Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Familiarität des Institutes, kurze Wege |
| Kontra: |
Veraltete Labors, zusammengewürfelter Studiengang |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Ich schreibe den Artikel in erster Linie mit der Intention, dass ich neuen Studenten dieses Zweiges der Naturwissenschaften IN Greifswald die Scheu nehmen möchte, dieses Fach zu dem Ihren zu machen.
Ich habe 1999 angefangen und bin ebenfalls in diesem Jahr nach Greifswald gekommen. Wenn man sich einschreibt ist Greifswald für den Neuankömmling relativ schön aber auch gewöhnungsbedürftig für gerade "Wessis".
Das Einschreiben geht problemlos mit wirklich sehr freundlichen Helfern im zuständigen Amt bei der Universität in der Domstrasse. Hier sieht man auch den großen Vorteil von Greifswald: die Nähe der Uni zur wirklichen Stadt.
Das Chemische Institut, der Hauptort des Ersten Semesters liegt vis a vis des Bahnhofs und dieser etwa fünf Minuten zu Fuß von der Innenstadt.
Das Institut für Biochemie/ Chemie (oder umgekehrt, ich vergesse das immer) hat einen eher mittelmäßigen Auftritt im Internet, der herausgerissen wird von den Vorstellungen einzelner Professoren und ihrer Arbeitskreise. Dies ist ein Manko, welches vielleicht in der Altersstruktur der bisherigen Führungskräfte liegt, die aber gerade oder zukünftig durch neue, engagierte Professoren ersetzt wurden bzw. werden.
In Sachen Veränderung ist besonders der Prüfungsausschussvorsitzende federführend, der sich im Besonderen auch mit der Studentenschaft über die Prüfungsordnung auseinandergesetzt hat und ebenso versucht hat, Verbesserungsvorschläge nach Machbarkeit einzubinden.
Das erste Semester ist sehr anstrengend, man hat immer einen vollen Tag und kaum Zeit am Wochenende. Es hat sich gezeigt, dass besonders diejenigen sich durchgesetzt haben, die Wohnbedingt immer am Ort blieben oder in MV wohnten.
Erstes Semester:
Man hat im ersten Semester vor allem chemische Fächer der Anorganik, dazu gehört das Seminar, die Vorlesung und das Praktikum. Dazu gehört, eng verzahnt die Allgemeine Chemie mit Vorlesung und Seminar. Beide Vorlesungen erhält man bei einem Professor, der einem gehörigen Respekt einflösst und trotzdessen in Prüfungen mehr als fair den Studenten behandelt.
Weiterhin hat man als Vorlesung Organische Chemie, ein Fach, dass eher für das zweite Semester hinarbeitet und zu dem man nur hingeht, weil es irgendwann wichtig ist.
Die Biologie kommt mit der Allgemeinen Biologie (Vorlesung, muss man hingehen, witzig wegen gewollter Anspielungen des Professors und wegen der Person an sich) und einem Seminar (eher zeitraubend mit Referaten aber netter Dozent) sowie mit einer Cytologievorlesung (sehr gut und interessant) zum Zuge.
Weiterhin wird Physik gelehrt (Meichsner ist mathematisch orientiert, Klinger sehr gut und interessant).
Die Mathematikvorlesung ist sehr gewöhnungsbedürftig, da die Übungen total flach fallen und man drei Stunden von vorn unterrichtet wird mit pausenloser Mitschrift (wortwörtlich und sehr schwer, Mathe LK++). Der Vorteil des Dozenten ist das Angebot eines Seminars (unbedingt annehmen) und der persönliche Einsatz desselben.
Der Hauptknackpunkt ist das Anorganische Praktikum. Dieses erfordert eine hohe Selbstdisziplin in der Vorbereitung (Labortagebuch und lernen) sowie eine hohe Bereitschaft Niederlagen einzustecken (schwere Rückschläge in den Analysen) sowie Teamgeist und Einzelkämpferqualitäten in einem. Dies ist auch der Hauptgrund aufzuhören bis Weihnachten.
Prüfungen:
Allg./ Anorg Chemie: Klausuren, Kolloquien je nach Erfolg, Abschlussgespräche
Cytologie: Klausur(schwer)
Biologie: Klausur (einfachst), Referat
Mathe: Klausur (Ansichtssache)
Physik: Klausur
Es besteht die Möglichkeit ein Cytologiepraktikum zu machen (unbedingt machen)
Zweites Semester:
Das zweite Semester ist geprägt von dem sehr entspannten Verhältnis der Studenten untereinander. Die Anspannung ist z.T. schon sehr zurückgegangen weil die Hälfte aufgehört hat (!!!) und man sich und Greifswald kennt.
Im zweiten Semester hat man Anorganik (Vorlesung und Seminar), Organik (Vorlesung und Seminar), Biochemie (Vorlesung), Mathematik (wie gehabt), Physik (Vorlesung und Praktikum (Arbeitsintensiv)), Analytik (Vorlesung, Rechenübungen (schwer)) und etwas Informatik.
Prüfungen:
AC: Kolloquien (sehr arbeitsintensiv), Abschlussgespräch
OC: Klausuren
Mathe: Klausur wie I. Semester, ev. Vordiplom
Physik: Klausur, ev. Vordiplom, Praktikum
Biochemie: Klausur
Insgesamt ist das Semester auch recht anstrengend durch die Kolloquien in Anorganischer Chemie, da man ein Buch von 400 Seiten auswendig lernen muss. Das Praktikum ist entspannter, da quantitativ gearbeitet wird; es sind aber leider viele Materialien nur schwer zu bekommen.
Das Physikpraktikum war eine Belastung durch die Handgeschriebenen Protokolle.
Sonst ist das zweite Semester auf jeden Fall entspannter als das erste.
Eigentlich hört sich alles nicht so viel an, doch hier wundert sich mancher. Die Abiturprüfungen sind im Gegensatz zu den Anforderungen ein Witz und man sollte sich von allzugrosser Freizeitplanung verabschieden. Das Studium ist in dieser Phase sehr chemisch (mit dem Vordiplom kann man z.B. in Berlin weiter Chemie studieren).
Dies ist auch ein großes Manko in Greifswald: der Studiengang ist von Chemikern erdacht, die mit anderen Instituten zusammenarbeiten. Die Biologie ist mit den Biochemikern nur belastet und man muss für vieles mit anderen Konkurrieren (Biomathematiker, Humanbiologen und Biologen an sich.
Die Assistenten sind im Praktikum sehr umstritten, da sie zu umworben für eine wirkliche Hilfe sind und oft ebenso wenig praktisch beurteilen können wie die Studenten. Diese Assistenten sind auch sehr unterschiedlich in der Qualität der Seminare und dem Verlauf der Kolloquien.
Insgesamt möchte ich diesen etwas kurz geratenen Bericht aber abschließen mit einer Relativierung der Tatsachen. Man muss, um bestehen zu wollen frühzeitig Kontakte aufbauen und pflegen, darf nicht in Selbstmitleid versinken, muss unbedingt zielstrebig orientiert sein und lernen! Man lacht nach zwei Semestern über das Erste, obwohl man da gedacht hatte, man schaffe das nie.
| weitere Erfahrungsberichte |
Anspruchsvolles Studium
Bewertung für Biochemie - Uni, Greifswald von
Anthracen
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Als Studentin der Biochemie an diesem Institut möchte ich meinem Vorschreiber Bruce in einigen Punkten deutlich widersprechen in anderen jedoch recht geben.
Zu erst möchte ich die Studiensituation unseres Jahrganges beschreiben. Da die Universität Grei ...
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sehr hilfreich
11.07.2000
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Schwieriges Studium
Bewertung für Biochemie - Uni, Greifswald von
AlexBruce
Pro: kleine Uni, deshalb guter Kontakt zu Profs
Kontra: alte Einrichtung
...Als ich mich hier in Greifswald für Biochemie eingeschrieben habe, war mir nicht klar, mit welchen Anforderungen man konfrontiert wird.
Man kann es wohl zu den schwierigsten Studiengängen zählen, was aber nicht heißt, daß ich nicht machbar wäre.
Man sol ...
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hilfreich
07.06.2000
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