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Im WS 1999/00 nahm ich mein Biochemie-Studium an der Uni Hannover auf. Nach kurzer Zeit folgte das böse Erwachen: Assistenten, die nach einigen qualvollen Übungsstunden aufgaben und Gruppen komplett auflösten, ohne ihnen etwas beigebracht zu haben. Sehr hohe Durchfallquote gleich bei der ersten KLausur. Wer auch die Nachschreibklausur nicht bestand, konnte gleich ein ganzes Jahr Studium abhaken, weil er nicht mehr ins nächste Praktikum kam. Kampf um Plätze im Botanik-Praktikum (es wurden mehr Studenten zugelassen als die Biologen Plätze hatten - durch viel Engagement und Protest bekamen dann doch alle einen Platz. Praktikum wurde dadurch aber gestrafft). Unverständliche Physikvorlesung, zu der nach wenigen Wochen kaum noch ein Biochemiker hingeht. "Nachhilfe" durch die physikalische Chemie, aber nur für wenige auserlesene Studenten, die irgendwie von der Anmeldeliste erfahren und sich eingetragen hatten. Plätze gab's ohnehin nicht genug.
Jetzt im 2. Semester geht der Frust weiter, vobei viele das Studium mittlerweile an den Nagel gehängt haben - komplett oder mental.
Um in Hannover zu bestehen benötigt man eine extrem hohe Frustrationsschwelle, Bereitschaft zu knapp 40 Stunden Anwesenheit im 1. Semester, viel Geld (ständige, z.T. überflüssige Anschaffungen für's Labor), Verzicht auf Großteil der Semesterferien (Praktika).
Du Arme/r! Ich wäre im selben Jahr fast selber nach HAnnover gegangen, doch bin ich dann doch in greifswald gelandet. Ich habe Hannover aber bisher anders kennengelernt, gerade auch in dem Jahr und ausserdem ist das mit der Frustrationsschwelle glaub ich immer Ansichtssache, bei mir war es auch kein Zuckerschlecken, aber Durchhalten muss sein...
05.10.2000 19:40
Du Arme/r! Ich wäre im selben Jahr fast selber nach HAnnover gegangen, doch bin ich dann doch in greifswald gelandet. Ich habe Hannover aber bisher anders kennengelernt, gerade auch in dem Jahr und ausserdem ist das mit der Frustrationsschwelle glaub ich immer Ansichtssache, bei mir war es auch kein Zuckerschlecken, aber Durchhalten muss sein...