Binokel

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bini oculi - Binokel

5  15.09.2003

Pro:
hoher Spaßfaktor, abwechslungsreich

Kontra:
nur zu zweit spielbar

Empfehlenswert: Ja 

corfue

Über sich: Vielleicht haben einige gemerkt, dass ich etwas weniger online war. Ich werde natürlich nachbewerten...

Mitglied seit:03.09.2003

Erfahrungsberichte:38

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 51 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Liebe LeserInnen, liebe Ciao -Mitglieder,
ich möchte euch heute das Kartenspiel BINOKEL vorstellen.

Viele von ihnen kennen die bekannte Kartenspiele Skat, Doppelkopf ... und einfach zu erlernende Spiele wie Mau Mau, Black Jack, Lügen und Betrügen ... Aber es gibt noch eine ganze Menge von Kartenspielen, die nicht so bekannt sind, wie z.B. Binokel.

Gliederung:


1. Allgemeines

2. Das Geben

3. Spielverlauf

4. Stiche und Meldungen

1. *Allgemeines

Das Wort Binokel ist wahrscheinlich aus bini oculi, d.h. zwei Augen entstanden (lat.), wodurch auf die doppelten Gruppierungen dieses an Überraschungen reichen Spieles hingewiesen wird.

Binokel wird unter zwei Personen gespielt. Zum Spiel ist eine Doppelkopfkarte mit 48 Blatt erforderlich. Man kann auch zwei Skatkarten verwenden.


2. *Das Geben

Um das erste Geben kann gelost werden. Die eventuell zuerst gezogene ranggleiche Karte gilt als die höhere.
Jeder Spieler erhält zwölf Karten. Die 25. Karte wird aufgedeckt, sie bestimmt die Trumpffarbe. Wird dabei zufällig eine neun aufgedeckt – beim Spiel mit 2 Skatkarten die aufgedeckte sieben - , dann zählt diese für den Geber 10 Punkte.
Die übrigen Karten werden als Kartenstock verdeckt auf die quer gelegte, aufgedeckte 25. Karte gelegt.


3. *Spielverlauf

Vorhand spielt aus. Der Geber gibt eine beliebige Karte zu, denn Farbe muss erst dann bedient oder mit Trumpf gestochen werden, wenn der nach jedem Stich um 2 Karten verkleinerte Kartenstock aufgebraucht ist. Treffen zwei Karten von gleichem Rang zusammen, so macht die zuerst ausgespielte den Stich.

Wer den Stich bekommen hat, spielt zum folgenden aus. Zuvor nimmt jeder Spieler eine Karte vom Kartenstock, und zwar immer der zuerst, der den letzten Stich gemacht hat.

Ist der Kartenstock erschöpft, so steckt jeder seine offen auf den Tisch liegenden Karten, die er als Meldung aufgelegt hatte, wieder zu seinen übrigen Handkarten. Es muss nun bis zum Schluss bedient oder gestochen werden (aber es darf nicht mehr gemeldet werden). Der letzte Stich bringt für sich alleine 10 Punkte ein. Nach Abschluss des Spieles stellt jeder die durch Stiche und Meldungen erreichten Punkte fest.

Eine Spielpartie kann mehrere Spiele umfassen und dauert in jedem Falle so lange, bis einer erklärt, er habe 1000 Punkte erreicht. Stimmte die Berechnung nicht, so dass 1000 Punkte noch gar nicht erreicht sind, erhält der Gegner den Spielpreis.


4. *Stiche und Meldungen

Die Reihenfolge der Karten lautet As, Zehn, König, Ober , Unter und Neun. Der Zählwert lautet:
As = 11,
Zehn = 10,
König = 4,
Ober = 3,
Unter = 2 und
Neun = 0 Punkte.

Beim Spiel mit zwei Skatkarten zählen die Achten und die Sieben ebenfalls 0 Punkte.
Zum Gewinn einer Partie gehören 1000 Punkte, die durch Stiche und Meldungen aufzubringen sind.

Gezählt werden die Augen in den Stichen und die angesagten Meldungen. Als Meldung gelten:
a) Paare, das sind König und Ober von gleicher Farbe und zählen in einer Nebenfarbe 20, im Trumpf 40 Punkte.
b) Quintmajor, das ist As, Zehn, König Ober und Unter im Trumpf und zählt 150 Punkte.
c) Binokel, das sind Grünober und Schellenunter und zählt 300 Punkte.
d) Doppelbinokel, das sind zwei Grünober und zwei Schellenunter und zählt 300 Punkte.
e) Großbinokel, das ist Grünkönig, Grünober und Schellenunter und zählt 800 Punkte.
f) Je vier gleiche Karten von verschiedenen Farben zählen
Vier Asse = 100,
vier König = 80,
vier Ober = 60,
vier Unter = 40 Punkte.
g) je acht gleiche Karten der verschiedenen Farben zählen:
acht Asse = 1000,
acht Könige = 800,
acht Ober = 600,
acht Unter = 400 Punkte.

Eine Meldung darf man nur ansagen, wenn man soeben einen Stich gemacht hat, daraufhin sein Blatt vom Kartenstock genommen hat und wenn der Kartenstock noch nicht erschöpft ist.
Hat man mehrere Verbindungen in der Hand, so kann man sie zwar auf einmal ankündigen, aber vor der Anrechnung jeder einzelnen Meldung muss erst ein Stich gemacht werden. Demzufolge bringt das gleichzeitige Ankündigen mehrerer Verbindungen keinen Vorteil, vielmehr verrät der Spieler dadurch, dass er jede Meldung offen vor sich auf den Tisch legen muss, unnötig seine Karte.

Von den zu Meldungen aufgedeckten Karten darf der Spieler sowohl ausspielen als auch zugeben.
Man kann Binokel auch vereinfacht (z.B. mit 32 Blatt) spielen.


Dieses Kartenspiel macht sehr viel Spaß, vor allem, wenn man nach jeder Partie die Partner tauscht und eine Rangliste aufstellt. Binokel, Rommé, 66, Skip-Bo (siehe andere Berichte), Skat und Doppelkopf spiele ich sehr gern und kann sie nur weiter empfehlen. Falls irgendwelche Fragen oder Unklarheiten auftauchen, ich werde sie gerne beantworten.

Vielen Dank fürs Lesen dieses Berichtes und viel Spaß beim bewerten.
Man liest sich euer Corfue



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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Ani_1984

Ani_1984

28.03.2006 15:40

Also wir spielen Binokel auch anders. Ich habe zwar vorgestern gelernt, wie man es auch zu zweit spielen kann, aber meistens spielt man es doch zu 3. oder zu 4.?!? Trotz allem gut erklärt ;-)

jbas3105

jbas3105

12.01.2004 17:50

Binokel ist ein klasse Spiel - da sind wir Schwaben sicher alle einer Meinung ;-) Grüßle Jutta

Nuschelbert

Nuschelbert

19.09.2003 16:11

Also bei uns im Schwabenland spielt man Binokel irgendwie anders...... Kann aber sein, dass das was Du als Binokel kennst, so eine Art Offizierskat ist (Skat spielt man ja normalerweise zu dritt, Offizierskat zu zweit). Normalerweise spielt man Binokel zu dritt oder zu viert. Dass man Farbe nicht bekennen muss, kenne ich eigentlich nur vom Geigeln. Normalerweise muss man Farbe bekennen oder Trumpf spielen. Aber wie gesagt, das wird wohl eine Variante für 2 Spieler sein. Aber das Spiel hast Du gut erklärt. Muss ich mal ausprobieren.

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