► Liebe bis in die Ewigkeit
03.04.2008
Pro:
perfekte Fortsetzung ~ Figuren ~ Figurenentwicklung ~ Spannung ~ Atmosphäre
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
mehr
 BulmaZ
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Nachdem ich vom ersten Roman der "Bis[s]…" Reihe nach nur knappen 200 Seiten so angetan war, dass ich noch am selben Tag los musste und zum nächsten Thalia gefahren bin, um mir die beiden Folgebände zu holen, ging es Sonntag Abend dann auch sofort weiter mit dem zweiten Band. Blöderweise ist die freie Zeit mit dieser Woche schon wieder um und ich komme nicht so oft zum lesen wie ich gerne würde. Nichts desto trotz habe ich mich rangehalten und kann nun heute >> Bis[s] zur Mittagsstunde - Stephenie Meyer <<vorstellen. ▫▫◘◘◘▫▫ Bezugsquelle & Preis ▫▫◘◘◘▫▫Gekauft habe ich die gebundene Ausgabe dieses Romans bei Thalia zum normalen Preis von 19,90 €. Eine Taschenbuchausgabe gibt es bisher noch nicht. ▫▫◘◘◘▫▫ Kaufgrund ▫▫◘◘◘▫▫Wie bereits in der Einleitung beschrieben, habe ich mir diesen zweiten Teil geholt, weil ich nach gut der Hälfte des ersten Teils vollkommen begeistert war. Der Schreibstil hat mir gefallen, die Story wurde zum Ende sogar noch so richtig spannend und außerdem wollte ich ja auch dringend wissen, wie es mit Bella und Edward weitergeht. Also - kurz mal nicht an den Kontostand gedacht [wie so oft, wenn ich Bücher kaufe], ab zur Kasse, EC Karte gezückt und die Bücher glücklich nach Hause getragen. ▫▫◘◘◘▫▫ Eckdaten zum Buch ▫▫◘◘◘▫▫Titel: Bis[s] zur Mittagsstunde Originaltitel: New Moon Autorin: Stephenie Meyer Übersetzerin: Sylke Hachmeister Erscheinungsjahr: 2006 Verlag: Carlsen Ausgabe: gebundenes Hardcover Genre: Fantasy / Liebesroman Seitenanzahl: 558 Seiten ▫▫◘◘◘▫▫ Die Autorin ▫▫◘◘◘▫▫Stephenie Meyer wurde 1973 im US Bundesstaat Connecticut geboren. Sie ist das zweitälteste von insgesamt sechs Kindern.[…] Im Alter von vier Jahren zog Stephenie Meyer mit ihrer Familie nach Phoenix (Arizona), wo sie aufwuchs und auch heute noch lebt. Sie besuchte die Highschool in Scotsdale (Arizona) und studierte mit einem Stipendium Englisch an der Brigham Young University in Provo (Utah). Meyer ist seit 1994 mit ihrem Jugendfreund Christiaan, genannt Pancho, verheiratet und hat drei Söhne (Gabe, Seth und Eli). Stephenie Meyer ist Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, was großen Einfluss auf ihr Leben und Schreiben hat. Bekannt wurde sie durch die Jugendbuchreihe über die Beziehung zwischen Isabella (genannt Bella) Swan, einer US-amerikanischen Highschool-Schülerin, und Edward Cullen, einem Vampir. Der erste Band Twilight (dt.: Bis(s) zum Morgengrauen) erschien am 05. Oktober 2005 und wurde ein internationaler Bestseller. Die Grundidee zur Handlung von Twilight fiel Stephenie Meyer am 02. Juni 2003 in einem Traum ein. Sie sah, wie sich ein junges Mädchen und ein Vampir auf einer Lichtung trafen und unsterblich ineinander verliebten. Diese Geschichte findet sich in Kapitel 13 von Twilight wieder. Der Name Bella entstand daraus, dass Meyer ihre Tochter immer so nennen wollte. Bella Swan heißt übersetzt Schöner Schwan. Der zweite Band, New Moon (dt.: Bis(s) zur Mittagsstunde) erschien im September 2006 und hielt sich über 30 Wochen auf Platz 1 der New York Times Bestseller-Liste. Der dritte Teil Eclipse (dt. Bis(s) zum Abendrot) wurde im August 2007 veröffentlicht und war ähnlich erfolgreich. Inzwischen wurden weltweit insgesamt über 5,5 Millionen Exemplare der Reihe verkauft. Quelle: www.wikipedia.de ▫▫◘◘◘▫▫ Die Reihe ▫▫◘◘◘▫▫1. Bis[s] zum Morgengrauen 2. Bis[s] zur Mittagsstunde 3. Bis[s] zum Abendrot ▫▫◘◘◘▫▫ Die Story ▫▫◘◘◘▫▫Nachdem Edward seine geliebte Bella aus den Fängen des blutrünstigen Vampirs James und seinen Schergen retten konnte, könnte das Leben der beiden schöner kaum verlaufen. Edward macht sich zwar nach wie vor Sorgen, er könne eine Gefahr für Bella sein, diese sieht das aber ganz anders und geht vollkommen auf ihn ihren Gefühlen für den schönen Vampir. Auch seine Familie schließt sie schnell ins Herz. An ihrem 18. Geburtstag jedoch wird alles anders. Den feiert sie zusammen mit den Cullens in deren Haus. Auch gibt es viele Geschenke, die es zu öffnen gilt. Dem geht Bella auch zunächst etwas widerwillig nach. Beim Öffnen eines Geschenks jedoch schneidet sie sich am Papier. Der Duft des Blutes macht einen der Cullens rasend und er geht sofort auf das Mädchen los. Carlistle, Edwards Vater, und Edward selbst können das Schlimmste verhindern. Dennoch gibt dieses Ereignis für Edward den entscheidenden Ausschlag. Zusammen mit seiner Familie geht er weg aus Forks - und bricht Bella damit unwiderruflich das Herz. Nach vielen Monaten der Lethargie, beginnt Bella durch die Freundschaft zu Jacob Black, einem Jungen aus dem nahegelegenen Indianerreservat, wieder ein wenig Lebensmut zu fassen. Beide unternehmen viel zusammen und bald stellt sich heraus, dass diese innige Freundschaft für Jacob sehr leicht mehr sein könnte. Bella jedoch ist sich sehr unschlüssig, denn sie denkt, sie könne nie wieder jemanden so sehr lieben wie Edward. Sehr lange kann sie sich mit diesem Konflikt jedoch nicht auseinandersetzen. Denn eines Tages beginnt Jacob sich zu verändern. Nicht nur optisch, sondern auch in der Art, wie er mit Bella umgeht. Dem Mädchen wird immer bewusster, dass Jacob ein Geheimnis haben und dass dieses irgendetwas mit der Jungsgang im Reservat zutun haben muss…▫▫◘◘◘▫▫ Eigene Eindrücke ▫▫◘◘◘▫▫ Wer sich noch an die Zusammenfassung des ersten Teils dieser Reihe erinnert, dem wird diese hier vielleicht irgendwie bekannt vorkommen. Es könnte womöglich sogar der Eindruck entstehen, Stephenie Meyer hätte von ihrem eigenen Werk abgekupfert. Dem kann ich allerdings von Anfang an widersprechen. Denn die ganze Sache zwischen Jacob und Bella gestaltet sich vollkommen anders als die mit Edward. Aber eins nach zwei anderen.Ich hatte beim Lesen den Eindruck, das Buch wäre in verschiedene Teile eingeteilt. Der erste, recht kurze Teil, befasst sich damit, wie Edward und Bella ihr junges Glück genießen. Diese Sequenzen sind, wie ich es bereits aus "Bis[s] zum Morgengrauen" kannte, sehr gefühlvoll und emotional geschrieben, dabei aber immer noch in keiner Weise kitschig oder vor Schmalz triefend. Man fühlt sich als Leser eher auf eine sehr angenehme Weise zart berührt und freut sich mit den beiden richtiggehend mit. Umso größer ist natürlich der große Einschnitt, der durch Edward Weggang hervorgerufen wird. Nicht nur Bella ist geschockt - ich war es auch. Von nun an lässt die Autorin den geneigten Leser teilhaben an den Seelenqualen, die Bella erleidet. Man könnte schnell vermuten, dass sich diese Passagen gezogen haben wie Kaugummi und dass man schnell kein Mitgefühl mehr mit der Protagonistin haben könnte. Aber auch hier hat die Autorin wieder großes Geschick bewiesen und driftet nicht in einen auf die Tränendrüse drückenden Stil ab. So erscheinen die Leiden der Bella einfach nur zu menschlich, zu nachvollziehbar und für viele ganz sicher auch gar nicht unbekannt. Sehr zu schätzen wusste ich trotz des Talents der Autorin aber auch, dass sie scheinbar ganz genau wusste, wann es langsam mal wieder bergauf gehen musste. Alles, was ab jetzt geschieht, würde ich als dritten und größten Teil betrachten. Denn nun beginnt Bella ihre Freundschaft zu Jacob Black, den sie übrigens schon von Kindesbeinen an kennt, zu vertiefen. Man merkt dem Mädchen ganz deutlich an, wie es langsam wieder besser wird. Vor allem aber kann man sich ganz genau vorstellen, wie langsam aber stetig Bella aus ihrer Lethargie erwacht. Meiner Ansicht nach, wurde grade diese Passage hervorragend umgesetzt, lebensnah vor allem. Dennoch darf man sich trotz aller heiteren Zweisamkeit keineswegs der Vorstellung hingeben, Bella wäre über Edward hinweg. Der ist nach wie vor in ihrem Herzen und genau hier setzt dann auch der Konflikt an, den es für sie ganz allein zu lösen gilt. Im Übrigen wird dieser durch Jacobs Geheimnis noch verschärft, da ich aber nicht zuviel verraten möchte, gehe ich darauf nicht näher ein. Trotz aller innen Zerrissenheit und Zweifel gibt es aber auch hier in diesem zweiten Roman der Reihe wieder einige humorvolle Momente, wo man sich auch als Leser ein Lächeln abringen muss. Beispielsweise an der ein oder anderen Stelle, an der sich Bella absichtlich in Gefahr bringt. Während dieser Sequenzen spricht Edward in ihrem Geist zu ihr und will sie von den dummen Dingen abhalten, die sie im Begriff ist zu tun. Bella nutzt dies natürlich schamlos aus. Immerhin hat sie so hin und wieder wenigstens Edwards Stimme bei sich. Es gibt aber auch einige heitere Stellen mit Jacob. Wie es in einer guten Trilogie bzw. Romanreihe sein sollte, entwickeln sich die Figuren hier ebenfalls weiter. Genauer gesagt, eine Figur entwickelt sich - nämlich die sonst so tollpatschige Bella. Im Vorgängerband ist ihr alles unmöglich und möglich Schlechte passiert. Wo sie sich wehtun konnte, tat sie es und wo sie sich in irgendeine absurde Gefahr bringen konnte, hat sie auch dies geschafft. Dieser Zug hat ihr allerdings auch einen unheimlich sympathischen und menschlichen Charakter verliehen. Da hinzu kommt natürlich noch ihre Art und Weise für Edward zu schwärmen und ihn so bedingungslos zu lieben. An der Liebe ändert sich im zweiten Teil nicht viel, wohl aber an ihrer Anziehungskraft auf alle denkbaren Schlamassel. Bis auf die Aktionen, die sie ganz bewusst selbst durchzieht und die natürlich schief gehen, passiert ihr eigentlich nichts Tollpatschiges mehr. Das mag zum einen sicher an dem unendlichen Schmerz liegen, den sie empfindet zum anderen aber ganz sicher auch daran, dass sie einfach reifer geworden ist. Allerdings kann ich mir auch gut vorstellen, dass das eine aus dem anderen resultiert. Bella Swan hat sich auf jeden Fall weiterentwickelt, auch wenn sie hin und wieder leicht alberne, aber nur allzu menschliche Züge aufweist. Fakt ist jedenfalls, dass sie nach wie vor sehr sympathisch und vorstellbar ist. Jacob Black wurde zwar schon in "Bis[s] zum Morgengrauen" eingeführt, hatte dort aber noch keine richtige bzw. tragende Rolle. Das ändert sich hier vollkommen. Hatte man als Leser bisher das Bild des Jungen im Kopf [immerhin ist er ein Jahr jünger als Bella], so wächst er hier im Verlauf der Handlung quasi vor Augen des Lesers heran, wird reifer, verantwortungsbewusst und vor allem vorstellbar. Zu Beginn ist er noch der Junge mit den langen Haaren, der gerne an Autos herumschraubt und auf irgendeine Art einen Narren an Bella gefressen hat. Mit weiterem Fortschreiten der Geschichte ändert er nicht nur optisch sein Erscheinungsbild, indem er sich die Haare abschneiden lässt und größer und muskulöser wird. Sein Wesen wird ebenso reifer und verantwortungsbewusster. Nun ja, und dann wäre noch der Punkt, den ich nicht verraten will. Alles in allem ist auch Jacob ein höchst sympathischer und liebenswerter Charakter, den man nach wenigen Seiten nicht mehr missen möchte. Auch kann man Bella sehr gut verstehen - dass sie nicht weiß, ob sie sich auf eine neue Liebe einlassen kann oder weiter an Edward hängt. Ich als Leserin könnte dies übrigens auch nicht entscheiden. Mit "Bis[s] zur Mittagsstunde" hat sich Stephenie Meyer meiner Ansicht nach zu steigern gewusst. Hat mich Band 1 der Reihe wahrhaft gefesselt, so kam ich von diesem Folgeband wirklich gar nicht mehr los. Oft musste ich mich abends wirklich mit Gewalt wach halten, weil ich unbedingt nur noch dieses eine Kapitel zu Ende lesen wollte und vielleicht auch noch das nächste… Fakt ist, ich wurde mit diesem Roman auf perfekte Art unterhalten. Denn im Prinzip gibt es hier von allem etwas: Liebe, Herzschmerz, wahre Freundschaft, zerreißende Spannung in hervorragender Fantasy - Manier und Figuren, die man einfach mögen muss. Kurz gesagt: hier stimmt einfach absolut alles. Sehr gut gefallen hat mir übrigens auch noch der Vergleich, den die Autorin zu Shakespeares Drama "Romeo & Julia" angeführt hat. Sie hat diese hoffentlich allseits bekannte Geschichte gut in die von Bella und Edward eingewoben, Vermutungen angestellt und Interpretationsansätze geliefert. Aber keine Sorge für alle Hasser der gehobenen Literatur: dieser Part umfasst nur ungefähr zwei Seiten. Alles in allem hat mich "Bis[s] zur Mittagsstunde" wahrhaftig vom Hocker reißen können. Da ich also absolut und überhaupt gar nichts auszusetzen habe, vergebe ich abermals volle fünf Sterne und eine dicke Empfehlung. Vornehmlich natürlich an die, die den ersten Teil gelesen haben. Vermutlich würde man diesen hier auch ohnedem verstehen, aber bei einer Trilogie empfiehlt es sich ja schon irgendwie mit dem ersten Band zu beginnen.
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25.07.2009 11:41
ich liebe die biss reihe!! :) toller bericht :)
09.03.2009 22:27
toller Bericht :-)
29.11.2008 18:31
BH von mir für den tollen Bericht!!