Blair Witch Project

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Es gibt nur wenige Filme, die ihr Publikum derart unumgänglich in zwei Lager spalten, wie dies bei "Blair Witch Project" der Fall ist. Die einen lieben den Low Budget Film, der bei einem Kostenpunkt von gerade mal 35.000 $ weltweit 250 Millionen $ einspielen konnte, während die anderen absolut ... Bericht lesen





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Ein jeder, der nach dem Anschauen eines Horrorfilms auch nur im entferntesten Probleme hat ... mehr
einzuschlafen, sollte um das Blair Witch Project
einen großen Bogen machen. Dieser Film verursacht
eine Gänsehaut, die für Tage bestehen bleibt. Der
Respekt für den Effekt, den diese angeblich reale
Dokumentation erzielt, gebührt den Filmemachern
Daniel Myrick und Eduardo Sanchez, die drei junge
Schauspieler (Heather Donahue, Michael Williams
und Josh Leonard) mit einer Video- und
Campingausrüstung ausstatteten und Fragmente einer
Geschichte ins Gepäck steckten. Sie kutschierten
die drei dann in einen Wald in Maryland, wo sie
sie alleine ließen -- mit dem Auftrag, nach den
Fragmenten des Buches anzufangen den Film zu
drehen. Dann begannen die Filmemacher die drei zu
erschrecken und zu verwirren. All das wurde auf
Video festgehalten. Klingt verrückt, aber es hat
funktioniert. Über 130 Millionen Dollar hat der
Film in den USA eingespielt, und das bei einem
Budget von gerade einmal 40.000 Dollar! Das Blair
Witch Projekt führt uns auf die Spur von drei
Filmstudenten, die eine Dokumentation über die
legendäre Blair Witch in Burkittsville, Maryland,
drehen wollen. Zuerst filmen sie ein paar
Bauernlümmel (und erhalten dabei einige
Informationen über die sagenumwobene Hexe), dann
gehen die drei unter der Führung von Heather (die
Schauspieler tragen im Film ihre eigenen Namen!)
in den nahegelegenen Wald, in dem die Hexe
angeblich leben soll. Von diesem Trip kehren die
drei niemals zurück. Was wir, die Zuschauer,
sehen, ist das "rekonstruierte" Material, das die
drei der Nachwelt hinterlassen haben. Material,
das nur bedingt erschlossen und verstanden werden
kann. Die drei, so erfährt der Zuschauer, haben
sich im Wald verirrt, wo sie von einer unbekannten
Kreatur in Angst und Schrecken versetzt wurden.
Die Meisterleistung dieses Filmes besteht darin,
dass man nie zu sehen bekommt, was die drei
terrorisiert. Und dieser Terror ist schlimmer als
der, den man für gewöhnlich zu sehen bekommt.
Dieser Effekt wird durch die wackelnde,
seekrankmachende "Kameraarbeit" verstärkt, die
dadurch entstehende Atmosphäre des Filmes ist eine
der bedrohlichsten, angsteinflößendsten,
verstörendsten in der gesamten Geschichte des
Horrorfilmes. Lediglich die langweiligen Dialoge
stören in diesem Gesamtbild. In den deutschen
Kinos war der Film bei weitem nicht so
erfolgreich, wie man sich dies erhofft hatte. Das
hat jedoch vor allem damit zu tun, daß der Hype,
der in den USA im Vorfeld des Filmes stattgefunden
hat, in Deutschland ausgeblieben ist. So wurden in
den USA schon Monate vor Kinostart Werbungen
geschaltet, wurde die Homepage durch Werbung
bekannt gemacht, womit das Gefühl erzeugt wurde,
den Film gesehen haben zu müssen (überhaupt wurden
mehrere Millionen Dollar in die Werbekampagne
gesteckt -- soviel zu dem Thema, dass der Film als
solches nur 40.000 Dollar gekostet hat). --Mark
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Geschichte ins Gepäck steckten. Sie kutschierten
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angeblich leben soll. Von diesem Trip kehren die
drei niemals zurück. Was wir, die Zuschauer,
sehen, ist das "rekonstruierte" Material, das die
drei der Nachwelt hinterlassen haben. Material,
das nur bedingt erschlossen und verstanden werden
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sich im Wald verirrt, wo sie von einer unbekannten
Kreatur in Angst und Schrecken versetzt wurden.
Die Meisterleistung dieses Filmes besteht darin,
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terrorisiert. Und dieser Terror ist schlimmer als
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dadurch entstehende Atmosphäre des Filmes ist eine
der bedrohlichsten, angsteinflößendsten,
verstörendsten in der gesamten Geschichte des
Horrorfilmes. Lediglich die langweiligen Dialoge
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Kinos war der Film bei weitem nicht so
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Witch Projekt führt uns auf die Spur von drei
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legendäre Blair Witch in Burkittsville, Maryland,
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Schauspieler tragen im Film ihre eigenen Namen!)
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angeblich leben soll. Von diesem Trip kehren die
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drei der Nachwelt hinterlassen haben. Material,
das nur bedingt erschlossen und verstanden werden
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Kreatur in Angst und Schrecken versetzt wurden.
Die Meisterleistung dieses Filmes besteht darin,
dass man nie zu sehen bekommt, was die drei
terrorisiert. Und dieser Terror ist schlimmer als
der, den man für gewöhnlich zu sehen bekommt.
Dieser Effekt wird durch die wackelnde,
seekrankmachende "Kameraarbeit" verstärkt, die
dadurch entstehende Atmosphäre des Filmes ist eine
der bedrohlichsten, angsteinflößendsten,
verstörendsten in der gesamten Geschichte des
Horrorfilmes. Lediglich die langweiligen Dialoge
stören in diesem Gesamtbild. In den deutschen
Kinos war der Film bei weitem nicht so
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Blair Witch Project Vol. 1 (Windows 95) Blair Witch Project Vol. 1 (Windows 95)
Einigen Leuten machte es Spaß, sich im Originalfilm, der die Vorlage zu dem Spiel The ... mehr
Blair Witch Project Vol 1: Rustin Parr lieferte,
ihr eigenes Monster auszudenken -- andere dagegen
fühlten sich betrogen. Gerade rechtzeitig zur
ersten Fortsetzung des Films an Halloween
erscheint auch das gleichnamige, als Teil einer
Trilogie konzipierte Spiel. Die passende
Atmosphäre wird bereits beim Laden durch seltsame,
irre Geräusche, wie dem Weinen von Kindern,
aufgebaut. Da das Spiel jedoch 850Mb Speicherplatz
benötigt und zudem nicht gerade schnell geladen
wird, kann einem dies sehr bald auf die Nerven
gehen.  Sie übernehmen den Part von Doc Holiday,
die versucht, das Geheimnis der Blair Witch zu
lösen -- wobei es sich hier um eine Ärztin handelt
und nicht um den altbekannten Pistolenheld
gleichen Namens. Der Aufbau der Geschichte ist in
die Trainingsmission integriert, und das ist
sicherlich die beste Zeit, sich an die extremen
Dritte-Person-Perspektiven dieses Spiels zu
gewöhnen. Fans von Resident Evil dürften dabei
wahrscheinlich die wenigsten Probleme haben. Sie
werden Ihre Steuermethode dennoch immer wieder
umstellen müssen, da unterschiedliche Kamerawinkel
auch unterschiedliche Richtungen beim Bewegen der
Figuren auf dem Bildschirm bedeuten. Für Tomb
Raider-Fans ist das nichts Neues, aber das ist
jetzt das zweite Mal, dass eines der Features von
Blair Witch Vol. 1 anderswo besser umgesetzt
wurde. Sie müssen sich Ihre Steuertechnik völlig
neu erarbeiten. Eine nette Eigenschaft ist
allerdings die der Filmatmosphäre nachempfundene
Nachtsicht aus der Ego-Perspektive, die
absichtlich verschwommen daherkommt.  Da Gathering
of Developers bestimmt noch zwei Folgeepisoden
herausbringen wird, sollte man sich am Ende des
Spiels nicht einbilden, dass nun alles vorbei ist.
Das Spiel ist mittelprächtig und aufgeschlossenen
Gamern wird es einen Versuch wert sein. Wenn Sie
dazu auch noch Fans der oben genannten anderen
Action-Adventure-Serien sind, werden sie auch
durchhalten. Wenn nicht, dann ist dieses Spiel wie
der Film -- man liebt es, oder man hasst es -- und
man sollte es nicht kaufen, ohne sich vorher an
einer Demo zu versuchen. --Kenneth Henry  Pro: 
beklemmende Grusel-Atmosphäre interessante Story  
Kontra:  nicht jedermanns Sache wenig gelungene
Steuerung
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Blair Witch Project [UK-Import] [VHS] (Video) Blair Witch Project [UK-Import] [VHS] (Video)
Ein jeder, der nach dem Anschauen eines Horrorfilms auch nur im entferntesten Probleme hat ... mehr
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und Josh Leonard) mit einer Video- und
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Geschichte ins Gepäck steckten. Sie kutschierten
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sie alleine ließen -- mit dem Auftrag, nach den
Fragmenten des Buches anzufangen den Film zu
drehen. Dann begannen die Filmemacher die drei zu
erschrecken und zu verwirren. All das wurde auf
Video festgehalten. Klingt verrückt, aber es hat
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Budget von gerade einmal 40.000 Dollar! Das Blair
Witch Projekt führt uns auf die Spur von drei
Filmstudenten, die eine Dokumentation über die
legendäre Blair Witch in Burkittsville, Maryland,
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Informationen über die sagenumwobene Hexe), dann
gehen die drei unter der Führung von Heather (die
Schauspieler tragen im Film ihre eigenen Namen!)
in den nahegelegenen Wald, in dem die Hexe
angeblich leben soll. Von diesem Trip kehren die
drei niemals zurück. Was wir, die Zuschauer,
sehen, ist das "rekonstruierte" Material, das die
drei der Nachwelt hinterlassen haben. Material,
das nur bedingt erschlossen und verstanden werden
kann. Die drei, so erfährt der Zuschauer, haben
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Kreatur in Angst und Schrecken versetzt wurden.
Die Meisterleistung dieses Filmes besteht darin,
dass man nie zu sehen bekommt, was die drei
terrorisiert. Und dieser Terror ist schlimmer als
der, den man für gewöhnlich zu sehen bekommt.
Dieser Effekt wird durch die wackelnde,
seekrankmachende "Kameraarbeit" verstärkt, die
dadurch entstehende Atmosphäre des Filmes ist eine
der bedrohlichsten, angsteinflößendsten,
verstörendsten in der gesamten Geschichte des
Horrorfilmes. Lediglich die langweiligen Dialoge
stören in diesem Gesamtbild. In den deutschen
Kinos war der Film bei weitem nicht so
erfolgreich, wie man sich dies erhofft hatte. Das
hat jedoch vor allem damit zu tun, daß der Hype,
der in den USA im Vorfeld des Filmes stattgefunden
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den USA schon Monate vor Kinostart Werbungen
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den Film gesehen haben zu müssen (überhaupt wurden
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1-6 von 978 Erfahrungsberichten    
> Alle 978 Blair Witch Project Erfahrungsberichte anzeigen
Minimales Budget, maximaler Horror
Erfahrungsbericht von Realjackass über Blair Witch Project
30.10.2006


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Schauriger, authentischer und beklemmender Horror, hervorragend gespielt und inszeniert
Kontra: Man sollte im Voraus wissen, was auf einen zukommt, wenn man nicht enttäuscht werden möchte

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Es gibt nur wenige Filme, die ihr Publikum derart unumgänglich in zwei Lager spalten, wie dies bei "Blair Witch Project" der Fall ist. Die einen lieben den Low Budget Film, der bei einem Kostenpunkt von gerade mal 35.000 $ weltweit 250 Millionen $ einspielen konnte, während die anderen absolut nichts damit anfangen können. Das ist in diesem Fall durchaus berechtigt, denn der Film, der vor seinem Erscheinen einen ungeheuren Hype auslöste, gibt nicht viel auf die üblichen Konventionen des Horrorkinos und lebt im Wesentlichen von dem Ganzen drumherum, welches von den Machern im Voraus in sorgfältiger Genauigkeit ins Leben gerufen wurde. Mehr zum "Blair Witch" Kult, sowie meine eigene Meinung findet ihr in dem nun folgenden Bericht.


++++++++
+STORY+
++++++++

Die drei jungen Filmstudenten Heather (Heather Donahue), Josh (Joshua Leonard) und Mike (Michael Williams) begeben sich mit Filmequipment ausgerüstet nach Burkitsville, Maryland, um dort eine Dokumentation über die sagenumwobene Hexe von Blair zu drehen. Elly Kedward, so will es die Legende, soll im 18. Jahrhundert in Burkittsville gelebt haben und damals wegen Hexerei aus der Stadt vertrieben worden sein. Plötzlich verschwanden daraufhin einige Kinder, was natürlich auf Elly Kedward zurückgeführt wurde. Doch damit noch nicht genug. Mehr als 150 Jahre später kam es erneut zu grausamen Kindermorden, die von dem verrückten Einsiedler Rustin Parr begangen wurden. Er lockte die Kinder tief in seine kleine Hütte im Wald, um sie dort in einem verließartigen Keller zu töten. Parr gab vor Gericht an, von der Stimme einer Frau zu den Bluttaten getrieben worden zu sein.

Heather, Josh und Mike interviewen zuerst einige Passanten in Burkittsville und fahren anschließend in den Black Hills Forest. Dort wollen sie, ausgerüstet mit Verpflegung, Videokameras, Schlafsäcken und Zelten die Schauplätze der einstigen Bluttaten aufsuchen. Der Wald gestaltet sich größer und labyrintischer als zuerst vermutet, weshalb Heather die Karte für unbrauchbar erklärt und die Gruppe nach ihrem Gefühl anführt. Es dauert nicht lange, bis die drei sich eingestehen müssen, dass sie sich hoffnungslos verirrt haben. Als ob das noch nicht genügen würde, kommt es in den Nächten immer wieder zu unerklärlichen Geschehenissen, so ist etwa ein entferntes Kinderschreien zu vernehmen. Panik und Agressivität bricht innerhalb der Gruppe aus, es scheint als gebe es keinen Weg hinaus aus dem Wald. Ist die Hexe von Blair mehr als nur ein Mythos?


++++++++++++++++
+DATEN ZUM FILM+
++++++++++++++++

Originaltitel: The Blair Witch Project
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1999
Laufzeit: ca. 77 Min.
Freigabe: FSK 12

Regie: Daniel Myrick, Eduardo Sanchez
Buch: Daniel Myrick, Eduardo Sanchez
Kamera: Neal Fredericks
Schnitt: Daniel Myrick, Eduardo Sánchez
Originalmusik: Tony Cora

Darsteller:
Heather Donahue.....Heather Donahue
Joshua Leonard.....Joshua Leonard
Michael Williams.....Michael Williams


+++++++++++++++++++++++
+BEZUGSMÖGLICHKEITEN+
+++++++++++++++++++++++

Hierzulande erschien "Blair Witch Project" im Vertrieb von Kinowelt Home Entertainment auf DVD und das sogleich in zwei Ausführungen. Zum Einen in einer üblichen Standard-Single Disc Version, bei der ich mir jedoch etwas mehr Extras erhofft hätte. Mit Deleted Scenes, einigen Trailern, Interviews, Produktionsnotizen und einem Audiokommentar ist die Scheibe zwar nicht mager ausgestattet, doch gerade einige Infos zum Blair Witch Kult wären sicherlich noch interessant gewesen.
Desweiteren veröffentlichte Kinowelt eine sogenannte Special Edition Box, in der sich "Blair Witch Project" zusammen mit dem recht ähnlichen Machwerk "The Last Broadcast" befindet.


+++++++
+KRITIK+
+++++++

Derartige Hypes, wie ihn "The Blair Witch Project" schon vor seinem Erscheinen auslöste, sind in der Kinogeschichte selten und verlangen nach einer perfekt durchdachten Vermarktungsstrategie. Gemeinsam erschufen die beiden Regieneulinge Daniel Myrick und Eduardo Sanchez ein bis in den noch so kleinsten Winkel gut durchdachtes Franchise, und bewiesen Hollywood, dass es nicht immer teure Effekte und namenhafte Schauspieler braucht, um aus einem Film einen Millionenerfolg zu machen. "Blair Witch Project" ist Indepententkino, das allerdings mehr durch seine geschickte Vermarktung, als durch den Film an sich zu einem bekannten Namen kam. Die Geschichte, die die beiden Regisseure entwarfen, behauptete von sich, auf wahren Tatsachen zu beruhen, und um diesen Schein zu wahren, war den Machern keine Mühe zu groß. Es wurden Bücher über die Hexe Elly Kedward auf den Markt gebracht, die im 18. Jahrhundert in Burkittsville gelebt haben soll, es wurden Internetportale mit angeblich echten Polizeiakten des Falles der drei verschwundenen Filmstudenten ins Leben gerufen und noch vieles mehr. Alles sollte den Anschein erwecken, dass "Blair Witch Project" die gefundenen Aufnahmen von Heather Donahue, Joshua Leonard und Michael Williams waren. Zum damaligen Zeitpunkt waren keine Infos über diese Akteure im Umlauf und selbst auf der internet movie database wurden sie als "vermisst" gekennzeichnet. All dies führte dazu, dass das amerikanische Publikum dem Schwindel Glauben schenkte und "Blair Witch Project" ins Unermessliche hypte. Mittlerweile ist natürlich längst bekannt, dass nichts Wahres an der ganzen Sache dran ist, doch der Film büßt dadurch nichts an seiner Faszination ein.

Betrachtet man den Streifen an sich, so ist er nichts besonderes und auf den ersten Blick dürfte es für manch einen fraglich sein, wie die Hysterie zustande kam. Wir sehen drei junge Leute, die mit verwackelter Kamera einige Passanten interviewen und Essensrationen für ihre bevorstehenden Ausflug in den Wald kaufen. Das Ganze sieht wirklich so aus als hätten es drei junge Nachwuchsfilmemacher mit ihren Amateurkameras gedreht. So entsteht ein authentischer, echter Eindruck. Bereits jetzt kann einem schon das kalte Grauen den Rücken hinunterlaufen, wenn man sich so die Schilderungen der Bewohner von Burkittsville über die Hexe von Blair anhört. Es überkommt einen ein ungutes, bedrohliches Gefühl.

Der folgende Teil des Films beschäftigt sich dann ausschließlich nur noch mit der Wanderung der drei jungen Leute durch die Wälder. Hierfür haben sich Daniel Myrick und Eduardo Sanchez etwas ganz besonderes einfallen lassen. Die Regisseure schickten ihre Hauptdarsteller alleine in den Wald und unterteilten ihnen lediglich per Walkie Talkie ungefähre Instruktionen. Sie gaben ihnen zwei Kameras mit und teilten ihnen auf, den Film per Improvisation in den Kasten zu bringen. Alles, was man sieht, ist also insofern authentisch, dass es keine Drehbücher und keine anderen Personen im Wald abgesehen von Heather, Josh und Mike gab. Die drei wurden zwar jeweils unterrichtet, wie diverse Szenen auszusehen hatten, doch das meiste war von den jungen Schauspielern spontan gespielt. Um ein noch größeres Realitätsgefühl einfließen zu lassen, wurden die drei Darsteller in den Nächten förmlich von den Regisseuren in Angst und Schrecken versetzt und irgendwann ging es zudem auch mit der Nahrung zu neige. Heather, Josh und Mike wussten übrigens bis nach Fertigstellung des Films nicht, dass die Legende um die Hexe von Blair frei erfunden war.

"Blair Witch Project" hebt sich dadurch von anderen Horrorfilmen ab, dass er einen das Grauen zwar ständig spüren lässt, es aber nie klar zeigt. Wir bekommen im gesamten Film keine Hexe zu sehen und auch sonst keine garstigen Horrorgestalten. Vielmehr sind es einfache, gut nachvollziehbare Elemente, die für Angst sorgen. Wenn Heather, Josh und Mike etwa völlig die Orientierung verlieren und in der Nacht von unerklärlichen Geräuschen geweckt werden und in Panik geraten, dann ist das authentischer und unheimlicher als es jeder überteuerte Hollywod-Horrorfilm es jemals vermitteln könnte. Man fühlt sich beim Betrachten des Films alleine schon dadurch unwohl, da man sich gut mit den Hauptdarstellern identifizieren kann. Ihre Situation wird von Tag zu Tag aussichtsloser, sie verlaufen sich immer tiefer in dem riesigen Wald. Als selbst Karte und Kompass nichts mehr nützen bricht Streit und alsbald schon pure Verzweiflung aus. Die Angst vor der Nacht und vor dem, was in der Dunkelheit auf sie lauern könnte, wird für die drei jungen Leute unerträglich.


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+FAZIT+
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Wer sich nur an Schauwerten und blutigen Effekten aufgeilt, wird mit "Blair Witch Project" keine Freude haben. Es ist vielmehr ein psychologischer Gruselfilm und wirkt als solcher überaus gut. Obwohl es heute kaum noch jemanden geben dürfte, der diesen Streifen für echt hält, macht ihn das nicht weniger beklemmend und unheimlich. Mit diesem Independetfilm ist den beiden Machern ein kleines Meisterwerk gelungen, das sich vor keiner Großproduktion verstecken muss. Hier stimmt einfach alles, Spannung ist ständig vorhanden und die Atmosphäre steigert sich von Minute zu Minute mehr. Auch die damals noch unbekannten Schauspieler agieren überragend und lassen keinen Zweifel an der -gefakten- Authenzität von "Blair Witch Project" aufkommen. Wer sich zu Halloween mal wieder richtig schön gruseln möchte, ist hiermit bestens bedient!

Ich vergebe letztendlich 8 von 10 Punkten und eine Empfehlung.

Mfg
Realjackass   
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