Blair Witch Project
15.05.2001
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Nein
 andreas64
Über sich:
Mitglied seit:17.02.2000
Erfahrungsberichte:235
Vertrauende:375
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 115 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
„Blair Witch Project“ ist wohl einer der größten Enten in der gesamten Filmgeschichte. In Amerika und im Internet wurde für den Film geworben, wie wild, jeder sollte sich diesen angsteinflössenden Schocker unbedingt ansehen. Und auch zu Beginn des Films wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, das es sich um realistisches Filmmaterial handelt, das ein Jahr, nach dem Verschwinden der Jugendlichen gefunden wurde. Auch ich war gespannt auf diesen Film, denn wenn etwas so hoch gejubelt wird, muss ja was dran sein. Aber jetzt kurz zur Handlung.
Drei Jugendliche Joshua Leonard, Michael Williams und Heather Donahue machen sich im Oktober 1994 auf die Suche nach der Mythengestalt, die ihr Unwesen in der Ortschaft Blair trieb. Hier soll die Hexe von Blair (so ihr Name) mehrere kleine Kinder getötet haben. Um der Legende auf der Spur zu kommen, machen die drei sich auf den Weg zu dem Städtchen. Nachdem sie hier einige Bewohner nach diesem Mythus interviewen, führt sie ihr Weg in dem naheliegenden Wald Blackhill Forest, wo angeblich die Hexe gehaust haben sollte. Hier im Wald müssen sie aber feststellen, das sie sich verlaufen haben, und der Rückweg zum Auto erweist sich schwerer als angenommen. Diese Irrfahrt, die sich über mehrere Tage hinzieht, und in dessen Zeit so einige gruselige Szenen vorkommen, endet damit, das sie ein verfallendes Haus finden, wo auch der Film sein Ende findet.
Als ich denn Film sah, muss ich zugeben, gingen so einige kalte Schauer über meinen Rücken, denn ich war fest der Überzeugung, das dieses Filmmaterial, welches auch mit zwei Handkameras gefilmt wurde, und deshalb auch sehr viele verwackelte Szenen beinhaltet, absolut realistisch war. Die Anspannung, die Angst und auch der psychische Druck der auf die Jugendlichen lasteten, kamen diesem auch nach. Eigentlich ein sehr nachdenklicher Film, der einen Horror mitbrachte, an dem kein anderer Film so schnell ran kam. Der Horror wurde aber nicht mit Monstergestalten, Mordszenen oder Blut erzeugt, sondern nur mit der Gewissheit, das die dargestellten Szenen keine Erfindung irgendwelcher Regisseure waren, so kam die verwackelte gruselige Atmosphäre auch so mitfühlend und gespenstig herüber. Erst später erfuhr ich davon, das alles was in diesem Film gezeigt wurde, nur eine Inszenierung ausgeklügelter Köpfe war. Und dieses wurde auch noch so gut vermarktet, das ihnen das jeder abkaufte. Es bedürfte eigentlich meine Hochachtung vor so viel Unverfrorenheit, aber ein wenig hinters Licht geführt, fühle ich mich trotzdem, und auch wenn ich hier mit dieser Meinung mich von den meisten abtrenne, meine ich, das mit solchen Filmen, die als Dokumentation verkauft werden, wo der Zuschauer auch noch Mitleid, Trauer und Entsetzen fühlt, damit kein Geld gemacht werden dürfte.
Jetzt habe ich auch noch vor kurzem irgendwo gelesen, das zu diesem Film, noch ein zweiter in Anmarsch ist. Ich meine es reicht, wir wurden schon ca. 78 Minuten lang an die Nase herumgeführt, und für eine weitere Führung, werde ich meine Nase nicht mehr hergeben.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Verwandte Tags für Blair Witch Project
|
|
22.05.2001 19:05
Klar, ein bissel Verarsche wars schon, aber wie du ja auch in deinem Bericht gesagt hast war der Film ansonsten ziemlich gut. Sehr guter Bericht, mann ließt sich.
15.05.2001 21:46
Ich hab' den Film auch gesehen und es ist eine echte Billigproduktion!Gute Meinung. See ya Mysterious is back
15.05.2001 16:48
Ich glaub Teil 2 lief schon in den Kinos, und Teil 3 soll noch folgen .. Gruss Holger