Panama ist das Land meiner Träume
16.12.2001 (07.01.2002)
Pro:
gut gemachter Film, viele deutsche Stars, günstiger Preis
Kontra:
wenig Extras
Empfehlenswert:
Ja
 Manuela.
Über sich:
Mitglied seit:10.07.2000
Erfahrungsberichte:66
Vertrauende:3
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 54 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Linda (Franka Potente) ist als taubstumme Anhalterin in Spanien unterwegs. Klaus (Steffen Wink) trauert seiner verlorenen Liebe Franzi (Anica Dobra) nach und ruft sie immer aus Spanien auf dem Handy an. Er ahnt nicht, daß sie kurz vor der Hochzeit mit einem anderen Mann steht. Auf dem Heimweg von dem Geschäft, wo sie als Verkäuferin arbeitet, fährt Franzi im Regen auf den vorderen Wagen auf, weil ihr Scheibenwischer kaputt gegangen ist. Sie läßt Elke (Maria Schrader), die den anderen Wagen fährt, ihr Brautkleid anprobieren.
Charlotte (Nina Petri) und Robert (Joachim Król) stehen im Stau auf der Heimfahrt vom Urlaub. Sie beginnen zu streiten, weil sich Robert im Urlaub bestens amüsiert hat, im Gegensatz zu Charlotte. Die frustrierte Ehefrau springt aus dem Wagen, und zum Gaudium der Insassen der anderen Autos im Stau führt das Paar seine Auseinandersetzung zwischen den stehenden Wagen fort. Vera (Heike Makatsch) will von ihrem schönen spanischen Liebhaber Felipe wissen, ob er sie noch liebt. Er antwortet wahrheitsgemäß mit nein, was sie nur schwer verkraften kann. Tamara (Gisela Schneeberger) klärt sie darüber auf, daß die schönen schwarzen Haare, um deretwillen Vera Felipe liebt, in Kürze ausfallen werden.
Diese scheinbar zusammenhanglosen Handlungsfäden laufen alle bei Franzis Hochzeit zusammen. Charlotte, Franzi und Vera sind nämlich Schwestern. Nach der Hochzeit setzt sich die Handlung in Spanien fort, dort schließt sich der Kreis, indem Klaus und Linda zusammenfinden. Außerdem gibt es noch eine Menge weiterer Nebenhandlungen, die ich hier nicht erwähnt habe. Zu Beginn nervt die DVD mit einer Bestellnummer, Copyrightshinweisen, der FSK-Info und einem animierten MAWA-Logo. Wenigstens läßt sich in diesem Teil von einem Kapitel zum nächsten blättern, sodaß man nicht alles in voller Länge „genießen“ muß. Davon ausgenommen ist die Bestellnummer, die bleibt eine Zeitlang auf dem Bildschirm, den Grund dafür wissen nur die Produzenten der DVD. Mich erstaunt immer wieder der Hinweis, daß diese DVD ohne schriftliche Genehmigung des VCL-Verlages nicht verkauft oder getauscht werden darf. Heißt das nun, daß eine einmal erworbene DVD auf ewig im Eigentum des Erstkäufers bleiben muß?
Das Menü ist animiert, was ich für überflüssig halte, weil man warten muß, bis der Schriftzug mit dem Filmtitel eingeschwebt ist, bevor man eine Auswahl treffen darf. Vor allem, wenn man das Hauptmenü öfters aufruft, wird diese Wartezeit rasch lästig. An Extras gibt es schriftliche Infos zu den Schauspielern und Trailer zu den Filmen „Salz auf unserer Haut“, „Das Geisterhaus“ und „Der scharlachrote Buchstabe“. Das Bild ist von guter Qualität, so wie man es von einem Film aus dem Jahre 1998 erwarten darf, die Dialoge sind klar verständlich. Es gibt nur eine einzige Sprache, klarerweise Deutsch, und keine Untertitel. Zu Beginn des Filmes nervt nochmals ein überflüssiger Werbetrailer für Dolby Digital, der über 30 Sekunden dauert. Dafür sind die Kapitel schön animiert und mit aussagekräftigen Untertiteln versehen. Die Kapitelzahl ist gerade noch ausreichend für einen Film dieser Länge.
Möglicherweise bin ich etwas zu konservativ eingestellt, aber in Anbetracht einiger ziemlich eindeutiger Szenen, die am Anfang gehäuft auftreten, erschiene mir FSK16 angebrachter als FSK12. Auch die Szene mit den aufgeschnittenen Pulsadern ist nicht gerade für Kinder geeignet. Wenn ich überlege, daß der in jeder Hinsicht absolut harmlose Film „Schütze Benjamin“ FSK16 verpaßt bekommen hat, frage ich mich, nach welchen Kriterien diese Bewertung vergeben wird. Jedenfalls ist das Prädikat FSK12 noch lange keine Garantie dafür, daß der Film auch wirklich bedenkenlos von Kindern dieses Alters angesehen werden kann. Fazit: knapp zwei Stunden gute Unterhaltung. Aufgrund des günstigen Preises (250öS =18,17 Euro) ist die DVD trotz wenig Extras empfehlenswert.
DVD: einseitig, zweischichtig (DVD9) Spieldauer: 112 Minuten Kapitel: 16 Bildschirmformat: 1.85:1 Extras: Interaktive Menüs, Szenenanwahl Extras: Interaktive Menüs, Szenenanwahl, Interviews, Making of Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Untertitel: keine Regionalcode: 2 FSK: 12
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08.01.2003 19:53
Ich hab den Film auch gesehen, find ihn aber nicht so gut... Deinen Bericht hierüber schon eher! :-)
21.02.2002 22:08
Schöner Bericht! Ich habe den Film damals im Kino gesehen und fand ihn ganz gut, aber was die FSK anbetrifft, gebe ich Dir recht, die Szenen mit Iris Berben und die zerschnittenen Pulsadern finde ich auch etwas heftig. Liebe Grüße, Kleine Kielerin ><(((°>
02.02.2002 02:09
Da sieht man mal, wie wenig DVD Filme man eigentlich doch kennt. Aber trotzdem scheint er auch nicht auf meinen Geschmack eingestellt zu sein.