Black Molly (Poecilia sphenops)

Mehr Bilder

Black Molly (Poecilia sphenops)

Gesamtbewertung Black Molly (Poecilia sphenops) 38 Erfahrungsberichte lesen | Erfahrungsbericht schreiben | Frage stellen | Produkt zur Liste hinzufügen

... Es geht um den Poecilia sphenops, auch Black Molly genannt. Er gehört zur Familie Poeciliidae, den Lebendgebärenden Zahnkarpfen, was bedeutet, das die Fische lebende Junge zur Welt bringen. Er ist ein idealer Fisch für den Anfänger. Viele Aquarienneulinge erzielen mit dem Black Molly ... Bericht lesen





Bitte warten ....
Dieses Produkt bewerten:  
 


1-6 von 37 Erfahrungsberichten    
> Alle 37 Black Molly (Poecilia sphenops) Erfahrungsberichte anzeigen
Die Lieblinge meiner Freundin!!!
Erfahrungsbericht von hjschwarz63 über Black Molly (Poecilia sphenops)
10.02.2005


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Formenvielfalt, sehr aktiv, Wasseransprüche, Vermehrungsfreudig
Kontra: Preis, Zuchtformen sehr anfällig

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo liebe User/innen,

es folgt mal wieder ein Bericht über mein größtes Hobby, die Aquaristik.
Es geht um den Poecilia sphenops, auch Black Molly genannt. Er gehört zur Familie Poeciliidae,
den Lebendgebärenden Zahnkarpfen, was bedeutet, das die Fische lebende Junge zur Welt bringen.

Er ist ein idealer Fisch für den Anfänger. Viele Aquarienneulinge erzielen mit dem Black Molly ihre ersten Zuchterfolge,
wenn auch Anfangs nur zufällig.
Der Name „Molly“ leitet sich von der bis 1963 gültigen Bezeichnung „Mollienesia“ ab.
Diese Gattung wurde 1828 von Lesueur aufgestellt. Als erste Art wurde der Breitflossenkärpfling Poecilia latipinna beschrieben.
Sein Vorkommen beschränkt sich auf die Küstengebiete von Florida bis Nordmexiko.
Er ist der am weitesten nördlich vorkommende Molly. Diverse andere Arten kommen sowohl in Mittelamerika als auch in Südamerika vor.

Zu unterscheiden sind hier die Wildform, Wildmolly genannt, der Spitzmaulkärpfling und die verschiedenen Zuchtformen.
Als Beispiele seien hier der Black Molly, Baloon Molly und der Mondmolly, welche sich in Form, Farbe und Größe
doch sehr unterscheiden.

Aussehen und Geschlechtsunterschied
----------------------------------------------------------
Die Tiere haben die übliche Karpfenform mit Keulenförmigen Körper, der im Bauchbereich hochgestreckt ist.
Je nach Zuchtart sind die Floßen verschieden groß und hoch. Beim Leihermolly ist die Schwanzflosse sehr lang mit
2 Fahnenähnlichen Gebilden oben und unten.
Die Wildform hat normalgroße Rücken- als auch Schwanzflossen. Man kann das an den Bildern gut erkennen.

Die W sind größer und voller als die M. Beim M ist die Afterflosse zum Geschlechtsorgan (Gonopodium) umgebildet.
Das M ist wesentlich schlanker.
Beim Molly kann man leider nicht wie bei anderen Zahnkarpfen den Laichfleck im Afterbereich des W erkennen,
da die Tiere meist schwarz sind.
Dafür haben die M eine längere Rückenflosse und das Gonopodium als Erkennungsmerkmal.

Haltung und Pflege
-----------------------------

Mollys haben eine extreme Anpassungsfähigkeit an das Wasser. In der Natur kommen sie in den verschiedensten Gewässertypen vor.
Die Hartwasserbereiche in Mexiko gehören zu ihren ursprünglichen Gewässern, sie sind aber auch im Brackwasser mit bis zu 80% Meerwasser
an zu treffen.
Mollys kommen auch häufig in Gewässern vor, die nur eine Gesamthärte von 4° dGH und eine Karbonathärte von 2°KH aufweisen.
Im Aquarium empfiehlt sich eine Gesamthärte (dGH) von 10-30°dGH und eine Karbonathärte (KH) von 5-15°KH.
Black Mollys sind auch deswegen so beliebt, weil sie gute Algenfresser sind.
Sie weiden diese von Pflanzen und Dekorationsgegenständen ab, um sie mit Genuß zu verzehren.
Desweiteren vertragen sie eine sehr große Temperaturtoleranz. In einem Bereich von 26 - 28°C fühlen sie sich jedoch am wohlsten,
doch auch in Grenzwerten zwischen 18°C und 30°C können sie noch immer problemlos überleben und sich fortpflanzen.
Selbst Sauerstoffmangel, Überfütterung oder Filterausfall überstehen Black Mollys besser als alle andere Arten.
Dennoch sollte man das Wasser regelmäßig kontrollieren und an ihre Bedürfnisse anpassen, da sie in schadstoffreichem Wasser
ausgesprochen empfindlich und krankheitsanfällig sind.

Außerdem sollte man eine Salzbeigabe von ca 0,1% reichen. Das sind pro 100 Liter ca 100 Gramm Salz. Also 1 Gramm Salz
auf 1 Liter Wasser.
Die Größe der Fische variiert je nach Form von 6-9 cm. Deshalb sollte die Beckengröße mindestens 60 cm betragen..
Für die Aufzucht von Jungtieren können auch kleinere Becken verwendet werden.
Diese sollten trotzdem mindestens 50 Liter Fassungsvermögen haben.

Auch Pflanzen dürfen nicht fehlen, da sie erstens die Wasserqualität verbessern und zweitens Verstecke für die
weiblichen Tiere und Schutz für die Jungen bieten.
Man kann hier verschiedene Hornkräuter wie Ceratophyllum sp. oder Cabombaarten einsetzen.
Da die Männchen den Weibchen doch sehr nachstellen, benötigen diese Pflanzen zum ausruhen, in denen sie Unterschlupf
finden.
Da den Jungtieren nachgestellt wird und diese auch als Nahrung angesehen werden, sollte man die feinfiedrigen Pflanzen
zwingend im Becken haben.

Da Black Mollys sehr friedliche Tiere sind, sind sie hervorragend fürs Gesellschaftsbecken geeignet.

Die Haltungsbedingungen sehen wie folgt aus:

pH-Wert: 7,5 - 8,5

Wasserhärte: 10 - 30° dGH

Anspruch: sehr niedrig

Beckenposition: mittlere Wasserschichten

Aquarientyp:Gesellschaftsbecken

Temperatur:18 - 30° C

Größe:ca. 6cm

Beckenlänge:ab 60 cm

Mindestbesatz: 2 Männchen / 3 Weibchen

Futter
---------
Die Fische nehmen hauptsächlich Algen zu sich. Jedoch sollte man auch Trockenfutter auf pflanzlicher Basis als auch
ein mal die Woche Grünfutter wie geweichten Salat oder Spinat reichen.
Für die Jungen sind frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien geeignet, da sie diese ohne Probleme zu sich nehmen können.
Außerdem beschleunigen Artemia das Wachstum der Jungtiere.
Auch jede andere Trockenfutterart ist geeignet, allerdings nicht regelmäßig sondern als Beigabe für ab und zu.

Zucht
--------
Wie bei allen lebendgebärenden Zahnkarpfen ist auch beim Molly ein Balzritual der Ausgangspunkt für die Begattung.
Das M treibt das W unentwegt durchs Becken und erst wenn das W langsamer schwimmt oder stehen bleibt,
geht das M hinter das W und versucht, seine zum Gonopodium (Geschlechtsorgan, vergleichbar mit dem menschlichen Penis)
umgewandelte Afterflosse in die Geschlechtsöffnung des W zu führen.
Hierbei werden dann keine einzelnen Spermien, sondern ganze Pakete für die sogenannte Vorratsbefruchtung übertragen, damit das W
nicht nach jedem Wurf erneut befruchtet werden muß.

Bei artgerechter Haltung werfen die Weibchen alle 4 Wochen bis zu 120 Jungfische.
Davon können aber nur 20 – 40 Jungtiere sofort schwimmen. Bei den anderen Tieren findet, sofern man sie nicht in ein seperates Becken setzt,
die natürliche Auslese durch Verzehr der sich im Becken befindlichen Fische ab.
Nur die stärksten überleben. Eine inteligente Lösung der Natur. So werden schwache und behinderte Tiere ausgesondert.
Die Jungen wachsen sehr schnell und sind bereits nach 5 Monaten ausgewachsen.

Seltsamerweise können bei schwarzen Elterntieren gescheckte Junge zur Welt kommen. Dieses Phänomen ist bis heute noch
nicht geklärt.

Fazit
-------
Ich selbst habe keine Mollys mehr in meinen Becken. Diese befinden sich jetzt im Becken meiner Freundin, da sie voll auf diese Fische
abfährt.
Sie hat auch schon die ersten Jungen, von denen leider nur 4 übrig geblieben sind. Aber die sind froh und munter und
mittlerweilen schon ca 2 cm groß.
Für mich ist der Black Molly der Anfängerfisch schlechthin, da er keine großen Ansprüche ans Wasser stellt und so
manchen Anfängerfehler verzeiht.
Leider werden die Tiere nicht allzu alt. Die Zuchtformen selten älter als 3 Jahre, die Wildform ca 5 Jahre.
Und die Preise befinden sich mittlerweilen auch zwischen 2 und 5.-€, was ich als zu hoch empfinde.

Trotzdem ist es herrlich anzusehen, wenn diese schwarzen Schatten durchs Becken sausen und für Leben in
dem gleichen sorgen.
Und auch hier gilt wie für Guppy, Platy oder Schwertfisch das Prinzip: Aus 2 mach 100 in 4 Wochen.
Allerdings nur, wenn man die Jungen seperat hält.

In diesem Sinne hoffe ich, euch wieder ein wenig geholfen zu haben.

Liebe Grüße Jürgen   

weitere Erfahrungsberichte
Die richtige Haltung von Mollys
Bewertung für Black Molly (Poecilia sphenops) von templerthomas

Pro: leicht zu halten und zu vermehren, schöner Fisch, relativ anspruchslos
Kontra: aggressiver als Platys oder Guppys,

Name: Black Molly / Spitzmaulkärpfling es gibt mehrere Zuchtformen: Goldmolly, Silbermolly, Dalmatiner Molly - der Costa Rica Molly ist hingegen eine andere Art Lat. Name: Poecilia sphenops Familie: Lebendgebärende Zahnkarpfen Herkunft: Mittelameri ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

16.12.2007
3. Black Molly-quickli’s Aquarienbewohner
Bewertung für Black Molly (Poecilia sphenops) von quickli

Pro: Der schwarze Molly bringt einen schönen Kontrast in’s Gemeinschaftsbecken.
Kontra: Empfindlich gegen Temperaturschwankungen.

...Liebe Leserinnen und liebe Leser ! Heute berichte ich über den Black Molly, der mit seiner schwarzen Farbe einen schönen Kontrast in unser Gemeinschaftsbecken bringt. Ich <quickli> berichte nur rein hobbymässig über die Fische in unserem Gemeinschafts ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

18.01.2002
(19.01.2002)
.HT-08: Der schwarze Star...
Bewertung für Black Molly (Poecilia sphenops) von Hansafux

Pro: einfache Pflege, sehr schön, leichte Zucht
Kontra: Geringe Lebensdauer, Elterntiere stellen den Jungfischen nach

...Einleitung & Aussehen ---------------------------- ...unter den Lebendgebärenden Zahnkarpfen ist ganz sicher der Black Molly (lat. Poecilia sphenops). Die Wildform des Black Molly ist der Spitzmaul-Kärpfling, der im Vergleich zum Black Molly sehr unsc ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

22.05.2002
Mein kleiner Fischexkurs Teil 2: Der Black Molly
Bewertung für Black Molly (Poecilia sphenops) von Ch.Erzinger

Pro: Schöne Schwarzfärbung, sehr friedlich und harmonisierend!!!
Kontra: Reine Zuchtform => Kurzlebig und sehr anfällig für Krankheiten!!!

...Kommen wir nun zu einem weiteren sehr bekannten und in vielen Becken gehaltenen Fisch. Dem Poecilia sphenops, alias "Black Molly" in der Umgangssprache. Vorweg noch eine Sache: Der Black Molly ist eine reine Zuchtform, deswegen beziehen sich die Angaben ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

29.06.2001
(08.08.2001)
Der Black Molly
Bewertung für Black Molly (Poecilia sphenops) von Cerveth87

Pro: Für Anfänger geeignet, Pflegeleicht
Kontra: -

~~~~~~~~~~~~ Der Black Molly ~~~~~~~~~~~~ Seit einem Monat haben wir wieder ein Aquarium. Die Bepflanzung des 60 Liter Beckens ist abgeschlossen und auch für ausreichend Versteckmöglichkeiten ist gesorgt, zum Einen durch eine gekaufte Höhle und zum A ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

26.02.2009
(28.02.2009)

Vergleichen Sie ähnliche Themen mit Black Molly (Poecilia sphenops)

(*) Meinungen von Ciao Mitgliedern