Blade Runner - Directors Cut
25.03.2001
Pro:
dichte Athmo, guter Soundtrack, glaubwürdige Story
Kontra:
- -
Empfehlenswert:
Ja
 marvel99
Über sich:
germanistik-, geschichts- und medienwissenschaftsstudent, zudem redakteur im privatbereich radio. we...
Mitglied seit:12.01.2001
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 16 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
EINLEITENDE WORTE: Ein paar Jahre ist es nun schon her, da kam von einem eh schon großartigen Film, die Rede ist von Balderunner, ein sogenannter Directors Cut heraus, der etwas länger ist und einige Szenen enthält, die es im Original nicht gab. Fragt mich nicht, welche genau das sind, denn die Änderungen sind meiner Meinung nach so verschwindend gering das sowohl die Aussage des Films als auch das Verständnis durch den zuschauer gleich bleibt und so hinzugefügte Szenen keinen wirklichen Einfluß haben. Wie gesagt, meine Meinung, wenn ihr es anders seht, sagt es mir. Was auffällt sind andere Synchronisationen in manchen Fällen, soll heißen, hier wird mal ein Wort verwendet, das im Original nicht da war oder es wurde eine Veränderung unternommen. Aber auch die haben wie die Szenen keinen Einfluss auf die eigentliche Aussage des Films - die Frage nach dem Recht auf Leben.
WIE ENTSTAND DER FILM UND WAS IST SEIN INHALT? Im eigentlichen Sinne basiert der Film auf einer Science Fiction novelle von Philip K. Dick, einem der besten Autoren auf diesem Gebiet, den die Vereinigten Staaten hervorgebracht haben. Sein Buche heißt "Do Andoids dream of Electric Sheep" und legt die Grundsteine für das, was Ridley Scott später als Blade Runner verfilmen sollte. Im Grunde ist es eine andere Geschichte, die nur die hauptfiguren und das Grundgerüst mit dem Film gemein hat. Das es Replikanten gibt nämlich, also Lebewesen, die natürlichen Individuen verblüffend ähnlich sind, aber trotzdem elektronisch sind. Was im Buch hauptsächlich künstliche tiere sind, werden bei Scott menschenähnliche Wesen, die von einer Kolonie, auf der sie dienen fliehen, um von ihrem Schöpfer, der Tyrell-Corporation die Chance zu erbitten leben zu dürfen, denn sie sind vom Werk aus, wegen ihrer übernatürlichen Fähigkeiten, mit einer Lebenszeitbegrenzung auf 4 jahre ausgestattet.
Deckert (harrison Ford) ist ein Expolizist, der, eigentlich ausgemustert, von seinen alten Arbeitgebern zurückgeholt wird, um die Replikanten, es sind vier zu lequidieren. Er was wohl in seienr Vergangenheit ein guter "Jäger". Ganz geheuer ist im die Geschichte nicht, trotzdem willigt er ein und beginnt seine Suche... WAS IST BESONDERS?
Der Film lebt vor allem durch seine Athmosphäre und dem Zusammenspiel von Regie und Musik. Die Bilder, mit denen Ridley Scott arbeitet sind nach wie vor unerreicht und haben den Film zu seinem heutigen Status gebracht. Man erlebt eine Welt, die furchtbar und faszinierend zugleich ist. Riesige Gebäude. Klaustrophobisch enge Gänge, ewiger Regen, ewige Nacht. Der ganze Film spielt im Dunkel, nicht der ganze Film, aber fast. Mehr darf man nicht sagen, sonst verliert man die Spannung des Endes. Besonders ist die Musik, die komplett von Vangelis stammt und die eigenschaft hat den ganzen Film auch ohne Bilder vor dem eigenen geistigen Auge erschienen zu lassen. DARSTELLER UND REGISSEUR:
Die eigentlichen Hauptdarsteller des Films sind Harrison Ford (Deckert) und Rudger Hauer (Roy Batty). Beide stellen Gut und Böse dar, je nachdem, welchen Standpunkt man als Zuschauer vertritt. Aus der einen sich ist Rudger Hauer der miese Replikant, der um sich mordet, aber doch nur, um das heere Ziel Leben zu erreichen. Oder Harrison Ford der Jäger der Replikanten... Ansichtsache. Ridley scott kennt man hauptsächlich von der Alien-Serie. Und genau wie dort spielt auch hier die Athmosphäre die entscheidene Rolle. DATEN ZUM FILM:
Original 1981 Directors Cut 1991 Spieldauer 112 Minuten
Darsteller: Harrison Ford Sean Young Rutger Hauer Regie: Ridley Scott
FAZIT: Wer Blade Runner nicht kennt hat die Welt verpennt - mir sei dieser Dumpfreim erlaubt, denn er bringt das zutage, was tatsache ist. Blade Runner ist ein Film, den jeder gesehen haben sollte und der in jeder Sammlung seinen Platz haben muß. Es gab selten derart gute Regie, Musik und Atmosphäre in einem Werk vereint, wie es hier der Fall ist.
Prädikat Wertvoll und unbedingt sehenswert. Lasst mich abschließend noch ein Zitat aus dem Film sagen, Kenner werden wissen, wo es sich befindet und welche Bedeutung es hat, Interessierte werden es finden und verstehen:
"...All diese Momente werden verloren sein...in der Zeit - so wie ... eine Träne im Regen..." Bleibt die Frage: Wer ist wirklich ein Replikant.
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25.03.2001 19:50
Du triffst den Nagel auf den Kopf! Klasse Bericht. ciao Erick
25.03.2001 19:49
gut aufgebauter und ausführlicher Bericht! schau auch mal bei mir vorbei! cya Thomas