Der Blaue Engel (DVD)

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..." (*) Der Film beginnt mit der Charakterisierung der Hauptperson des Professors Immanuel Rath (gespielt von Emil Jannings). Sein Tagesablauf besteht aus vorexerzierten Ritualen, die auf Disziplin, Strenge und Ordnung beruhen. Dies lässt er vor allem an seinen Schülern am Gymnasium aus, bei ... Bericht lesen





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Professor Immanuel Rath (Emil Jannings,
unangefochtener König der expressionistischen
Schauspieler) jede Nacht im Nachtclub Blauer Engel
in die totale Unterwürfigkeit lockt. Nachdem er
eine Nacht mit ihr verbracht hat, wird er in
Schimpf und Schande von der Universität gejagt.
Lola überredet ihn, sie zu heiraten -- nicht
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abgesehen hat. Nach einer entwürdigenden Zeit im
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blaue Engel beschreibt die Stimmung von
Masochismus und Entartung in der Weimarer Republik
kurz vor der Machtergreifung Hitlers. Trotzdem
basiert die moralische Verwirrung Jannings auf
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Marlene Dietrich ist lediglich als
Personifizierung seiner geheimsten Begehren zu
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und bloßen Oberschenkeln auf der Bühne steht und
"Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt"
singt. --Ursula Steingaß
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Der blaue Engel [VHS] (Video) Der blaue Engel [VHS] (Video)
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DER BLAUE ENGEL
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Rath ertappt seine Schüler beim Besuch im Varieté
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Sängerin Lola. Als die Affäre öffentlich wird,
sieht er sich gezwungen, Lola zu heiraten und
quittiert den Schuldienst. Mit der Künstlertruppe
zieht er durchs Land und tritt selbst im
lächerlichen Clownskostüm in einer Zaubernummer
auf. Als Lola ihn betrügt, liefert sich Rath eine
Schlägerei mit seinem Rivalen und flieht in sein
ehemaliges Klassenzimmer, um dort zu sterben.
...The Blue Angel ( Der Blaue Engel )
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Der blaue Engel - UfA Klassiker Edition (DVD) Der blaue Engel - UfA Klassiker Edition (DVD)
Der alternde Schulprofessor Rath ist in der gesamten Stadt als tyrannischer Lehrer ... mehr
bekannt. Seinen Schülern schnüffelt Rath auch in
ihre Privatsphäre hinein, um sie endlich fassen zu
können. Dabei hat es Rath auf den Schüler Lohmann
am meisten abgesehen. Ihm folgt er sogar ins
Variete und wird dort von der Sängerin Lola Lola
in den Bann gezogen. Raths Affäre wird ruchbar und
er muss seinen Schuldienst quittieren. Nun zieht
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Wir sprechen uns noch!
Erfahrungsbericht von Stepnwolf über Der Blaue Engel (DVD)
03.01.2006


Produktbewertung des Autors:   


Pro: deutscher Filmklassiker, DVD - Zusatzmaterial, englische Version
Kontra: 75 Jahre alt

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht
=
PROLOG
=======

Bevor überhaupt eventuelle Irritationen aufkommen sollten: Dieser Film gehört zu den im wahrsten Sinne des Wortes Klassikern der Filmgeschichte. Immerhin hat DER BLAUE ENGEL 75 Jahre auf dem Buckel. Dementsprechend sind jedwede Vergleiche mit neuen Filmen, was technische Umsetzung betrifft, von vornherein ausgeschlossen. Dies kann man nur im Kontext der damaligen Zeit betrachten als der Film entstand (1930).

==
DER FILM
========

Josef von Sternbergs DER BLAUE ENGEL ist die Verfilmung des Romans "Professor Unrat" von Heinrich Mann.

Prof. Immanuel Rath lehrt am Gymnasium und geht den verwerflichen Machenschaften seiner Schüler nach, die sich abends im "Blauen Engel" zusammen finden um die Künstlerin Lola Lola singen zu hören. Er lernt sie kennen und verfällt ihr, heiratet sie und leitet damit seinen eigenen Absturz vom angesehenen Professor zum billigen Zauberlehrling ein.

"DAS KÖNNTSTE NU ALLE TAGE HABEN." (*)

Der Film beginnt mit der Charakterisierung der Hauptperson des Professors Immanuel Rath (gespielt von Emil Jannings). Sein Tagesablauf besteht aus vorexerzierten Ritualen, die auf Disziplin, Strenge und Ordnung beruhen. Dies lässt er vor allem an seinen Schülern am Gymnasium aus, bei denen er mit seiner Vormachtstellung den griesgrämigen, tyrannischen Oberlehrer heraushängen lässt. Das dieses Gehabe bei den Schülern nicht ankommt, versteht sich von selbst und so sieht er in seinem Primus Angst (nomen est omen) den einzigen Verbündeten gegen die aufrührerische Klasse. Durch einen Streich der Schüler Lohmann, Erztum und Goldstaub wird auch Angst zum angeblichen Sympathisanten der restlichen Klasse. Prof. Rath findet bei ihm Postkarten mit einem Portrait der Künstlerin Lola Lola.

Mit dem Betrachten der Postkarte findet eine Überblendung auf die Bühne des "Blauen Engel" statt und wir sehen und hören das erste Mal Lola Lola (gespielt von Marlene Dietrich) singen. Die in den vorherigen Szenen explizit auf die genaue Charakterisierung der Figur Prof. Raths und seiner Lebensweise fixierte Kamera nimmt nun die Position eines aus der Ferne Zuschauenden ein. Dadurch wird die Umgebung in der Lola Lola lebt näher gebracht. Und die stellt das komplette Gegenteil der heilen geordneten Welt des Professors dar. In dieser heruntergekommenen, schäbigen Gegend (sehr schön die Aussenszenen mit den dreckigen, dunklen und düsteren Häuserschluchten, die alles andere als einladend erscheinen) begegnen sich beide Hauptdarsteller das erste Mal. Prof. Rath kann seine anerzogene Contenance zwar beibehalten, ist aber ohne Zweifel auf der einen Seite von der Offenheit (was die Menschen und ihr Benehmen angeht) und die Offenherzigkeit (was vor allem das laszive Verhalten von Lola Lola betrifft) fasziniert und doch auf der anderen Seite abgeschreckt.

Er sieht in Lola Lola die Frau, die in seinem Leben fehlt und ist spätestens bei der Frühstücksszene (die eine heile Familienwelt, nach der sich Prof. Rath sehnt, suggeriert) der Liebe verfallen. Der rational denkende Verstand setzt aus und das emotional denkende Herz setzt ein. Neudeutsch: er schwebt auf Wolke 7! :-) Doch diese Verbindung passt nicht mit den standesgesellschaftlichen Vorurteilen dieser Zeit zusammen und führt somit zum unvermeidlichen: der angesehene Prof. Rath verliert Arbeit und standesgemäße Freunde und findet in der Künstlergemeinschaft um den Zauberkünstler Kiepert (gespielt von Kurt Gerron) und seiner nunmehr Frau Lola Lola eine neue Familie.

Zu dieser Zeit läuft der Film bereits mehr als eine Stunde, die durch die schnelle Erzählweise und die ständig eingeworfenen Musikstücke (vorrangig interpretiert von Marlene Dietrich und arrangiert von Friedrich Hollaender) wie im Fluge vergehen. Die stets vorherrschende Hektik in der Garderobe von Lola Lola (als einer der Hauptschauplätze im ganzen Film) treibt die Handlung voran und lässt dem Zuschauer kaum Momente der Ruhe (akustisch wie auch in der filmischen Umsetzung). Der Regisseur Josef von Sternberg schafft eine Atmosphäre, die nach Leben riecht, nach Rastlosigkeit und unaufhörlicher Bewegung ... und somit das genaue Gegenteil des langweiligen, geordneten und organisierten Lebens seines Protagonisten darstellt ... und gerade das ist die Herausforderung und der gleichzeitige Absturz der Figur des Professors.

"ALLES WEGEN EINEM WEIB!" (**)

An dieser Stelle könnte man natürlich einwerfen: Ja, aber die Moral ist doch, das man für die Liebe alles tut und jede erdenkliche Grenze überschreitet. Auch wenn man dadurch Karriere, Ansehen, Macht und Geld verliert ... doch der Protagonist verliert zusätzlich auch noch seinen Verstand ... Denn für Lola Lola war die Ehe mit Prof. Rath von Beginn an nicht auf unabdingbarer Liebe zu ihm programmiert (wenn sie denn überhaupt jemals wirklich in ihn verliebt gewesen sein sollte). Sie ist als Bühnenkünstlerin in den 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts auf Freiheit, Ungezwungenheit und Ungebundenheit ausgelegt. Eben genauso, wie die "Goldenen Zwanziger" als erster Höhepunkt der Emanzipation von Kunst, Kultur und Mensch im 20. Jahrhundert in die Geschichtsbücher eingingen. Das zeigt sich dann auch am deutlichsten im Finale von DER BLAUE ENGEL, als Lola Lola unter den Augen ihres Ehemannes Prof. Rath (zu dem Zeitpunkt schon als Zauberlehrling bei seinem Auftritt vor heimischem und vor allem hämischem Publikum in seiner Heimatstadt) mit dem Charmeur und Lebemann Mazeppa (gespielt von Hans Albers) flirtet. Der Professor dreht durch, wendet sich ab und begibt sich zurück in seine verloren gegangene, heile, geordnete Welt des Gymnasiums ... um zu sterben!

Vor allem bei diesem dramatischen Finale ist die Kamera ständig nah bei den handelnden Akteuren. Nahaufnahmen des leidenden Professors (der durch seine "trauriger Clown"-Maske dieses Gefühl eh schon vermittelt) und der ängstlichen und erstaunt schauenden Lola Lola harmonieren mit der beobachtenden Kameraperspektive, die zwischen der Bühnenvorstellung und dem johlenden, grölenden und lautem Publikum im "Blauen Engel" hin und her wechselt. Ebenso ist das Finale durch die laute akustische Untermalung (vor allem in der Tumultszene als Prof. Rath durchdreht) gekennzeichnet, die sanft in die in den letzten Filmminuten ausgelöste Stille übergeht, deren letzter akustischer Höhepunkt das Schallen der Glocke darstellt ... Der Vorhang fällt, die Kamera blendet aus ... Ende!

"TUE ICH NICHT. ICH BIN KÜNSTLERIN! - WAS BIST DU? - KÜNSTLERIN!" (***)

Die zwei Hauptpersonen im Film DER BLAUE ENGEL sind zweifellos auf der einen Seite ...

EMIL JANNINGS alias PROF. IMMANUEL RATH:
Jannings war zu der Zeit ein gefragter Schauspieler (heute würde man Star sagen :-)). Seine Mimik und Gestik ist beeindruckend. Er schafft es perfekt zwischen dem unnahbaren Gestus eines angesehenen Professors und dem Gesichtsausdruck eines kleines Kindes, das mit Backformen im Sandkasten spielt, zu wechseln. Gerade auch der dumme verliebt dreinblickende Gesichtsausdruck, wenn er sich in Lola Lolas Garderobe im wahrsten Sinne des Wortes zum Affen macht, läßt einen schmunzeln. Und das Durchdrehen im Filmfinale ist schauspielerisch sehr beeindruckend.

... und auf der anderen ...

MARLENE DIETRICH alias LOLA LOLA:
Die Dietrich spielt das, was die Dietrich auch im wahren Leben kennzeichnete. Eine vorlaute, selbstbewußte Berliner Göre mit dem Wissen um ihre erotische Anziehungskraft bei der verehrten Männerwelt. Von der Theaterbühne für den Film gecastet (uuuiii, modern, modern :-)) kann sie hier eben jene Theatervorkenntnisse perfekt einbringen und umsetzen. Friedrich Hollaender, seines Zeichens für die Musik im Film verantwortlich, schrieb ihr auch gleich noch die zu Klassikern avancierten Lieder, wie "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt". Marlene Dietrich wird auf ewig mit einem Bild in Erinnerung bleiben: Sitzend auf einer Tonne, in kurzem Röckchen und mit Hut, die Beine angewinkelt und das oben erwähnte Lied intonierend ... DER BLAUE ENGEL war ihr schauspielerischer Durchbruch. Wie sagt man immer so schön: Die Rolle ihres Lebens!

Daneben agieren in weiteren Rollen ...

KURT GERRON als ZAUBERKÜNSTLER KIEPERT (Spielt den strengen, disziplinierten Chef der Künstlertruppe, der aber insgeheim weder bei seiner Frau was zu melden hat, noch sich gegen Lola Lola durchsetzen kann. Somit ist er charakteristisch gesehen ähnlich der Figur des Professors vor dem Absturz angelegt, wie er selbst in einer Szene auch durch einen Satz erwähnt: "Da trifft sich Kunst und Wissenschaft.")

HANS ALBERS als MAZEPPA (Spielt eigentlich sich selbst. Hamburger Jung mit Charme. Mehr braucht man dazu nicht erwähnen.)

REINHOLD BERNT als CLOWN (Hätte auch im Stummfilm mitspielen können, da er nichts sagt. ;-) Spielt eigentlich keine sehr große Rolle im Film. Stellt aber eine wichtige Metapher dar, da er beim ersten Aufeinandertreffen zwischen Lola Lola und Prof. Rath ständig durchs Bild läuft und eigentlich als Person an sich das spätere Schicksal eben jenes Professors vorwegnimmt.)

... und einige andere mehr, die jetzt hier aber nicht näher beleuchtet werden müssen (Scheinwerfer aus!). Dagegen werde ich dann doch lieber die DVD etwas näher beleuchten (Scheinwerfer wieder an!).

============
FACTS AND FIGURES
==================

Die DVD ist am 26. November 2001 als Doppel-DVD erschienen und zur Zeit bei Amazon für 22,99 Euro zu bekommen. (Übrigens ist das hier zu sehende Bild eine andere Version.)

DVD 1: FILM in deutscher Fassung und BONUSMATERIAL

Ja, es gibt natürlich einen Menüpunkt Kapitelauswahl und auch einen Menüpunkt Einstellungen. Ich wollte es nur kurz erwähnen, falls das jemand vermissen sollte. Unter besagten Einstellungen ist gleich eines der (aus filmhistorischer Sicht) interessantesten Zusatzmaterialien: Ein AUDIOKOMMENTAR des Filmhistorikers Werner Sudendorf, der vor allem Hintergrundinfos rund um von Sternbergs Intentionen zum Film, sowie einige Ausführungen zu technischer und filmästhetischer Umsetzung bietet. Äußerst lohnenswert, wenn man sich für das Warum-wird-dieses-und-jenes-im-Film-an-der-und-der-Stelle-eingesetzt interessiert!

Ebenfalls unter Einstellungen lässt sich der Ton wählen, der hier logischerweise nur in MONO (DEUTSCH) vorliegt, da sich die englische Tonspur auf der zweiten DVD befindet. Und apropos Ton: Das DVD-MENÜ ist durchaus sehr gut gelungen. Der farbliche (oder eher nicht farbliche) Stil passt hervorragend zum Film und wird zusätzlich durch Textausschnitte aus den von Marlene Dietrich performten Liedern im Film untermalt. Sehens- und hörenswert!

FILM-CREDITS

Der Blaue Engel (The blue angel)
Deutschland 1930
110 Minuten
Regie: Josef von Sternberg
Drehbuch: Robert Liebmann (basierend auf der freien Bearbeitung von Heinrich Manns Roman "Professor Unrat" von Carl Zuckmayer und Karl Vollmöller)
Kamera: Günther Rittau, Hans Schneeberger
Musik: Friedrich Hollaender
Schnitt: Sam Winston, Walter Klee
Produktion: Universum-Film AG (Ufa), Berlin
Produzent: Erich Pommer
Mit: Emil Jannings (Prof. Immanuel Rath), Marlene Dietrich (Lola Lola), Kurt Gerron(Zauberkünstler Kiepert), Rosa Valetti (Guste Kiepert), Hans Albers (Mazeppa), Reinhold Bernt (Clown), Eduard von Winterstein (Schuldirektor), Rolf Müller (Gymnasiast Angst),
Rolant Varno (Gymnasiast Lohmann) u.a.
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

BONUSMATERIAL

>Vergleich der Versionen
>Probeaufnahme
>Trailer
>Marlene Interview
>Marlene Auftritte
>Fotogalerien
>Die Chronik
>Filmographische Daten
>Biographien
>Impressum und Danksagungen

Das Bonusmaterial lohnt sich vor allem für all diejenigen, die mehr Hintergrundwissen zum Film suchen. Neben solchen Gimmicks wie einem Marlene Dietrich Interview und 3 Liedern aus dem Film (beides Anfang der 70iger und in englisch vorliegend), sowie einem Ausschnitt aus den Probeaufnahmen zum Film DER BLAUE ENGEL (in dem sich Marlene Dietrichs Art in schönster Weise offenbart), finden sich auch obligatorische Dinge, wie Trailer (aus den 30iger und aus den 60iger Jahren, als der Film noch einmal in die Kinos kam). Der Vergleich der deutschen mit der englischen Version wird in einem Ausschnitt kurz dargestellt, ist m.E. aber nicht so wichtig.
Unter dem Link Fotogalerien finden sich, wie der Name schon vermuten lässt, Fotos aus dem Film an sich, aber auch Produktionsfotos und Werbeplakate aus den verschiedensten Jahren (Daran ist übrigens sehr schön der Wandel der Wichtigkeit von Darstellern zu erkennen: Während auf den Uraufführungsplakaten noch Emil Jannings als Star thront, ist bei den Wiederaufführungsplakaten von 1965 Marlene Dietrich vorrangig zu sehen, was natürlich dem Erfolg und der Beliebtheit geschuldet ist.).
Weiterhin für die Statistiker unter euch: Alle filmographischen Daten (von Produktionsdaten, über Stab bis zur Besetzung) und sämtliche (und damit meine ich auch wirklich alle) Biografien der Mitwirkenden (vor wie auch hinter der Kamera). Die sind zwar sehr kurz gehalten, bieten aber alles wissenswerte zur jeweiligen Person (Lebensdaten, Laufbahn und wichtige Werke). Sowie für alle Filmhistoriker unter euch: Eine äußerst lohnenswerte Chronik über die Entstehung des Films mit recht interessanten Erkenntnissen (Um nur mal ganz kurz und einmalig den Vergleich zu heute zu ziehen: der komplette Film kostete sage und schreibe 2 Millionen RM = Reichsmark, wofür heute niemand auch nur einen Scheinwerfer anmacht.), Fotos und Eckdaten von DER BLAUE ENGEL.
Das Impressum und die Danksagungen sind der Vollständigkeit halber ebenfalls zu finden.

DVD 2: FILM in englischer Fassung

Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Eigentlich gar nichts, das muss man sich einfach ansehen und vor allem anhören. :-)
==========
APPLAUS APPLAUS
================

DER BLAUE ENGEL ist einer der ersten deutschen Tonfilme und zählt heute zu den Klassikern der Filmgeschichte und war außerdem das Sprungbrett für Marlene Dietrichs Filmkarriere. Abgesehen davon stellt DER BLAUE ENGEL eine gesellschaftskritische Geschichte und auch Analyse dar, mit durchaus tragischem Ende.
Die technische Umsetzung ist natürlich aus heutiger Sicht betrachtet veraltet, wer sich aber nicht an stellenweise rauschendem Mono-Ton (nicht monoton!) und einigen vergilbteren Bildern stört, kann zwei Hauptdarstellern bei ihrem hochwertigen Schauspiel beobachten und einer tragisch-dramatischen Story folgen. Denn das allein lohnt sich in jedem Fall.
Die DVD ist sehr sorgfältig bearbeitet und mit vielem Zusatzmaterial ausgestattet. Der Film bekommt von mir 4 Sterne (ein Punkt Abzug von einem modernem Menschen für einen angegrauten Film), die DVD ist sehr informativ und somit volle 5 Sterne wert.

Wer sich als ein Filmfan bezeichnet, ist irgendwann sicher an dem Punkt sich mit den Ursprüngen des Films beschäftigen zu wollen. Spätestens dann sollte man DER BLAUE ENGEL als Referenztitel gesehen haben.


EPILOG
======

Der Vergleich zwischen Buch und Filmumsetzung bleibt jetzt bei mir außen vor, da ich das Buch nicht kenne. Laut Zusatzmaterial der DVD ist das Ende im Buch allerdings anders, da dort der Professor nicht stirbt, sondern ein zwielichtiges Etablissement eröffnet. (Korrigiert mich, falls das nicht stimmt.) Heinrich Mann sagte aber später einmal, das er persönlich das von Carl Zuckmayer ersonnene Ende als besser empfand als seine eigene Version. Lob also von höchster Stelle ...

(*) Lola Lola zu Prof. Immanuel Rath beim Frühstück
(**) Zauberkünstler Kiepert zu Prof. Immanuel Rath am Ende des Films
(***) Lola Lola zu Zauberkünstler Kiepert in der Garderobe
   
weitere Erfahrungsberichte
Doppelbödigkeiten ...
Bewertung für Der Blaue Engel (DVD) von Posdole

Pro: Preiswerte DVD ab 1/05; Klassiker; Dietrich,Jannings
Kontra: Nichts

„Frühling kommt, der Sperling piept, Duft aus Blütenkelchen! Bin in einen Mann verliebt und weiß nicht in welchen! Ob er Geld hat, ist mir gleich, denn mich macht die Liebe reich! Kinder, heute abend, da such ich mir was aus einen Mann, einen ric ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

26.12.2004


Der Blaue Engel (DVD)

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Genre1: Drama

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