Als wäre es wirklich passiert...
24.03.2001
Pro:
beklemmend und spannend
Kontra:
wackelige Kameraführung
Empfehlenswert:
Ja
 StellaNova
Über sich:
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 84 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die Fortsetzung eines Filmes zuerst zu sehen, ohne den 1. Teil zu kennen, ist wohl etwas ungewöhnlich. Deswegen kam mir "Blair Witch Project 2" (ich berichtete bereits darüber) etwas verwirrend vor, weil ich den ersten Teil noch nicht kannte und die Handlung als schwer nachvollziehbar empfand. Jetzt hatte ich bei Premiere die Gelegenheit, das Original "Blair Witch Project" anzuschauen. Obwohl mir die Wackelei der Kameras am Anfang ziemlich auf die Nerven ging, ließ ich mich von der angeblichen "Dokumentation" mitreißen. Mit einem beklemmden Gefühl im Herzen verfolgte ich spannend die Szenen im Film, die so real schienen.
"Blair Witch Project", ein Kultfilm, noch bevor er in den Kinos angelaufen war, ist ziemlich genial gemacht. Anders als gewöhnliche Filme, hat der Zuschauer durch die Aufnahmen mit den Videokameras den Eindruck als wäre alles wirklich passiert. Trotz oder vielleicht gerade wegen der wackeligen Kameraführung hat man das Gefühl am Ort des Geschehens mit dabei zu sein. Für all jene, die diesen Film noch nicht gesehen haben und nicht wissen, worum es geht, hier die Handlung: Die 3 Filmstudenten Josh, Heather und Mike machen sich zu Helloween auf den Weg, um eine Reportage über die Legende der Hexe Blair in den Wäldern von Burkesville in Maryland zu drehen. Von Anfang an wird alles aufgenommen, der Zuschauer erlebt hautnah, wie sie sich zusammentun, ein paar Vorräte einkaufen und zu ihrem kurzen Filmtrip aufbrechen. In Burkesville angekommen interviewen sie ein paar Heimische über die Hexe Blair, bevor sie sich direkt in die Wälder begeben, wo es der Legende nach, nicht mit rechten Dingen vorgeht. In den 40er Jahren soll dort ein Mann 7 Kinder umgebracht haben und 5 Waldarbeiter sollen unter mysteriösen Umständen umgekommen sein. Ein paar Leute wollen sogar eine weiße schwebende Nebelgestalt gesehen haben.
Die 3 Filmstudenten glauben zwar nicht so richtig an diese Gerüchte, sind aber sehr interessiert daran, der Legende auf den Grund zu gehen. Sie lassen ihren Wagen am Wandrand stehen, um mit ihren Rucksäcken und Kameras zu Fuß weiterzumarschieren. Ihr Ziel ist ein Indianerfriedhof mitten im Wald, den sie auch bald finden, doch trotz der Karte und einem Kompass verirren sie sich. Nachts, wenn sie im Zelt übernachten, hören sie seltsame Geräusche. Mit jedem Tag, der vorbeigeht, verirren sie sich immer mehr und die Geräusche in der Nacht scheinen sie auch zu verfolgen, weil sie immer lauter und unheimlicher werden. Sie hören Kinderschreie, die aber absolut nicht menschlich sind. Hungrig und mit den Nerven am Ende irren die 3 im Wald herum, bis eines Morgens Josh plötzlich über Nacht verschwunden. Heather und Mike, die noch nicht mal den Weg zu ihrem Auto zurückfinden konnten, machen sich auf die Suche nach Josh, dessen Stimme sie nachts auch hören. Josh's Stimme lockt sie direkt in das Haus des Mannes, der in den 40er 7 Kinder umgebracht haben soll.
Was ist in diesem Haus mit Josh passiert? Und wie ergeht es den beiden anderen dort? Diese Frage wird leider nicht beantwortet, weil die die Kameras von Mike und Heather auf den Boden fallen und die Aufnahmen abrupt beenden. Nach den total verängstigten Schreien der beiden zu urteilen, ist nichts Gutes mit den beiden passiert... Der Film endet und hinterläßt das beklemmende Gefühl beim Zuschauer. Obwohl ich wußte, daß es keine richtige Dokumentation war und die Aufnahmen nur gestellt waren, war ich ganz schön bedrückt und fasziniert zugleich von diesem Film. Es ist ein Horrorfilm, weil man sich ganz schön gruselt, obwohl man eigentlich nichts Furchterregendes sieht: Keine Monster, Geister oder sonstige blutige Gestalten, dennoch habe ich beim Zugucken "Blair Witch Project" eine Gänsehaut bekommen. Die Angst der 3 Darsteller überträgt sich auf den Zuschauer. Das nenne ich gutgemachten, subtilen Horror.
"Blair Witch Project" ist ein sehr ungewöhnlicher Film, der nicht durch teure Filmproduktionen glänzt, sondern mit einfachen Mitteln (die gesamten Filmkosten sollen nur 30 000 Dollar betragen haben) jeden Filmfan überzeugen wird. Man muß ihn einfach gesehen haben!
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31.10.2002 22:46
Guck mir den Film auch gerade an und muss sagen, dass ich echt begeistert bin.
11.10.2002 10:17
ein super spannender film mit zeitweise schwer nachvollziehbaren szenen, was glaube ich mit absicht gemacht wurde... ein sehr konsequenter bericht. alle achtung. andr.
07.05.2002 18:06
also eigtl.weiß man ja schon, was mit den beiden passiert und abgesehen davon, ist das Ganze gar nciht so gestellt, sondern die Schauspieler wußten eigtl. gar nichts vom Drehbuch, als sie zu Dreh aufbrachen... ich habe auch einen Bericht über den film geschrieben, da steht alles drin! Gruß, Lonca