DIE Hardcoreprolls im hohen Norden

5  21.06.2002

Pro:
Alles

Kontra:
Nichts

Empfehlenswert: Ja 

NewYorkHardcore

Über sich: ...

Mitglied seit:18.03.2002

Erfahrungsberichte:101

Vertrauende:38

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 71 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Moinsen!

Ich will euch heute mal über mein erstes Konzert berichten.
Hierbei handelt es sich um ein Biohazardkonzert.

Wem Biohazard kein Begriff ist, dem ist zu sagen, dass es sich hier um eine Hardcoreband aus Brooklyn handelt.

Ich war damals 14 als das Konzert stattfand. Es war am 18.Oktober des Jahres 2000.
Für mich war es natürlich was ganz besonderes Biohazard, eine eigentlich sehr bekannte Band, in einer Stadt wie Leer zu sehen.

Na ja, mein Kollege und ich sind dann zusammen mit dem Zug nach Leer gefahren, gegenüber vom Bahnhof ist dann auch gleich der Club wo das Konzert stattfand. Hierbei handelt es sich um das Juz in Leer.
Das Juz ist eigentlich nur ein kleiner Schuppen, aber doch recht gemütlich, denn es ist ganz mit Holz vertäfelt. Die Getränke an der Bar, hatten auch einen annehmbaren Preis. Eine Cola z.b. 1,50DM.

Okay, der Einlass war dann um 20.30 Uhr.
Das erste was wir zuhören bekamen war: „Ach guck mal was machen die kleinen denn noch hier?“
Ich sagte dann, dass man für geile Musik nie zu jung sein kann, daraufhin war er dann auch ruhig.
Die Karte kostete 29DM. Ist zwar ein bisschen teuer, aber das lohnte sich wohl, denn es gab noch zwei geile Supportbands, nämlich Nucleus und die etwas bekannteren Raging Speedhorn.

Als wir reinkamen, waren Nucleus schon am spielen, sie lieferten eigentlich einen ganz passablen Gig ab. Die Stimmung im Publikum war noch etwas verhalten, das änderte sich aber schnell, als dann Raging Speedhorn auf die Bühne gingen, die brachten erst mal ordentlich Stimmung ins Haus. Die Menge war am pogen und hüpfen, sie sind einfach nur abgegangen. Ich dachte mir, wie soll das denn nur werden wenn Biohazard gleich spielen.

Tja, das war dann so eine Sache.

Als Biohazard den Gig mit „Down for Life“ begannen war dann echt die Hölle los. Der ganze Laden war am hüpfen.
Biohazard hatten das Publikum vollkommen im Griff, na ja fast alle. Bis auf ein paar Gruftis, die einfach nur dastanden und nichts gemacht haben.
Biohazard verhielten sich außerdem auch recht Publikumsnah, denn Evan Seinfeld, der Sänger, sprang ab und zu auch mals ins Publikum und wurde dort mehr als freundlich empfangen. Die Menge tobte wie wild, und wollte ihn gar nicht mehr auf die Bühne lassen.
Seine tapferen Mitstreiter sprangen wie die Flummis über die Bühne und waren so was von Energie geladen. Die Energie ging glatt auf die Crowd über.
Biohazard bezogen auch alle mit ein, denn bei bekannten Liedern wie „5 Blocks to the Subway“, oder „Black and White and Red all over“, war es das Publikum, dass dann den Refrain aus voller Brust mitgrölte! Wirklich, ich hab nie eine Band gesehen die eine solche Spielfreude und Energie, auch noch nach 80min hat.
Das Publikum war auch ganz nett, denn wenn ich beim Pogen mal hingeknallt bin, wurde ich sofort hochgezogen und konnte weiter machen.
Die Ansagen von Evan waren zwar mal wieder schön voller Machogehabe und trieften nur so.
Die Fragen wie z.B „Who’s the best Hardcore Band in the World?“, wurden dann auch mit BIOHAZARD beantwortet, diese zusätzliche Bestätigung veranlasste Biohazard noch mal eins draufzusetzen. Man konnte gar nicht anders als dieses Konzert zu mögen, denn was uns da geboten wurde war echt der Hammer.
Ein Gig von über 80min.
Eine Hochmotivierte Band.
Evergreens wie „Wrong Side of the Track“, Tales from the Hardside“ und und und.

Die Stimmung hätte nicht besser sein können. Die 29DM haben sich also wirklich gelohnt.
Biohazard haben es geschafft aus etwa 200 fremden Leuten eine große Familie zu machen.

Wenn also Biohazard auch mal bei euch in der Nähe spielen, dann kratzt euer Geld zusammen, schnappt euch ein paar Kollegen und ab geht die Post.
Denn man hat ja nicht immer die Chance Biohazard mal live zusehen.

Also ich für meinen Teil würde immer wieder auf ein Biohazard-Konzert gehen.
Also checkt diese Band unbedingt mal live an, denn ich garantiere euch, dass ihr es nicht so schnell vergessen werdet.

Das war’s vom immer noch Biohazardhörenden NewYorkHardcore!

Über Comments würde ich mich freuen.
Also, bis denn, euer NYHC!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Hirnederl

Hirnederl

19.07.2002 16:00

Ach, waren das noch schöne Zeiten, als ne Konzertkarte höchstens 30 Mark gekostet hat. Heutzutaga hat sich das ja mindestens verdoppelt, ziemlich schade, sowas ... Greetz, Claudia

STUFFBREAKER

STUFFBREAKER

16.07.2002 15:31

Super Bericht von dir! Bin auch ein großer Biohazard Fan und würde sie gerne mal Live sehn. Leider hab ich im Saarland nicht so die Gelegenheit dazu. Wie findest du denn, die neue Platte "Uncivilization"? Ich find sie ein wenig gewöhnungsbedürftig. Schönen Gruß, Manuel P.S. HARDCORE RULEZ

barkeeperquark

barkeeperquark

30.06.2002 04:06

meine wilden rumhopszeiten sind zwar schon vorbei, aber an "Biohazard" und deren konzerte denke ich immer wieder gerne zurück! 1A-bericht, Quark

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