The Big Lebowski

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The Big Lebowski

Gesamtbewertung (87): Gesamtbewertung The Big Lebowski

 

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Jeff Bridges ist BIG LEBOWSKI - Der Dude

5  10.07.2004 (20.03.2005)

Pro:
Abgefahrener Streifen

Kontra:
Gelegentlich nervtötender Soundtrack

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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berti.r

Über sich:

Mitglied seit:06.10.2003

Erfahrungsberichte:36

Vertrauende:32

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 101 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

"Sie brauchten nur einen Idioten, den Sie vorschicken konnten und da trafen Sie mich. Sie dachten, oh, hier haben wir ja einen Versager, einen miesen Penner, einen um den sich die Gesellschaft einen Scheiß kümmern wird." ---- "Und? Sind Sie das nicht?" ---- "Na und? Ja!" (Schlüsseldialog 1)


►►►►►


Eine Verwechslungskomödie

Die Hauptrollen teilen sich zwei Personen gleichen Namens, nämlich der kauzige Jeffrey "The Dude" Lebowski, der abgehalfterte Penner und der andere Jeffrey Lebowsky, der verschlagene Millionär. Darüber hinaus sorgen ein Teppich, ein vermeintliches Geldbehältnis, diverse Bowler und Nihilisten für ein chaotisches Drunter und Drüber.

Der Prototyp des tollpatschigen Taugenichts, der Dude, dessen Zeitvertreib, abgesehen vom ziellosen Umherfahren und Kegeln mit Freunden aus Konsumieren von Cannabis, Cocktails und Creedencekassetten besteht, wittert aufgrund einer Namensverwechslung plötzlich die Chance, an einen größeren Geldbetrag zu kommen.

Der reiche Namensvetter Jeffrey Lebowski beauftragt den Dude mit der Übergabe des Lösegelds von 1 Million Dollar für seine angeblich entführte junge Frau und verspricht ihm mit 20.000 für diese Dienstleistung zu entlohnen.

Dies setzt eine Kette haarsträubender Verwicklungen und Fehlleistungen in Gang, die Zuschauern mit entsprechendem Humorverständnis von einer Lachattacke zur nächsten jagen. Ein Sammelsurium verkrachter, skurriler Existenzen scheitert scheinbar an den einfachsten Aufgaben.

Ob es die deutschstämmige Clique ("Vee belieff in nossink, Leboffski, in nossink!") ist, die das Lösegeld kassieren wollen, ohne im Besitz der Geisel zu sein, ob es die Geldeintreiber des Schmuddelfilmers Jackie Trehorn ("Ich bin in Sachen Erwachsenenbildung tätig") sind, die den Falschen aufspüren, oder ob es Walter Sobchak ("Ich trete Dir in Deinen Simulantenarsch") ist, der einen Schwerbehinderten aus dem Rollstuhl schubst: fast jede Aktivität geht schief, ufert bis zur peinlichen Posse aus, entlarvt die Scheinhaftigkeit der handelnden Akteure, die trotz aller heiter-fratzenhaften Anstrengung nichts anderes als "bekackte Amateure" sind, Amerikaner mit überzeichnet wirkenden Marotten eben, nicht vor Scharfsinn gerade strotzend: "Are these the Nazis, Walter?" "No, Donny, these men are nihilists. There's nothing to be afraid of."

Vor dem Hintergrund, dass jede Partei die andere über den Tisch ziehen will, wirkt dagegen der Dude als Fels in der Brandung, obwohl er vom hyperaktiven Walter ein ums andre Mal zu himmelschreienden Dummheiten, die eigentlich von vornherein zum Scheitern verurteilt sind, angestachelt wird.

"Was macht einen Mann aus, Mr. Lebowski? Ist es darauf vorbereitet zu sein, das Richtige zu tun, egal was es kostet?" Darauf der Dude: "Klar, das und zwei Eier in der Hose." (Schlüsseldialog 2)


►►►►►


Die Coen'sche Filmsprache trieft nur so voller Einfälle, Irrungen und Wirrungen, zündet ein Feuerwerk brillanter Geistesblitze. Selbst wenn die unterlegte Filmmusik bisweilen nervtötend wirkt, eine Filmsequenz ins Seichte abzudriften droht, so scheint dies lediglich ein Kniff, Luft zu holen, um die nächste Breitseite auf die Lachmuskeln vorzubereiten und abzufeuern.

Der Film überholt sich an manchen Stellen selbst:
Der "mickrige Großkapitalist" legt dem Dude statt der Geldbündel zwei Telefonbücher in den Alukoffer, Walter hingegen, der rambomäßig durch seine Auftritte schlittert, nie ermüdend zu betonen, dass er zum Judentum konvertierte, hat den Plan, mit einer Ledertasche voll schmutziger Kochwäsche die Entführer zu ködern, um dann einen der Häscher zu schnappen und ihm die Informationen über den Aufenthaltsort der Entführten herauszuprügeln (...)

Der Film überholt sich an manchen Stellen selbst (2. Versuch):
Der Millionär Lebowski, der sich eigentlich seiner Frau entledigen will, wenn diese denn gekidnapped wäre, ließe den Dude, stellvertretend für ihn, ohne Geld ins Messer laufen, während Walter das ganze Lösegeld für sich behalten würde, wenn dies der Koffer beinhalten würde, wie "die Deutschen", die hinter einem Koffer voll Geld herjagen, in dem nur zwei Telefonbücher stecken, aber von Walter gegen eine Tasche mit dreckigen Unterhosen ausgetauscht wurde, was wieder andere Parteien auf den Plan ruft, dem Dude das vermeintlich behaltene Lösegeld abzuknöpfen (...)

Wieder nichts. Das Überholmanöver anders aufgezäumt:
Der irgendwie eine Nebenrolle spielende Teppich, der dem Dude gewaltsam wieder abgenommen wird, weil er eigentlich zum Bestand der Lebowski-Stiftung gehört und dem Dude nicht ausgehändigt werden durfte, welchen er sich, im Tausch gegen seinen eigenen Teppich, unberechtigt angeeignet hatte, auf den Jack Trehorns Geldeintreiber Duftmarken setzten, weil sie den Dude versehentlich mit dem Millionär Lebowski verwechselten, dessen Frau der halben Stadt Geld schuldet, was letztlich mit ein Anlass für ihre Entführung war, die gar nicht stattfand, obwohl die sogenannten Deutschen versuchten, Geld zu erpressen und um vorzugeben, wie skrupellos sie seien, der Freundin eines Komplizen einen Zeh abschnitten. Alles klar?


►►►►►


Was bleibt? Dudes Auto wird geklaut, dann demoliert, später abgefackelt, das Inventar seiner Wohnung zertrümmert, er wird von einer überspannten Zicke als Samenspender missbraucht, von einem übereifrigen Sheriff verprügelt, mit Drogen vollgepumpt, in der eigenen Badewanne von einem Nagetier, statt eines Pitbullterriers angegriffen, von Drohungen, er werde kastriert, eingeschüchtert.

(Der Fremde): "Du ziehst Dein Ding schon durch." ---- "Na ja, Du weißt doch: Der Dude packt das."


Schlussmonolog
"Ich finde das ist sehr beruhigend, ein schöner Gedanke, dass es ihn gibt, den Dude. Er macht für uns armen Sünder gute Miene zum bösen Spiel (...) So wie es aussieht, hat es sich für den Dude und Walter alles zum Besten gewendet (...) Ich schätze, dass ist genau die Art, wie das mit der ganzen verdammten menschlichen Komödie so abläuft."


"Hört mich an Leute, ich schwafle schon wieder!" (vorläufiges Ende der Textbaustelle)


►►►►►


Plage mich erst morgen // heut' kauf' ich keine Sorgen
Doo doo doo
looking out my back door

Won't you take a ride on the flyin' spoon?
Doo, doo, doo.
Bother me tommorrow, today I'll buy no sorrows.

http://www.lyricsdownload.com/creedence-clearwater-revival-lyrics.html

http://www.angelfire.com/oh/quotations/movies/b/thebiglebowski.html

http://bednark.com/big.lebowski.script.html

http://german.imdb.com/title/tt0118715/

http://www.youtube.com/watch?v=Md6ZKJZmilM
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Anacrusis

Anacrusis

16.06.2007 23:38

Du hättest erwähnen können, dass Jesus Gamschen trägt;)

51Days

51Days

30.08.2006 09:54

Hallo, deine Art, die inhaltliche Zusammenfassung gleich mit einer Interpretation bzw. Charakterisierung zu kombinieren, gefällt mir. "The Big Lebowski" ist einer meiner Lieblingsfilme. Und trotz aller Schrägheit finde ich den Film durchaus "anspruchsvoll" - denn die bissigen Kommentare und Seitenhiebe auf alle US-Charakterklischees haben manchmal einen bitteren Nachgeschmack. Selbst beim dritten Mal Ansehen findet man kleine Dialogperlen...ansonsten: besonders hilfreich. Werde mich bei dir noch einiges mal angucken und studieren :-) LG, Rainer aka 51days

MALUSE

MALUSE

06.07.2006 23:03

Ich habe den Film vor einigen Jahren in London gesehen, was mir in Erinnerung geblieben ist, ist das F-Wort, kommt fast in jedem Satz des Films vor.

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Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 2291 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"besonders hilfreich" von (17%):
  1. 51Days
  2. utophilea
  3. Anele
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  1. Anacrusis
  2. willicat
  3. davediehose
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