"Bestatten, mein Name ist Tod!" - Friedhofsgeschichten aus dem Leben gerissen / G C Roth

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"Bestatten, mein Name ist Tod!" - Friedhofsgeschichten aus dem Leben gerissen / G C Roth

Kuriose, grausige und auch ungeklärte Todesfälle - Bestatter wissen mehr, als sie laut sagen dürfen. Die beiden urigen Bestatter, die sich regelmäßig...

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49% positiv

7 Erfahrungsberichte der Community

Erfahrungsbericht über ""Bestatten, mein Name ist Tod!" - Friedhofsgeschichten aus dem Leben gerissen / G C Roth"

veröffentlicht 29.01.2011 | Cosmay
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Es geht nicht darum, das Populäre zu machen, sondern das Richtige zu tun. Und dann muss man dafür sorgen, dass es populär wird. (Guido Westerwelle)
Nichts für mich
Pro Buchtitel; auch für extrem kurzsichtige geeignet.
Kontra trivial, lächerlich, keinerlei erkennbare Absicht (Humor? Spannung? Gruselkram?) vorhanden
sehr hilfreich
Leserschaft
Niveau
Stil
Unterhaltungswert
Spannung

"Kleinkindergruselniveau."

Brille verbummelt? Macht nichts.

Brille verbummelt? Macht nichts.

„Alle fragten nach dem Warum. Keiner fragte danach, ob es überhaupt die Wahrheit ist“, sagte Sven mit vorwurfsvollen Gesichtsausdruck und setzte sich an den Rand seines Grabsteines, an dem David gerade die letzten Befestigungsarbeiten vornahm. (…) David nickte still. Er hatte gelernt zu schweigen, wenn die Toten erzählen.“
(Zitat, S. 11)

~ Während meine positive vorfreudige Erwartungshaltung durch den Klappentext des Buches
Gestatten, mein Name ist Tod – Friedhofsgeschichten aus dem Leben gerissen
, der von „kuriosen, grausigen und ungeklärten Todesfällen“ spricht, über die Bestatter meist mehr wissen, als sie sagen dürfen, in eine völlig andere Richtung ging, als hier schlussendlich dargeboten wird, kann man sich den Grad meiner Enttäuschung vermutlich ausmalen. Der Autorin G. C. Roth ging es nicht etwa darum, kuriose Todesfällen oder ihr „drumherum“ zu beleuchten oder ähnlich wie Wendy Northcutt es in ihrer „Darwin Awards“ Reihe tat, augenzwinkernd vorzustellen ~ vielmehr schien sie ihre Zielgruppe irgendwo in den Kindern zu finden, die sich eben gerne gruseln. Schon nach den ersten Seiten, die überdies in arg großen Buchstaben niedergetippt wurden (vgl. Foto), fühlte ich persönlich mich an den teilbebilderten Band „Wenn du dich gruseln willst“ erinnert ~ das Niveau ist in etwa das gleiche, von den mannigfaltigen Tippfehlern mal abgesehen.

„Books on demand“ als Verlag gehörte an für sich zu meinen bevorzugten Lektüren, schwächelt jedoch immer mehr, desto intensiver ich mich mit deren Veröffentlichungen auseinandersetze.

Im Grunde wurden innerhalb „Bestatten – mein Name ist Tod“ ein paar (angebliche) Anekdoten aneinandergeflochten, die sich zwei ältere Bestattungsunternehmer auf ihrem Friedhofskontrollbesuch gegenseitig erzählen.

Mag sein, dass im weiteren Verlauf noch eine weitere Person hinzustößt ~ offen gestanden habe ich das Buch im Groben und Ganzen eher überblättert denn tatsächlich Seite um Seite gelesen. Zu groß war die meinige Enttäuschung, der Beschreibung derartig auf den Leim gegangen zu sein ~ ein Umstand, der nicht immer zum Nachteil sein muss: Klappentexte lügen bekanntlich nicht erst seit gestern, überdies kommt es hin und wieder vor, dass man trotzdem – oder genau eben wegen weil – eine Perle entdeckt, die man sonstig völlig übersehen hätte. Würde der Inhalt des Filmes „Little Miss Sunshine“ genau das umsetzen, was diverse Werbe- oder gar DVD-Klappentexte suggerieren ~ er hätte mich ganz und gar nicht ansprechen können.

Bedauerlicherweise trifft dieses Überraschungsbonbon in diesem Falle nicht zu. Zumindest nicht in harmonischer Art und Weise ~ vielmehr habe ich für meinen Teil mich dermaßen über die Lektüre geärgert, dass ich mich des Nächtens fast noch einmal aufgerafft hätte, um das Buch direkt im Anschluss bei Tauschticket wieder feilzubieten.

Ganz offen gesagt: ich verspüre nicht einen winzigen Deut einer Ahnung, was und die Autorin mit ihrem Werk nun eigentlich versuchte, zu sagen. Oder wer die Zielgruppe sein soll. Oder ob es nur mir so ging, die aufgrund des Buches „Gestatten, Bestatter“ in diesem vorliegenden Exemplar eine ähnliche Raffinesse vermuteten.

Während ich die Episode „Der Fremde“ noch mit ein wenig Spannung verfolgte, war auch hier recht früh klar, auf was das Ganze hinauslaufen würde. Ebenso verhält es sich mit dem Kapitel „Das Streusalz“ ~ zumal ich mir keineswegs vorstellen kann, dass es überhaupt einen (nach-kindlichen) Leser geben könnte, der bei den Schlagworten „Glatteis, Urne, Streusalz“ nicht ad hoc erahnt, wie die Erzählung ausgeht. Die Mühe der Autorin, so etwas wie eine zuspitzende Dramatik zu kredenzen, ist von vorneherein ob der vorgenannten Logik völlig für die Miez; weswegen sich die paar Seiten noch unspektakulärer lesen lassen, als es naturgemäß bereits der Fall gewesen sein könnte.

Auf den Punkt formuliert bedeutet dies: „Bestatten, mein Name ist Tod“ stellt meiner Auffassung nach ein vollumfänglich vorhersehbares Büchlein dar, welches nicht nur inhaltlich künstlich in die Länge gezogen wurde, sondern darüber hinaus noch via Großdruck, ein paar Zeichnungen und halbleeren Seiten auf 90 Seiten gepimpt wurde. Gepimpt mit für mich überflüssigen und teilweise schwachsinnigen Ausführungen, die zu vehement von der Tatsache, dass es sich teilweise ursprünglich um altbackene Witze handelte abzulenken versucht ~ auf Kleinkindergruselniveau, versteht sich.

Summa summarum
kann ich nur wiederholen, dass ich hin und wieder sehr gerne Werke wie „Die Darwin Awards“ (Wendy Northcutt) „Unglaubliche Geschichten“ (Pierre Bellamare) oder gar „Das Lexikon der Exzentriker“ (Karl Shaw) lese ~ eben weil man hier ab und an so herrlich vor amüsierter Fassungslosigkeit den Kopf schütteln kann.

Obschon ich bezüglich „Bestatten, mein Name ist Tod“ nur bedingt etwas ähnelndes erhofft hatte, musste ich feststellen, dass man das Büchlein irgendwie mit einem der denkbar schlechtesten Bücher, die ich seit jeher gelesen habe, vergleichen kann: auch „Weißer wurde über Nacht schwarz“ stellt meines Erachtens ein wirklich unglaubliches Buch dar ~ unglaublich mistig, sozusagen.

Es grenzt fast schon an „groben Unfug“, solche Bücher überhaupt auf den Markt loszulassen ~ wenn nicht sogar schon Beleidigung, davon auszugehen, dass jemand, der noch bei klarem Verstand ist, den Inhalt der „Erzählungen“ beider Werke für bare Münze nehmen würde.

Den Autorentext, dass die Geschichten innerhalb „Bestatten, mein Name ist Tod“ immer einen realen Kern enthalten, lasse ich mal unkommentiert hier stehen ~ eben weil es unabstreitbar ausreicht, dass es tatsächlich geschneit hat, während ein Kollege eine Urne vorbeibrachte, um von einem „realen Kern“ sprechen zu dürfen.

Ergo des Ergos: ein Buch mit Lernfaktor, immerhin. Sprich: Blindkäufe, nur weil der Titel einem anderen (in diesem Fall: „Gestatten, Bestatter“) ähnelt, und man somit entsprechendes erwartet, gehen selten gut aus.

Nichtsdestoweniger kann dieses Machwerk sicherlich keinen einzigen Stern von mir „erwarten“; zumal ich sehr gerne Minussterne verteilen würde. Eine Empfehlung zur Verwendung als alternative Heizmethode gibt’s dann auch noch ~ mehr aber nun wirklich nicht.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Mia-san-Mia veröffentlicht 05.06.2011
    Sé paciente con todo el mundo; pero sobre todo contigo mismo..................
  • Fantomiss veröffentlicht 02.06.2011
    Wie hübsch. Nach langer Zeit mal wieder hier und gleich ein Skandal. Toll. Ich war sogar bei besagtem Blog. Auch toll. Besonders der feministische Ausflug von Helga. Ich habe hier auch schon Bücher verrissen, aber sowas von. Musik auch. Filme auch. Nein, mich hat kein Mann angestiftet, das hab ich ganz allein gemacht. Aber: Wo ist jetzt der Rufmord? (Ich habe von einem gewissen Reich-Ranicki schon ganz anderes gelesen und gehört und da schreit keiner. Nur so am Rande.) Wenn die "Autorin" (hat sie diese Bezeichnung überhaupt verdient?) Angst um ihren guten Ruf hat, hätte sie wohl nie ein Buch veröffentlichen sollen. Sie hat sich aber sogar zu laaaangen Stellungnahmen ohne jedweden Belang (und auch mit vielen Fehlern) hinreißen lassen, die ihr noch den Rest geben. Tja. Auf den Punkt: Warum fühlen sich eigentlich "Kreti und Pleti" bemüßigt, Geschriebenes zu veröffentlichen, anstatt es denen zu überlassen, die es können?!
  • Das_Ky veröffentlicht 25.05.2011
    Man kann aber auch einfach nen langen Ciao-Bericht drüber schreiben und das Buch dabei genüßlich zerreißen :) und seine Mitmenschen davor warnen, den Schund zu kaufen. Grüße, Ky
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Produktdaten : "Bestatten, mein Name ist Tod!" - Friedhofsgeschichten aus dem Leben gerissen / G C Roth

Produktbeschreibung des Herstellers

Kuriose, grausige und auch ungeklärte Todesfälle - Bestatter wissen mehr, als sie laut sagen dürfen. Die beiden urigen Bestatter, die sich regelmäßig auf ihrem Friedhof treffen, haben längst das Zeitliche gesegnet und geben deshalb freimütig die Geheimnisse "ihrer Kunden" preis. Dabei wird offenbar, dass so manches Grab, das nach außen einen ganz normalen und nett gepflegten Eindruck macht, ein grausiges Geheimnis hütet ...

Haupteigenschaften

Produktform: Einband - flexibel (Paperback)

Nummer der Ausgabe: 1

Ausgabe: 1., Aufl.

Seitenzahl: 92

Erscheinungsdatum: 2008

ISBN: 3837057984

EAN: 9783837057980

Titel: "Bestatten, mein Name ist Tod!"

Untertitel : Friedhofsgeschichten aus dem Leben gerissen

Sprache: Deutsch

Kategorie: Belletristik / Krimis, Thriller, Spionage

Medium: Gebundene Ausgabe

Höhe: 210 mm

Breite: 148 mm

Gewicht: 145 gr

Lieferstatus: lieferbar

Verlag: Books on Demand

Autor: G C Roth

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 12/05/2010