bei diesem Titel, wo sie sich richtig ausspielen kann, von leisen bis zu den ganz lauten, gewaltigen Tönen.
Und die Stille im Saal sprach für sich. Mir sind bald die Tränen gekommen, so großartig bringt sie das rüber.
Und jetzt hör ich auf, sonst werd ich mit loben nicht mehr fertig *lach*
Und um die Stimmungswelle zu komplettieren, gings auch gleich weiter zu
"Mamma Mia" aus - haha - Mamma Mia!.
Und jetzt ging so was von die Post ab. Maike Boerdam als Tanja, Carolin Fortenbacher als Donna und Velile Mchunu als Rosie, in Kombination mit dem Orchester, das plötzlich 200% gab, ließen kaum einen mehr stillsitzen, geschweige denn die Hände stillhalten. Der Lacheffekt waren dann wohl Thomas Borchert, Joshua Denning und Uwe Kröger als die drei Männer des Musicals *brüll*. Vor allem in diesen Kostümen!
Wenn ich das richtig gesehen habe, war Uwe Donnas Partner Sam - in blau, was mich dann doch irritierte -, Borchi als Bill bei Tanja und Joshua als Harry bei Velile. Wäre aber über ein Bild der sechs dankbar, dann könnte ich es noch mal nachvollziehen.
Von Mamma Mia gab es einen nahtlosen Übergang zu
"Wenn das Mami wüsst'" aus Mamma Mia!,
und obwohl ich mir auch hier den Übergang nicht so wirklich erklären konnte, war er doch weitaus besser gelungen als bei TdV.
Man, was sind die sechs abgegangen auf der Bühne *lol* Und das Publikum hat getobt. Das ist einfach Gute-Laune-Musik. Ich muss ja sowieso immer an die entsprechende Szene aus dem Musical denken... mit Pepper und Tanja. Goldig! Aber das hier war auch großartig :).
So ein bisschen gewann ich den Eindruck, als sei das nun die Kür nach dem zweieinhalb Stunden langen Pflichtprogramm - und die genossen sie vollends.
Tja, das war auch schon das Programm. Na ja, was heißt schon. Eigentlich ne ganze Menge, aber es ging halt auch sehr schnell vorbei. Wie immer *seufz* Allgemeines Phänomen bei den Dingen, die man mag, nicht wahr? ;)
Jedenfalls habe ich die Show sehr genossen, gelacht und geweint und wieder mal dieses Begeisterungskribbeln im Bauch gehabt, dass sich bei mir immer einfindet, wenn ich ins Theater gehe.
Sicherlich gibt es immer Dinge, die man besser machen kann, aber allgemein kann ich nicht meckern (Ausnahme: TdV) und ich freue mich auf die nächste Musicalgala!
Der Schlussapplaus brachte dann ein Medley aus allen Titeln, die Teile daraus jeweils passend zum Solisten, der gerade auf die Bühne kam - in der schneeweißen Ausführung des Kostüms seiner Paraderolle (Patrick als d'Arti, Borchi als Krolli, Maike als Eli, Uwe als Tod usw.), wo es noch mal kräftigen Jubel für die einzelnen Darsteller gab. Auch das Ensemble war komplett in weiß gekleidet, als es dann zur Zugabe ging.
"Danke für die Lieder" aus Mamma Mia
sangen alle gemeinsam, Borchi, Carolin und Uwe vorne stehend und der Rest im Hintergrund auf der oberen Bühne sitzend (hab neben Maike sogar Christopher Tölle entdeckt ;)).
Auf den Bildschirmen lief dazu auch der Text, aber das bekam offensichtlich keiner so recht mit, es wurde zwar kräftig mitgeklatscht, aber von Gesang hörte man nichts aus dem Publikum. Schade eigentlich.
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Zu viel des Guten...
Bewertung für Best of Musical - Musical von
LizThirose
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...Anfangs hatte ich mich gefreut. BoM 2006 hatte mir ja sehr gut gefallen und dementsprechend hieß es auch 2007 wieder: Auf zu Best of Musical. Dann kam die Besetzung raus und meine Begeisterung wuchs. Wegen eines Namen hauptsächlich: Pia Douwes. Ich würd ...
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14.05.2007
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Das Beste vom Besten
Bewertung für Best of Musical - Musical von
Pici16
Pro: starkes Ensemble, tolle Stimmen, super Show
Kontra: Songauswahl, Uwe Kröger als Moderator
Ein Telefonat mit alten Freunden ist doch immer wieder erfreulich. Mit dem Telefonat meines alten Freundes erntete ich gleich doppelte Freude - nach einem ganzen Jahr lediglichen Telefonkontaktes bekam ich nun die Chance auf ein Wiedersehen. Mein Freund, ...
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20.04.2006
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Best of Musical - nicht gleich Best of!
Bewertung für Best of Musical - Musical von
sloope
Pro: Einige wenige Highlights
Kontra: Nicht sehr überzeugung
Um so viel Geld hätte ich mich nicht in die (Wiener) Stadthalle gesetzt. Gute Karten sind viel zu teuer und halbwegs (halbwegs aber nicht normal!) erschwingliche Preise bringen Sitzplätze irgendwo, wo man Köpfe der Darsteller höchstens als Stecknadeln erk ...
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29.04.2006
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