Blitze des Bösen / Saul, John

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Ist der Tod endgültig?

3 26. Mai 2001

Pro:
kurzweiliges Lesevergnügen

Kontra:
nicht unbedingt glaubhaft

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Niveau:

Unterhaltungswert:

Spannung:

Humor:

Aufmachung:

mehr


nahue

Über sich: wie war das? brave mädchen kommen in den himmel, böse überall hin...???? ---> pranger und klagema...

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Erfahrungsberichte:120

Vertrauende:90

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 37 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nicht jeder Autor schafft es immer und ständig Bestseller zu schreiben. Ich bin wohl mit zu hohen Erwartungen an "Blitze des Bösen" herangegangen, denn die Bücher die bisher von John Saul gelesen habe, waren doch über den Durchschnitt. Vielleicht liegt es daran, das ich gerne das glauben und nachvollziehen möchte was ich lese. Es muß zumindest realisierbar, bzw. verständlich sein. Es gibt selten Bücher, wo ich darüber hinwegsehen kann.

Aber ich versuche trotzdem eine einigermaßen faire Berichterstattung zu liefern, denn mir ist bewußt, das die meisten Leser meinen Urteil wohl nicht zustimmen werden.

Der Inhalt des Buches ist schwierig zu umreissen. Eigentlich muß 'ne Menge zur Erläuterung gesagt werden, andererseits, bräuchtet ihr es dann nicht mehr lesen. Was ja auch nicht Sinn der Sache ist.

Die Story spielt in Seattle. Fünf Jahre hat Richard Kraven als Serienkiller seine Umgebung in Angst und Schrecken versetzt. Er hat seine Opfer betäubt und diesen dann den Brustkorb aufgeschnitten, um das Herz seiner Opfer in die Hand nehmen zu können. Kraven war krank, er hat nicht gemordet, um der Blutlust willen, sondern er hat ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt. Er sah seine Opfer nicht als solche, sondern eher als notwendige Körpergabe für seine Versuche. Es frustierte ihn maßlos, seine Experiemente immer wieder scheitern zu sehen.

Jedoch auch er war nicht unfehlbar und wurde überführt. Eine Reporterin, Anne Jeffers, hat jahrelang über Kraven berichtet. Den Haß der Bevölkerung genährt und durch ihre Reportagen auch nicht die Greuletaten vergessen lassen. Sie wird der Hinrichtung beiwohnen, dafür hat sie die ganze Zeit gekämpft. Ein bitterer Beigeschmack liegt jedoch allen auf der Zunge, als die Stunde der Hinrichtung näherrückt. Kraven hat niemals die Morde gestanden und hielt an seiner Unschuld fest.

Zum Zeitpunkt der Hinrichtung Kravens erleidet Anne Jeffers Ehemann einen Herzinfarkt. Er überlebt nach einigen Wiederbelebungsversuchen mit knapper Not. Alles läuft für Anne aus dem Ruder, erst das Bangen um den Ehemann, dann unerklärliche Ereignisse in ihrem Haus, Probleme in der Zeitung und dann aufeinmal seltsame Morde, die nur in Verbindung mit Kraven stehen können. Die Opfer tragen die gleiche "Handschrift". Drohungen erreichen Anne. Sämtliche Indizien weisen auf Richard Kraven hin. Aber Kraven ist tot!!!, oder etwa nicht? ...

Soweit hört sich die Story doch gut an, oder? Dachte ich zumindest und griff zu dem Buch, um es zu lesen. Doch irgendwie schafft man das Buch interessanter zu machen als es ist. Was mich an der Geschichte reizte, war die Lösung des Autors. Wie schafft er es die Geschichte glaubwürdig aufzuziehen, und die Morde nach der Hinrichtung aber weitergehen zu lassen. Na klar, spontane Lösungsidee von mir war: Kraven ist unschuldig und der wahre Mörder treibt weiter sein Unwesen. Das allerdings passte immer weniger in den weiteren Verlauf der Handlung. Der nächste Ansatz war, Kraven wird zum Untoten und kehrt wieder. Paßte aber auch nicht so ganz, war einfach zu unglaubwürdig für den Umgebungsaufbau. Tja, und je näher ich dem Ende kam, um so deutlicher wurde mir bewußt, welche Lösung John Saul gewählt hatte. Es war bestimmt nicht die einfachste.

Ehrlich gesagt ich war enttäuscht. O.k. ich möchte ihm die Spannung nicht absprechen und auch Überraschungen hat er für uns parat, aber leider nicht die Gänsehaut die normalerweise von ihm gewohnt bin. Er wird eher seine Leser damit begeistern, die an übersinnliches glauben.

Mein Fazit ist, das "Blitze des Bösen" getrost in der Nacht gelesen werden kann. Nette Wendungen, die das Buch nicht so schnell langweilig werden lassen und genug Rätsel, um es zu Ende zu lesen. Komplex gesehen, ideal für den nächsten Urlaub. Aber kein überragendes Buch, sondern eher Durchschnitt.

So, für diejenigen, die bisher noch nichts von John Saul gehört haben noch einige Infos:

Sein erstes Buch veröffentlichte er 1977. Dieses Buch war ein Erfolg, es landete direkt auf den Bestsellerlisten. Titel ist: "Wehe, wenn die wiederkehren". Sein Bücher sind zwischen Horror und Psychothriller angesiedelt. Zum Vergleich werden die Autoren, S. King und D. Koontz gennant. Die meisten Bücher sind im Verlag Heyne erschienen. (www.heyne.de).

Taschenbuch
ISBN: 3-453-10854-x
DM 14,90
Originaltitel:
Back Lightning

 

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Tobias_Topyla

Tobias_Topyla

24.03.2002 20:00

Ist der Tod endgültig? ja ist er ;D ansonsten eigentlich guter bericht obwohl ich dem buch doch ein stern mehr ge´ben würde

Brandung

Brandung

28.01.2002 14:15

Ich bin gespant ob ich bei Deinen Berichten auch mal eine andere Kategorie erlebe *g* ?

Schosch

Schosch

26.05.2001 17:13

Toller Bericht. Auch ich lese gerne so Krimis. Ich habe auch ein Buch von John Saul (Wehe wenn Du weggehst). Ich werde gleich noch einen Bericht über ein Stephen King Buch hier reinstellen. Muss allerdings den bericht noch ein wenig vorbereiten. Bis dann Gruß Jörg

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