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Die Coen-Brüder haben wieder zugeschlagen. The Big Lebowski handelt von einem abgehalfterten Penner namens Lebowski, genannt 'Der Dude', dessen Lebensinhalt Bowling und das Herumhängen mit seinen nicht minder abgewrackten Kumpels ist. Ein wenig Abwechslung erfährt der Dude, als ihn eines Abends zwei Schläger in seiner Wohnung überfallen, Geld einfordern und - viel schlimmer - auf seinen Teppich pinkeln. Und das alles nur, weil sie ihn mit einem Millionär gleichen Namens verwechselt haben. Bei diesem will der kleine Lebowski die Kosten für die Teppichreinigung anderntags wieder eintreiben und wird prompt dazu auserkoren, die Lösegeldübergabe für die entführte Ehefrau des großen Lebowski zu übernehmen, was zu unglaublichen Verstrickungen führt.
Der etwas skurile Plot wird getragen von noch skurileren Figuren, die den American Way of Life gehörig auf die Schippe nehmen. Der unbedarfte Zuschauer dürfte das Kino kopfschüttelnd verlassen und sich fragen, was das Ganze denn nun soll, während abgebrühte Coen-Fans sich daran kaum stören werden. Denn solcherlei sinnlose Dialoge und schräge Ereignisse ist man seit Barton Fink und Fargo längst gewohnt. Und dennoch sind die Charaktere wieder äußerst originell gezeichnet und glänzend gespielt von Jeff Bridges, John Goodman und Steve Buscemi. Joel und Ethan Coen beweisen einmal mehr, daß sie zu den Meistern des unabhängigen amerikanischen Kinos gehören. Abseits jener ausgetretenen Hollywood-Pfade beackern sie ihr eigenes Feld. Heraus kam einmal mehr ein intelligentes und bitter-komisches Stück amerikanische Kinokunst, das trotzdem brillant zu unterhalten weiß.
26.08.2002 12:17
gut geschrieben !MFG TIBERIUS
26.08.2002 12:17
gut geschrieben !MFG TIBERIUS
26.08.2002 12:17
gut geschrieben !MFG TIBERIUS