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In der letzten Erzählung ?Blitzeis? wird ein Reporter mit Larissa konfrontiert, die, unheilbar tuberkulosekrank, als bereits schwer von ihrem Schicksal gezeichnet beschrieben wird. Dem Erzähler wird vorgeworfen, dass er ?als Schreiberling? die Schönheit, die sich hinter der sterbenden Fassade ... Bericht lesen
Roman über Identität, legt Peter Stamm einen schmalen Band mit neun Erzählungen nach. Seinem bewährten kurzen, knappen, lakonischen Stil bleibt er in seinen Stories treu. Die Sätze sind bis aufs Skelett abgemagert, da gibt es nicht ein Gramm einer überflüssigen Beschreibung. Seine Themen sind die großen Sujets der Literatur: Einsamkeit, Krankheit, Tod. Sie spielen in der Schweiz, in Schweden und New York. Stamms Könnerschaft setzt ein, wenn es darum geht, alltägliche Kleinigkeiten genau zu beobachten, die, ohne daß er es explizit erwähnt, zu den großen, oft tödlichen Konsequenzen im Leben eines Einzelnen führen. In der Geschichte "Am Eisweiher" treffen sich eine Gruppe Jugendlicher, um abends baden zu gehen. Stefanie hat eine Fahrradpanne und ihr hilfsbereiter Freund Urs radelt noch einmal ins Dorf zurück, um die nötigen Werkzeuge für die Reparatur zu holen. Währenddessen vergnügt sich die Schöne mit einem anderen Jungen beim Schwimmen. Es wird dunkel. Die beiden Schwimmer ziehen sich ins Bootshaus zurück und sind nicht erfreut, als Urs plötzlich auch am Bootshaus auftaucht. Keiner von ihnen sagt wenige Stunden später der Polizei, warum der Junge völlig kopflos in den See gesprungen ist, ohne an die Pfähle im Wasser zu denken, die sie alle aus ihrer Kindheit kennen. Der Reiz: Bei Peter Stamm bleibt immer ein wesentlicher Teil der Handlung unter der Oberfläche seiner Geschichten verborgen, er läßt ihnen und dem Leser ihr Geheimnis. --Manuela Haselberger
Roman über Identität, legt Peter Stamm einen schmalen Band mit neun Erzählungen nach. Seinem bewährten kurzen, knappen, lakonischen Stil bleibt er in seinen Stories treu. Die Sätze sind bis aufs Skelett abgemagert, da gibt es nicht ein Gramm einer überflüssigen Beschreibung. Seine Themen sind die großen Sujets der Literatur: Einsamkeit, Krankheit, Tod. Sie spielen in der Schweiz, in Schweden und New York. Stamms Könnerschaft setzt ein, wenn es darum geht, alltägliche Kleinigkeiten genau zu beobachten, die, ohne daß er es explizit erwähnt, zu den großen, oft tödlichen Konsequenzen im Leben eines Einzelnen führen. In der Geschichte "Am Eisweiher" treffen sich eine Gruppe Jugendlicher, um abends baden zu gehen. Stefanie hat eine Fahrradpanne und ihr hilfsbereiter Freund Urs radelt noch einmal ins Dorf zurück, um die nötigen Werkzeuge für die Reparatur zu holen. Währenddessen vergnügt sich die Schöne mit einem anderen Jungen beim Schwimmen. Es wird dunkel. Die beiden Schwimmer ziehen sich ins Bootshaus zurück und sind nicht erfreut, als Urs plötzlich auch am Bootshaus auftaucht. Keiner von ihnen sagt wenige Stunden später der Polizei, warum der Junge völlig kopflos in den See gesprungen ist, ohne an die Pfähle im Wasser zu denken, die sie alle aus ihrer Kindheit kennen. Der Reiz: Bei Peter Stamm bleibt immer ein wesentlicher Teil der Handlung unter der Oberfläche seiner Geschichten verborgen, er läßt ihnen und dem Leser ihr Geheimnis. --Manuela Haselberger
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Erfahrungsbericht von schulti über Blitzeis / Peter Stamm 17.12.1999
Produktbewertung des Autors:
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ja
Kompletter Erfahrungsbericht
?Coole Liebesgeschichten? verkündet uns der Deckeltext des neuen Erzählbandes von Peter Stamm. Und tatsächlich, im ersten Moment liest man leicht verwundert von der Liebe, der Frau und dem Gefühl als ?Treibgut?, oder von Jugendlieben, die plötzlich enden, sei es tödlich oder nicht, so wie ein Auto nicht mehr fährt, wenn das Benzin alle ist. Das ist nicht nur ein schlechter Vergleich, sondern auch ein zu oberflächlicher Blick auf die feine Prosa des Schweizer Autors. Denn seine Erzählungen sind größtenteils versuchte Annäherungen an einen Unterschied, an die Schwierigkeiten zwischenmenschlicher Beziehungen oder sogenannter ?Liebesbeziehungen? zwischen Mann und Frau. Und zumeist ist es zugleich deren Scheitern. In acht von neun Erzählungen werden direkt ?Beziehungen? beschrieben, von Small-Talk bis zu Sex, in der einen die Unmöglichkeit und Nichtexistenz von Liebesgedichten von Frauen an Männer in der Literatur. Und alle diese Frauenfiguren erinnern in Anklängen an ?Agnes?, Titelfigur des literarischen Erstlings von Peter Stamm. Die Frau als Mysterium, das naturgemäß nie, und erst recht nicht von einem Mann, ergründet werden kann. Sachlich-nüchtern und emotionslos in einfacher, unaffektiert-schlichter Sprache erzählt, mit kurzen Sätzen, fast brutal unauffällig, ohne Sprachmuskelspielereien, ohne große Metaphern kommen Stamms Texte daher. Und laufen deswegen akute Gefahr, schnell langweilig und belanglos zu wirken. Die Erzählung ?Passion?, die Peter Stamm beim diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preislesen zum Besten gab, wurde von der elitären Jury unter anderem mit eben diesem Prädikat versehen. In der letzten Erzählung ?Blitzeis? wird ein Reporter mit Larissa konfrontiert, die, unheilbar tuberkulosekrank, als bereits schwer von ihrem Schicksal gezeichnet beschrieben wird. Dem Erzähler wird vorgeworfen, dass er ?als Schreiberling? die Schönheit, die sich hinter der sterbenden Fassade verbirgt, niemals sehen könne. Der Schreiberling dieser Geschichten sieht jedoch viel mehr, als er uns mitteilt. Aber gerade weil er es nur rudimentär, ansatzweise mitteilt, weil er mit ökonomischer Präzision Leerstellen setzt, sehen die Leser um so deutlicher, um so eindringlicher.
Ich habe diese Buch geschenkt bekommen, war aber schon vorher neugierig darauf (nicht zuletzt durch die Empfehlung im Literarischen Quartett). Es ist eine sehr beeindruckende Zusammenstellung von Erzählungen, die aber als Grundtenor doch immer wieder die ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
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22.03.2000
Das Jahr Bewertung für Blitzeis / Peter Stammvon
pc.hexe
Pro: echt was dran Kontra: ----
Die Erntezeit neigt sich den Ende zu, das Land wird müde,- hier und da leuchten noch ein paar Blüten. Bäume und Sräucher lassen die Blätter fallen, Stengel und Halme knicken ein und
legen sich hin,alles begibt sich zur ruhe. Noch freuen wir uns
im L ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Pro: rasant; Geschichte als Mittelpunkt des Romans; Kühle&Distanz zu den Personen; Kritik an Medien; Thema Tod/Krankheit; Bedeutung der Kommunikation; Sprache; Grundidee; Kontra: Geschichte verblasst schnell - nichts Besonderes;
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~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Autor ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Peter Stamm wurde am 18. Januar 1963 in Weinfelden (Schweiz) geboren. Er machte eine kaufmännische Lehre und war für einige Zeit an der Universität Zürich, um Psychologie, Psychopathologie, Anglistik und Wirtschaftsinformatik zu studieren.
Seit 1990 arbeitete er als Journalist für die Neue Zürcher Zeitung uvm.
Heute lebt Peter Stamm in Winterthur.
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Eckdaten ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Titel: Agnes
ISBN: 3-442-72550-X
Seitenanzahl: 154
Preis: 7?
weitere Informationen unter: -
weitere Bücher von Peter Stamm:
-Ungefähre Landschaft
-In fremden Gärten.
-Blitzeis.
-Diensttage. Schweizer Schriftsteller und ihr Militär
-Der Kuß des Kohaku
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Fazit ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Peter Stamm hat mit seiner Grundidee sicherlich das Rad nicht neu erfunden, doch sein Roman...
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