Der seit 1996 eigenständig in Frankfurt existierende Studiengang Biochemie besteht im Grundstudium noch hauptsächlich aus Veranstaltungen der Fachbereiche Physik, Mathematik, Chemie und Biologie. Trotz dieser breit angelegten Grundlagenvermittlung in den Naturwissenschaften gibt es im Vordiplom ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von botulinus über Biochemie - Uni, Frankfurt a.M. 05.02.2000
Produktbewertung des Autors:
Pro:
sehr gute Bibliotheks - und Laborausstattung
Kontra:
inhaltliche Abstimmung der Veranstaltungen
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ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Der seit 1996 eigenständig in Frankfurt existierende Studiengang Biochemie besteht im Grundstudium noch hauptsächlich aus Veranstaltungen der Fachbereiche Physik, Mathematik, Chemie und Biologie. Trotz dieser breit angelegten Grundlagenvermittlung in den Naturwissenschaften gibt es im Vordiplom nur 3 Prüfungsfächer: Biophysik, Biochemie und Physiologie. Biophysik muß, auch wenn der Studiengang Biochemie heißt, als bezüglich der Anzahl der Veranstaltungen gleichwertiges, stark mathematisches Gegenstück zur anschaulichen Biochemie angesehen werden. Wie in jeder Naturwissenschaft ist somit der Umgang und das Interesse an physikalischen Zusammenhängen und deren Beschreibung mit Hilfe der Mathematik unabdingbar. Dies verdeutlicht, daß spätestens im 3. Semester der biologische Schwerpunkt in den Hintergrund tritt und der Studiengang seine nächste Verwandtschaft zur Chemie offenbart. Die Studienordnung sieht die Anfertigung der Diplomarbeit nach nur 8 Semestern vor, was mit viel Mühe zu erreichen ist. Da mehrere Veranstaltungen nur einmal pro Jahr angeboten werden, gerät der arme Student möglicherweise bei nicht erfolgreichem Abschluß einer Veranstaltung, was vielfach trotz größter Motivation passiert, ?außer Phase? und verliert ein ganzes Jahr. Ein Campus existiert im außerstädtischen ?Biozentrum? nicht. Das notwendige Pendeln zwischen diesem und der Uni-Kernzone in der Stadt nimmt gewisse Zeit in Anspruch. Für die Zukunft ist der Standort, vor allem was die Forschung angeht, bestens gerüstet: Neues 900MHz-NMR und ein bald angeschlossenes Max-Planck.-Inst. lassen Forschende jubeln. Über gewisse Organisationsdefizite des Curriculi, ein Wehmutstropfen für Studierende, kann dies leider nicht hinwegtäuschen.
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