Blair Witch Project

Erfahrungsbericht über

Blair Witch Project

Gesamtbewertung (979): Gesamtbewertung Blair Witch Project

 

Alle Blair Witch Project Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


 


Film für Angsthasen

2  26.11.2001 (20.12.2002)

Pro:
das Mystische drumherum; die eigentliche Machart

Kontra:
kein Grusel ; keine Angst; gefühlsmäßig zum Lachen

Empfehlenswert: Nein 

Elli-Spirelli

Über sich: "Niemand außer dir kann dich glücklich oder unglücklich machen."

Mitglied seit:28.08.2000

Erfahrungsberichte:442

Vertrauende:399

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 146 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich bin dem Hype erlegen, bitte helft mir!...Nein, mal Scherz beiseite, ich bin, wie unschwer zu erkennen ist ein Film-Freak, ich sehe gerne Filme und zähle auch zu denen, die zwar schon ein Lieblings-Genre haben, diesem aber nicht unbedingt Vorzug geben, da ich wirklich jegliche Richtungen an Filmen sehe, die Filme müssen einfach nur gut sein. Naja oder viel versprechen. Leider ist es so, dass ich mal wieder festgestellt habe, dass gerade die Filme die sehr viel versprechen weniger gut sind. Auf The Blair Witch Projekt bin ich wahrscheinlich ganz anders gestoßen als manch anderer … mein Neffe, der so um die 18 Lenzen zählt hat ein Bild gemalt …ich sah ein Gesicht, eine Mütze und einen schwarzen Wald. Ich fragte mich allen ernstes ob mein Neffe Depressionen hat, ich konnte ja nicht ahnen, dass er einfach nur ein Filmplakat zeichnete...

Wiedererkannt habe ich es dann im Internet und machte mich mal ein wenig schlau. Aha, das ist ein Horrorfilm, na das hört sich doch schon mal gut an . Wow, ein sogenannter Low-Budget-Film ist das auch noch (wenig Geld reingesteckt und gutes Geld erzielt) – hm, im Vorfeld sei gesagt, dass diese Aussage ja eigentlich nicht einmal richtig ist, aber dazu später etwas mehr. Jedenfalls war ich neugierig, so wurde der Film doch größtenteils als DER Schocker überhaupt angepriesen. Klar, dass ich, wenn auch nach langer Zeit auch sehen wollte was wirklich dran ist an ...


______________*The Blair Witch Projekt*________________

Böse Hexe von Blair was hast Du nur getan? ...


>>*Meine Erwartungen*<<


So da war es nun das Video und eigentlich auch gut so, dass ich lange wartete, denn so habe ich doch gleich den zweiten Teil in Reserve hier liegen um wirklich alles zu sehen ...
Aber vor 2 kommt 1 und drum legte ich The Blair Witch Projekt ein und wollte Angst. Ja genau das habe ich erwartet. Wenn man liest, dass gerade dieser Film Angst macht, eben weil er so gemacht wurde wie er gemacht wurde und man immer wieder liest, dass eingefleischte Horrorfans noch nie so ein Angstgefühl hatten wie bei diesem Film sollte klar sein dass die Erwartungen von mir sehr hoch waren. Wobei die Erwartung der Angst nicht einmal das Höchste ist, was sich bei einem Film ergibt, aber für dieses Genre denke ich zumindest eine hohe Erwartung. Ich wusste auch, dass die Kameraführung wackelig ist und dass der Film wie eine Doku, ganz realistisch ist über die letzten Tage von drei Menschen .... Und so suchte ich die Angst ...


>>*Der Film*<<

Drei Studenten auf dem Weg in einen Wald im Gebiet des Black Hill Forrest. Dort in Maryland gab es schon immer die Legende der Hexe von Blair und genau das soll das Thema sein, denn Heather, eine der drei ist fixiert darauf darüber eine Doku zu drehen.

Alles geschah ein Jahr zuvor, denn das Filmmaterial soll realistisch sein und wurde halt ein Jahr nach dem Verschwinden der drei gefunden.

Erste Zwischenbilanz meinerseits:
Nunja, sagen wir mal, es war schon recht spannend, denn wenn drei Menschen verschwinden und man nach einem Jahr den womöglichen Grund als Filmmaterial finden würde, dann wäre das wie der Sechser im Lotto und das Wissen um das Geschehene. Neugierbefriedigung die durchaus positiv die Spannung erzeugt.

Bereits am Anfang wird man auf das vorbereitet, was sich gnadenlos durch den Film ziehen wird: Eine Kameraführung die wackelig ist, die man nicht einmal realistisch in die Story einfügen kann. Ihr fragt Euch vielleicht wieso ich das denke ...Es ist ganz einfach: Nehmt mal Urlaubsvideos von Bekannten oder Euch selber, nach ein paar Minuten wäre das erste Wackeln fast weg und dabei bedenke man die Laienhaftigkeit dabei. Diese drei Studenten aber waren Filmstudenten, da sollte man doch annehmen, dass da wirklich nicht alles und ewig wackelt ... aber das ist nur so ein Gedanke und nicht wirklich ein Punktabzug, das ganze WIE hat durchaus was interessantes und an die Bilder gewöhnt man sich sogar.

Sie beginnen ihren Weg zu ihrem Projekt nicht besonders spektakulär. Sie treffen sich, packen ihre Sachen in ein Auto und checken alles ab. Die Ausstattung ist auf der einen Seite eine 16mm Kamera, die man sich eigens dafür geliehen hat und die High 8 Cam von Heather. Die zwei anderen sind Joshua und Michael, bzw im Film hört man eigentlich nur Mike.

Ihr Weg führt sie in die umlegenden Ortschaften, in denen sie dann auf Film festhalten was Einheimische zu erzählen haben, was es alles so für Gerüchte und/oder Wahrheiten über die Hexe von Blair zu erzählen gibt. Das ganze geht von : Alles Quatsch und Angstmacherei bishin zu : Ihr Jungen Leute werdet es nie verstehen und alles ist natürlich wahr. Eine Frau, die man befragt ist der Hexe angeblich mal begegnet. Die Hexe von Blair, ein Mythos, eine Legende, die es besonders auf kleine Kinder abgesehen hat, wenn man den Einheimischen denn glauben darf.

Wichtiger ist eigentlich, dass es die Legenden um diese Hexe wirklich gibt also nicht nur in dem Film sondern ganz real und vor etlichen Jahren gab es sogar einen Massenmörder der Kinder in der Gegend umbrachte ...Nunja, eine Legende die man nutzen wollte und genutzt hat ...

Heather, Josh und Mike begeben sich nachdem sie nun diese ersten Interviews gefilmt haben in den Wald, stellen ihr Auto ab und tragen ihre großen Rucksäcke durchs Gestrüpp.
Sie laufen und laufen und laufen und die Kamera läuft halt mit. Sie reden hier drüber und da drüber, machen witzige Bemerkungen über den dreckigen Hintern von Heather die gerade versucht über ein kleines Löchlein zu stolpern und laufen und laufen ...

Bemerkung: *gäääääähn

Sie finden dann auch eine Art Friedhof ...jedenfalls gibt es dort Steinhaufen, sieben Stück an der Zahl . Alles wird natürlich festgehalten und die Bilder wechslen von schwarz-weiß der 16 mm zur High 8 Kamera die bunte Bilder zeigt, die aber verwaschen sind, also nicht wirklich klar. Heather, das erkennt man nach nur kurzer Zeit ist der eigentliche Drahtzieher dieser Doku, sie ist wirklich al einzigste richtig fixiert bei dem Thema und hat sich bereits im Vorfeld viele Gedanken gemacht und Informationen zusammengesammelt, sie wusste von der wirklich realen Hexe die im 18. Jahrhundert vertrieben wurde und ein klägliches (angebliches) Ende in den Wäldern von Blair fand.

Dialoge gibt es natürlich immer wieder und eigentlich nervt es mich, wenn ich nicht einmal sehe wer redet, nicht immer ist die Kamera dort wo einer redet, eigentlich wirklich selten wird das Gesicht eines eingefangen, der gerade was zu sagen hat. Meist redet auch Heather die ja ständig mit ihrer kleinen Kamera filmt, alles muß sie filmen, richtig apathisch das Mädel.

Die erste Nacht, mein Gott was hatte ich für Hoffnungen endlich mal Angst zu bekommen ...aber : Nichts, von wegen Angst, ich fand den Film bis dahin interessant und stellenweise sogar witzig, von Angst keine Spur. Auf dem weiteren Weg finden die drei merkwürdige Gebilde aus Stöckern, sie nannten es Woodookram. Was es nun war erfährt man sowieso nicht und dann die Nacht . Geräusche hallen durch den dunklen, finsteren Wald und voller Angst hört man das Flüstern und dann das Gekreische dieser Heather, sie rennen wie bekloppt aus dem Zelt, zumindest weiß man das definitiv von Mike und Heather ...Josh hab ich weder gesehen noch gehört zu dem Zeitpunkt. Ich hatte keine Angst, ich war einfach nur verwirrt. Ich meine stellenweise sah man nicht mehr als einfach nur schwarz- Nein, der Film war nicht gerissen, das sollte sogar so sein ... Hm.

Natürlich gab es dann Momente wo es interessant wurde und sogar kurzzeitig spannend, Steinhaufen vor dem Zelt und so was etwa, will ja hier nicht zuviel verraten, aber ich frage mich gerade ob man angesichts dieses Filmes überhaupt was verraten kann ... Ich meine was soll ich schon verraten, selbst wenn ich alles erzähle was passiert wird keiner wirklich den Film verstehen ohne ihn gesehen zu haben und dann ist es immer noch eine frage ob man ihn dann versteht.

Vielleicht merkt man ja bereits, dass der Film es mir nicht wirklich angetan hat, ehrlich gesagt fand ich ihn absolut lahm und langweilig, nervend sogar wenn ich an dieses dumme Gekreische denke oder die Szenen in denen rumgeheult wurde. Nein, das hat nichts mit Gefühlskälte zu tun, denn ich bin bei Filmen wirklich mitfühlend, weinte ich doch bei Der König der Löwen und anderen Filmen *smile....Der Grund ist einfach der: Man hat es nicht geschafft mich so weit zu bringen überhaupt mitzufühlen.

Das Problem sehe ich da: Wenn jemand wirklich Ängste hat, also unabhängig vom Film dann wird er diese in diesen Film projezieren und diese Angst die aus ihm selber kommt auch sicher als gruselig empfinden, aber selbst ich bin nicht unängstlich, aber scheinbar reicht mein Angstpotenzial dafür einfach nicht aus um so sehr mich hineinzusteigern. Denn in dem Film sieht man wirklich nichts, alles was man hier als Horror und Grusel anpreist ist nur das, was der Sehende des Filmes interpretiert und nicht der Film selber. Ich will auch niemandem zu Nahe treten, mag ja sein, dass viele wirklich Angst hatten ... Ich eben rein gar nicht.

Einige Stellen fand ich zwar spannender, aber nicht wirklich so, dass ich nur einmal sagen konnte, dass ich Herzklopfen hatte, was sich bei mir doch deutlich zeigt, denn ich steiger mich normalerweise sehr in die Filme rein die ich seh, da kann es dann im Kino schon mal passieren dass ich schreie vor lauter Schreck (ist länger her *grins), aber hier bei dem Film war einfach Null davon zu spüren.


>>* Warum nun dieser Hype?*<<

Also ich habe mich natürlich damit beschäftigt und ich weiß auch, dass es diese Hexe wirklich gab, sie wurde wirklich damals verbannt, aber das ist nur eine Legende. Ohja, ich liebe so was, Mystisches hat bei mir sogar sehr hohen Stellenwert, ich interessiere mich sehr stark für Paranormale/parapsychologische Phänomene und alles was mit Unerklärlichem zu tun hat, aber dieser Film hatte einen Fehler. Er spielte für mich zu sehr mit irgendwelchen Menschen, die ich nichtmal gefühlsmäßig auch nur ein wenig einfangen konnte und das Rätselhafte blieb dabei auf der Strecke, gesehen hat man ja auch nicht viel.

Der Hype, der eigentlich viel mehr in den USA entstand liegt darin begründet, dass die Werbekampagne äußerst schlau durchdacht war. Bereits ein Jahr bevor The Blair Witch Projekt startete brachte man Bilder ins Internet, die Nachricht drei verschwundener Studenten und sogar Polizeisuchen, Interviews mit den Eltern der Verschollenen, fiktionsreiche Werbung, bei der einfach keiner wirklich wissen konnte ob es nun wahr ist oder nicht. Stellt man sich einmal vor, dass man das mitverfolgt über ein Jahr lang und dann natürlich werbungstechnisch auch noch mit der Geschichte der Blair Hexe vertraut gemacht wird fiebert man natürlich mit und dann kann man einen solchen Film, so makaber es dann auch wäre super finden, es hat ja diesen Hauch Realität .... aber eben das war es ja doch nicht. Heather, Michael und Joshua wurden mit Gepäck und Ausrüstung in den Wald geschickt und es wurde ihnen eigentlich nur ab und zu mal mitgeteilt was bald geschehen wird, diese Werbung im Internet und die daher rührende Mundpropaganda erreichte hohe Einspeilgewinne, aber ist es nun wirklich ein Low-Budget- Film? Kann er das sein, wenn ein Jahr lang fiktive Bilder ins Netz gestellt werden und man sich so viel Mühe gibt, dass alle glauben sollen dass es wirklich wahr ist ? Kostet das kein Geld? Klar hat der Film nicht Millionen gekostet, aber die Einspielergebnisse würden ohne diese (zugegeben geniale) Werbungskampagne doch gar nicht erst geschehen ...


>>* Schlusswort *<<


Ich empfehle diesen Film wirklich nicht. Das was mir gefiel war der Mythos und die Legende um die Hexe und die hinterlistige Kampagne, aber der Film ansich, der nicht einmal ein Film ist war letztendlich eine pure Enttäuschung für mich. Ich hatte keine Angst und kein Herzklopfen, ehr wurde ich zum lächeln animiert und zum genervt fühlen . Kreischen, Heulen und ein wenig Legende reichen eigentlich nicht aus um meine Angst zu schüren. Bei andern mag es so sein und ich bitte darum mir meine Meinung zu lassen, eine andere habe ich persönlich nun einmal nicht. Die Art des Filmes, sprich die Kameraführung und das Gefühl der Dokunahheit und auch das Mystische verleiten mich zu sagen : 2 ½ Sterne, also gebe ich 2, mehr ist eigentlich von meiner Seite aus nicht drin. Ich fand es nicht einmal schlimm dass man nichts sah, also Blut ist auch nicht nötig um zu gruseln, aber der letzte entscheidende Faktor des Ergreifens, der fehlte mir. Und noch was: Ich mag keine Filme mit blödem Ende.

Schade, dabei hatte ich so viel Bock auf den Film ...


Eure
Elli-Spirelli

PS: Bei Gelegenheit wähle ich das heiße Date , denn bei der Langeweile kann man jeden verführen *grins...

Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Robocop2

Robocop2

01.11.2002 00:38

Ich fand den Film auch total öde und unspannend, dabei waren meine Erwartungen wie bei dir ziemlich hoch. Kleiner Tip, wenn du mal einen richtig guten spanneden Horrorfilm sehen willst, dann hol dir mal "Tanz der Teufel" Teil 1(aber ungeschnitten!). Das ist einer der genialsten und spannendsten Horrorfilme die ich kenne. Schönes Halloween noch! MfG Robocop2

Protuberator

Protuberator

24.10.2002 12:42

Kommentare halte ich meistens für verplemperte Zeit, aber hier mache ich mal eine Ausnahme! Kleiner Tip - würdest Du Dich ein bißchen kürzer fassen und vor allem auf den Punkt kommen, würde der Leser Deines Berichts nicht vor Langeweile einschlafen! Der Film basiert auf einer ausgedachten Geschichte - na und? Aber es sind keine Schauspieler und genau das ist das Problem. Außerdem ist er nicht spannend und das histerische Gekreische der einen Tussy nervt die ganze Zeit. Gekostet hat er meines Wissens zwischen 60.000 und 100.000 $ oder DM (damals wurde in allen Medien etwas anderes behauptet!) Aber selbst 100.000$ ist nichts für einen Kinofilm. Auch bei den Einspielergebnissen schrieb damals jeder was anderes - zwischen 100.000.000 und 250.000.000 $ bzw. auch wieder DM! Und selbst "nur" 100.000.000 DM wäre ein Rekordgewinn.

Glombini

Glombini

21.09.2002 12:13

Ein super Bericht! Ich finds gut das du einem trotz deiner eher schlechten Bewertung die Freiheit lässt, sich diesen Film anzuschaun; Ich werde das vielleicht auch mal tun.

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Ähnliche Angebote
Blair Witch Project - DVD Blair Witch Project (DVD) Blair Witch Project (DVD)
Blair Witch Project -​ DVD Blair Witch Project ​(DVD) Blair Witch Project ​(DVD)
techcityshop.at thalia.de Buch. de
€ 4,99 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 4,98 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 4,99 *

Händler kann Preis
erhöht haben

Versandkosten: Vorkasse: 4,20 Nachnahme: 4,20
mehr
Versandkosten: 3,00
mehr
Versandkosten: 3,00
mehr
 zum Shop  zum Shop  zum Shop
techcityshop.​at thalia.​de Buch.​ de
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 1519 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (100%):
  1. ruts91
  2. LukiWW
  3. Robocop2
und weiteren 143 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.