Bis ans Ende der Welt / Riehl, Jörg

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Bis ans Ende der Welt / Riehl, Jörg

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von Melbourne nach Cairns...die Ostküste Australiens entlang

3 19. Okt 2009

Pro:
Australiens Ostküste als Spielort, Protagonisten sind Backpacker

Kontra:
man hätte so viel mehr daraus machen können, stellenweise langweilig, oberfllächlich

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Niveau:

Unterhaltungswert:

Spannung:

Humor:

Aufmachung:

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queenia

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Mitglied seit:15.06.2003

Erfahrungsberichte:553

Vertrauende:54

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 81 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Gerade habe ich ein Buch durchgelesen, was ich mir vor langer Zeit mal ertauscht habe. Ich war schon lange auf der Suche nach einem Buch über Backpacker in Australien, die in Form eines Tagebuches ihre Reise schildern, weil ich es interessant finde, welche Route andere gewählt haben, wie sie sich bei dem Reisen gefühlt haben und was sie alles so erlebten, da ich ja wahrscheinlich ähnliche Erfahrungen gemacht habe.
Daher war ich ganz neugierig auf dieses Buch, weil es auch hier um Leute in meinem Alter geht, die Australien bereisen.
Leider wurde ich ein wenig enttäuscht, warum, könnt ihr im folgenden Bericht lesen.


+++Inhalt+++

Ralf ist seit ein paar Wochen mit Kristine zusammen und sieht in ihr die Liebe seines Lebens. Da sie aber schon lange Zeit vorher eine Reise nach Australien geplant und auch gebucht hatte, konnte sie dies natürlich nicht so einfach absagen und begibt sich ohne Ralf ans andere Ende der Welt.
Obwohl Ralf nicht viel Geld besitzt, leiht er sich bei seinen Eltern genügend Geld für den Flug und ein paar Tage Verpflegung zusammen und seiner Freundin hinterher zu reisen.
Er hat nichts Weiteres als eine Adresse in Melbourne von einer Freundin von Kristine und begibt sich genau dorthin.
Doch diese ist spontan früher abgereist und hat Miriam, der Freundin in Melbourne, nur gesagt, dass sie in eine Disco in Cairns wolle und es keine andere Möglichkeit geben würde die gesamte Ostküste hochzureisen, um nach Kristine Ausschau zu halten und sie am Schluss vielleicht in der besagten Disco antreffen zu können.

Da Miriam sowieso nach Cairns wollte, beschließt sie sich Ralf anzuschließen und die beiden suchen nach allen möglichen Hinweisen, die sie näher an Kristine bringen könnten. Doch nach einiger Zeit kommen die beiden sich näher und Ralf möchte eigentlich immer weniger, dass sein eigentliches Vorhaben gelingt.


+++meine Meinung+++

Ich habe so viel von diesem Buch erwartet und mich so sehr darauf gefreut einige Ortsbeschreibungen wiederzuerkennen und mich richtig in dem Buch wieder finden zu können, da es eben eine Geschichte um Backpacker ist.
Doch leider wurde ich enttäuscht. Die Idee ist zwar ganz nett, dass Ralf versucht seiner Freundin hinterherzureisen und diese sich immer nur um Stunden verpassen und nach und nach sogar die gleichen Leute kennen, ohne sich selbst jemals getroffen zu haben, aber man hätte daraus viel mehr machen können.
Auch die Wahl der unterschiedlichen Sichtweisen hat mir gefallen, so gibt es immer ein paar Zeilen aus Ralfs Sicht, wo erklärt wird, wo er sich gerade befindet, was er macht, wie er sich fühlt usw. und dann die aktuelle Situation von Kristine, natürlich auch aus ihrer Sicht.
So hat man als Leser immer einen Überblick, wo sich beide gerade befinden und kann richtig mitfiebern, weil man praktisch mitliest, dass sie sich immer nur sehr knapp verpassen.

Die Beschreibungen der Orte und Landschaften war wirklich sehr mickrig. Als ich gelesen hatte, dass Ralf und Kristine die Ostküste hochreisen, also genau meine Reiseroute, dachte ich, dass sie ebenfalls an Orte wie Brisbane, Airlie Beach und Fraser Island kommen, behandelt wurden aber nur Melbourne, Sydney, Townsville und Cairns und auch das alles nur sehr oberflächlich. Man erfährt kaum etwas über die Gegenden und es geht eigentlich nur um die Reise der drei und die Beziehung zwischen Ralf und Miriam, Pfefferspray und ein Fernrohr. Letzteres eher langweilig und uninteressant, zudem etwas überflüssig.

Langweilige Stellen gibt es im Buch leider viele. So habe ich das Buch vor Monaten angefangen, aber einfach liegengelassen, weil ich mich einfach nicht dazu aufraffen konnte es zu beenden, weil es zwar nicht langatmig und zu ausgeschmückt war, aber einfach nebensächlich und nicht fesselnd. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich es unbedingt weiter lesen möchte, weil ich erfahren will, was aus Ralf und Kristine wird. Eher wollte ich wissen, welche Orte noch erwähnt werden, aber sobald ich merkte, dass sie alles aufregende überspringen würden und das Backpackerleben überhaupt nicht beschrieben wird, ist mir die Leselust schnell vergangen.
Dabei hätte man wirklich so viel aus diesem Thema machen können. Wirklich schade.


+++Schreibstil+++

Wie ich ja bereits habe, wurden zwei Sichtweisen benutzt, einmal die von Ralf und die von Kristine. Dabei handelt es sich aber nicht um Ich-Erzähler sondern um den Allwissenden. Es wird jede einzelne Tat beschrieben, jedes Gefühl kommt zum Vorschein und der Leser weiß einfach über alles Bescheid.

Der Schreibstil ist nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Man kann es locker runterlesen, ohne lange überlegen zu müssen, was gemeint ist, denkt sich zwischendurch aber auch nicht „woah! Das ist ja mal ´ne tolle Formulierung!“.
Alles eher nüchtern und nicht sehr ausschmückend.


+++Autor+++

„Jörg Riehl hat bei Coca Cola Flaschen sortiert, in Diskotheken gekellnert und sich mit Rasenmähen und Straßenkehren seine Brötchen verdient, bevor er als Journalist u.a. für den Bayerischen Rundfunk und das TV-Magazin GONG zu arbeiten begann. Heute ist er Redakteur beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE. Er lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern Jurek und Smilla in Fürstendeldbruck bei München. „Bis ans Ende der Welt! Ist sein erster Roman für Jugendliche.


+++Fazit+++

Ich habe, wie bereits schon einige Male erwähnt, viel mehr erwartet und bin etwas traurig, dass es nur so wenig aus so einem tollen Thema gemacht wurde.
Ich finde die Idee des Buches zwar immer noch gut und habe mich jedes Mal gefreut, wenn ein bekannter Ort vorgekommen ist, dennoch hat mich das Buch etwas gelangweilt, es gab keine Motivation weiterzulesen und hat mir persönlich jetzt keine Lust auf Australien gemacht (ich habe immer Lust auf Australien, aber nach dem Buch ist diese Lust nicht gewachsen).
Alles in allem aber 3 Sterne.

Vielen dank fürs Lesen und bewerten
Queenia  


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
MadHatter

MadHatter

20.11.2009 21:58

Klingt leider auch noch ziemlich schnulzig...

Skybob

Skybob

21.10.2009 17:06

... na dann wird´s doch eher ein Sachbuch werden, den Australien ist und bleibt ja interessant ;-)) - GLG Sven

Cosmay

Cosmay

20.10.2009 15:08

Dann nehm ich das wohl besser mal schnell aus meinen Suchaufträgen raus...

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