Biohazard Konzertberichte

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Heute möchte ich euch über das Biohazard Konzert am vergangenen Sonntag, dem 27.4.03 in Saarbrücken berichten. Das Konzert fand im Rahmen der Biohazard Europa Tour in der sogenannten Garage in Saarbrücken statt, einem Club, in den ca. 800 bis 1000 Leute reinpassen. Als ich im Internet auf irgendeiner ... Bericht lesen





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Die Garage stand Kopf!
Konzertbericht von STUFFBREAKER über Biohazard Konzertberichte
04.05.2003


Konzertbewertung des Autors:   


Pro: Absolut geile Show, viele gute Bands, guter Sound, Preise für Eintritt und Merchandising OK
Kontra: Caliban, leider nur eine knappe Stunde Biohazard

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Konzertbericht

Heute möchte ich euch über das Biohazard Konzert am vergangenen Sonntag, dem 27.4.03 in Saarbrücken berichten. Das Konzert fand im Rahmen der Biohazard Europa Tour in der sogenannten Garage in Saarbrücken statt, einem Club, in den ca. 800 bis 1000 Leute reinpassen. Als ich im Internet auf irgendeiner Seite las, dass Biohazard nach Saarbrücken ins Saarland kommen, war mir sofort klar, dass ich mir das nicht entgehen lassen konnte. Schließlich handelt es sich um eine der größten Hardcore Bands überhaupt, welche immerhin schon seit ca. 15 Jahren mit dabei ist. Ich überredete also schnell ein paar Freunde und so beschlossen wir, uns das ganze mal anzusehen.

Die Karten kosteten im Vorverkauf 14 Euro, an der Abendkasse 17 Euro. Auf dem Plan standen neben den Headlinern Biohazard, noch die unbekannteren Gruppen Caliban, Do or die, Terror und Bleed into one.
Einlass war bereits um 19 Uhr, losgehen sollte es um 19 Uhr 30. Als wir gegen 19 Uhr 30 an der Garage aufgrund eines etwas längeren Aufenthaltes auf der Autobahn wegen schlechten Wetters und einer langatmigen Parkplatzsuche ankamen, wurden wir zunächst sehr freundlich von 2 Securitys, welche den Einlass regelten, darauf hingewiesen, dass wir unsere im Vorverkauf erstanden Tickets an der Kasse gegen reguläre Tickets umtauschen müssten. Gesagt, getan. Es fanden auch keine unangenehmen Durchsuchungen statt, wie man das von anderen Konzerten her kennt. Alles war ziemlich locker und entspannt.
Als wir dann die Haupthalle, in welcher das Konzert stattfand betraten, feuerten gerade Bleed into one, eine noch sehr junge Hardcoreband aus Saarbrücken ihre letzten Akkorde in die Menge. Ich kannte diese Band vorher nicht, aber die eine Minute, die ich von ihrem Auftritt noch mitbekommen habe, hat mir sehr gut gefallen. Ihr Sound lässt sich ungefähr aus einer Mischung zwischen Hatebreed und Death Threat beschreiben. Wie gesagt, das was ich von Bleed into one gesehen habe hat mir zwar gefallen, aber um mir ein richtiges Urteil zu bilden wars dann doch etwas zu wenig.
Der Sound in der Halle war zu meiner Überraschung bombig. Sehr druckvoll und brutal laut. Die meisten Leute hatten sich Ohrenstöpsel oder Tempos in die Ohren gesteckt, um die Lautstärke besser ertragen zu können.

Nach einer ca. 10 minütigen Umbauphase betraten dann die belgischen Do or die die Bühne. Ich wollte eigentlich schon an die Bar etwas trinken gehen, weil mir ihr Metal-Core schon auf der CD nicht sonderlich gefiel und ich mich daher eigentlich auch nicht für ihren Auftritt interessiert hatte, aber als sie dann loslegten wurde ich schnell eines besseren belehrt. Do or die legten von der ersten Minute an einen richtig guten Auftritt hin. Der Sänger, ein wahres Monster, ging nur noch ab und die beiden Gitarristen feuerten ein wahres Riffgewitter ab, dass einem Hören und sehen verging. Im Gegensatz zu ihren Studioaufnahmen gefielen sie mir live eindeutig besser. Ihr Nachteil war jedoch, dass zu diesem Zeitpunkt die Garage noch nicht allzu voll war und nur ein paar Tough guy Schränke in den ersten Reihen richtig brutal anfingen zu pogen. Der Rest der Leute hatte sich aus Respekt vor den Irren, die sich da vorne die Köpfe einschlugen etwas zurückgehalten. Der Sänger hat zwar immer wieder versucht, die Leute zum nach vorne Kommen zu animieren, hatte damit aber wenig Erfolg. Nach ungefähr einer halben Stunde räumten sie dann das Feld für die Amerikanische Band Terror.

Diese gefielen mir sogar noch einen Tick besser, als Do or die, was wohl daran liegen dürfte, dass ich die Songs ihrer neuen Mini- CD Lowest of the Low, welche den Hauptbestandteil ihres Auftrittes ausmachte, alle kannte. Ihre Musik war nicht ganz so Metal lastig wie die von Do or die, sondern mehr von schnellem Old School Hardcore geprägt. Eine etwas schnellere und Old School lastigere Verion von Hatebreed, so könnte man Terror einordnen. Die Jungs aus den USA legten ebenfalls einen geilen Auftritt hin. Sehr energetisch vor allem. Der Sänger brüllte sich die Lunge aus dem Hals und die anderen Bandmitglieder liefen wie verrückt von einem Ende der Bühne zum anderen. Leider waren sie nach ungefähr 20 Minuten auch schon fertig. Schade, hätte gerne noch mehr von ihnen gesehen.

Nach einer weiteren Umbauphase war dann Zeit für Caliban, einer deutschen Band aus dem Ruhrpott, soviel ich weiß. Ihr Vorteil war, dass sich die Garage zum Zeitpunkt ihres Auftrittes bereits fast vollständig gefüllt hatte und somit auch sehr viele Metal Freaks da waren. Gleich eines vorweg: Caliban konnten mich mit ihren Studioaufnahmen schon nicht überzeugen, aber ich ging trotzdem positiv an ihren Auftritt heran, weil ich ja von Do or die auch positiv überrascht wurde, was ich vorher nicht für möglich gehalten hätte. Doch auch Live konnten mich die Jungs keinesfalls überzeugen. Sie haben sich zwar Mühe gegeben, und den vielen Metal Freaks ging das ganze auch gut ab, aber mir und auch vielen anderen ging vor allem das Gekreische des Sängers tierisch auf die Nerven, so dass ich schon nach 2 Songs genug von ihnen hatte. Was dann noch dazu kam, war, dass der Sänger dann nach jedem Song irgendwas wie „Jetzt noch viel Spass mit Biohazard“ in die Menge rief, worauf wir alle hofften, dass sie nach dem nächsten Song endlich fertig sind, aber nix da. Die Band spielte immer wieder einen Song und danach fing der Sänger immer wieder an mit „Viel Spass mit Bihazard“ so ging das dann bestimmt 5- 6 mal weiter. Nach ca 40 Minuten verließen sie dann zum Glück endlich die Bühne.
Es folgte nun eine sehr lange Umbauphase. Es dauerte bestimmt eine gute halbe Stunde bis alles fertig war. Mich wunderte vor allem, dass die Mikrophone ewig lang abgestimmt wurden, obwohl doch der Sound der Mikros schon den ganzen Abend hervorragend war.
Naja, jedenfalls wurden die Leute doch so langsam ungeduldig und machten ihrem Unmut über die Verzögerung mit lauten Pfiffen Luft.

Dann endlich betraten die 4 Hardcore Jungs aus Brooklyn, begleitet von einem majestätisch anmutenden Intro die Bühne. Als dann auf einmal das Licht anging und Biohazard mit „Shades of grey“ loslegten gab es dann kein Halten mehr. Alles sprang herum und es wurde gepogt, was das Zeug hält. Von der Bühne bis in die letzten Reihen sah man nur noch Leute herumfliegen. Echt Wahnsinn. Der Unmut über die Verzögerung war vergessen. Leute, die gerade noch neben mir standen, waren plötzlich 10 Meter weiter vorne an der Bühne. Es wurde gedivt ohne Ende. So ging das dann auch munter im Laufe des Konzertes weiter, wobei man schon eindeutig gemerkt hatte, welche Lieder unter dem Publikum am meisten bekannt waren und wo es am meisten abging. Diese waren eindeutig Songs wie „Punishment“ oder „Shades of grey“, also Stücke der zweiten Platte „Urban Discipline“, aber auch bei den neuen Stücken wie „Kill or be killed“ gings nicht weniger heftig zur Sache.
Biohazard zeigten sich in absoluter Topform. Sie hetzten in rasender Geschwindigkeit über die Bühne, sprangen wie verrückt durch die Gegend und heizten den Leuten damit ordentlich ein. Besonders der neue Gitarrist ging total ab. Ähnlich wie man es von Wes Borland bei seinen Auftritten mit Limp Bizkit kennt, drehte er sich in höllischem Tempo wie ein Kreisel um seine eigene Körperachse und sprang wie ein gestörter über die Bühne, ohne dabei seine Gitarrenarbeit zu vernachlässigen. Dem Publikum wurde keine Verschnaufpause gegönnt, es folgte ein Hit nach dem anderen.
Nur zweimal gab es etwas längere Ansagen in denen man Luft holen konnte. Das war zum einen als sich Sänger und Bassist Evan Seinfeld in aller Form bei seinen Roadies und beim Publikum für die Jahrelange Unterstützung und Treue bedankt hat. Zum anderen gab es eine Unterbrechung, als Gittarist und Sänger Billy mitbekommen hat, dass den Mädchen beim Diven an Brüste gegrapscht wurde. Daraufhin folgte eine kurze Ansprache, in welcher er die Leute dazu aufrief auf die Mädels aufzupassen und das Grabschen zu unterlassen. Zitat: „If you did this with my daughter, I would fucking kill you!”
Auch lustig war die Ansage zu „Punishment“ gegen Ende des Konzertes, in der der Frontmann seinen Bass an ein Mitglied einer Vorgruppe abgab und selber nur noch das Mikro übernahm. Dabei drohte er dem wild pogenden Publikum, dass er gleich selber nach unten in den Pit kommt um etwas mitzumischen.
Bei dem darauffolgenden und letztem Song des Abends „Hold my own“ kamen dann sämtliche Vorgruppen mit auf die Bühne, so dass ca. 15 Leute auf der Bühne standen und alle gemeinsam „Hold my own“ trällerten.
Wie gesagt, es wurden sämtliche Hits der Band gespielt, wobei das Hauptaugenmerk auf „Urban Discipline“ und „Kill or be killed“ mit jeweils 4 Songs gerichtet war. Folgende Stücke wurden gespielt, wobei ich die Reihenfolge nicht mehr genau sagen kann:

Shades of grey
What makes us tick
Wrong side of the tracks
Heads kicked in
Urban Discipline
Down for life
Beaten senceless
Love denied
Kill or be killed
Never forgive, never forget
Scarred for life
Punishment
Hold my own

Ich hatte die ganze Zeit gehofft, dass sie auch mal Songs wie „Authority“ oder „These eyes“ von der „Mata Leao“ Platte spielen, aber leider wurde an diesem Abend nichts mehr daraus. Auch die Songs der „New world disorder“ und „Uncivilization“ wurden komplett außen vor gelassen. Diese Tatsache hat mich schon ein wenig enttäuscht, zumal Biohazard nach einer ca. 50 minütigen Show auch schon wieder die Bühne verließen. Da hätten sie ruhig noch ne gute halbe Stunde mit dem Songmaterial der eben genannten Platten füllen können.
Unsere kurze Hoffnung auf eventuelle Zugaben wurde dann auch sofort im Keim erstickt, da man direkt begann, das Schlagzeug und den anderen Kram abzubauen. Das lag wahrscheinlich daran, dass am nächsten Tag die Tour in Portugal fortgesetzt wurde und deshalb das ganze Equipment eingepackt werden musste.

Somit verließen wir dann nach einem kurzen Einkauf am Merchandising Stand mit etwas gemischten Gefühlen die Garage und machten uns auf den Rückweg.
Einerseits war es eine absolut geile Show, andererseits hätte ich doch einen etwas längeren Biohazard Auftritt erwartet. Aber na ja, man kann ja nicht alles haben. Und für den Preis von 14 Euro für 5 Bands an einem Abend kann man jetzt wirklich nichts sagen.

Im großen und ganzen war es echt ein gelungener Konzertabend mit vielen guten Bands, der sich absolut gelohnt hat. Die Atmosphäre und die Stimmung waren einfach phänomenal. Es gab auch keine lästigen Kontrollen oder Securitys an der Bühne, die einem den Spaß an der Sache hätten verderben können. Ich kann nur jedem, der auf eine der Bands, die an diesem Abend spielten steht, empfehlen eine Solche Show zu besuchen, zumal Biohazard im Moment immer noch auf Europatour sind und daher noch öfters in Deutschland zu sehen sein werden. Also, sollten Biohazard irgendwann mal bei euch in der Nähe spielen, kann ich euch nur wärmstens ans Herz legen hinzugehen, denn so was sollte man sich echt nicht entgehen lassen.

Unten findet ihr noch die Tourdaten der aktuellen Tour durch Europa.

Danke fürs Lesen und für eure Kommentare!


April 25 - Arlon - Les Nuits De L´entre (Belgium)
April 26 - Meerhout - Groezrock Festival (Belgium)
April 27 - Saarbrücken - Garage (Germany)
April 28 - Lisboa - Annex (Portugal)
April 29 - Koblenz - Suppkultur (Germany)
April 30 - Hof - No Limits (Germany)
May 01 - Leipzig - Conne Island (Germany)
May 02 - Kassel - Spot (Germany)
May 03 - Hardenberg - Podium (Netherlands)
May 04 - Utrecht - Tivoli (Netherlands)
May 05 - Stuttgart - Röhre (Germany)
May 06 - Basel - Kaserne (Switzerland)
May 07 - Bellizona - Garge Music (Switzerland)
May 08 - Reggio Emilia - Tempo Roc (Italy)
May 09 - Bassano Del Grappa - La Gabbia (Italy)
May 10 - Varese - Nautilus (Italy)
May 11 - München - Backstage (Germany)
May 12 - Graz - Orpheum (Austria)
May 13 - Budapest - Petöfi Csarnok (Hungary)
May 14 - Wien - Arena (Austria)
May 15 - Berlin - SO 36 (Germany)
May 16 - Cottbus - Gladhouse (Germany)
May 17 - Barcelona - Val D´Hebron Festival (Spain)
May 18 - Würzburg - Soundpark Ost (Germany)
   

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Pro: Alles
Kontra: Nichts

...Moinsen! Ich will euch heute mal über mein erstes Konzert berichten. Hierbei handelt es sich um ein Biohazardkonzert. Wem Biohazard kein Begriff ist, dem ist zu sagen, dass es sich hier um eine Hardcoreband aus Brooklyn handelt. Ich war damals 1 ... Bericht lesen

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21.06.2002


Biohazard Konzertberichte

Haupteigenschaften

Product Name First Letter: B

Category: Hard & Heavy