Bin ich ein Replikant?
7. Aug 2009
Pro:
tolle Bilder, tolle Sounds, Steampunk, Hauptdarsteller
Kontra:
Handlung muss man erst erlernen, oft kitschige Musik
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Action:
Anspruch:
Humor:
Romantik:
Spannung:
mehr
 ellementz
Über sich:
Hallo, mein Name ist David. So lautet mein richtiger Name. Natürlich NICHT "ellementz".
I...
Mitglied seit:17.07.2006
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 37 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Blade Runner (gedreht im Jahre 1982) ist einer der bekanntesten Science-Fiction-Filme überhaupt. Und mit ca. 5 Schnitten auch einer der am meisten geschnitten. Aktuell ist jetzt der Final Directors Cut, bei dem einige Symbole wie eine Taube und dunklere Farben hinein geschnitten wurden.
RegieDie Regie führte der damals schon weltbekannte Regisseur Ridley Scott, der mit dem ebenfalls sehr düsteren und "kultigen" Science-Fiction-Film im Jahr 1978 für Furore sorgte. Natürlich hat er NICHT NUR Alien, Thelma und Louise, Gladiator und 1492-Conquest of Paradise gedreht.
Das Duell der Hauptdarsteller
Harrisson FordSeine wohl allerwichtigsten Rollen sind die des Indiana Jones und des Han Solo aus Star Wars gewesen. Aber auch in "In der Mitte entspringt ein Fluss", hat er eine "tragende Rolle" gespielt. Weitere sehr bekannte Filme mit dieser "Filmlegende" in der Hauptrolle sind: Auf der Flucht, Das Kartell, Die Stunde des Patrioten, In the Line of Fire, Enemy Mine und Airforce One.
Rutger Hauer
Gut, mir fallen spontan keine Filme ein mit ihm. Außer ich lese mal kurz in der Wikipedia und entdecke dort die Filme "Flesh and Blood", Merlin und Alias, um die wohl wichtigsten und kommerziell erfolgreichsten Filme mit ihm zu nennen. Und weil er gerne in zweitklassigen Actionfilmen die Hauptrolle spielt, dürfte er seinen Nachnamen zu recht tragen.
Handlung
Zuerst
einmal sieht man ein Büro. In dem wird ein möglicher Replikant verhört. Es wird ein Test gemacht. Denn Replikanten sind künstlich geschaffene Menschen, die weder eine Erinnerungen noch irgendwie "großartig" Gefühle/Emotionen haben. Der erste offenbare Replikant (Es stellt sich heraus, er ist TATSÄCHLICH einer) heißt Leon. In der nächsten Szene sieht man einen Flug durch ein LA im Jahr 2019. - Zum Glück wird es da bestimmt nicht so düster und stickig aussehen. - und eine weitere Befragung zum "Replikantentest". Der "Replikantenjäger" Deckard sieht sich in Roy Battys (Roy Batty ist der böse Anführer der Replikanten) um, während dieser mit anderen Replikanten redet. Unter anderem mit einem älteren Mann. Von dem möchte er wissen, wie er entstanden ist und was ihn so "perfekt" gemacht hat. Der "Schöpfer" soll der geniale Konstrukteur "F.K. Sebastian" sein. Der "Oberreplikant" begegnet ihm. Dieser hat ein paar Puppen konstruiert, die als "Dienstroboter" dienen, seine erste "Erfindung". Als Deckard in der Polizeistation von LA ein Foto genauer untersucht, entdeckt er, dass die Frau auf dem Bild eine Replikantin ist, weil sie ein Mal am Hals trägt, das Menschen NICHt haben. Er geht in einen Stripclub und befragt die Verdächtigen. Unter anderem eine Tänzerin (auch offenbar Replikantin) mit einer Schlange. Diese Frau greift dann den Replikantenjäger an, er kann sich aber wehren und besiegt sie. Daher jagt er Salome, weil er sie später erkannt hat. Und auch Leon prügelt sich mit Deckard. Den einen Replikanten (Wenn es überhaupt einer ist) namens Rachel hat er das Leben gerettet. Seitdem ist sie ihm dankbar und verliebt sich in ihn. Sebastian selbst, der ebenfalls offenbar SELBST ein Replikant zu sein scheint, sagt zu RB, er leide am "Methusalem-Syndrom". Roy Batty bittet ihn um mehr "Leben" und er fühle sich einfach nicht "perfekt". Vielleicht sogar ZU "perfekt". Aber er bleibt halt ein "künstlich geschaffenes Wesen mit einem allerdings "natürlichen" Bewusstsein. Deckard kämpft im Moment weiter gegen die Stripperin, die ein "Vorgängermodell" von Batty zu sein scheint. Schließlich ist sie auf Angriff "programmiert". Und sie zappelt wild, als er sie erschießt. Als Roy B. dann D. trifft, kommmt es zum finalen Kampf, wo ihn der Roy zuerst verspottet und seine letzten Worte aushaucht, als er erschossen wird. Obwohl Deckard ein schlechtes Gewissen hat, weil er einen "Menschen" erschossen hat, lobt ihn sein Vorgesetzter dafür, dass die Replikanten ERFOLGOS gegen die Menschen, die auf "natürlichem Wege" entstanden sind, rebelliert haben. Und am Ende ist er dann mit Rachel zusammen.
Fazit
Ja, warum schreibe ich denn so holprige Handlungsstränge? Ganz einfach: Der Handlung ist zunächst einmal schwer zu folgen, weil düster-surreale Filme Ridley Scotts "Spezialiät" sind. Aber wenn man sich mit Philosophie und wann Leben anfängt, auseinander setzt, denkt man über diese Film genau nach. Die Kamerafahrten sind rasant, aber längst nicht so hektisch wie bei den neueren Filmen des Genres. Bewusst wurden dunkle Töne eingesetzt, um die Düsternis noch einmal zu unterstreichen. Auch mit vielen Symbolen wurde gearbeitet und diese nicht "künstlich überkulturell" eingesetzt, sondern fast passend zur Situation, was die Handlung "klarer" werden lässt. Action gibt es auch sehr viel. Allerdings sind es keine "Massenschlachten" wie in Star Wars, Alien 1-4 und Star Trek ab Folge 6. Auch wurde auf "Science-Fiction-Kitsch" wie in Star Wars oder Stargate mit zig verschiedenen Außerirdischen verzichtet, was mir auch gut gefällt. Ich finde, das muss nicht sein. Mir gefällt dieses Steampunk-Genre, welches durch "Matrix" (1999) erneut aufgegriffen wurde, besser. Und auch sonst ist dieser Film Vorbild für die Filme "Matrix" und Videospiele wie "Fallout 3", "Bioshock" oder "Half Life" gewesen, so sehe ich das auf jeden Fall. Dazu passt auch die Swing-Musik, die typisch für dieses Genre ist. Aber manchmal ist die Musik arg kitschig gewesen. Andererseits hat mir neben den bezaubernden Bildern auch der Ton gefallen. Er war mir sehr vertraut, weil ich "Industrial" höre, weil die Soundsamples teilweise aus diesem Film stammen. Aber ich habe doch schon ein wenig Angst gehabt, als ich den unheimlichen Operngesang von der Chinesin auf diesem Bildschirm eines Luftschiffs gesehen habe. Was bedeutet er? Etwa die totale Kontrolle? Sollen Menschen Replikanten und "Big Brothers" Menschen kontrollieren? Und noch eine Frage tat sich mir auf: Ist ein "Klon" gleichzusetzen wie ein "Mensch", obwohl er NIEMALS "perfekt" bzw. so "perfekt" sein kann, dass er die "menschlichen Macken" hat? Von der Schauspielerei haben mich beide Hauptdarsteller total überzeugt. Also, obwohl ich hier einen eher "dünnen" Bericht geschrieben habe, bin ich überzeugt davon, euch eine Empfehlung für einen Sci-Fi-Abend gegeben zu haben. Gut, die Musik konnte man oft vernachlässigen, auch wenn sie vom genialen Vangelis stammte. Denn oft war sie ZU kitschig. Vielleicht ist das auch bewusst gewählt worden, um zu zeigen, Replikanten werden von den Gefühlen her immer besser und passen sich IMMER exakter den "echten" Menschen an.
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07.08.2009 15:35
Dein Erfahrungsbericht enthält zahlreiche Fehler: Fehler 1: "In der Mitte entspringt ein Fluss" ist nicht mit H. Ford in der Hauptrolle. Fehler 2: "Enemy Mine" ist nicht mit H. Ford in der Hauptrolle. Fehler 3: "In the Line of Fire" ist nicht mit H. Ford in der Hauptrolle. Ansonsten weisst du sehr wenig über diesen Film. Ich habe diesen "DirectorsCut", der gestern in ARD lief, auch auf DVD. Und diese D-Cut-Version ist insofern sehr schlecht gegenüber der ursprünglichen Version aus 1982, weil in dieser D-Cut-Version die Monologe von Rick Deckard (H. Ford) weggelassen worden sind. Diese Monologe hatten noch zahlreiche ergänzende Infos zur Story geliefert, die man ohne die erklärenden Monologe nicht versteht. Du scheinst auch die Bücher von Phillip K. Dick nicht zu kennen. Denn dann wüsstest du, daß immer die Menschlichen Erinnerungen eine sehr große Rolle in seinen storys spielen. Weitere Verfilmungen von Erzählungen von Phillip .K. Dick sind z.B. "Minority Report", "Total Recall", "Paycheck"
07.08.2009 13:41
Ah, Ridley Scott. Der will bald mit L. Di Caprio zusammen "Brave New World" drehen! Also wieder etwas Düsteres/Distopisches...
07.08.2009 13:39
Der Film ist Kult - ganz großes Kino!